Unerwünschte WirkungenZusammenfassung des Sicherheitsprofils
Enhertu als Monotherapie
Die gepoolte Sicherheitspopulation wurde für Patienten mit verschiedenen Tumorarten in klinischen Studien ausgewertet, die mindestens eine Dosis Enhertu 5.4 mg/kg und höher (n = 5306) erhalten haben. Die mediane Behandlungsdauer in diesem Pool betrug 8.5 Monate (Bereich: 0.1 bis 76.0 Monate).
-Die häufigsten Nebenwirkungen waren Übelkeit (69.1%), Erschöpfung (56.0%), Neutropenie (39.1%), Anämie (36.2%), Erbrechen (35.1%), Obstipation (32.0%), verminderter Appetit (31.0%), Alopezie (30.9%), Diarrhoe (29.5%), Transaminasen erhöht (27.6%), Muskel-Skelett-Schmerzen (25.4%), Leukopenie (25.2%) und Thrombozytopenie (25.0%).
-Die häufigsten schwerwiegenden Nebenwirkungen waren ILD/Pneumonitis (3.4%), Pneumonie (1.9%), Anämie (1.5%), Erbrechen (1.3%), Thrombozytopenie (1.1%), Übelkeit (1.1%), Erschöpfung (0.9%) und verminderter Appetit (0.7%).
-Die häufigsten Nebenwirkungen mit Schweregrad 3 oder 4 gemäss den Allgemeinen Terminologiekriterien von unerwünschten Ereignissen des National Cancer Institute Version 5.0 (NCI-CTCAE v.5.0) waren Neutropenie (20.9%), Anämie (11.3%), Erschöpfung (7.8%), Leukopenie (7.8%), Thrombozytopenie (6.6%), Lymphopenie (5.1%), Übelkeit (4.8%), Hypokaliämie (3.7%), Transaminasen erhöht (3.4%), verminderter Appetit (2.2%), Erbrechen (2.1%), Diarrhoe (2.1%), Pneumonie (1.6%), febrile Neutropenie (1.1%), Ejektionsfraktion erniedrigt (0.9%), Abdominalschmerz (0.9%), ILD/Pneumonitis (0.8%), Muskel-Skelett-Schmerzen (0.8%), Gewichtsabnahme (0.8%) und Bilirubin im Blut erhöht (0.7%). Nebenwirkungen vom Grad 5 traten bei 1.2% der Patienten auf, darunter auch ILD (1.0%).
-Dosisunterbrechungen aufgrund von Nebenwirkungen traten bei 34.9% der mit Enhertu behandelten Patienten auf. Die häufigsten Nebenwirkungen im Zusammenhang mit Dosisunterbrechungen waren Neutropenie (13.2%), Anämie (4.9%), Erschöpfung (4.6%), Leukopenie (3.7%), Infektion der oberen Atemwege (3.5%), ILD (3.0%), Thrombozytopenie (3.0%) und Pneumonie (2.4%).
-Dosisreduktionen wurden bei 22.7% der mit Enhertu behandelten Patienten vorgenommen. Die häufigsten Nebenwirkungen im Zusammenhang mit Dosisreduktionen waren Erschöpfung (6.2%), Übelkeit (5.1%), Neutropenie (4.0%), Thrombozytopenie (2.6%) und verminderter Appetit (1.7%).
-Zum Abbruch der Therapie aufgrund einer Nebenwirkung kam es bei 11.2% der mit Enhertu behandelten Patienten. Die häufigsten Nebenwirkungen im Zusammenhang mit dem dauerhaften Absetzen der Therapie waren ILD/Pneumonitis (8.3%).
Enhertu in Kombination mit Pertuzumab
Die gepoolte Sicherheitspopulation wurde für 431 Patienten mit inoperablem oder metastasiertem Brustkrebs in den klinischen Studien DESTINY-Breast07 (n = 50) und DESTINY-Breast09 (n = 381) ausgewertet, die mindestens eine Dosis Enhertu 5.4 mg/kg in Kombination mit Pertuzumab erhielten. Die mediane Behandlungsdauer betrug 21.95 Monate (Bereich: 0.3 bis 44.5).
