ch.oddb.org
 
Medikamente | Services | Zulassungsi.
Fachinformation zu Alecensa®:Roche Pharma (Schweiz) AG
Vollst. FachinformationDDDÄnderungen anzeigenDrucken 
Zusammens.Galen.FormInd./Anw.mögl.Dos./Anw.Kontraind.Warn.hinw.Interakt.Schwangerschaft
Fahrtücht.Unerw.WirkungenÜberdos.Eigensch.Pharm.kinetikPräklin.Sonstige H.Swissmedic-Nr.
PackungenReg.InhaberStand d. Info. 

Dosierung/Anwendung

Allgemeines
Für die Auswahl ALK-positiver NSCLC-Patienten ist ein validierter ALK-Test erforderlich. Der ALK-positive NSCLC-Status sollte vor der Einleitung einer Erstlinientherapie mit Alecensa nachgewiesen sein.
Übliche Dosierung
Die empfohlene Dosis von Alecensa beträgt 600 mg (vier Kapseln zu je 150 mg) in oraler Verabreichung zweimal täglich (tägliche Gesamtdosis 1200 mg) (siehe "Pharmakokinetik" ).
Therapiedauer
Adjuvante Behandlung von reseziertem NSCLC
Es wird empfohlen, dass Patienten mit Alecensa behandelt werden, bis die Krankheit erneut auftritt, es zu unkontrollierbarer Toxizität kommt, oder für eine Dauer von 2 Jahren.
Behandlung von lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem NSCLC
Es wird empfohlen, dass Patienten so lange mit Alecensa behandelt werden, bis es zu einer Krankheitsprogression oder einer unkontrollierbaren Toxizität kommt.
Dosisanpassung aufgrund unerwünschter Wirkungen/Interaktionen
Das Management von unerwünschten Arzneimittelwirkungen kann es erfordern, die Behandlung mit Alecensa zeitweilig zu unterbrechen, die Dosis zu reduzieren, oder die Behandlung ganz abzubrechen. Die Dosis von Alecensa sollte je nach Verträglichkeit in Schritten von je 150 mg zweimal täglich reduziert werden. Die Behandlung mit Alecensa sollte dauerhaft eingestellt werden, wenn Patienten die Dosis von 300 mg zweimal täglich nicht tolerieren.
In folgender Tabelle 1 sind allgemeine Empfehlungen zur Dosisanpassung von Alecensa aufgeführt.
Tabelle 1: Schema zur Dosisreduktion

                           Dosisniveau
Dosis                  600 mg zweimal täglich
Erste Dosisreduktion   450 mg zweimal täglich
Zweite Dosisreduktion  300 mg zweimal täglich

Empfehlungen zur Dosisanpassung bei spezifischen unerwünschten Arzneimittelwirkungen
Tabelle 2: Empfehlungen zur Dosisanpassung bei spezifischen unerwünschten Arzneimittelwirkungen (siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" und "Unerwünschte Wirkungen" )

