Unerwünschte WirkungenZusammenfassung des Sicherheitsprofils
Die häufigste unerwünschte Wirkung während der Behandlung mit Eprex ist ein dosisabhängiger Anstieg des Blutdruckes oder eine Verschlimmerung einer bereits bestehenden Hypertonie. Der Blutdruck sollte, speziell zu Beginn der Behandlung, überwacht werden. Die häufigsten Nebenwirkungen, die in den klinischen Studien mit Eprex berichtet wurden, sind: Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Fieber und Kopfschmerzen. Grippe-ähnliche Symptome können insbesondere zu Beginn der Behandlung auftreten.
Eine erhöhte Inzidenz thromboembolischer Ereignisse, wurde bei Patienten unter der Behandlung mit erythropoese-stimulierenden Produkten beobachtet (siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ).
Überempfindlichkeitsreaktionen, einschliesslich Fälle von Hautausschlag (einschliesslich Urtikaria), anaphylaktische Reaktionen und Angioödem wurden berichtet.
Hypertensive Krisen mit Enzephalopathie und Krampfanfällen, die eine sofortige ärztliche Versorgung und intensivmedizinische Behandlung erforderten, traten unter Behandlung mit Epoetin alfa auch bei Patienten mit zuvor normalem oder niedrigem Blutdruck auf. Als mögliches Warnsignal sollte besonders auf plötzlich auftretende stechende migräneartige Kopfschmerzen geachtet werden.
Aus insgesamt 3'559 Patienten, die in 27 randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten oder kontrollierten Standard of Care Studien teilnahmen, wurde das globale Sicherheitsprofil von Eprex bei 2136 anämischen Patienten untersucht. Für das Sicherheitsprofil wurden 228 mit Eprex behandelte Patienten mit chronischem Nierenversagen aus 4 klinischen Studien (2 Studien in der Prädialyse und 2 Studien in der Dialyse), 1404 Tumorpatienten aus 16 Studien bei Chemotherapie bedingter Anämie, 144 Patienten aus 4 Studien zur HIV Infektion, 147 Patienten aus 2 Studien mit Eigenblutspende-Programm und 213 Patienten aus 1 präoperativen Studie eingeschlossen. Unerwünschte Wirkungen, die in diesen Studien, bei ≥0,1% der mit Eprex behandelten Patienten beschrieben wurden, werden nachstehend aufgeführt.
Unerwünschte Wirkungen, die bei ≥1% der Patienten in klinischen Studien mit Epoetin alfa aufgetreten sind:
Chronische Nierenins Onkologie Eigenblutspende-Prog Chirurgie
uffizienz ramm
Systemorganklasse Prädialyse Dialyse
EPO Plazebo EPO Plazebo EPO Nicht ESA EPO Nicht ESA EPO Plazebo
N=131 N=79 N=97 N=46 N=1404 N=930 N=147 N=112 N=213 N=103
n (%) n (%) n (%) n (%) n (%) n (%) n (%) n (%) n (%) n (%)
Stoffwechsel- und
Ernährungsstörungen
Hyperkalämie 3 (2) 3 (4) 10 (10) 2 (4) 2 (<1) 2 (<1) NB NB NB 1 (1)
Erkrankungen des
Nervensystems
Krampfanfälle 1 (1) 2 (3) 2 (2) NB 12 (1) 4 (<1) NB NB NB NB
Kopfschmerzen 22 (17) 14 (18) 33 (34) 20 (43) 98 (7) 50 (5) 17 (12) 16 (14) 25 (12) 9 (9)
Gefässerkrankungen
Embolie & Thromboseb 2 (2) NB 15 (15) 2 (4) 76 (5) 33 (4) 6 (4) 3 (3) 18 (8) 6 (6)
Tiefe Venenthrombose NB NB NB NB 24 (2) 6 (1) 2 (1) 2 (2) 10 (5) 3 (3)
Thrombose NB NB 4 (4) 1 (2) 18 (1) 6 (1) 2 (1) NB 3 (1) NB
Hypertoniec 35 (27) 20 (25) 32 (33) 5 (11) 43 (3) 24 (3) NB 2 (2) 23 (11) 9 (9)
Erkrankungen der
Atemwege, des
Brustraums und
Mediastinums
Husten 5 (4) 1 (1) 9 (9) 8 (17) 98 (7) 66 (7) 2 (1) 2 (2) 10 (5) NB