-Die häufigsten Nebenwirkungen waren Übelkeit (74.2%), Diarrhoe (64.0%), Erschöpfung (53.4%), Neutropenie (49.0%), Alopezie (47.8%), Erbrechen (45.7%), Anämie (40.4%), Transaminasen erhöht (38.7%), Infektion der oberen Atemwege (32.0%), Obstipation (31.3%), verminderter Appetit (31.3%), Leukopenie (29.7%), Gewichtsabnahme (28.1%), Hypokaliämie (26.7%), Thrombozytopenie (25.8%), Ejektionsfraktion erniedrigt (25.3%) Muskel-Skelett-Schmerzen (23.0%), Abdominalschmerz (22.3%).
-Die häufigsten schwerwiegenden Nebenwirkungen waren ILD/Pneumonitis (2.3%), Diarrhoe (2.1%), Hypokaliämie (1.9%), febrile Neutropenie (1.6%), Erbrechen (1.2%), Infektion der oberen Atemwege (1.2%), Neutropenie (0.9%) und Thrombozytopenie (0.9%).
-Die häufigsten Nebenwirkungen mit Schweregrad 3 oder 4 gemäss den Allgemeinen Terminologiekriterien von unerwünschten Ereignissen des NCI-CTCAE v.5.0 waren Neutropenie (24.8%), Hypokaliämie (13.2%), Anämie (10.7%), Diarrhoe (7.4%), Erschöpfung (7.2%), Thrombozytopenie (7.0%), Transaminasen erhöht (5.3%), Leukopenie (5.1%), Übelkeit (4.9%), Lymphopenie (3.9%), Ejektionsfraktion erniedrigt (3.2%), Gewichtsabnahme (2.8%), febrile Neutropenie (2.3%), verminderter Appetit (2.1%), Erbrechen (2.1%), Infektion der oberen Atemwege (1.6%) und Stomatitis (1.2%). Nebenwirkungen mit Schweregrad 5 traten bei 0.9% der Patienten auf, darunter ILD/Pneumonitis (0.5%), febrile Neutropenie (0.2%) und Dyspnoe (0.2%).
-Dosisunterbrechungen aufgrund von Nebenwirkungen erfolgten bei 53.4% der Patienten, die mit Enhertu 5.4 mg/kg in Kombination mit Pertuzumab behandelt wurden. Die häufigsten Nebenwirkungen (> 2%) im Zusammenhang mit Dosisunterbrechungen waren Neutropenie (15.5%), Infektion der oberen Atemwege (12.3%), Anämie (7.2%), Erschöpfung (7.2%), ILD (6.5%), Hypokaliämie (6.3%), Diarrhoe (5.8%), Thrombozytopenie (5.3%), Leukopenie (3.9%), Transaminasen erhöht (3.7%), Husten (2.6%), Bilirubin im Blut erhöht (2.3%), verminderter Appetit (2.1%), Pyrexie (2.1%) und Erbrechen (2.1%).
-Dosisreduktionen wurden bei 38.3% der mit Enhertu 5.4 mg/kg in Kombination mit Pertuzumab behandelten Patienten vorgenommen. Die häufigsten Nebenwirkungen (> 2%) im Zusammenhang mit Dosisreduktionen waren Erschöpfung (11.6%), Neutropenie (7.4%), Übelkeit (6.5%), Diarrhoe (6.0%), ILD (3.2%), Thrombozytopenie (3.2%), Erbrechen (3.0%), Transaminasen erhöht (2.8%), Gewichtsabnahme (2.3%) und febrile Neutropenie (2.1%).
-Zum Abbruch der Therapie aufgrund einer Nebenwirkung kam es bei 15.3% der mit Enhertu 5.4 mg/kg in Kombination mit Pertuzumab behandelten Patienten. Die häufigste Nebenwirkung (> 2%) im Zusammenhang mit dem dauerhaften Absetzen der Therapie war ILD (6.0%).
