Unerwünschte WirkungenAllergische oder anaphylaktische Reaktionen und ein Anstieg der Körpertemperatur können in seltenen Fällen auftreten.
Es besteht das Risiko von Thromboembolien nach der Verabreichung von humanen Prothrombinkomplex-Präparaten. Besonders zu beachten ist dies bei der Behandlung eines isolierten Faktor-VII-Mangels. (siehe unter "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ).
Eine Substitutionstherapie kann in Einzelfällen zur Bildung von zirkulierenden Antikörpern gegen einzelne Gerinnungsfaktoren führen. Wenn solche Inhibitoren auftreten, wird der infundierte Prothrombinkomplex teilweise oder vollständig inaktiviert. Dadurch wird die klinische Wirksamkeit von Prothrombinkomplex-Konzentraten eingeschränkt.
Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen wurden folgende Kategorien zugrunde gelegt: selten (≥1/10'000 bis < 1/1'000); sehr selten (< 1/10'000).
MedDRA Systemorganklasse Nebenwirkung Häufigkeit
Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems Inhibition von Gerinnungsfaktor Einzelfälle
en
Heparin-induzierte Thrombozytop selten
enie
Erkrankungen des Immunsystems Anaphylaktischer Schock sehr selten
Anaphylaktische Reaktion selten
Überempfindlichkeit sehr selten
Erkrankungen des Nervensystems Tremor sehr selten
Herzerkrankungen Herzstillstand sehr selten
Tachykardie sehr selten
Gefässerkrankungen Thromboembolisches Ereignis sehr selten
Kreislaufkollaps sehr selten
Hypotonie sehr selten
Hypertonie sehr selten
Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums Respiratorische Insuffizienz Einzelfälle
und Mediastinums
Dyspnoe sehr selten
Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts Übelkeit sehr selten
Erkrankungen der Haut und des Urtikaria sehr selten
Unterhautzellgewebes
Ausschlag sehr selten
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Fieber sehr selten
Verabreichungsort
Schüttelfrost sehr selten
Untersuchungen Transaminasen erhöht selten
Octaplex enthält Heparin. Daher können selten Heparin-Antikörper-vermittelte Thrombozytopenien (Typ II) mit Thrombozytenwerten deutlich unter 100'000/µl oder einem Abfall auf weniger als 50 % des Ausgangswertes beobachtet werden. Bei Patienten ohne vorbestehende Überempfindlichkeit gegen Heparin beginnt der Thrombozytenabfall in der Regel 6–14 Tage nach Behandlungsbeginn. Bei Patienten mit Überempfindlichkeit gegenüber Heparin tritt dieser Abfall unter Umständen innerhalb von Stunden auf. Bei Patienten, bei denen die genannten allergischen Reaktionen auftreten, muss Octaplex sofort abgesetzt werden. Bei ihnen darf auch in Zukunft kein heparinhaltiges Arzneimittel mehr angewendet werden.
Angaben zur Sicherheit im Hinblick auf übertragbare Krankheitserreger siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" .
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grosser Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdacht einer neuen oder schwerwiegenden Nebenwirkung über das Online-Portal ElViS (Electronic Vigilance System) anzuzeigen. Informationen dazu finden Sie unter www.swissmedic.ch.
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