Unerwünschte WirkungenAllgemein
Kurz nach der Injektion von Pamorelin LA 3,75 mg wurden einige seltene allergische Reaktionen festgestellt, die sich unter der üblichen Behandlung zurückbildeten.
Die häufigsten Nebenwirkungen, die unter der Behandlung mit Triptorelin beobachtet wurden, waren auf seine erwarteten physiologischen Effekte zurückzuführen: anfänglicher Anstieg des Testosteronspiegels, gefolgt von einer fast vollständigen Suppression des Testosterons.
Prostatakarzinom
Aufgrund des vorübergehenden Anstiegs des Testosteronspiegels kann es 7 bis 10 Tage nach der ersten Injektion zu einer Verstärkung der Krebsschmerzen kommen (siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ). Diese Schmerzen gehen gewöhnlich zurück, sobald das Karzinom auf die Behandlung anspricht. Es kann eine vorübergehende Behandlung mit einem Antiandrogen in Betracht gezogen werden.
Die am häufigsten beobachteten Wirkungen waren Hitzewallungen (70 %), Knochenschmerzen (26 %) und eine Atrophie der Genitalien (12 %).
Die folgenden unerwünschten Wirkungen wurden in klinischen Studien oder im Rahmen der Pharmakovigilanz berichtet. Entsprechend ihrer Häufigkeit werden die folgenden unerwünschten Wirkungen wie folgt klassifiziert: sehr häufig (≥1/10); häufig (≥1/100, < 1/10); gelegentlich (≥1/1000, < 1/100); selten (≥1/10'000, < 1/1000), nicht bekannt (beruht hauptsächlich auf spontanen Meldungen aus der Marktüberwachung, die genaue Häufigkeit kann nicht angegeben werden).
Table 1 Unerwünschte Wirkungen bei erwachsenen Männern
Systemorganklasse Unerwünschte Wirkung Häufigkeit unbekannt
en / Zusätzliche
unerwünschte Ereigni
sse nach der Marktei
nführung
Sehr Häufig Häufig Gelegentlich Selten
Infektionen und Harnwegsinfektionen
parasitäre Erkrankun
gen
Gutartige, bösartige Vorübergehender
und nicht spezifizi Tumor-Flare
erte Neubildungen
(einschl. Zysten
und Polypen)
Erkrankungen des Thrombozytose Lymphadenopathie Anämie
Blutes und des
Lymphsystems
Erkrankungen des Überempfindlichkeits
Immunsystems reaktionen (siehe
auch "Warnhinweise
und Vorsichtsmassnah
men" ).
Endokrine Erkrankung Während der Post-Mar
en keting-Phase wurden
seltene Fälle von
Hypophysenapoplexie
beschrieben (siehe
"Warnhinweise und
Vorsichtsmassnahmen"
).
Stoffwechsel- und Anstieg der alkalisc Hyperglykämie,
Ernährungsstörungen hen Phosphatase, Anstieg des Harnstof
Hyperurikämie f-Stickstoffs,
Diabetes, Anstieg
des nicht aus
Proteinen stammenden
Stickstoffgehalts
im Blut (Azotämie),
Gewichtszunahme
Psychiatrische Stimmungsschwankunge Nervosität, Amnesie,
Erkrankungen n, verminderte Euphorie
Libido, Depression
Erkrankungen des Kopfschmerzen, Parästhesie, Schläfr Migräne, Dysgeusie, Krampfanfälle;
Nervensystems Schwindelanfälle, igkeit, Synkope Rückenmarkskompressi
Schlaflosigkeit on, Hypästhesie
Augenerkrankungen Augenschmerzen, Sehstörungen,
Bindehautentzündung Stauungspapille,
Gesichtsfeldstörunge
n
Erkrankungen des Tinnitus
Ohrs und des Labyrin
ths
Herzerkrankungen Myokardiale Ischämie Verlängertes QT-Inte
rvall
Gefässerkrankungen Hitzewallungen (70 Hypertonie Hypotonie, tiefe
%) Venenthrombose,
Lungenembolie
Erkrankungen der Husten, Dyspnoe, Rhinitis
Atemwege, des Pharyngitis
Brustraums und
Mediastinums
Erkrankungen des Bauchschmerzen, Erbrechen, Tenesmus,
Gastrointestinaltrak Übelkeit, Obstipatio gastroösophagealer
ts n, Durchfall, Reflux
Dyspepsie
Leber und Gallenerkr Störung der Leberfun Cholestatische
ankungen ktion Hepatitis
Erkrankungen der Exanthem Vermehrtes Schwitzen Urtikaria, Photosens Stevens-Johnson-Synd
Haut und des Unterha , Alopezie, analer ibilisierungsreaktio rom (SJS), toxische
utgewebes Juckreiz, Ekzem, nen epidermale Nekrolyse
bullöser Hautausschl (TEN), Arzneimittel
ag reaktion mit Eosinop
hilie und systemisch
en Symptomen (DRESS)
, akute generalisier
te exanthematische
Pustulose (AGEP),
exfoliative Dermatit
is, bullöse Dermatit
is, Erythema multifo
rme.
