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Fachinformation zu VascordÂź:A. Menarini GmbH
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PackungenReg.InhaberStand d. Info. 

Zusammensetzung

Wirkstoffe
Olmesartanum medoxomilum, Amlodipinum ut Amlodipini besilas,
Hilfsstoffe
Tablettenkern
Amylum pregelificatum (maydis); Cellulosum microcrystallinum; Silica colloidalis anhydrica; Magnesii stearas; Carmellosum natricum conexum.
TablettenĂŒberzug
Vascord 20 mg/5 mg: Poly(alcohol vinylicus); Talcum; Titanii dioxidum (E 171); Macrogolum 3350.
1 Filmtablette enthÀlt 0.48 mg Natrium.
Vascord 40 mg/5 mg: Poly(alcohol vinylicus); Talcum; Titanii dioxidum (E 171); Macrogolum 3350; Ferrum oxydatum flavum (E172).
1 Filmtablette enthÀlt 0.96 mg Natrium.
Vascord 40 mg/10 mg: Poly(alcohol vinylicus); Talcum; Titanii dioxidum (E 171); Macrogolum 3350; Ferrum oxydatum flavum (E172); Ferrum oxydatum rubrum (E172).
1 Filmtablette enthÀlt 0.96 mg Natrium.

Darreichungsform und Wirkstoffmenge pro Einheit

Filmtabletten
Vascord 20 mg/5 mg: Weisse, runde Filmtablette mit einseitiger PrÀgung "C73" enthÀlt 20 mg Olmesartanmedoxomil und 5 mg Amlodipin (als Amlodipinbesilat).
Vascord 40 mg/5 mg: Cremefarbene, runde Filmtablette mit einseitiger PrÀgung "C75" enthÀlt 40 mg Olmesartanmedoxomil und 5 mg Amlodipin (als Amlodipinbesilat).
Vascord 40 mg/10 mg: Braun-rote, runde Filmtablette mit einseitiger PrÀgung "C77" enthÀlt 40 mg Olmesartanmedoxomil und 10 mg Amlodipin (als Amlodipinbesilat).

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Behandlung der essentiellen Hypertonie.
Vascord ist indiziert zur Behandlung von Patienten, deren Blutdruck durch eine Monotherapie nicht hinreichend kontrolliert werden kann.

Dosierung/Anwendung

Übliche Dosierung
Erwachsene
Die empfohlene Dosis von Vascord ist eine Tablette pro Tag.
Vascord 20 mg/5 mg kann bei Patienten eingesetzt werden, deren Blutdruck durch eine Monotherapie mit 20 mg Olmesartanmedoxomil oder 5 mg Amlodipin alleine nicht hinreichend kontrolliert werden kann.
Vascord 40 mg/5 mg kann bei Patienten eingesetzt werden, deren Blutdruck durch eine Monotherapie mit 40 mg Olmesartanmedoxomil oder 5 mg Amlodipin alleine oder durch Vascord 20 mg/5 mg nicht hinreichend kontrolliert werden kann.
Vascord 40 mg/10 mg kann bei Patienten eingesetzt werden, deren Blutdruck durch eine Monotherapie mit 40 mg Olmesartanmedoxomil oder 10 mg Amlodipin alleine oder durch Vascord 40 mg/5 mg nicht hinreichend kontrolliert werden kann.
Zur Vereinfachung fĂŒr den Patienten kann eine Therapie mit Olmesartanmedoxomil und Amlodipin in separaten Tabletten auf Vascord umgestellt werden, das die gleichen Dosen der Wirkstoffe enthĂ€lt.
Wenn klinisch möglich kann eine Umstellung von der Monotherapie direkt zur festen Kombination erwogen werden. Eine stufenweise Titration der Dosierung wird empfohlen.
Bei Bedarf kann ein Thiazid-Diuretikum zusÀtzlich zur Therapie mit Vascord eingesetzt werden.
Vascord kann nĂŒchtern oder nach der Mahlzeit eingenommen werden.
Spezielle Dosierungsanweisungen
Ältere Patienten (65 Jahre oder Ă€lter)
Es ist keine Dosisanpassung fĂŒr Ă€ltere Patienten notwendig, eine Dosiserhöhung sollte jedoch mit Vorsicht erfolgen (die Dosierungsanweisungen fĂŒr Patienten mit eingeschrĂ€nkter Nierenfunktion sind im nĂ€chsten Kapitel beschrieben) (siehe Rubrik "Pharmakokinetik" ). Falls eine Erhöhung bis zur maximalen Dosis erforderlich ist, sollte der Blutdruck engmaschig ĂŒberwacht werden.
Patienten mit Nierenfunktionsstörungen
Eine Anpassung der empfohlenen Dosis ist bei Patienten mit leicht bis mĂ€ssig eingeschrĂ€nkter Nierenfunktion (30 - 80 ml/min) nicht notwendig. Die Anwendung von Vascord wird bei Patienten mit stark eingeschrĂ€nkter Nierenfunktion (Kreatinin Clearance < 30 ml/min) nicht empfohlen, da nur begrenzte Erfahrungen vorliegen (siehe Rubriken "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" und "Pharmakokinetik" ). Bei Patienten mit mĂ€ssig eingeschrĂ€nkter Nierenfunktion sollte eine strenge Überwachung der Kaliumwerte und der Nierenfunktion erfolgen.
Patienten mit Leberfunktionsstörungen
Vascord sollte bei Patienten mit leicht bis mĂ€ssig eingeschrĂ€nkter Leberfunktion mit Vorsicht eingesetzt werden (siehe Rubriken "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" und "Pharmakokinetik" ). Bei diesen Patienten, vor allem solchen, die zusĂ€tzlich Diuretika und/oder andere blutdrucksenkende Arzneimittel erhalten, sollen Blutdruck und Nierenfunktion engmaschig kontrolliert werden. Bei mĂ€ssig eingeschrĂ€nkter Leberfunktion sollte die Maximaldosis von Olmesartanmedoxomil 20 mg pro Tag nicht ĂŒbersteigen. Die Halbwertzeit von Amlodipin steigt mit zunehmender EinschrĂ€nkung der Leberfunktion an. Bei Patienten mit eingeschrĂ€nkter Leberfunktion sollte die Therapie mit Amlodipin am unteren Ende des Dosierungsbereichs begonnen werden. Sowohl bei Therapiebeginn als auch bei einer Dosiserhöhung sollte mit Vorsicht vorgegangen werden.
Die Anwendung von Vascord bei Patienten mit stark eingeschrÀnkter Leberfunktion oder Gallenwegsobstruktion ist kontraindiziert (siehe Rubrik "Kontraindikationen" ).
Kinder und Jugendliche
Der Einsatz von Vascord bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren wird aus GrĂŒnden fehlender Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit nicht empfohlen (siehe Rubrik "Pharmakokinetik" ).

