Unerwünschte WirkungenAllgemein
Gewöhnlich treten Nebenwirkungen innerhalb der ersten Woche nach der Injektion auf und sind vorübergehend. Nebenwirkungen können mit dem Wirkstoff, dem Injektionsverfahren oder mit beidem zusammenhängen.
Wie bei jeder Injektion können im Zusammenhang mit der Injektion lokale Schmerzen, Entzündungen, Parästhesien, Hypoästhesien, Druckempfindlichkeit, Schwellungen/Ödeme, Erytheme, Juckreiz, lokale Infektionen, Hämatome, Blutungen und/oder Blutergüsse auftreten.
Durch den Injektionsprozess verursachter Schmerz und/oder Angst vor der Injektion können zu vasovagalen Reaktionen führen wie z.B. vorübergehende symptomatische Hypotonie, Übelkeit, Tinnitus und Synkopen.
Lokale Muskelschwäche stellt eine erwartete pharmakologische Wirkung von Botulinumtoxin Typ A dar.
Nach der Behandlung von neurologischen Erkrankungen mit Botulinumtoxin wurden in sehr seltenen Fällen unerwünschte Wirkungen im Zusammenhang mit der Ausbreitung des Toxins an vom Injektionsort entfernten Stellen berichtet, bei denen die Symptome der Wirkung von Botulinumtoxin Typ A gleichen (übermässige Muskelschwäche, Dysphagie, Aspirationspneumonie mit bisweilen tödlichem Ausgang). Derartige Nebenwirkungen sind auch bei der Anwendung von Bocouture nicht gänzlich auszuschliessen.
Selten wurden unter der Anwendung von Botulinumtoxin-Präparaten schwerwiegende Überempfindlichkeitsreaktionen und/oder Überempfindlichkeitsreaktionen vom Soforttyp berichtet, einschliesslich Anaphylaxie, Serumkrankheit, Dyspnoe, Weichteilödem und Urtikaria. Einige dieser Reaktionen wurden nach alleiniger Anwendung von herkömmlichen Präparaten mit dem Botulinum Neurotoxin Typ A-Komplex oder in Kombination mit anderen Wirkstoffen berichtet, die dafür bekannt sind, ähnliche Reaktionen auszulösen.
Unerwünschte Wirkungen nach Markteinführung
Die folgenden Nebenwirkungen wurden mit unbekannter Häufigkeit bei der Verwendung von Bocouture seit Markteintritt unabhängig von der Indikation berichtet:
Systemorganklasse Nebenwirkung
Erkrankungen des Überempfindlichkeitsreaktionen wie Schwellungen, Ödeme (auch entfernt
Immunsystems von der Injektionsstelle), Erytheme, Pruritus, Hautausschlag (lokal
oder generalisiert) und Atemnot
Skelettmuskulatur-, Muskelatrophie
Bindegewebs- und
Knochenerkrankungen
Allgemeine Erkrankungen Grippeähnliche Symptome
und Beschwerden am
Verabreichungsort
Unerwünschte Wirkungen aus klinischen Studien
Die Häufigkeiten sind folgendermassen definiert: sehr häufig (≥1/10); häufig (≥1/100, <1/10); gelegentlich (≥1/1000, <1/100); selten (≥1/10’000, <1/1000); sehr selten (<1/10’000), Einzelfälle basierend auf Spontanmeldungen aus der Marktüberwachung, genaue Häufigkeit kann nicht angegeben werden.
Vertikale Falten zwischen den Augenbrauen (Glabellafalten)
Systemorganklasse Nebenwirkung Häufigkeit
Infektionen und parasitäre Nasopharyngitis Selten
Erkrankungen
Erkrankungen des Nervensystems Kopfschmerzen Häufig
Augenerkrankungen Lidödem, Verschwommensehen, Blepharoptosis Gelegentlich
Gefäßerkrankungen Bluterguss Gelegentlich
Erkrankungen der Haut und des Pruritus, Ptosis der Augenbraue Gelegentlich
Unterhautzellgewebes
Skelettmuskulatur-, Mephisto-Zeichen (seitliche Erhöhung der Häufig
Bindegewebs- und Knochenerkran Augenbrauen)
kungen
Gesichtsasymmetrie (Augenbraue Gelegentlich
nasymmetrie) Muskelkrämpfe
(oberhalb der Augenbraue)
Allgemeine Erkrankungen und Bluterguss an der Injektionsstelle, Schmerzen Gelegentlich
Beschwerden am Verabreichungso an der Injektionsstelle, Grippeähnliche
rt Erkrankung, Druckschmerz, Müdigkeit,
Schweregefühl von Augenlid/Augenbraue
Seitliche Kanthalfalten Krähenfüsse, sichtbar bei maximalem Lächeln
Systemorganklasse Nebenwirkung Häufigkeit
Augenerkrankungen Lidödem, trockenes Auge Häufig
Allgemeine Erkrankungen Bluterguss an der Häufig
und Beschwerden am Injektionsstelle
Verabreichungsort
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grosser Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdacht einer neuen oder schwerwiegenden Nebenwirkung über das Online-Portal ElViS (Electronic Vigilance System) anzuzeigen. Informationen dazu finden Sie unter www.swissmedic.ch.
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