Überempfindlichkeit gegen Chlormethin oder einen der in Abschnitt "Zusammensetzung, Hilfsstoffe" genannten sonstigen Bestandteile. Warnhinweise und VorsichtsmassnahmenExposition von Schleimhaut oder Augen
Der Kontakt mit den Schleimhäuten, insbesondere der Augen, ist zu vermeiden. Eine Exposition der Schleimhäute wie der Mund- oder Nasenschleimhaut verursacht Schmerzen, Rötungen und
Geschwüre, die schwer ausfallen können. Ein direkter Augenkontakt mit Chlormethin verursacht
Schmerzen, Brennen, Entzündungen, Photophobie und Sehstörungen. Es können Erblindung und
schwere irreversible Augenschäden des vorderen Augenabschnitts auftreten.
Patienten sind darauf hinzuweisen, dass falls eine Exposition der Schleimhaut auftritt,
• sofort mindestens 15 Minuten lang mit reichlich Wasser gespült werden muss (bei einer
Exposition der Augen kann auch Natriumchloridlösung zur Injektion 9mg/ml (0,9%) oder eine
Balanced Salt Solution zur Spülung der Augen verwendet werden), und
• es sollte unverzüglich ein Arzt/eine Ärztin aufgesucht werden (bei Exposition der Augen sollte auch der Augenarzt/die Aufenärztin konsultiert werden).
Lokale Hautreaktionen
Während der Behandlung sollten Patienten auf Hautreaktionen wie Dermatitis (z. B. Rötungen,
Schwellungen, Entzündung), Pruritus, Blasenbildung, Geschwüre und Hautinfektionen untersucht
werden. Für Gesicht, Genitalien, Anus und intertriginöse Hautbereiche besteht ein erhöhtes Risiko für Hautreaktionen auf topisches Chlormethin.
Information zur Anpassung der Dosis bei Hautreaktionen, siehe Abschnitt Dosierung/Anwendung.
Überempfindlichkeit
Über Überempfindlichkeitsreaktionen, einschliesslich isolierter Fälle von Anaphylaxie, nach Anwendung von topischen Formulierungen von Chlormethin ist in der Literatur berichtet worden (s. Abschnitte Kontraindikationen und unerwünschte Wirkungen).
Hautkrebs
Hauttherapien bei MF-CTCL werden mit sekundären Krebserkrankungen der Haut assoziiert, obwohl eine spezifische Beteiligung von Chlormethin nicht nachgewiesen wurde. Die Patienten sollten während und nach der Behandlung mit Chlormethin auf eine Entwicklung von Krebserkrankungen der Haut überwacht werden.
Sekundäre Exposition gegenüber LEDAGA
Personen, die nicht Patienten sind, sollten den direkten Hautkontakt mit LEDAGA vermeiden. Risiken einer sekundären Exposition können Hautreaktionen, Schleimhautschäden und Hautkrebs beinhalten.
Die empfohlenen Anwendungshinweise sind zu befolgen, um eine sekundäre Exposition zu vermeiden (siehe Abschnitt Dosierung/Anwendung).
Sonstige Bestandteile
Das Arzneimittel enthält Propylenglycol und Butylhydroxytoluol, die Hautreizungen (z. B.
|