Kontraindikationen

Überempfindlichkeit auf einen der Wirkstoffe, auf Derivate von Dihydropyridin oder auf einen der ĂŒbrigen Inhaltsstoffe.
Zweites und drittes Schwangerschaftstrimester (siehe Rubriken "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" und "Schwangerschaft, Stillzeit" ).
Stark eingeschrÀnkte Leberfunktionen und Gallenwegsobstruktion (siehe Rubrik "Pharmakokinetik" ).
Die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern bzw. Angiotensin-II-Rezeptorantagonisten mit Aliskiren-haltigen Arzneimitteln ist bei Patienten mit Diabetes mellitus oder eingeschrÀnkter Nierenfunktion (GFR < 60 ml/min/1.73 m2) kontraindiziert.
Vascord ist, aufgrund des enthaltenen Amlodipins, auch kontraindiziert bei Patienten mit:
-Schwerer Hypotonie,
-Schock (einschliesslich kardiogenem Schock),
linksventrikulÀrer Abflussbehinderung (z.B. hochgradige Aortenstenose),
hÀmodynamisch instabiler Herzinsuffizienz nach einem akuten Myokardinfarkt.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Patienten mit HypovolÀmie oder HyponatriÀmie
Eine symptomatische Hypotonie kann auftreten bei Patienten, bei denen eine HyopvolĂ€mie und/oder HyponatriĂ€mie besteht durch hochdosierten Einsatz von Diuretika, alimentĂ€re Salzrestriktion, Diarrhoe oder Erbrechen, insbesondere nach der initialen Dosis. Eine Korrektur des Zustandes vor Gabe der ersten Dosis von Vascord oder enge medizinische Überwachung zu Beginn der Behandlung wird empfohlen.
Intestinales Angioödem
Bei Patienten, die mit Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten, einschliesslich Olmesartanmedoxomil, behandelt wurden, wurde ĂŒber intestinale Angioödeme berichtet (siehe Rubrik "UnerwĂŒnschte Wirkungen" ). Bei diesen Patienten traten Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall auf. Die Symptome klangen nach dem Absetzen von Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten ab. Wenn ein intestinales Angioödem diagnostiziert wird, sollte Vascord abgesetzt und eine angemessene Überwachung eingeleitet werden, bis die Symptome vollstĂ€ndig verschwunden sind.
Andere ZustÀnde mit Stimulierung des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems
Die Behandlung von Patienten, deren GefÀsstonus und Nierenfunktion hauptsÀchlich von der AktivitÀt des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems abhÀngt (z.B. Patienten mit schwerer obstruktiver Herzinsuffizienz oder zugrundeliegender Nierenerkrankung, inklusive Nierenarterienstenose) mit anderen Arzneimitteln, die dieses System beeinflussen wie beispielsweise Angiotensin II Rezeptor-Antagonisten, ist assoziiert mit akuter Hypotonie AzotÀmie, Oligurie oder in seltenen FÀllen einem akuten Nierenversagen.
RenovaskulÀrer Bluthochdruck
Es besteht ein erhöhtes Risiko von schwerer Hypotension und Niereninsuffizienz bei Patienten mit bilateraler Nierenarterienstenose oder Stenose der Arterie zu einer einzelnen funktionierenden Niere, welche mit Arzneimitteln behandelt werden, die das Renin-Aldosteron-Angiotensin-System beeinflussen.
EingeschrÀnkte Nierenfunktion und Nierentransplantation
Beim Einsatz von Vascord bei Patienten mit eingeschrĂ€nkter Nierenfunktion wird eine periodische Kontrolle von Kalium und Kreatinin im Serum empfohlen. Die Anwendung von Vascord ist nicht empfohlen bei Patienten mit stark eingeschrĂ€nkter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance < 30 ml/min) (siehe Rubriken "Dosierung/Anwendung" und "Pharmakokinetik" ). Es liegen keine Erfahrungen ĂŒber die Anwendung von Vascord bei Patienten mit Nierentransplantation oder Patienten mit Nierenfunktionsstörung im Endstadium (Kreatinin-Clearance < 12 ml/min) vor.
Duale Blockade des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS)
Es gibt Belege dafĂŒr, dass die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren das Risiko fĂŒr Hypotonie, HyperkaliĂ€mie und eine Abnahme der Nierenfunktion (einschliesslich eines akuten Nierenversagens) erhöht.
Eine duale Blockade des RAAS durch die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren wird deshalb nicht empfohlen.
Wenn die Therapie mit einer dualen Blockade als absolut notwendig erachtet wird, sollte dies nur unter Aufsicht eines Spezialisten und unter DurchfĂŒhrung engmaschiger Kontrollen von Nierenfunktion, Elektrolytwerten und Blutdruck erfolgen.
ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten sollten bei Patienten mit diabetischer Nephropathie nicht gleichzeitig angewendet werden.
EingeschrÀnkte Leberfunktion
Die Exposition gegenĂŒber Amlodipin und Olmesartanmedoxomil ist gesteigert bei Patienten mit Leberfunktionsstörungen (siehe Rubrik "Pharmakokinetik" ). Bei Patienten mit eingeschrĂ€nkter Leberfunktion sind spezielle Dosierungs-Anwendungsempfehlungen zu beachten (siehe Rubrik "Dosierung/Anwendung" und "Kontraindikationen" ).
HyperkaliÀmie
Die Einnahme von Arzneimitteln, die wie Olmesartanmedoxomil das Renin-Angiotensin-Aldosteron-System beeinflussen, kann zu einer HyperkalĂ€mie fĂŒhren. Bei disponierten Patienten, insbesondere Ă€lteren Patienten und solchen mit eingeschrĂ€nkter Nierenfunktion wird eine engmaschige Kontrolle des Serum-Kalium-Spiegels empfohlen.
Besondere Vorsicht ist bei gleichzeitiger Anwendung von Vascord mit Arzneimitteln geboten, die den Kaliumspiegel erhöhen können (siehe Rubrik "Interaktionen" ).
Lithium
Wie bei anderen Angiotensin II Antagonisten wird der gleichzeitige Einsatz von Vascord und Lithium nicht empfohlen (siehe Rubrik "Interaktionen" ).
Stenose der Aorten- oder Mitralklappe; obstruktive hypertrophe Kardiomyopathie
Aufgrund der Amlodipin-Komponente von Vascord ist wie bei allen anderen Vasodilatatoren spezielle Vorsicht geboten bei Patienten mit Aorten- oder Mitralstenose oder obstruktiver hypertropher Kardiomyopathie.
PrimÀrer Aldosteronismus
Patienten mit primÀrem Hyperaldosteronismus reagieren im Allgemeinen nicht auf antihypertensive Arzneimittel, die durch Hemmung des Renin-Aldosteron-Systems wirken. Daher wird die Anwendung von Vascord bei diesen Patienten nicht empfohlen.
Herzinsuffizienz
Als Folge der Hemmung des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems können bei anfÀlligen Patienten VerÀnderungen der Nierenfunktion auftreten. Bei Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz, deren Nierenfunktion möglicherweise von der AktivitÀt des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems abhÀngt, wird die Behandlung mit Angiotensin-konvertierenden-Enzym- (ACE-) Hemmern mit Oligurie und/oder progressiver AzotÀmie und (selten) mit akutem Nierenversagen und/oder Tod in Zusammenhang gebracht.
Bei der Behandlung von Patienten mit Herzinsuffizienz mit Amlodipin (in Vascord enthalten) ist Vorsicht geboten. In einer plazebokontrollierten Langzeitstudie gab es im Vergleich zur Plazebo-Gruppe bei Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz (NYHA Klasse III und IV) unter Amlodipin vermehrte Berichte von Lungenödemen. Kalziumkanalblocker, einschliesslich Amlodipin, sollten bei Patienten mit dekompensierter Herzinsuffizienz mit Vorsicht angewendet werden, da sie das Risiko zukĂŒnftiger kardiovaskulĂ€rer Ereignisse sowie das MortalitĂ€tsrisiko erhöhen können.
Sprue-Ă€hnliche Enteropathie
In sehr seltenen FĂ€llen wurden bei Patienten, die Olmesartan einnahmen, einige Monate bis Jahre nach Therapiebeginn schwere, chronische Diarrhöen mit erheblichem Gewichtsverlust berichtet, die möglicherweise auf eine lokale, verzögerte Überempfindlichkeitsreaktion zurĂŒckzufĂŒhren sind. Intestinale Biopsien bei diesen Patienten wiesen hĂ€ufig eine Zottenatrophie auf. Falls ein Patient wĂ€hrend der Behandlung mit Olmesartan die beschriebenen Symptome entwickelt, und falls keine andere offensichtliche Ätiologie vorliegt, sollte die Behandlung mit Olmesartan sofort beendet werden. Die Behandlung sollte mit Olmesartanmedoxomil nicht wieder begonnen werden.
Falls sich die DurchfÀlle innerhalb einer Woche nach Behandlungsende nicht bessern, sollte weiterer fachÀrztlicher Rat (z.B. eines Gastroenterologen) in Betracht gezogen werden.
Ethnische VariabilitÀt
Wie bei allen Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten kann der blutdrucksenkende Effekt von Vascord etwas geringer sein bei Patienten schwarzer Hautfarbe als bei nicht-schwarzen Patienten, möglicherweise bedingt durch die höhere PrÀvalenz von niedrigem Renin-Status in der schwarzen hypertensiven Population.
Absetzen eines Beta-Blockers
Amlodipin ist kein Beta-Blocker und schĂŒtzt daher nicht vor den Gefahren bei abruptem Absetzen eines Beta-Blockers. Ein solches Absetzen sollte immer durch schrittweise Reduktion der Beta-Blocker-Dosierung erfolgen.
Schwangerschaft
Siehe Rubrik "Schwangerschaft, Stillzeit" .
Andere Hinweise
Wie bei allen antihypertensiven Arzneimitteln kann eine exzessive Senkung des Blutdrucks bei Patienten mit koronarer Herzerkrankung oder ischÀmischer zerebrovaskulÀrer Erkrankung einen Myokardinfarkt oder Schlaganfall hervorrufen.
Dieses Arzneimittel enthÀlt weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Filmtablette, d.h. es ist nahezu "natriumfrei" .