Tabellarische Auflistung der Nebenwirkungen
Die Nebenwirkungen von Patienten, die in klinischen Studien mindestens eine Dosis Enhertu erhalten haben, sind in Tabelle 4 aufgeführt. Die Nebenwirkungen sind nach MedDRA-Systemorganklasse (SOC) und -Häufigkeitskategorien aufgelistet. Die Häufigkeitskategorien sind wie folgt definiert: sehr häufig (≥1/10); häufig (≥1/100; < 1/10); gelegentlich (≥1/1'000; < 1/100); selten (≥1/10'000; < 1/1'000); sehr selten (< 1/10'000); und nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar). Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe sind die Nebenwirkungen nach abnehmendem Schweregrad aufgeführt.
Tabelle 4: Nebenwirkungen bei Patienten mit verschiedenen Tumorarten, die mit Trastuzumab deruxtecan 5.4 mg/kg und höher behandelt wurden
Systemorganklasse/ "preferred Beliebiger Grad (%)* Grad 3 - 4 (%)*
term" oder "grouped term"
Infektionen und parasitäre
Erkrankungen
Infektion der oberen Atemwegea Sehr häufig 17.3 0.3
Pneumonie Häufig - -
Erkrankungen des Blutes und des
Lymphsystems
Neutropenieb Sehr häufig 39.1 20.9
Anämiec Sehr häufig 36.2 11.3
Leukopenied Sehr häufig 25.2 7.8
Thrombozytopeniee Sehr häufig 25.0 6.6
Lymphopenief Sehr häufig 11.0 5.1
Febrile Neutropenie Häufig - -
Stoffwechsel- und Ernährungsstörun
gen
Verminderter Appetit Sehr häufig 31.0 2.2
Hypokaliämieg Sehr häufig 11.5 3.7
Dehydrierung Häufig - -
Erkrankungen des Nervensystems
Kopfschmerzh Sehr häufig 15.0 0.3
Periphere Neuropathiei Häufig - -
Schwindelgefühl Häufig - -
Dysgeusie Häufig - -
Augenerkrankungen
Trockenes Auge Häufig - -
Verschwommenes Sehenj Häufig - -
Herzerkrankungen
Ejektionsfraktion erniedrigtk Sehr häufig 13.5 0.9
Erkrankungen der Atemwege, des
Brustraums und Mediastinums
Husten Sehr häufig 14.5 0.1
Interstitielle Lungenerkrankungl Sehr häufig 12.4 0.8
Dyspnoe Häufig - -
Epistaxis Häufig - -
Erkrankungen des Gastrointestinalt
rakts
Übelkeit Sehr häufig 69.1 4.8
Erbrechen Sehr häufig 35.1 2.1
Obstipation Sehr häufig 32.0 0.4
Diarrhoe Sehr häufig 29.5 2.1
Abdominalschmerzm Sehr häufig 17.6 0.9
Stomatitisn Sehr häufig 13.0 0.5
Dyspepsie Häufig - -
Abdominale Distension Häufig - -
Flatulenz Häufig - -
Gastritis Häufig - -
Leber- und Gallenerkrankungen
Transaminasen erhöhto Sehr häufig 27.7 3.4
Alkalische Phosphatase im Blut Häufig - -
erhöht
Bilirubin im Blut erhöhtp Häufig - -
Erkrankungen der Haut und des
Unterhautgewebes
Alopezie Sehr häufig 30.9 0.1
Ausschlagq Häufig - -
Juckreiz Häufig - -
Hyperpigmentierung der Hautr Häufig - -
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs-
und Knochenerkrankungen
Muskel-Skelett-Schmerzens Sehr häufig 25.4 0.8
Erkrankungen der Nieren und
Harnwege
Kreatinin im Blut erhöht Häufig - -
Allgemeine Erkrankungen und
Beschwerden am Verabreichungsort
Erschöpfungt Sehr häufig 56.0 7.8
Pyrexie Sehr häufig 13.5 0.3
Gewichtsabnahme Sehr häufig 13.4 0.8
Peripheres Ödem Häufig - -
Verletzung, Vergiftung und durch
Eingriffe bedingte Komplikationen
Strahlenbedingte Pneumonitisu Sehr häufig** 31.4 0
Infusionsbedingte Reaktionenv Gelegentlich - -
* Für die Kategorien "Häufig" und
"Gelegentlich" erfolgen keine
Prozentangaben. ** Strahlenbedingt
e Pneumonitis wurde bei der
Anwendung adjuvanter Strahlenthera
pie im Rahmen der postneoadjuvante
n Therapie bei Brustkrebs im
Frühstadium beobachtet (n = 757).