            Grad                   Behandlung mit Alecensa
Interstitielle         Sofortige Unterbrechung und dauerhaftes Absetzen, falls keine anderen
Lungenerkrankung       potenziellen Ursachen für eine ILD/Pneumonitis identifiziert werden konnten
(ILD)/Pneumonitis      
(alle Grade)           
ALT- oder AST-Erhöhun  Zeitweilige Unterbrechung bis zu einer Erholung auf die Ausgangswerte oder
g > 5-fach ONW mit     ≤ 3-fach ONW, dann Wiederaufnahme mit reduzierter Dosis (siehe Tabelle 1)
Gesamtbilirubin ≤      
2-fach ONW             
ALT- oder AST-Erhöhun  Dauerhaftes Absetzen von Alecensa
g > 3-fach ONW mit     
Erhöhung des Gesamtbi  
lirubins > 2-fach      
ONW bei Abwesenheit    
von Cholestase oder    
Hämolyse               
Bradykardiea Grad 2    Zeitweilige Unterbrechung bis zu einer Erholung auf eine Bradykardie ≤ Grad
oder Grad 3 (symptoma  1 (asymptomatisch) oder auf eine Herzfrequenz ≥60/min. Bewertung der
tisch, kann schwer     Begleitmedikation mit bekannter Bradykardie verursachender Wirkung sowie
und medizinisch        der antihypertensiven Medikation. Falls eine mitverursachende
signifikant sein,      Begleitmedikation identifiziert und abgesetzt oder in der Dosis angepasst
medizinische Interven  wird, Wiederaufnahme der Behandlung mit der vorherigen Dosis nach Erholung
tion indiziert)        auf eine Bradykardie ≤ Grad 1 (asymptomatisch) oder auf eine Herzfrequenz
                       ≥60/min. Falls keine mitverursachende Begleitmedikation identifiziert oder
                       eine solche nicht abgesetzt oder in der Dosis angepasst wird,
                       Wiederaufnahme der Behandlung mit reduzierter Dosis (siehe Tabelle 1) nach
                       Erholung auf eine Bradykardie ≤ Grad 1 (asymptomatisch) oder auf eine
                       Herzfrequenz ≥60/min.
Bradykardiea Grad 4    Dauerhaftes Absetzen, falls keine mitverursachende Begleitmedikation
(lebensbedrohliche     identifiziert wird. Falls eine mitverursachende Begleitmedikation
Konsequenzen,          identifiziert und abgesetzt oder in der Dosis angepasst wird,
dringende Interventio  Wiederaufnahme der Behandlung mit reduzierter Dosis (siehe Tabelle 1) nach
n indiziert)           Erholung auf eine Bradykardie ≤ Grad 1 (asymptomatisch) oder auf eine
                       Herzfrequenz ≥60/min unter häufiger Überwachung wie klinisch indiziert. Bei
                       Wiederauftreten dauerhaft absetzen.
CPK-Erhöhung >         Zeitweilige Unterbrechung bis zu einer Erholung auf den Ausgangswert oder
5-fach ONW             auf ≤ 2,5-fach ONW, dann Wiederaufnahme mit der vorgängigen Dosis
CPK-Erhöhung >         Zeitweilige Unterbrechung bis zu einer Erholung auf den Ausgangswert oder
10-fach ONW oder       auf ≤ 2,5-fach ONW, dann Wiederaufnahme mit reduzierter Dosis (siehe
zweitmaliges Auftrete  Tabelle 1)
n einer CPK-Erhöhung   
> 5-fach ONW           
Niereninsuffizienz     Zeitweilige Unterbrechung bis zur Erholung des Serumkreatinins auf Werte
Grad 3                 unterhalb oder in Höhe des 1,5-fachen des oberen Normwerts, dann
                       Wiederaufnahme der Behandlung mit reduzierter Dosis
Niereninsuffizienz     Dauerhaftes Absetzen von Alecensa
Grad 4                 
Verdacht auf oder      Vorübergehend absetzen, bis sich die Werte erholt haben, danach die
bestätigte hämolytisc  Behandlung entweder mit reduzierter Dosis wieder aufnehmen (siehe Tabelle
he Anämie mit          1) oder dauerhaft absetzen.
Hämoglobin < 10 g/dl   
(Grad ≥2)              
Schwere Hypertriglyze  Zeitweilige Unterbrechung bis zu einer Erholung zumindest auf eine
ridämie (Bluttriglyze  mittelschwere Hypertriglyzeridämie (d.h. Bluttriglyzeride sind ≤500 mg/dl
ride 501 bis 1000      bzw. ≤5,7 mmol/l). Risikofaktoren für eine Pankreatitis abklären und
mg/dl bzw. 5,71 bis    behandelbare Risikofaktoren vor Beginn der Wiederaufnahme der Behandlung
11,4 mmol/l)           mit Alecensa korrigieren. Bei Auftreten einer akuten Pankreatitis die
Lebensbedrohliche      Behandlung mit Alecensa bis zur vollständigen Erholung vorübergehend
Hypertriglyzeridämie   unterbrechen, dann Wiederaufnahme der Behandlung. Die Wiederaufnahme der
(Bluttriglyzeride      Behandlung erfordert, insbesondere nach einer lebensbedrohlichen
über 1000 mg/dl bzw.   Hypertriglyzeridämie oder einer akuten Pankreatitis als Folge einer
über 11,4 mmol/l)      Hypertriglyzeridämie, eine individuelle Nutzen-Risiko Abwägung, inklusive
ODER Akute Pankreatit  Dosisauswahl, d.h. Weiterführung der vorgängigen oder reduzierte Dosis
is als Folge einer     gemäss Tabelle 1 (siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ). Die
Hypertriglyzeridämie   Triglyzeridwerte sind nach Wiederaufnahme der Behandlung regelmässig zu
                       überprüfen.

ALT = Alanin-Transaminase; AST = Aspartat-Transaminase; ONW = oberer Normwert
a Herzfrequenz unter 60 Schläge pro Minute
Spezielle Dosierungsanweisungen
Patienten mit Leberfunktionsstörungen
Bei Patienten mit leichter oder mittelgradiger Einschränkung der Leberfunktion ist keine Dosisanpassung notwendig. Patienten mit schwerer Einschränkung der Leberfunktion sollten eine Dosis von 450 mg in oraler Verabreichung zweimal täglich (tägliche Gesamtdosis 900 mg) erhalten (siehe "Pharmakokinetik: Kinetik spezieller Patientengruppen" ).
Patienten mit Nierenfunktionsstörungen
Bei Patienten mit leichter bis mässiger Einschränkung der Nierenfunktion ist keine Anpassung der Dosis notwendig. Alecensa wurde bei Patienten mit schwer eingeschränkter Nierenfunktion nicht untersucht. Da die Elimination von Alectinib über die Nieren jedoch vernachlässigbar ist, ist eine Dosisanpassung bei Patienten mit schwer eingeschränkter Nierenfunktion nicht notwendig (siehe "Pharmakokinetik: Kinetik spezieller Patientengruppen" ).
Ältere Patienten
Eine Dosisanpassung von Alecensa ist bei Patienten im Alter von ≥65 Jahren nicht nötig.
Kinder und Jugendliche
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Alecensa wurde bei Kindern und Jugendlichen (< 18 Jahren) nicht untersucht.
Verspätete Dosisgabe
Falls eine geplante Dosis von Alecensa ausgelassen wird, können Patienten diese Dosis direkt nachholen, ausser die nächste planmässige Dosis ist weniger als 6 Stunden entfernt. Falls es nach Einnahme einer Dosis Alecensa zu Erbrechen kommt, sollten Patienten die nächste Dosis zu der ursprünglich geplanten Zeit einnehmen.
Art der Anwendung
Alecensa Hartkapseln dürfen weder geöffnet noch aufgelöst werden und sollten zusammen mit einer Mahlzeit eingenommen sowie ganz geschluckt werden.

2026 ©ywesee GmbH
Hilfe | Anmeldung | Kontakt | Home