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Fachinformation zu Mg5-Oraleff®:OM Pharma Suisse SA
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PackungenReg.InhaberStand d. Info. 

Zusammensetzung

Wirkstoffe
Magnesium in Form von Magnesiumaspartat-Dihydrat.
Hilfsstoffe
Wasserfreie Zitronensäure, Natriumbicarbonat (entspricht 308 mg Natrium), Vanillin, Aspartam (E 951, 42 mg), Macrogol 6000, Povidon K 30, Zitronenaroma (enthält Saccharose).

Darreichungsform und Wirkstoffmenge pro Einheit

1 Brausetablette enthält 7,5 mmol (182,3 mg) Magnesium in Form von Magnesiumaspartat-Dihydrat.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Deckung eines erhöhten Magnesiumbedarfs (z.B. Wachstum, Hochleistungssport, Schwangerschaft, Stillzeit).
Magnesiumarme Ernährung.
Wadenkrämpfe.
Auf ärztliche Verordnung oder auf Rat eines Apothekers
Neuromuskuläre Störungen wegen Magnesiummangel, muskuläre Krämpfe.
Auf ärztliche Verordnung
Herzrhythmusstörungen mit Tachykardie, v.a. bei Resistenz gegenüber anderen Antiarrhythmika.
Adjuvans zu β2-Adrenergika bei Prodromi frühzeitiger Geburt bzw. drohendem Spätabort.
Behandlung der Eklampsie, Pre-Eklampsie und des tetanischen Syndroms.
Enteraler oder renaler Magnesiumverlust (chronischer Durchfall, Diuretikatherapie).

Dosierung/Anwendung

Die Dosierung von Mg5-Oraleff hängt vom Grad des Magnesiummangels ab. Als mittlere Tagesdosis gilt 0,2 mmol entsprechend ca. 5 mg Magnesium je kg Kpgw. Diese Dosis kann bei schweren Magnesiummangelzuständen auf 0,4 mmol entsprechend ca. 10 mg Magnesium je kg Kpgw erhöht werden. 1 Brausetablette Mg5-Oraleff enthält 7,5 mmol, entsprechend 182,3 mg Magnesium.
Soweit nicht anders verordnet, gelten für Mg5-Oraleff folgende Dosierungsrichtlinien:
Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren: 1–2-mal täglich 1 Brausetablette.
Kinder ab 6 Jahren: 1-mal täglich 1 Brausetablette in einem Glas Wasser auflösen und trinken.
Die Anwendung und Sicherheit von Mg5-Oraleff bei Kindern unter 6 Jahren sind bisher nicht systematisch geprüft worden.

Kontraindikationen

Mg5-Oraleff ist kontraindiziert:
bei akuter und chronischer Niereninsuffizienz und bei Störungen der Erregungsleitung im Herzen (AV-Block),
bei Exsikkose und Ca-Mg-Ammoniumphosphat-Steindiathese,
bei Überempfindlichkeit gegenüber einem der Bestandteile,
bei Phenylketonurie für Brausetabletten (die Aspartam enthalten).

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Vorsicht bei eingeschränkter Nierenfunktion ist geboten.
Dieses Arzneimittel enthält 308 mg Natrium pro Tablette, was etwa 15 % der von der WHO empfohlenen maximalen täglichen Natriumzufuhr entspricht.
Die maximale Tagesdosis des Arzneimittels entspricht etwa 30 % der von der WHO empfohlenen maximalen täglichen Zufuhr.
Mg5-Oraleff gilt als natriumreich. Dies ist insbesondere bei Patienten zu beachten, die eine natriumarme Diät einhalten.
Dieses Arzneimittel enthält Saccharose. Patienten mit Fruktoseintoleranz, Glukose-Galaktose-Malabsorption oder Sucrase-Isomaltase-Mangel (seltene Erbkrankheiten) dürfen dieses Arzneimittel nicht einnehmen.
Dieses Arzneimittel enthält 42 mg Aspartam pro Tablette.
Aspartam enthält eine Phenylalaninquelle. Kann für Personen mit Phenylketonurie (PKU) gefährlich sein, einer seltenen genetischen Erkrankung, die durch eine Anhäufung von Phenylalanin gekennzeichnet ist, das nicht richtig abgebaut werden kann.

Interaktionen

Gleichzeitige Eisentherapie: ist darauf zu achten, dass bei gleichzeitiger Einnahme von Magnesium die Eisenresorption behindern kann.
Tetrazyklin: die gleichzeitige Magnesiumgabe behindert auch die Tetrazyklinresorption.
Cholecalciferol: Tendenz zu Hypercalcaemie bei gleichzeitiger Gabe von Magnesium und Cholecalciferol.