Interaktionen

Interaktionsstudien wurden nur bei Erwachsenen durchgefĂŒhrt.
Potentielle Wechselwirkungen hervorgerufen durch die Vascord-Kombination
Zu beachten bei gleichzeitigem Einsatz:
Anderer antihypertensiver Wirkstoffe
Der blutdrucksenkende Effekt von Vascord kann durch gleichzeitige Einnahme von anderen antihypertensiven Wirkstoffen (z.B. Alphablocker, Diuretika) verstÀrkt werden.
Potentielle Wechselwirkungen hervorgerufen durch Olmesartanmedoxomil in Vascord
Gleichzeitige Einnahme nicht empfohlen:
ACE-Hemmer, Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren
Siehe Rubriken "Kontraindikationen" und "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" .
Wirkstoffe, die den Kaliumspiegel beeinflussen
Die gleichzeitige Anwendung von Vascord mit kaliumsparenden Diuretika, Kaliumsupplementation, Salzsubstitution mit Kalium oder anderen Arzneimitteln, die die Serumkonzentration von Kalium erhöhen können (z.B. Heparin), können die Serumkonzentration von Kalium erhöhen (siehe Rubrik "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ). Falls Arzneimittel mit Einfluss auf die Kaliumkonzentration in Kombination mit Vascord verschrieben werden mĂŒssen, so wird eine Kontrolle der Serumkonzentration von Kalium empfohlen.
Lithium
Eine reversible Steigerung der Lithiumkonzentration im Serum und gesteigerte ToxizitÀt wurde bei gleichzeitiger Anwendung von Lithium mit ACE-Hemmern und seltener mit Angiotensin II Antagonisten beschrieben. Daher wird eine gleichzeitige Anwendung von Vascord und Lithium nicht empfohlen (siehe Rubrik "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ). Wenn sich die gleichzeitige Einnahme von Lithium und Vascord als notwendig herausstellt, so wird eine engmaschige Kontrolle des Serumlithiumspiegels empfohlen. Bei gleichzeitiger Anwendung von Diuretika und Vascord kann das Risiko von LithiumtoxizitÀt zusÀtzlich erhöht werden.
Gleichzeitige Anwendungen, die Vorsichtsmassnahmen erfordern
Nichtsteroidale anti-inflammatorische Arzneimittel (NSAID), inklusive selektive COX-2-Hemmer, AcetylsalizylsÀure (> 3 g/Tag) und nichtselektive NSAID
Bei gleichzeitiger Anwendung von Angiotensin II Antagonisten mit NSAID kann eine AbschwĂ€chung der antihypertensiven Wirkung eintreten. Weiterhin kann die gleichzeitige Anwendung von Angiotensin II Antagonisten und NSAID das Risiko einer Verschlechterung der Nierenfunktion erhöhen und kann zu einem Anstieg des Serumkaliums fĂŒhren. Daher wird eine Kontrolle der Nierenfunktion zu Beginn einer solchen Kombinationstherapie sowie ausreichende Hydratation des Patienten empfohlen.
ZusÀtzliche Informationen
Nach der Anwendung von Antiazida (Aluminium-Magnesium Hydroxid) ist eine leichte Reduktion der BioverfĂŒgbarkeit von Olmesartan beobachtet worden.
Olmesartanmedoxomil hat keine signifikanten Effekte auf die Pharmakokinetik oder Pharmakodynamik von Warfarin oder die Pharmakokinetik von Digoxin. Die gleichzeitige Anwendung von Olmesartanmedoxomil mit Pravastatin hat keinen klinisch relevanten Effekt auf die Pharmakokinetik auf eine der beiden Komponenten bei gesunden Personen.
Olmesartan hat keinen klinisch relevanten Effekt auf die humanen Cytochrom P-450-Enzyme 1A1/2, 2A6, 2C8/9, 2C19, 2D6, 2E1 und 3A4 in vitro und nur einen geringfĂŒgigen induzierenden Effekt auf die AktivitĂ€t von Cytochrom P-450 Enzyme bei Ratten. Es werden keine klinisch signifikanten Interaktionen zwischen Olmesartan und anderen, durch die oben genannten Cytochrom P-450 –Enzyme metabolisierten Arzneimittel vermutet.
Potentielle Wechselwirkungen hervorgerufen durch Amlodipin in Vascord
Gleichzeitige Anwendungen, die Vorsichtsmassnahmen erfordern:
CYP3A4-Hemmstoffe
Die gleichzeitige Anwendung von Amlodipin mit starken oder mĂ€ssigen CYP3A4-Inhibitoren (Proteaseinhibitoren, Azol-Antimykotika, Makrolide wie z.B. Erythromycin oder Clarithromycin, Verapamil oder Diltiazem) kann zu einer signifikanten Erhöhung der Amlodipin-Exposition fĂŒhren. Die klinischen Konsequenzen der geĂ€nderten Pharmakokinetik können bei Ă€lteren Patienten ausgeprĂ€gter sein. Es besteht ein erhöhtes Risiko fĂŒr Hypotonie. Eine engmaschige Überwachung der Patienten wird empfohlen und eine Dosisanpassung kann daher notwendig werden.
CYP3A4-Induktoren
Bei gleichzeitiger Anwendung von bekannten CYP3A4-Induktoren kann es zu unterschiedlichen Plasmaspiegeln von Amlodipin kommen. Somit sollte der Blutdruck ĂŒberwacht und eine Dosisregulierung in Betracht gezogen werden, sowohl wĂ€hrend als auch nach der gleichzeitigen Gabe insbesondere von starken CYP3A4-Induktoren (z.B. Rifampicin, Johanniskraut [Hypericum perforatum]).
ZusÀtzliche Informationen
Die gleichzeitige Anwendung von Amlodipin mit Grapefruit oder Grapefruitsaft wird nicht empfohlen, weil dadurch die BioverfĂŒgbarkeit von Amlodipin bei einigen Patienten erhöht sein kann. Dies wĂŒrde zu einer verstĂ€rkten Blutdrucksenkung fĂŒhren.
Dantrolen (Infusion): Im Tiermodell wurde nach Verabreichung von Verapamil und intravenösem Dantrolen letales Kammerflimmern und Kreislaufversagen in Verbindung mit HyperkaliĂ€mie beobachtet. Aufgrund des HyperkaliĂ€mie-Risikos wird empfohlen, eine gleichzeitige Gabe von Kalziumkanalblockern wie Amlodipin bei den Patienten zu vermeiden, die empfĂ€nglich fĂŒr eine maligne Hyperthermie sind oder wegen einer malignen Hyperthermie behandelt werden.
Wirkungen von Amlodipin auf andere Arzneimittel
Die blutdrucksenkende Wirkung von Amlodipin addiert sich zur blutdrucksenkenden Wirkung anderer Arzneimittel.
Die Kombination von Amlodipin mit Atorvastatin, Digoxin oder Warfarin hatte keine signifikante Wirkung auf die Pharmakokinetik oder Pharmakodynamik dieser Arzneimittel.
Simvastatin: Die gleichzeitige Anwendung wiederholter 10 mg Amlodipin-Dosen mit 80 mg Simvastatin fĂŒhrte zu einer 77%igen Erhöhung der Simvastatin-Exposition. Bei Patienten, die Amlodipin einnehmen, ist die Simvastatin-Dosis auf 20 mg tĂ€glich zu begrenzen.
Tacrolimus: Es besteht das Risiko eines erhöhten Tacrolimusspiegels im Blut bei gleichzeitiger Anwendung mit Amlodipin. Um eine ToxizitĂ€t von Tacrolimus zu vermeiden, muss bei mit Tacrolimus behandelten Patienten, die Amlodipin erhalten, der Tacrolimusspiegel im Blut ĂŒberwacht und gegebenenfalls die Tacrolimusdosis angepasst werden.
mTOR (mechanistic target of Rapamycin)-Inhibitoren: mTOR-Inhibitoren, wie z.B. Sirolimus, Temsirolimus und Everolimus, sind CYP3A-Substrate und Amlodipin ist ein schwacher CYP3A-Inhibitor. Amlodipin kann bei gleichzeitiger Anwendung mit mTOR-Inhibitoren die mTOR-Inhibitoren-Exposition erhöhen.
Ciclosporin: In einer prospektiven Studie mit nierentransplantierten Patienten wurde bei Anwendung zusammen mit Amlodipin eine durchschnittlich 40-prozentige Erhöhung der Ciclosporin-Talspiegel beobachtet. Die gleichzeitige Anwendung von Vascord mit Ciclosporin kann zu einer erhöhten Ciclosporinexposition fĂŒhren.
WĂ€hrend einer gleichzeitigen Anwendung muss eine Überwachung der Ciclosporinspiegel erfolgen und, falls erforderlich, eine Dosisreduktion von Ciclosporin vorgenommen werden.

Schwangerschaft, Stillzeit

Schwangerschaft
Es liegen keine Daten zur Anwendung von Vascord bei schwangeren Patientinnen vor. Es wurden keine Tierstudien zur reproduktiven ToxizitĂ€t von Vascord durchgefĂŒhrt.
Vascord wird wÀhrend des ersten Schwangerschaftstrimesters nicht empfohlen und ist im zweiten und dritten Schwangerschaftstrimester kontraindiziert (siehe Rubrik "Kontraindikationen" ).
Olmesartanmedoxomil (als wirksamer Bestandteil von Vascord)
Es liegen keine endgĂŒltigen epidemiologischen Daten hinsichtlich eines teratogenen Risikos nach Anwendung von ACE-Hemmern wĂ€hrend des ersten Schwangerschaftstrimesters vor; ein geringfĂŒgig erhöhtes Risiko kann jedoch nicht ausgeschlossen werden. Auch wenn keine kontrollierten epidemiologischen Daten zum Risiko von Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten vorliegen, so bestehen möglicherweise fĂŒr diese Arzneimittelklasse vergleichbare Risiken. Sofern ein Fortsetzen der Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten -Therapie nicht als notwendig erachtet wird, sollten Patientinnen, die planen, schwanger zu werden, auf eine alternative antihypertensive Therapie mit geeignetem Sicherheitsprofil fĂŒr Schwangere umgestellt werden. Wird eine Schwangerschaft festgestellt, ist eine Behandlung mit Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten unverzĂŒglich zu beenden und, wenn erforderlich, eine alternative Therapie zu beginnen.
Es ist bekannt, dass eine Therapie mit Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten wÀhrend des zweiten und dritten Schwangerschaftstrimesters beim Menschen fetotoxische Effekte (verminderte Nierenfunktion, Oligohydramnion, verzögerte SchÀdelossifikation) und neonatal-toxische Effekte (Nierenversagen, Hypotonie, HyperkalÀmie) hat (siehe auch Rubrik "PrÀklinische Daten" ).
Im Falle einer Exposition mit Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten ab dem zweiten Schwangerschaftstrimester werden Ultraschalluntersuchungen der Nierenfunktion und des SchÀdels empfohlen.
Neugeborene, bei denen eine Exposition mit Angiotensin-II-Antagonisten in utero vorliegt, sollten engmaschig auf das Auftreten von Hypotonie untersucht werden.
Amlodipin (als wirksamer Bestandteil von Vascord)
Die verfĂŒgbaren Daten ĂŒber eine begrenzte Zahl von Schwangerschaften, in denen die Substanz eingenommen wurde, zeigen nicht, dass Amlodipin oder andere Kalzium-Rezeptor-Antagonisten eine schĂ€dliche Wirkung auf die Gesundheit des Fötus haben. Allerdings kann das Risiko einer protrahierten Geburt bestehen.
Stillzeit
Olmesartan wird in die Muttermilch stillender Ratten ausgeschieden.
Amlodipin geht beim Menschen in die Muttermilch ĂŒber. Der Anteil der mĂŒtterlichen Dosis, der auf den SĂ€ugling ĂŒbergeht, wird in einem Interquartilbereich von 3 bis 7 % geschĂ€tzt, mit einem Maximum von 15 %. Es ist nicht bekannt, ob Amlodipin Auswirkungen auf SĂ€uglinge hat. Das Risiko fĂŒr Neugeborene bei Exposition auf Vascord in der Muttermilch ist unbekannt.
In der Stillzeit wird Vascord nicht empfohlen; eine alternative antihypertensive Therapie mit einem besser geeigneten Sicherheitsprofil bei Anwendung in der Stillzeit ist vorzuziehen, insbesondere, wenn Neugeborene oder FrĂŒhgeborene gestillt werden.
SĂ€uglinge, deren MĂŒtter Angiotensin II-Rezeptor-Antagonisten eingenommen haben, sollten wiederholt auf Hypotonie untersucht werden.
FertilitÀt
Bei einigen Patienten, die mit Kalziumkanalblockern behandelt worden waren, wurden reversible biochemische VerĂ€nderungen im Kopfteil der Spermatozoen beobachtet. Die klinischen Daten in Hinblick auf einen möglichen Einfluss von Amlodipin auf die FertilitĂ€t sind noch ungenĂŒgend. In einer Studie an Ratten zeigten sich Auswirkungen auf die FertilitĂ€t der mĂ€nnlichen Tiere (siehe Rubrik "PrĂ€klinische Daten" ).