Skelettmuskulatur-, Knochenschmerzen Rückenschmerzen, Arthrose, Muskelschw Pathologische
Bindegewebs- und (26 %) Schmerzen in den äche Frakturen
Knochenerkrankungen Beinen, Arthralgie,
Myalgie, Muskelkrämp
fe in den unteren
Gliedmassen
Erkrankungen der Dysurie, Harnverhalt Pollakisurie,
Nieren und Harnwege Nykturie, Funktionss
törungen der Harnröh
re, Harninkontinenz,
Nierenschmerzen,
Hämaturie, Nierenfun
ktionsstörung
Erkrankungen der Volumenabnahme der Impotenz, Gynäkomast Prostatabeschwerden,
Geschlechtsorgane Genitalien (12 %) ie, Brustdrüsenschme Hodenbeschwerden,
und der Brustdrüse rzen Entzündung der
Brustdrüse
Allgemeine Erkrankun Schmerzen, Müdigkeit Unwohlsein, Verschli Perineale Schmerzen
gen und Beschwerden , Brustkorbschmerzen mmerung postoperativ
am Verabreichungsort , Asthenie, (idiopat er Probleme, Entzünd
hische) Ödeme, ungen und andere
Schmerzen an der Reaktionen an der
Injektionsstelle Injektionsstelle
Prämenopausale Frauen
Aufgrund des vorübergehenden Anstiegs des Östrogens in den ersten zehn Tagen der Behandlung kann es zu einer Intensivierung subjektiver Beschwerden kommen. Diese Beschwerden klingen ab, wenn die Östrogen- und Progesteronspiegel auf ein Niveau gesenkt werden, das demjenigen einer Kastration entspricht.
Die häufigsten Nebenwirkungen, die bei der Behandlung mit Triptorelin über einen Zeitraum von bis zu 5 Jahren in Kombination mit Tamoxifen oder einem Aromatasehemmer in den Studien TEXT und SOFT beobachtet wurden, waren Hitzewallungen, Muskel-Skelett-Beschwerden, Müdigkeit, Schlaflosigkeit, Hyperhidrose, vulvovaginale Trockenheit und Depression.
Die Häufigkeiten der Nebenwirkungen, die mit Triptorelin in Kombination mit Tamoxifen (n = 2325) oder Exemestan (n = 2318) beobachtet wurden, sind im Folgenden dargestellt.
Entsprechend ihrer Häufigkeit werden unerwünschte Wirkungen wie folgt klassifiziert: sehr häufig (≥1/10); häufig (≥1/100, < 1/10); gelegentlich (≥1/1000, < 1/100); selten (≥1/10'000, < 1/1000); sehr selten (< 1/10'000), nicht bekannt (beruht hauptsächlich auf spontanen Meldungen aus der Postmarketing-Beobachtung, die genaue Häufigkeit kann nicht angegeben werden).
Table 2 Unerwünschte Wirkungen bei erwachsenen Frauen vor der Menopause
Systemorganklasse Unerwünschte Wirkung Häufigkeit unbekannt
en / Zusätzliche
unerwünschte Ereigni
sse nach der Marktei
nführung
Sehr Häufig Häufig Gelegentlich Selten Sehr selten
Erkrankungen des Überempfindlichkeits Allergische Reaktion
Immunsystems reaktionen en*
Endokrine Erkrankung Während der Post-Mar
en keting-Phase wurden
seltene Fälle von
Hypophysenapoplexie
beschrieben (siehe
"Warnhinweise und
Vorsichtsmassnahmen"
).