Schwangerschaft, Stillzeit

Mg5-Oraleff kann während der Schwangerschaft und der Stillzeit angewendet werden.
Kontrollierte Studien bei Frauen haben keine fötalen Risiken im Verlauf des ersten Trimesters ergeben; es gibt keine Anzeichen, welche auf ein Risiko im Verlauf der weiteren Trimester hinweisen, und die Möglichkeit einer Schädigung des Fötus erscheint als wenig wahrscheinlich.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Keine

Unerwünschte Wirkungen

Die Nebenwirkungen sind nach Organsystemklassen der MedDRA-Klassifikation und nach Häufigkeit gemäss folgender Konvention geordnet: sehr häufig (≥1/10), häufig (≥1/100 bis <1/10), gelegentlich (≥1/1000 bis <1/100), selten (≥1/10'000 bis <1/1'000), sehr selten (<1/10'000).
Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
Gelegentlich
Bei hoher Dosierung kann es zu weichen Stühlen kommen.
Durchfälle: man reduziert die Tagesdosis oder setzt das Präparat vorübergehend ab.
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grosser Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdacht einer neuen oder schwerwiegenden Nebenwirkung über das Online-Portal ElViS (Electronic Vigilance System) anzuzeigen. Informationen dazu finden Sie unter www.swissmedic.ch.

Überdosierung

Eine orale Magnesiumüberdosierung führt bei normaler Nierenfunktion in der Regel nicht zu toxischen Reaktionen.
Bei Niereninsuffizienz kann es jedoch zu einer Magnesiumvergiftung kommen. Sie hängt insbesondere vom Magnesiumspiegel im Serum ab und äussert sich durch folgende Symptome: Blutdruckabfall, Übelkeit, Erbrechen, Depression des Zentralnervensystems, verminderte Reflexe, EKG-Anomalien, beginnende Atemdepression, Koma, Herzstillstand und Atemlähmung.
Als Antidot kann Calcium i.v. gegeben werden.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code
A12CC05
Mg5-Oraleff erlaubt dem Organismus Magnesium in einer gut resorbierbaren Form in ausreichenden Mengen zuzuführen (Hydrogen-L-Aspartat).
Man geht davon aus, dass Erwachsene am Tag mindestens 300–400 mg Magnesium benötigen. Bei einseitiger Ernährung ist die Deckung des Magnesiumbedarfs nicht immer gewährleistet.
Mg5-Oraleff ist geeignet durch Magnesiummangel bedingte Störungen zu beheben. Empfohlen wird die Zufuhr von Mg5-Oraleff bei erhöhten Belastungen, Schwangerschaft usw. und in besonderen Situationen während der Tokolyse (Behandlung der drohenden Frühgeburt), sowie bei Mehrbelastung des Körpers durch Hochleistungssport.

Pharmakokinetik

Absorption
Magnesiumaspartat wird bei oraler Applikation zu etwa 30–60% absorbiert. Absorptionsort ist hauptsächlich das Ileum, zu einem geringeren Teil das Jejunum.
Das Maximum des Serummagnesiumspiegels ist etwa 2 Stunden nach oraler Applikation erreicht. Dieses Niveau bleibt etwa 3 Stunden bestehen.
Der Normbereich von Magnesium in Serum und Plasma beträgt 0,7–1,05 mmol/l. Kumulationsgefahr besteht bei Niereninsuffizienz (Unterschreiten einer Ausscheidung von 30 ml/h Urin). Die Absorption ist verhindert bei Diarrhö, Malabsorptionssyndromen, Alkoholismus, Diabetes mellitus und Gallengangatresie.
Elimination
5 Stunden nach oraler Applikation beginnt der Serummagnesiumspiegel wieder zu fallen, etwa 15 Stunden post applicationem ist der ursprüngliche Serummagnesiumwert erreicht. Die Ausscheidung erfolgt überwiegend renal und unterliegt einer Vielzahl von hormonellen Steuerungen und ist abhängig vom Gesamt-Magnesiumstatus des Körpers.

Präklinische Daten

Magnesiumsalze weisen generell kein spezifisch toxisches, kein teratogenes, kein embryotoxisches und kein mutagenes Potential auf.

Sonstige Hinweise

Haltbarkeit
Verwenden Sie dieses Arzneimittel nicht nach dem auf der Verpackung hinter dem Verfallsdatum "EXP" angegebenen Datum.
Besondere Lagerungshinweise
Aufbewahren bei Raumtemperatur (15–25 °C) und ausserhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren.

Zulassungsnummer

49890 (Swissmedic).

Packungen

Mg5-Oraleff Brausetabletten 30 (D)
Mg5-Oraleff Brausetabletten 60 (D)

Zulassungsinhaberin

OM Pharma Suisse SA, Villars-sur-Glâne

Stand der Information

Februar 2026

2026 ©ywesee GmbH
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