Wirkung auf die FahrtĂŒchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Es wurden keine entsprechenden Studien durchgefĂŒhrt.
Aufgrund der möglichen Nebenwirkungen (Schwindel, MĂŒdigkeit) sollte beim FĂŒhren von Fahrzeugen oder beim Bedienen von Maschinen speziell zu Beginn der Behandlung Vorsicht geboten sein.

UnerwĂŒnschte Wirkungen

Vascord
Die am hĂ€ufigsten bei der Behandlung mit Vascord berichteten Nebenwirkungen sind periphere Ödeme (11.3%), Kopfschmerzen (5.3%) und Schwindel (4.5%).
In der folgenden Tabelle sind sowohl die Nebenwirkungen von Vascord aus klinischen Studien, Anwendungsbeobachtungen und Spontanberichten als auch die Nebenwirkungen der Einzelsubstanzen Olmesartanmedoxomil und Amlodipin basierend auf ihren bekannten Sicherheitsprofilen zusammengefasst.
Die unerwĂŒnschten Wirkungen sind nach MedDRA-Systemorganklassen und HĂ€ufigkeit gemĂ€ss folgender Konvention geordnet: Sehr hĂ€ufig (≄1/10), hĂ€ufig (≄1/100, < 1/10), gelegentlich (≄1/1'000, < 1/100), selten (≄1/10'000, < 1/1000), sehr selten (< 1/10'000) und nicht bekannt (kann aus den verfĂŒgbaren Daten nicht abgeschĂ€tzt werden).

                                                                                                                        MedDRA Systemorgankl  Nebenwirkung          HĂ€ufigkeit
asse                                        
Olmesartan/ Amlodipi  Olmesartan            Amlodipin
n Kombination                               
Erkrankungen des      Leukozytopenie                                                    Sehr selten
Blutes und des                                                                          
Lymphsystems                                                                            
Thrombozytopenie                            Gelegentlich          Sehr selten
Erkrankungen des      Allergische Reaktion  Selten                                      Sehr selten
Immunsystems          en/ ArzneimittelĂŒber                                              
                      empfindlichkeit                                                   
Anaphylaktische                             Gelegentlich          
Reaktion                                                          
Stoffwechsel- und     HyperglykÀmie                                                     Sehr selten
ErnÀhrungsstörungen                                                                     
HyperkaliÀmie         Gelegentlich          Selten                
HypertriglyzeridÀmie                        HÀufig                
HyperurikÀmie                               HÀufig                
Psychiatrische        VerwirrtheitszustÀnd                                              Selten
Erkrankungen          e                                                                 
Depressionen                                                      Gelegentlich
Schlaflosigkeit                                                   Gelegentlich
Reizbarkeit                                                       Gelegentlich
Verminderte Libido    Gelegentlich                                
Stimmungsschwankunge                                              Gelegentlich
n (einschliesslich                                                
Angst)                                                            
Erkrankungen des      SchwindelgefĂŒhl       HĂ€ufig                HĂ€ufig                HĂ€ufig
Nervensystems                                                                           
Geschmacksstörungen                                               Gelegentlich
Kopfschmerzen         HĂ€ufig                HĂ€ufig                HĂ€ufig (besonders
                                                                  zu Behandlungsbeginn
                                                                  )
Erhöhte Muskelspannu                                              Sehr selten
ng                                                                
HypÀsthesie           Gelegentlich                                Gelegentlich
Lethargie             Gelegentlich                                
ParÀsthesie           Gelegentlich                                Gelegentlich
Periphere Neuropathi                                              Sehr selten
e                                                                 
Lagerungsschwindel    Gelegentlich                                
Schlafstörungen                                                   Gelegentlich
Somnolenz                                                         HĂ€ufig
Synkope               Selten                                      Gelegentlich
Tremor                                                            Gelegentlich
Extrapyramidale                                                   Nicht bekannt
Erkrankung                                                        
Augenerkrankungen     Sehstörungen (einsch                                              HÀufig
                      liesslich Doppeltseh                                              
                      en)                                                               
Erkrankungen des      Tinnitus                                                          Gelegentlich
Ohrs und des Labyrin                                                                    
ths                                                                                     
Schwindel             Gelegentlich          Gelegentlich          
Herzerkrankungen      Angina pectoris                             Gelegentlich          Gelegentlich (ein-sc
                                                                                        hliesslich Verschlec
                                                                                        hterung einer
                                                                                        Angina pectoris)
Arrhythmie (einschli                                              Gelegentlich
esslich Bradykardie,                                              
 ventrikulÀre                                                     
Tachykardie und                                                   
Vorhofflimmern)                                                   
Herzinfarkt                                                       Sehr selten
Palpitationen         Gelegentlich                                HĂ€ufig
Tachykardie           Gelegentlich                                
GefÀsserkrankungen    Hypotonie             Gelegentlich          Selten                Gelegentlich
Orthostatische        Gelegentlich                                
Hypotonie                                                         
Gesichtsrötung        Selten                                      HÀufig
Vaskulitis                                                        Sehr selten
Erkrankungen der      Bronchitis                                  HĂ€ufig                
Atemwege, des                                                                           
Brustraums und                                                                          
Mediastinums                                                                            
Husten                Gelegentlich          HĂ€ufig                Gelegentlich
Dyspnoe               Gelegentlich                                HĂ€ufig
Pharyngitis                                 HĂ€ufig                
Rhinitis                                    HĂ€ufig                Gelegentlich
Erkrankungen des      Abdominalschmerzen                          HĂ€ufig                HĂ€ufig
Gastrointestinaltrak                                                                    
ts                                                                                      
VerÀnderte Stuhlgewo                                              HÀufig
hnheiten (einschlies                                              
slich Diarrhoe und                                                
Obstipation)                                                      
Obstipation           Gelegentlich                                
Diarrhoe              Gelegentlich          HĂ€ufig                
Mundtrockenheit       Gelegentlich                                Gelegentlich
Dyspepsie             Gelegentlich          HĂ€ufig                HĂ€ufig
Gastritis                                                         Sehr selten
Gastroenteritis                             HĂ€ufig                
Zahnfleischhyperplas                                              Sehr selten
ie                                                                
Übelkeit              Gelegentlich          HĂ€ufig                HĂ€ufig
Pankreatitis                                                      Sehr selten
Oberbauchschmerzen    Gelegentlich                                
Erbrechen             Gelegentlich          Gelegentlich          Gelegentlich
Intestinales Angioöd  Selten                Selten                
em                                                                
Sprue-Ă€hnliche                              Sehr selten           
Enteropathie                                                      
Leber- und Gallenerk  Anstieg der Leberenz                        HĂ€ufig                Sehr selten (meist
rankungen             ymwerte                                                           im Zusammenhang mit
                                                                                        einer Cholestase)
Hepatitis                                                         Sehr selten
Gelbsucht                                                         Sehr selten
Autoimmunhepatitis*                         Nicht bekannt         
Erkrankungen der      Alopezie                                                          Gelegentlich
Haut und des Unterha                                                                    
utgewebes                                                                               
Angioneurotisches                           Selten                Sehr selten
Ödem                                                              
Allergische Dermatit                        Gelegentlich          
is                                                                
Erythema multiforme                                               Sehr selten
Exanthem                                    Gelegentlich          Gelegentlich
Exfoliative Dermatit                                              Sehr selten
is                                                                
Hyperhidrosis                                                     Gelegentlich
PhotosensibilitÀt                                                 Sehr selten
Pruritus                                    Gelegentlich          Gelegentlich
Purpura                                                           Gelegentlich
Quincke-Ödem                                                      Sehr selten
Ausschlag             Gelegentlich          Gelegentlich          Gelegentlich
HautverfÀrbungen                                                  Gelegentlich
Stevens-Johnson-Synd                                              Sehr selten
rom                                                               
Toxische epidermale                                               Nicht bekannt
Nekrolyse                                                         
Urtikaria             Selten                Gelegentlich          Gelegentlich
Skelettmuskulatur-,   Fussgelenksschwellun                                              HĂ€ufig
Bindegewebs- und      g                                                                 
Knochenerkrankungen                                                                     
Arthralgie                                                        Gelegentlich
Arthritis                                   HĂ€ufig                
RĂŒckenschmerzen       Gelegentlich          HĂ€ufig                Gelegentlich
Muskelspasmen         Gelegentlich          Selten                HĂ€ufig
Myalgie                                     Gelegentlich          Gelegentlich
Schmerzen in den      Gelegentlich                                
ExtremitÀten                                                      
Skelettschmerzen                            HĂ€ufig                
Erkrankungen der      Akutes Nierenversage                        Selten                
Nieren und Harnwege   n                                                                 
HĂ€maturie                                   HĂ€ufig                
Harnblasenentleerung                                              Gelegentlich
sstörungen                                                        
Erhöhte Miktionsfreq                                              Gelegentlich
uenz                                                              
Nykturie                                                          Gelegentlich
Pollakisurie          Gelegentlich                                
Niereninsuffizienz                          Selten                
Infektion der                               HĂ€ufig                
Harnwege                                                          
Erkrankungen der      Erektionsstörungen/   Gelegentlich                                Gelegentlich
Geschlechtsorgane     Impotenz                                                          
und der BrustdrĂŒse                                                                      
GynÀkomastie                                                      Gelegentlich
Allgemeine Erkrankun  Asthenie              Gelegentlich          Gelegentlich          HĂ€ufig
gen und Beschwerden                                                                     
am Verabreichungsort                                                                    
Schmerzen im Brustko                        HĂ€ufig                Gelegentlich
rb                                                                
Gesichtsödeme         Selten                Gelegentlich          
MĂŒdigkeit             HĂ€ufig                HĂ€ufig                HĂ€ufig
GrippeÀhnliche                              HÀufig                
Symptome                                                          
Lethargie                                   Selten                
Unwohlsein                                  Gelegentlich          Gelegentlich
Ödeme                 HĂ€ufig                                      Sehr hĂ€ufig
Schmerzen                                   HĂ€ufig                Gelegentlich
Periphere Ödeme       HĂ€ufig                HĂ€ufig                
EindrĂŒckbare Ödeme    HĂ€ufig                                      
Untersuchungen        Erhöhung von Kreatin  Gelegentlich          Selten                
                      in im Blut                                                        
Erhöhung der Kreatin                        HÀufig                
phosphokinase im                                                  
Blut                                                              
Erniedrigung von      Gelegentlich                                
Kalium im Blut                                                    
Erhöhung von Harnsto                        HÀufig                
ff im Blut                                                        
Erhöhung von HarnsÀu  Gelegentlich                                
re im Blut                                                        
Anstieg der Gamma-Gl  Gelegentlich                                
utamyltransferase                                                 
Gewichtsabnahme                                                   Gelegentlich
Gewichtszunahme                                                   Gelegentlich