Stoffwechsel- und Diabetes (Glukoseint
Ernährungsstörungen oleranz), Hyperglykä
mie (adjuvante
Behandlung von
Mammakarzinom)
Psychiatrische Schlaflosigkeit (58
Erkrankungen %), Depression (50
% bei der adjuvanten
Behandlung von
Mammakarzinom),
Verlust der Libido
(18–45 %), Gemütsstö
rungen (15 %)
Erkrankungen des Kopfschmerzen (17 %) Zerebrale Ischämie, Migräne, Parästhesie Krampfanfälle
Nervensystems Blutungen im zentral Idiopathischer
en Nervensystem intrakranieller
Bluthochdruck
(Pseudotumor cerebri
) (Siehe Abschnitt
"Warnhinweise und
Vorsichtsmassnahmen"
)
Herzerkrankungen Myokardiale Ischämie
Gefässerkrankungen Hitzewallungen Embolie, andere
(fast 100 %), vasomotorische
Hypertonie (22–23 %) Störungen
Erkrankungen des Übelkeit (37%)
Magen-Darm-Trakts
Leber- und Gallenerk Leberfunktionsstörun
rankungen g
Erkrankungen der Exanthem (einschlies
Haut und des Unterha slich bullösen
utgewebes Hautausschlags)
Stevens-Johnson-Synd
rom (SJS), toxische
epidermale Nekrolyse
(TEN), Arzneimittel
reaktion mit Eosinop
hilie und systemisch
en Symptomen (DRESS)
, akute generalisier
te exanthematische
Pustulose (AGEP),
exfoliative Dermatit
is, bullöse Dermatit
is, Erythema multifo
rme.
Skelettmuskulatur-, Muskuloskelettale
Bindegewebs- und Beschwerden (82 %),
Knochenerkrankungen Osteoporose (32 %)
Erkrankungen der Harninkontinenz (15
Nieren und Harnwege %)
Erkrankungen der Spotting (Schmierblu
Geschlechtsorgane tung, 56 %), vulvo-v
und der Brustdrüse aginale Trockenheit
(25–50 %), Dyspareun
ie (30 %)
Allgemeine Erkrankun Müdigkeit (62 %), Reaktionen an der Reaktionen an der
gen und Beschwerden Schwitzen Injektionsstelle Injektionsstelle
am Verabreichungsort (Rötung, Entzündung
und Schmerzen)
Verletzungen, Fraktur Eine Endomet
Vergiftungen und riosebehandlung,
Komplikationen im die länger als 6
Zusammenhang mit Monate dauert,
den Eingriffen sollte vermieden
werden, da der
dadurch langfristig
verursachte Östradio
labfall die Knochend
ichte verringert
(siehe "Warnhinweise
und Vorsichtsmassna
hmen" ).
Untersuchung Abnormale Leberwerte
(einschliesslich
erhöhter Alanin-Amin
otransferase,
erhöhter Aspartat-Am
inotransferase,
erhöhter Gamma-Gluta
myltransferase und
erhöhtem Bilirubinsp
iegel im Blut)
Beschreibung spezifischer unerwünschter Wirkungen
Osteoporose wurde bei der Anwendung von Triptorelin in Kombination mit Exemestan häufiger berichtet als bei der Anwendung in Kombination mit Tamoxifen (39 % vs. 25 %) (siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ).
Auch Muskel-Skelett-Erkrankungen und Frakturen wurden bei der Kombination mit Exemestan häufiger berichtet als bei der Kombination mit Tamoxifen (Muskel-Skelett-Erkrankungen: 89 % vs. 76 %; Frakturen: 7 % vs. 5 %)
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grosser Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdacht einer neuen oder schwerwiegenden Nebenwirkung über das Online-Portal ElViS (Electronic Vigilance System) anzuzeigen. Informationen dazu finden Sie unter www.swissmedic.ch.
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