Warnhinweise und VorsichtsmassnahmenAnwendung bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion und älteren Patienten
Aciclovir wird renal ausgeschieden, daher muss die Dosierung von Valaciclovir Therica bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion reduziert werden (siehe "Dosierung/Anwendung" ). Bei älteren Patienten besteht eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für Nierenfunktionsstörungen, die Notwendigkeit einer Dosisreduktion sollte in dieser Patientengruppe deshalb berücksichtigt werden. Sowohl bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion wie auch bei älteren Patienten besteht ein erhöhtes Risiko für das Auftreten von neurologischen Störungen, sie sollten daher engmaschig auf Anzeichen für derartige unerwünschte Wirkungen überwacht werden. In den gemeldeten Fällen waren die Störungen im Allgemeinen reversibel nach Absetzen der Behandlung (siehe "Unerwünschte Wirkungen" ).
Hydratationszustand
Bei Patienten mit dem Risiko einer Dehydratation, speziell bei älteren Patienten, soll auf eine adäquate Flüssigkeitszufuhr geachtet werden.
Verabreichung von hohen Dosen bei Leberinsuffizienz und nach Lebertransplantation
Es sind keine Daten zur Verabreichung von hohen Dosen Valaciclovir Therica (4 g oder mehr pro Tag) bei Patienten mit Lebererkrankungen vorhanden. Es ist deshalb Vorsicht geboten, wenn Valaciclovir Therica in hohen Dosen bei diesen Patienten verwendet wird. Es wurden keine spezifischen Studien mit Valaciclovir bei Lebertransplantierten durchgeführt; eine Prophylaxe mit hohen Dosen Aciclovir zeigte jedoch eine Reduktion der CMV-Infektion und –Erkrankung.Schwere kutane Arzneimittelreaktionen
Schwere kutane Arzneimittelreaktionen (SCARs), einschliesslich akuter generalisierter exanthematöser Pustulosis (AGEP) und Arzneimittelexanthem mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS), wurden bei Patienten berichtet, die Valaciclovir erhalten haben. Darüber hinaus wurden Fälle von toxischer epidermaler Nekrolyse (TEN), Stevens-Johnson-Syndrom (SJS) und Erythema multiforme (EM) bei Patienten gemeldet, die mit Aciclovir behandelt wurden. Nach der Verabreichung wird Valaciclovir schnell und nahezu vollständig in seinen Hauptmetaboliten Aciclovir umgewandelt (siehe "Pharmakokinetik" ).
Da schwere kutane Arzneimittelreaktionen (SCARs) lebensbedrohlich oder tödlich sein können, muss beim Auftreten von Anzeichen und Symptomen die auf SCARs hindeuten, die Behandlung mit Valaciclovir unverzüglich abgebrochen und eine alternative Behandlung eingeleitet werden. Patienten, bei denen unter der Anwendung von Valaciclovir oder Aciclovir SCARs aufgetreten sind, dürfen kein Valaciclovir oder Aciclovir mehr erhalten (siehe "Kontraindikationen" und "Unerwünschte Wirkungen" ).
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