* Nach MarkteinfĂŒhrung wurden FĂ€lle von Autoimmunhepatitis mit einer Latenz von wenigen Monaten bis Jahren berichtet, die nach Absetzen von Olmesartan reversibel waren.
EinzelfÀlle von Rhabdomyolyse wurden in zeitlichem Zusammenhang mit der Einnahme von Angiotensin-II-Rezeptorblockern berichtet. EinzelfÀlle von extrapyramidalem Syndrom wurden bei mit Amlodipin behandelten Patienten berichtet.
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grosser Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-VerhĂ€ltnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdacht einer neuen oder schwerwiegenden Nebenwirkung ĂŒber das Online-Portal ElViS (Electronic Vigilance System) anzuzeigen. Informationen dazu finden Sie unter www.swissmedic.ch.

Überdosierung

Anzeichen und Symptome
Es gibt keine Erfahrungen mit Überdosierung von Vascord. Die wahrscheinlichste Auswirkung einer Überdosierung von Olmesartanmedoxomil ist Hypotension und Tachykardie; eine Bradykardie könnte hervorgerufen werden, wenn eine parasympathische (vagale) Stimulierung vorliegt. Bei einer Überdosierung von Amlodipin kann eine exzessive periphere Vasodilatation mit ausgeprĂ€gter Hypotension und möglicherweise einer Reflex-Tachykardie erwartet werden. Über ausgeprĂ€gte und langanhaltende systemische Hypotension bis zum Schock mit tödlichem Ausgang wurde berichtet.
Als Folge einer Überdosierung mit Amlodipin wurde selten von nicht-kardiogenem Lungenödem berichtet, welches sich verzögert manifestieren kann (24-48 Stunden nach Einnahme) und Beatmungshilfe erforderlich macht. FrĂŒhzeitige Wiederbelebungsmassnahmen (einschliesslich FlĂŒssigkeitsĂŒberschuss) zum Erhalt der Durchblutung und der Herzleistung können Auslöser sein.
Behandlung
Wenn die Einnahme nur kurze Zeit zurĂŒckliegt, so kann eine MagenspĂŒlung oder Auslösen von Erbrechen erwogen werden. Bei gesunden Personen konnte gezeigt werden, dass die Verabreichung von Aktivkohle unmittelbar oder bis zu 2 Stunden nach der Einnahme von Amlodipin die Aufnahme von Amlodipin deutlich vermindert.
Eine klinisch signifikante Hypotension durch eine Überdosis von Vascord bedarf einer aktiven UnterstĂŒtzung des kardiovaskulĂ€ren Systems, inklusive engmaschige Überwachung der Herz- und Lungenfunktion, Hochlagerung der ExtremitĂ€ten und Überwachung des zirkulierenden FlĂŒssigkeitsvolumens und der Harnausscheidung. Ein Vasokonstriktor kann hilfreich sein zur Wiederherstellung von GefĂ€sstonus und Blutdruck, vorausgesetzt, dass keine Kontraindikation vorliegt. Intravenöse Gabe von Kalziumgluconat kann nĂŒtzlich sein, um die Wirkung der Kalziumkanalblockade aufzuheben.
Aufgrund der hohen Plasmaproteinbindung von Amlodipin ist anzunehmen, dass eine HĂ€modialyse nicht von Nutzen ist. Über die Dialysierbarkeit von Olmesartan gibt es keine Informationen.