Kongestion der NB NB 9 (9) 2 (4) NB NB NB NB NB NB
Atemwege
Erkrankungen des
Gastrointestinaltrak
ts
Übelkeit 14 (11) 10 (13) 23 (24) 13 (28) 265 (19) 193 (21) 26 (18) 11 (10) 96 (45) 46 (45)
Durchfall 16 (12) 8 (10) 7 (7) 4 (9) 168 (12) 102 (11) 5 (3) 7 (6) 18 (8) 12 (12)
Erbrechen 12 (9) 6 (8) 9 (9) 8 (17) 173 (12) 134 (14) 7 (5) 1 (1) 36 (17) 14 (14)
Erkrankungen der
Haut und des Unterha
utgewebes
Hautausschlaga 8 (6) 6 (8) 11 (11) 2 (4) 93 (7) 47 (5) 3 (2) 2 (2) 8 (4) 2 (2)
Skelettmuskulatur-,
Bindegewebs- und
Knochenerkrankungen
Arthralgie 16 (12) 6 (8) 23 (24) 3 (7) 45 (3) 43 (5) 3 (2) 3 (3) 5 (2) 3 (3)
Knochenschmerzen 1 (1) NB 6 (6) 1(2) 47 (3) 26 (3) NB 1 (1) 1 (<1) NB
Myalgie 3 (2) 1 (1) 6 (6) NB 46 (3) 25 (3) 2 (1) 3 (3) 2 (1) NB
Schmerzen in den 7 (5) 7 (9) 15 (5) 2 (4) 37 (3) 19 (2) 6 (4) 2 (2) 7 (3) 4 (4)
Extremitäten
Allgemeine Erkrankun
gen und Beschwerden
am Verabreichungsort
Schüttelfrost 6 (5) 2 (3) 10 (10) 3 (7) 33 (2) 32 (3) 8 (5) 4 (4) 12 (6) 1 (1)
Grippeartige Erkrank 1 (1) NB 9 (9) 6 (13) 23 (2) 10 (1) 4 (3) 1 (1) 1 (<1) NB
ung
Reaktionen an der 14 (11) 16 (29) 1 (1) NB 42 (3) 31 (3) NB 1 (1) 39 (18) 19 (18)
Applikationsstelle
Fieber 4 (3) 4 (5) 9 (9) 6 (13) 189 (13) 139 (14) 7 (5) 3 (3) 37 (17) 27 (26)
Periphere Ödeme 9 (7) 10 (13) NB NB 72 (5) 34 (4) 2 (1) 2 (2) 14 (7) 4 (4)
EPO: Erythropoetin alfa
ESA: Erythropoese stimulierendes Arzneimittel.
NB: nicht berichtet
a Hautausschlag beinhaltet Urtikaria und Angioödem
b Beinhaltet arterielle und venöse, fatale und nicht fatale Ereignisse wie tiefe venöse Thrombosen, pulmonare Embolien, Retinalthrombosen, arterielle Thrombosen (einschliesslich Myokardinfarkt), zerebrovaskuläre Ereignisse (z.B. Schlaganfall einschliesslich Zerebralinfarkt und zerebrale Blutungen), transitorische ischämische Attacken und Shunt-Thrombosen (einschliesslich Dialyse-Geräte) und Thrombosen zwischen arteriovenösen Shunt Aneurismen.
c Hypertonie beinhaltet hypertensive Krisen.
Unerwünschte Wirkungen aus der Postmarketingphase
Nachfolgend sind unerwünschte Wirkungen aufgeführt, die nach der Markteinführung unter Eprex berichtet wurden. Häufigkeiten, die aufgrund der Spontanberichtsrate geschätzt sind, werden wie folgt definiert: Sehr häufig (≥1/10); häufig (≥1/100, <1/10); gelegentlich (≥1/1'000, <1/100); selten (≥1/10'000, <1/1'000); sehr selten (<1/10'000).
Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
Sehr selten: durch Erythropoetin-Antikörper vermittelte Erythroblastopenie (Pure Red Cell Aplasia)*, Thrombozytämie.
Erkrankungen der Haut und des Unterhautgewebes
Sehr selten: schwere Hautreaktionen einschliesslich Erythema multiforme und Stevens-Johnson-Syndrom (SJS)/toxische epidermale Nekrolyse (TEN)
*Sehr selten (<1/10'000 Fälle pro Patientenjahr) wurde über eine durch Erythropoetin-Antikörper ver-mittelte Erythroblastopenie (Pure Red Cell Aplasia) Monate bis Jahre nach Behandlung mit Eprex berichtet.
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grosser Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdacht einer neuen oder schwerwiegenden Nebenwirkung über das Online-Portal ElViS (Electronic Vigilance System) anzuzeigen. Informationen dazu finden Sie unter www.swissmedic.ch.
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