Eigenschaften/Wirkungen

Pharmakotherapeutische Gruppe: Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten und Kalziumkanalblocker.
ATC-Code
C09DB02
Vascord ist eine Kombination eines Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten, Olmesartanmedoxomil, und eines Kalziumkanalblockers, Amlodipinbesilat. Die Kombination dieser beiden Komponenten zeigt einen additiven antihypertensiven Effekt, der den Blutdruck in einem stÀrkeren Masse senkt als jede der beiden Komponenten alleine.
Wirkungsmechanismus
Vascord
In einer doppelblinden, randomisierten, plazebokontrollierten, faktorial-design Studie ĂŒber 8 Wochen war der Anteil der Patienten, die einen normalisierten Blutdruck (festgesetzt auf einen diastolischen Blutdruck < 90 mmHg) erreichten, höher mit Vascord als mit einer entsprechenden Monotherapie. (62.5% fĂŒr Vascord 20 mg/5 mg, 70.1% fĂŒr Vascord 40 mg/5 mg und 77.6% fĂŒr Vascord 40 mg/10 mg im Vergleich zu 42.8% und 46.9% fĂŒr Olmesartanmedoxomil 20 mg und 40 mg und 43.5% und 56.4% fĂŒr Amlodipin 5 mg und 10 mg). Der Anteil der Patienten, die die Zielwerte sowohl des systolischen als auch des diastolischen Blutdruckes erreichten, war signifikant grösser mit Vascord als mit einer der beiden entsprechenden Komponenten in Monotherapie (21% - 36%).
Die Behandlung mit jeder Kombinationsdosis von Vascord fĂŒhrte zu einer signifikant stĂ€rkeren Reduktion des diastolischen und systolischen Blutdruckes als die entsprechenden Komponenten als Monotherapie. Die mittlere Reduktion des systolischen/diastolischen Blutdruckes war dosisabhĂ€ngig: -24/-14 mmHg (20 mg/5 mg Kombination), -25/-16 mmHg (40 mg/5 mg Kombination) und -30/-19 mmHg (40 mg/10 mg Kombination). Der grösste Teil des antihypertensiven Effektes von Vascord wurde im Allgemeinen innerhalb der ersten 2 Wochen nach Behandlungsbeginn erreicht.
Eine zweite doppelblinde, randomisierte und plazebokontrollierte Studie untersuchte die EffektivitĂ€t einer zusĂ€tzlichen Gabe von Amlodipin bei der Behandlung von Patienten, deren Blutdruck innerhalb von 8 Wochen nach Therapiebeginn nicht adĂ€quat mit 20 mg Olmesartanmedoxomil eingestellt werden konnte. Der Anteil der Patienten mit normalisiertem Blutdruck (festgesetzt auf einen diastolischen Blutdruck < 90 mmHg) war 49.2% in der Gruppe der Patienten, die weiterhin mit 20 mg Olmesartanmedoxomil behandelt wurden und 64.3% in der Gruppe, die Vascord 20 mg/5 mg erhielten. Im Vergleich zu Patienten, die weiterhin mit 20 mg Olmesartanmedoxomil behandelt wurden, fĂŒhrte die zusĂ€tzliche Gabe von 5 mg Amlodipin ĂŒber 8 Wochen zu einer weiteren Reduktion des systolischen/diastolischen Blutdruckes von -5.8/-2.7 mmHg.
Eine weitere Studie untersuchte die Zugabe verschiedener Dosen von Olmesartanmedoxomil bei Patienten, deren Blutdruck nicht ausreichend kontrolliert war nach 8 Wochen Therapie mit 5 mg Amlodipin. Das VerhĂ€ltnis von Patienten mit normalisiertem Blutdruck (festgesetzt auf einen diastolischen Blutdruck < 90 mmHg) war 35.9% in der Gruppe, die weiterhin mit 5 mg Amlodipin behandelt wurde, 62.0% in der Gruppe, die mit Vascord 20 mg/5 mg behandelt wurde und 64.5% in der Gruppe, die mit Vascord 40 mg/5 mg behandelt wurde. Im Vergleich zu den Patienten, die weiterhin mit 5 mg Amlodipin alleine behandelt wurden, fĂŒhrte die Zugabe von 20 mg Olmesartanmedoxomil ĂŒber 8 Wochen zu einer weiteren Reduktion des systolischen/diastolischen Blutdruckes von -5.8/-3.7 mmHg und die Zugabe von 40 mg Olmesartanmedoxomil ĂŒber 8 Wochen fĂŒhrte zu einer weiteren Reduktion des systolischen/diastolischen Blutdruckes von -7.1/-3.8 mmHg.
Eine Titrierung der Dosis von Vascord 20 mg/5 mg zu Vascord 40 mg/5 mg bei Patienten, die mit der niedrigeren Kombinationsdosis nicht den Zielwert des Blutdruckes erreichten, fĂŒhrte zu einer weiteren mittleren Reduktion des systolischen/diastolischen Blutdruckes um -10.6/-6.2 mmHg. Eine Ă€hnliche Titrierung der Dosis von Vascord 40 mg/5 mg zu Vascord 40 mg/10 mg fĂŒhrte zu einer weiteren mittleren Reduktion des systolischen/diastolischen Blutdruckes auf -12.3/-8.2 mmHg.
Bei Patienten, die nicht adĂ€quat mit Amlodipin 5 mg kontrollierbar sind, kann Vascord 20 mg/5 mg eine bessere Kontrolle des Blutdruckes erreichen als Amlodipin 10 mg, dies mit weniger Ödemen. Bei Patienten, die mit Amlodipin 10 mg adĂ€quat eingestellt sind, die aber unter inakzeptablen Ödemen leiden, kann Vascord 20 mg/5 mg eine gleich gute oder sogar bessere Blutdruckeinstellung bewirken, dies mit weniger Ödemen als Nebenwirkung.
Die drei durchgefĂŒhrten Studien bestĂ€tigten, dass der blutdrucksenkende Effekt von Vascord, verabreicht einmal pro Tag, ĂŒber den gesamten Tagesverlauf erhalten blieb mit einem Trough-to-Peak-VerhĂ€ltnis von 71% - 82% fĂŒr die systolische und diastolische Antwort und mit einer 24-Stunden-EffektivitĂ€t, die durch ambulante Blutdruckmessungen bestĂ€tigt werden konnte.
Der antihypertensive Effekt von Vascord war unabhÀngig von Alter und Geschlecht und war gleich bei Patienten mit oder ohne Diabetes.
In Follow-up-Studien war der antihypertensive Effekt von Vascord auch bei langfristiger Therapie anhaltend. Ein bei Bedarf zusÀtzlich eingesetztes Diuretikum (Hydrochlorothiazid) verstÀrkte den blutdrucksenkenden Effekt von Vascord.
Olmesartanmedoxomil (als wirksamer Bestandteil von Vascord)
Olmesartanmedoxomil als wirksamer Bestandteil von Vascord ist ein selektiver Angiotensin II Typ 1 (AT1) Rezeptor-Antagonist. Nach Aufnahme wird Olmesartanmedoxomil schnell in den pharmakologisch aktiven Metaboliten Olmesartan umgewandelt. Angiotensin II ist das primĂ€r vasoaktive Hormon des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems und spielt eine wichtige Rolle bei der Pathophysiologie der Hypertension. Die Wirkungen von Angiotensin II sind Vasokonstriktion, Stimulation von Synthese und Freisetzung von Aldosteron, kardiale Stimulation und renale Reabsorption von Natrium. Olmesartan blockiert die vasokonstriktorische und aldosteronfreisetzende Wirkung von Angiotensin II durch Blockade der Bindung an den AT1 Rezeptor im Gewebe, unter anderem in den glatten Muskelzellen der GefĂ€sse und in der Nebenniere. Die Wirkung von Olmesartan ist unabhĂ€ngig von der Quelle oder der Art der Synthese von Angiotensin II. Der selektive Antagonismus von Olmesartan auf Angiotensin II (AT1) Rezeptoren fĂŒhrt zu einem Anstieg der Plasmakonzentrationen von Renin und Angiotensin I und II und einem moderaten Abfall der Aldosteronkonzentration im Plasma.
Bei Hypertension bewirkt Olmesartanmedoxomil eine dosisabhÀngige, langanhaltende Absenkung des arteriellen Blutdruckes. Es gibt keinen Hinweis auf eine first-dose-Hypotonie, auf Tachyphylaxie wÀhrend langfristiger Behandlung oder auf eine Rebound-Hypertonie nach abruptem Absetzen der Therapie.
Bei einmal tĂ€glicher Gabe ruft Olmesartanmedoxomil bei Patienten mit Hypertension eine effektive und sanfte Absenkung des Blutdruckes hervor, die mit der Tagesdosis ĂŒber 24 Stunden anhĂ€lt. Eine Dosierung einmal tĂ€glich hat den gleichen Effekt auf den Blutdruck wie eine auf 2 Einnahmen pro Tag verteilte Dosis.
Bei kontinuierlicher Behandlung wird eine maximale Absenkung der Hypertonie etwa 8 Wochen nach Therapiebeginn erreicht, jedoch ist ein substantieller Anteil des blutdrucksenkenden Effektes bereits nach 2-wöchiger Behandlung sichtbar.
Die Auswirkung von Olmesartanmedoxomil auf die MortalitÀt und MorbititÀt ist noch nicht bekannt.
In der ROADMAP-Studie (Randomised Olmesartan and Diabetes Microalbuminuria Prevention Study) wurde bei 4'447 Patienten mit Typ-2-Diabetes, Normoalbuminurie und mindestens einem zusÀtzlichen kardiovaskulÀren Risikofaktor untersucht, ob die Behandlung mit Olmesartan das Auftreten einer Mikroalbuminurie verzögern kann.
WÀhrend der medianen Beobachtungsdauer von 3.2 Jahren erhielten die Patienten entweder Olmesartan oder Placebo zusÀtzlich zu anderen Antihypertensiva, mit Ausnahme von ACE-Hemmern oder Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten.
FĂŒr den primĂ€ren Endpunkt zeigte die Studie zugunsten von Olmesartan eine signifikante Risikoreduktion fĂŒr die Zeit bis zum Auftreten einer Mikroalbuminurie. Nach Adjustierung der Blutdruckunterschiede war diese Risikoreduktion nicht mehr statistisch signifikant. 8.2% (178 von 2'160) der Patienten in der Olmesartan-Gruppe und 9.8% (210 von 2'139) der Patienten in der Placebo-Gruppe entwickelten eine Mikroalbuminurie.
Bei den sekundĂ€ren Endpunkten traten kardiovaskulĂ€re Ereignisse bei 96 Patienten (4.3%) unter Olmesartan und bei 94 Patienten (4.2%) unter Placebo auf. Die Inzidenz von kardiovaskulĂ€rer MortalitĂ€t war unter Olmesartan höher als unter Behandlung mit Placebo (15 Patienten (0.7%) vs. 3 Patienten (0.1%)), trotz vergleichbarer Raten fĂŒr nicht-tödlichen Schlaganfall (14 Patienten (0.6%) vs. 8 Patienten (0.4%)), nicht-tödlichen Myokardinfarkt (17 Patienten (0.8%) vs. 26 (1.2%)) und nicht-kardiovaskulĂ€rer MortalitĂ€t (11 Patienten (0.5%) vs. 12 Patienten (0.5%)). Die GesamtmortalitĂ€t unter Olmesartan war numerisch erhöht (26 Patienten (1.2%) vs. 15 Patienten (0.7%)), was vor allem durch eine höhere Anzahl an tödlichen kardiovaskulĂ€ren Ereignissen bedingt ist.
In der ORIENT-Studie (Olmesartan Reducing Incidence of End-stage Renal Disease in Diabetic Nephropathy Trial) wurden die Effekte von Olmesartan auf renale und kardiovaskulÀre Ereignisse bei 577 randomisierten japanischen und chinesischen Typ-2-Diabetikern mit manifester Nephropathie untersucht.
WÀhrend einer medianen Beobachtungsdauer von 3.1 Jahren erhielten die Patienten entweder Olmesartan oder Placebo zusÀtzlich zu anderen Antihypertensiva, einschliesslich ACE-Hemmern.
Der primÀre kombinierte Endpunkt (Zeit bis zum erstmaligen Auftreten der Verdoppelung von Serum-Kreatinin, terminaler Niereninsuffizienz, Tod jeglicher Ursache) trat bei 116 Patienten der Olmesartan-Gruppe (41.1%) und bei 129 Patienten (45.4%) der Placebo-Gruppe (HR: 0.97 (95% CI 0.75 bis 1.24); p-Wert 0.791) auf.
Der kombinierte sekundÀre kardiovaskulÀre Endpunkt trat bei 40 mit Olmesartan behandelten Patienten (14.2%) und 53 mit Placebo behandelten Patienten (18.7%) auf. Dieser kombinierte kardiovaskulÀre Endpunkt umfasste kardiovaskulÀren Tod bei 10 (3.5%) Patienten unter Olmesartan vs. 3 (1.1%) unter Placebo, GesamtmortalitÀt 19 (6.7%) vs. 20 (7.0%), nicht-tödlichen Schlaganfall 8 (2.8%) vs. 11 (3.9%) und nicht-tödlichen Myokardinfarkt 3 (1.1%) vs. 7 (2.5%).
Amlodipin (als wirksamer Bestandteil von Vascord)
Amlodipin als wirksamer Bestandteil von Vascord ist ein Kalziumkanalblocker, der den transmembranösen Einstrom von Kalziumionen durch die spannungsabhĂ€ngigen L-Typ-KanĂ€le im Herzen und in glatter Muskulatur inhibiert. Experimentelle Daten weisen darauf hin, dass Amlodipin sowohl an Dihydropyridin- als auch Nicht-Dihydropyridin-Bindungsstellen bindet. Amlodipin ist relativ gefĂ€ssspezifisch mit einer stĂ€rkeren Wirkung auf die glatten Muskelzellen der GefĂ€sse als auf die Zellen der Herzmuskulatur. Die antihypertensive Wirkung von Amlodipin beruht auf einem direkten relaxierenden Effekt auf die arterielle glatte Muskulatur, der zu einem verringerten peripheren Widerstand und dadurch verringertem Blutdruck fĂŒhrt.
Bei hypertensiven Patienten bewirkt Amlodipin eine dosisabhÀngige, langanhaltende Absenkung des arteriellen Blutdruckes. Es gibt keinen Hinweis auf eine first-dose-Hypotonie, auf Tachyphylaxie wÀhrend langfristiger Behandlung oder auf eine Rebound-Hypertonie nach abruptem Absetzen der Therapie.
Bei Behandlung von hypertensiven Patienten mit therapeutischen Dosen ruft Amlodipin eine effektive Reduktion des Blutdruckes in liegender, sitzender und stehender Position hervor. Eine langfristige Behandlung mit Amlodipin ist nicht assoziiert mit signifikanten VerĂ€nderungen der Herzfrequenz oder der Katecholaminkonzentrationen im Plasma. Bei hypertensiven Patienten mit normaler Nierenfunktion fĂŒhren therapeutische Dosen von Amlodipin zu einer reduzierten renalen vaskulĂ€ren Resistenz und einer erhöhten glomerulĂ€ren Filtrationsrate sowie effektivem Plasmafluss in der Niere, ohne VerĂ€nderungen in der Filtrationsfraktion oder Proteinurie hervorzurufen.
Weitere Informationen
In zwei grossen randomisierten, kontrollierten Studien ( "ONTARGET" [ONgoing Telmisartan Alone and in combination with Ramipril Global Endpoint Trial] und "VA NEPHRON-D" [The Veterans Affairs Nephropathy in Diabetes]) wurde die gleichzeitige Anwendung eines ACE-Hemmers mit einem Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten untersucht.
Die "ONTARGET“–Studie wurde bei Patienten mit einer kardiovaskulĂ€ren oder einer zerebrovaskulĂ€ren Erkrankung in der Vorgeschichte oder mit Diabetes mellitus Typ 2 mit nachgewiesenen EndorganschĂ€den durchgefĂŒhrt. Die "VA NEPHRON-D" -Studie wurde bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 und diabetischer Nephropathie durchgefĂŒhrt.
Diese Studien zeigten keinen signifikanten vorteilhaften Effekt auf renale und/oder kardiovaskulĂ€re Endpunkte und MortalitĂ€t, wĂ€hrend ein höheres Risiko fĂŒr HyperkaliĂ€mie, akute NierenschĂ€digung und/oder Hypotonie im Vergleich zur Monotherapie beobachtet wurde. Aufgrund vergleichbarer pharmakodynamischer Eigenschaften sind diese Ergebnisse auch auf andere ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten ĂŒbertragbar.
Aus diesem Grund sollten ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten bei Patienten mit diabetischer Nephropathie nicht gleichzeitig angewendet werden.
In der "ALTITUDE" -Studie (Aliskiren Trial in Type 2 Diabetes Using Cardiovascular and Renal Disease Endpoints) wurde untersucht, ob die Anwendung von Aliskiren zusĂ€tzlich zu einer Standardtherapie mit einem ACE-Hemmer oder Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 sowie chronischer Nierenerkrankung und/oder kardiovaskulĂ€rer Erkrankung einen Zusatznutzen hat. Die Studie wurde wegen eines erhöhten Risikos unerwĂŒnschter Ereignisse vorzeitig beendet. Sowohl kardiovaskulĂ€re TodesfĂ€lle als auch SchlaganfĂ€lle traten in der Aliskiren-Gruppe numerisch hĂ€ufiger auf als in der Placebo-Gruppe, ebenso unerwĂŒnschte Ereignisse und besondere schwerwiegende unerwĂŒnschte Ereignisse (HyperkaliĂ€mie, Hypotonie, Nierenfunktionsstörung).
Pharmakodynamik
Siehe Rubrik "Wirkungsmechanismus"
Klinische Wirksamkeit
Siehe Rubrik "Wirkungsmechanismus"

Pharmakokinetik

Vascord
Absorption
Nach oraler Aufnahme von Vascord werden die maximalen Plasmakonzentrationen von Olmesartan und Amlodipin nach 1.5 - 2 Stunden bzw. 6 - 8 Stunden erreicht. Die Rate und das Ausmass der Absorption der zwei Wirkstoffe von Vascord ist Àquivalent zur Rate und Ausmass der Absorption der beiden Substanzen als separate Tabletten.
Die gleichzeitige Aufnahme mit Nahrungsmitteln hat keinen Einfluss auf die BioverfĂŒgbarkeit von Olmesartan und Amlodipin von Vascord.
Olmesartanmedoxomil (als wirksamer Bestandteil von Vascord)
Absorption
Olmesartanmedoxomil ist ein Prodrug. Es wird wĂ€hrend der Aufnahme aus dem Gastrointestinaltrakt schnell durch Esterasen in der Darmschleimhaut und im Blut der Portalvene in den pharmakologisch aktiven Metaboliten Olmesartan umgewandelt. Intaktes Olmesartanmedoxomil oder intakte Reste von Medoxomil konnten in Plasma oder Ausscheidungen nicht nachgewiesen werden. Die mittlere absolute BioverfĂŒgbarkeit von Olmesartan als Tablettenformulation war 25.6%.
Die mittlere maximale Plasmakonzentration (Cmax) von Olmesartan wird innerhalb von 2 Stunden nach oraler Aufnahme von Olmesartanmedoxomil erreicht. Die Plasmakonzentration von Olmesartan vergrössert sich annÀhernd linear mit steigender Einzeldosis bis zu 80 mg.
Nahrungsaufnahme hat einen minimalen Effekt auf die BioverfĂŒgbarkeit von Olmesartan, daher kann Olmesartan zeitgleich mit der Nahrung aufgenommen werden.
Klinisch relevante Geschlechtsunterschiede in Bezug auf die Pharmakokinetik konnten nicht festgestellt werden.
Distribution
Olmesartan liegt zu einem grossen Teil an Plasmaproteine gebunden vor (99.7%), aber das Potential einer klinisch relevanten Interaktion mit VerdrÀngung von anderen, gleichzeitig applizierten proteingebundenen Substanzen von der Plasmaproteinbindung ist gering (bestÀtigt durch das Fehlen einer klinisch signifikanten Interaktion zwischen Olmesartanmedoxomil und Warfarin). Die Bindung von Olmesartan an Blutzellen ist vernachlÀssigbar. Das mittlere Verteilungsvolumen nach intravenöser Applikation ist gering (16 - 29 Liter).
Metabolismus
Die totale Plasmaclearance von Olmesartan war typischerweise 1.3 l/h (CV, 19%) und war relativ langsam im Vergleich zum Passagevolumen der Leber (ca. 90 l/h). Nach Aufnahme einer einzelnen oralen Dosis von 14C-markiertem Olmesartanmedoxomil wurde 10% - 16% der verabreichten RadioaktivitĂ€t im Urin ausgeschieden (die ĂŒberwiegende Mehrheit innerhalb 24 Stunden nach Aufnahme) und der verbleibende Teil der RadioaktivitĂ€t ĂŒber die Faeces ausgeschieden. Ausgehend von einer systemischen VerfĂŒgbarkeit von 25.6% kann eine Ausscheidung des aufgenommenen Olmesartan ĂŒber die Niere (ca. 40%) und durch hepatobiliĂ€re Exkretion (ca. 60%) errechnet werden. SĂ€mtliche aufgefangene RadioaktivitĂ€t wurde als Olmesartan identifiziert. Ein anderes signifikantes metabolisches Produkt wurde nicht identifiziert. Der enterohepatische Kreislauf von Olmesartan ist minimal. Aufgrund des grossen Anteils der biliĂ€ren Exkretion von Olmesartan ist eine Anwendung bei Patienten mit biliĂ€rer Obstruktion kontraindiziert (siehe Rubrik "Kontraindikationen" ).
Elimination
Die terminale Eliminations-Halbwertszeit von Olmesartan liegt zwischen 10 und 15 Stunden nach wiederholter oraler Applikation. Der Steady state wird nach der ersten Dosis erreicht, eine weitere Akkumulierung nach 14-tÀtiger Anwendung lÀsst sich nicht feststellen. Die renale Clearance ist nÀherungsweise 0.5 - 0.7 l/h und ist unabhÀngig von der Dosis.
Amlodipin (als wirksamer Bestandteil von Vascord)
Absorption
Nach oraler Aufnahme therapeutischer Dosen wird Amlodipin im Gastrointestinaltrakt langsam absorbiert. Die Absorption von Amlodipin wird durch gleichzeitige Einnahme von Nahrungsmitteln nicht beeintrĂ€chtigt. Die absolute BioverfĂŒgbarkeit des unverĂ€nderten Wirkstoffes wird auf 64% - 80% geschĂ€tzt. Die maximale Plasmakonzentration wird 6 - 12 Stunden nach Aufnahme erreicht.
Distribution
Das Distributionsvolumen ist ungefÀhr 20 l/kg. Das pKa von Amlodipin liegt bei 8.6. Die Plasmaproteinbindung in vitro betrÀgt ungefÀhr 98%.
Metabolismus
Amlodipin wird extensiv in inaktive Metaboliten metabolisiert. UngefÀhr 60% der verabreichten Dosis wird durch den Urin ausgeschieden, etwa 10% davon in der unverÀnderten Form von Amlodipin.
Elimination
Die Halbwertszeit im Plasma betrĂ€gt zwischen 35 und 50 Stunden. Die Steady-state Plasmakonzentrationen werden nach Applikation ĂŒber 7 - 8 aufeinanderfolgenden Tage erreicht.
Olmesartanmedoxomil und Amlodipin (als wirksame Bestandteile von Vascord) - Kinetik spezieller Patientengruppen
Kinder und Jugendliche (Alter unter 18 Jahre)
Pharmakokinetische Daten bei pÀdiatrischen Patienten sind nicht vorhanden.
Ältere Patienten (65 Jahre oder Ă€lter)
Bei hypertensiven Patienten ist die AUC (Area under the curve) von Olmesartan im Steady state bei Ă€lteren Patienten (65 - 75 Jahre) um 35% gegenĂŒber den Werten der Gruppe jĂŒngerer Patienten erhöht; bei Patienten Ă€lter als 75 Lebensjahre um 44% (siehe Rubrik "Dosierung/Anwendung" ). Diese Erhöhung kann zumindest teilweise auf eine im Durchschnitt verminderte Nierenfunktion bei dieser Altersgruppe zurĂŒckgefĂŒhrt werden. Die empfohlene Dosierung bei Ă€lteren Patienten ist entsprechend der Empfehlung bei jĂŒngeren Patienten, jedoch sollte eine Steigerung der Dosis bei Ă€lteren Patienten nur mit Vorsicht erfolgen.
Nach oraler Aufnahme von Amlodipin ist der Zeitpunkt der maximalen Plasmakonzentration bei Ă€lteren Patienten vergleichbar mit den jĂŒngeren Patienten. Bei Ă€lteren Patienten ist die Clearance von Amlodipin im Allgemeinen verringert mit einem Anstieg in der AUC und der Halbwertszeit durch Elimination.
Nierenfunktionsstörung
Bei Patienten mit verminderter Nierenfunktion ist die AUC von Olmesartan wÀhrend der Steady State Plasmakonzentration um 62% bei milder, 82% bei moderater und 179% bei schwerer Niereninsuffizienz erhöht, dies im Vergleich zu einer gesunden Kontrollgruppe (siehe Rubriken "Dosierung/Anwendung" und "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ).
Amlodipin wird extensiv in inaktive Metaboliten umgewandelt. 10% des Wirkstoffes wird unverÀndert im Urin ausgeschieden. Die VerÀnderungen der Plasmakonzentration von Amlodipin korreliert nicht mit dem Ausmass der Nierenfunktionsstörung. Bei diesen Patienten kann Amlodipin im normalen Dosierungsschema angewendet werden. Amlodipin ist nicht dialysierbar.
Leberfunktionsstörung
Nach der oralen Verabreichung einer einzelnen Dosis von Olmesartan sind die Werte der AUC bei Patienten mit milder bzw. moderater Leberfunktionsstörung um 6% bzw. 65% gegenĂŒber den Werten bei gesunden Kontrollgruppen gesteigert. Die ungebundene Fraktion von Olmesartan 2 Stunden nach Aufnahme bei gesunden Personen, bei Patienten mit milder Leberfunktionsstörung und bei Patienten mit moderater Leberfunktionsstörung ist 0.26%, 0.34% und 0.41%. Nach wiederholter Gabe bei Patienten mit moderater Leberfunktionsstörung ist die mittlere AUC von Olmesartan wiederum 65% der Werte bei gesunden gemachten Kontrollen.
Die maximale Plasmakonzentration von Olmesartan ist bei Patienten mit Leberfunktionsstörung und bei gesunden Personen vergleichbar. Es liegen keine Daten ĂŒber Olmesartanmedoxomil bei Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung vor.
Die Clearance von Amlodipin ist bei Patienten mit verminderter Leberfunktion herabgesetzt, die Halbwertszeit entsprechend verlÀngert mit einem resultierendem Anstieg der AUC um 40% - 60% (siehe Rubriken "Dosierung/Anwendung" und "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ).

PrÀklinische Daten

Aufgrund der prĂ€klinischen ToxizitĂ€tsprofile der einzelnen Substanzen wird keine VerstĂ€rkung der ToxizitĂ€t fĂŒr die Kombination erwartet, da jede Substanz unterschiedliche Zielorgane hat, d.h. Olmesartanmedoxomil die Nieren und Amlodipin das Herz.
Bei einer dreimonatigen ToxizitĂ€tsstudie mit Mehrfachgabe an Ratten wurden nach oraler Verabreichung von Olmesartanmedoxomil/Amlodipin die folgenden VerĂ€nderungen beobachtet: Abnahme der roten Blutzell-Parameter und renale VerĂ€nderungen, die eventuell Olmesartanmedoxomil-Komponente zugeschrieben werden könnten, VerĂ€nderungen an Darm und Nebennieren, sowie Hypertrophien der BrustdrĂŒsengĂ€nge, die eventuell der Amlodipin-Komponente zugeschrieben werden könnten. Diese VerĂ€nderungen fĂŒhrten weder zu einer VerstĂ€rkung der bereits frĂŒher beobachteten und bestehenden ToxizitĂ€t der beiden Einzelkomponenten, noch riefen sie neue ToxizitĂ€ten hervor. Es wurden auch keine toxikologisch synergistischen Wirkungen beobachtet.
Die Kombination von Olmesartanmedoxomil/Amlodipin fĂŒhrte zu einer gesteigerten Exposition gegenĂŒber dem Hauptmetaboliten von Olmesartanmedoxomil.
Olmesartanmedoxomil (als wirksamer Bestandteil von Vascord)
Bei Untersuchungen zur chronischen ToxizitĂ€t an Ratten und Hunden rief Olmesartanmedoxomil Ă€hnliche Wirkungen wie andere AT1-Rezeptor-Antagonisten und ACE-Hemmer hervor: Anstiege von Harnstoff-N und Kreatinin; Abnahme des Herzgewichts; Abnahme der roten Blutzell-Parameter (Erythrozyten, HĂ€moglobin, HĂ€matokrit); histologische Anzeichen der NierenschĂ€digung (regenerative LĂ€sionen des Nierenepithels, Verdickung der Basalmembran, Dilatation der Tubuli). Diese durch die pharmakologischen Wirkungen von Olmesartanmedoxomil hervorgerufenen unerwĂŒnschten Wirkungen, die auch in prĂ€klinischen Untersuchungen mit anderen AT1-Rezeptor-Antagonisten und mit ACE-Hemmern auftraten, wurden durch gleichzeitige orale Gabe von NaCl vermindert. Bei beiden Spezies wurden eine erhöhte Plasma-Renin-AktivitĂ€t sowie Hypertrophie/Hyperplasie der juxtaglomerulĂ€ren Zellen in der Niere beobachtet. Diese VerĂ€nderungen, die auch ein Klassen-Effekt von ACE-Hemmern und anderen AT1-Rezeptor-Antagonisten sind, scheinen keine klinische Relevanz zu haben.
Wie auch bei anderen AT1-Rezeptor-Antagonisten wurde bei Olmesartanmedoxomil in vitro ein Anstieg der Inzidenz von ChromosomenbrĂŒche bei Zellkulturen festgestellt. Bei mehreren in vivo Studien mit Olmesartanmedoxomil wurden in einer sehr hohen oralen Dosierung bis zu 2'000 mg/kg keine relevanten Auswirkungen beobachtet. Die Untersuchungen zur GenotoxizitĂ€t deuten insgesamt darauf hin, dass erbgutschĂ€digende Wirkungen bei klinischer Anwendung von Olmesartanmedoxomil sehr unwahrscheinlich sind.
Olmesartanmedoxomil war nicht karzinogen, weder bei Ratten in einer 2-Jahresstudie, noch bei MĂ€usen in zwei 6-Monats-Studien unter Verwendung von transgenen Modellen.
In Reproduktionsstudien an Ratten beeinflusste Olmesartanmedoxomil die Fruchtbarkeit nicht und löste auch keine teratogene Wirkung aus. Wie bei anderen Angiotensin-II-Antagonisten war die Überlebensrate der Jungen infolge der Aufnahme von Olmesartanmedoxomil reduziert und es wurde eine Erweiterung des Nierenbeckens nach Exposition der Muttertiere wĂ€hrend der spĂ€ten TrĂ€chtigkeit und Laktation festgestellt. Wie bei anderen Antihypertensiva erwies sich Olmesartanmedoxomil als toxischer fĂŒr trĂ€chtige Kaninchen als fĂŒr trĂ€chtige Ratten; es gab jedoch keinen Hinweis auf eine fetotoxische Wirkung.
Amlodipin (als wirksamer Bestandteil von Vascord)
ReproduktionstoxizitÀt
In Studien zur ReproduktionstoxizitÀt wurden bei Ratten und MÀusen bei Dosierungen, die rund 50-mal höher waren als die auf mg/kg bezogene empfohlene Maximaldosis beim Menschen, eine Verzögerung des Geburtstermins, eine VerlÀngerung des Geburtsvorgangs und eine erhöhte perinatale MortalitÀt der Nachkommen beobachtet.
BeeintrÀchtigung der FertilitÀt
Bei Dosierungen bis zu 10 mg/kg/Tag (das 8-Fache* der empfohlenen Maximaldosis von 10 mg beim Menschen, bezogen auf mg/m2) zeigten sich keine Auswirkungen auf die FertilitĂ€t von mit Amlodipin behandelten Ratten (MĂ€nnchen 64 Tage und Weibchen 14 Tage lang vor der Paarung). In einer anderen Studie an Ratten, in der mĂ€nnliche Ratten ĂŒber 30 Tage mit Amlodipinbesilat in Dosen behandelt wurden, die, bezogen auf mg/kg, mit der Dosierung beim Menschen vergleichbar waren, wurde sowohl eine Abnahme des follikelstimulierenden Hormons und des Testosterons im Plasma als auch eine Abnahme der Spermiendichte und eine Verringerung reifer Spermatiden und Sertoli-Zellen gefunden.
KanzerogenitÀt, MutagenitÀt
Bei Ratten und MĂ€usen, die ĂŒber zwei Jahre Amlodipin in Tagesdosen von 0.5, 1.25 und 2.5 mg/kg im Futter erhielten, ergaben sich keine Hinweise auf eine KanzerogenitĂ€t. Die höchste Dosis (fĂŒr MĂ€use ebensoviel und fĂŒr Ratten das Doppelte* der empfohlenen Maximaldosis von 10 mg beim Menschen, bezogen auf mg/m2) lag nahe an der maximal von MĂ€usen tolerierten Dosis, jedoch nicht an der von Ratten.
MutagenitÀtsstudien ergaben keine arzneimittelbedingten Wirkungen auf dem Gen- oder auf dem Chromosomen-Niveau.
* Ausgehend von einem 50 kg schweren Patienten.

Sonstige Hinweise

Haltbarkeit
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit "EXP" bezeichneten Datum verwendet werden.
Besondere Lagerungshinweise
Nicht ĂŒber 25°C, in der Originalverpackung vor Licht und Feuchtigkeit geschĂŒtzt aufbewahren.
FĂŒr Kinder unzugĂ€nglich aufbewahren.

Zulassungsnummer

59270 (Swissmedic)

Packungen

Vascord 20 mg/5 mg: Packungen zu 28 und 98 Filmtabletten [B].
Vascord 40 mg/5 mg: Packungen zu 28 und 98 Filmtabletten [B].
Vascord 40 mg/10 mg: Packungen zu 28 und 98 Filmtabletten [B].

Zulassungsinhaberin

A. Menarini GmbH, ZĂŒrich

Stand der Information

Mai 2025

2026 Â©ywesee GmbH
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