a Infektion der oberen Atemwege
(gruppierter Begriff) umfasst die
bevorzugten Begriffe (PTs)
Influenza, Influenza-ähnliche
Erkrankung, Infektion der oberen
Atemwege, Nasopharyngitis,
Pharyngitis, Sinusitis, Rhinitis,
Laryngitis. b Neutropenie
(gruppierter Begriff) umfasst die
PTs Neutrophilenzahl erniedrigt,
Neutropenie. c Anämie
(gruppierter Begriff) umfasst die
PTs Hämoglobin erniedrigt,
Erythrozytenzahl erniedrigt,
Anämie, Hämatokrit erniedrigt. d
Leukopenie (gruppierter Begriff)
umfasst die PTs Leukozytenzahl
erniedrigt, Leukopenie. e
Thrombozytopenie (gruppierter
Begriff) umfasst die PTs
Thrombozytenzahl erniedrigt,
Thrombozytopenie. f Lymphopenie
(gruppierter Begriff) umfasst die
PTs Lymphozytenzahl erniedrigt,
Lymphopenie. g Hypokaliämie
(gruppierter Begriff) umfasst die
PTs Hypokaliämie, Kalium im Blut
vermindert. h Kopfschmerz
(gruppierter Begriff) umfasst die
PTs Migräne, Kopfschmerz,
Sinus-Kopfschmerz. i Periphere
Neuropathie (gruppierter Begriff)
umfasst die PTs periphere
Neuropathie, periphere
sensorische Neuropathie,
Parästhesie. j Verschwommenes
Sehen (gruppierter Begriff)
umfasst die PTs verschwommenes
Sehen, visuelle Beeinträchtigung.
k Ejektionsfraktion erniedrigt
(gruppierter Begriff) umfasst
Laborparameter zur Abnahme der
LVEF und die PTs Herzinsuffizienz,
akute Herzinsuffizienz,
chronische Herzinsuffizienz,
kongestive Herzinsuffizienz,
Ejektionsfraktion erniedrigt,
linksventrikuläre Dysfunktion. l
Interstitielle Lungenerkrankung
(gruppierter Begriff) umfasst die
PTs akutes Atemversagen,
Alveolitis, atypische Pneumonie,
Bronchiektasie, Bronchitis,
chronische Bronchitis,
COVID-19-Lungenentzündung,
Hypersensitivitätspneumonie,
idiopathische interstitielle
Pneumonie, interstitielle
Lungenerkrankung, Infektion der
unteren Atemwege, Lungenerkrankung
, Lungeninfiltration,
Lungenverschattung, Lymphangitis,
organisierende Pneumonie,
Pneumonie durch Pneumocystis
jirovecii, Pneumonie, bakterielle
Pneumonie, Pilzpneumonie,
Pneumonitis, Lungenfibrose,
pulmonale Masse, Lungentoxizität,
Strahlenfibrose der Lunge,
Strahlenpneumonitis, Atemversagen.
Diese Ereignisse wurden der
medikamenteninduzierten ILD in
Bezug auf T-DXd zugeordnet. In
einigen Studien fand keine
Zuordnung statt; diese Studien
wurden in Bezug auf den
gruppierten Begriff "ILD"
ausgeschlossen. Die Anzahl der
Patienten im Pool "Alle
Tumorarten" mit T-DXd >=5.4 mg/kg
betrug für den gruppierten
Begriff ILD 3713. m Abdominalschme
rz (gruppierter Begriff) umfasst
die PTs abdominale Beschwerden,
Abdominalschmerz, Unterbauchschmer
zen, Oberbauchschmerzen,
Schmerzen im Gastrointestinaltrakt
. n Stomatitis (gruppierter
Begriff) umfasst die PTs
Stomatitis, Aphthen, Mundulzera,
Erosion der Mundschleimhaut,
Entzündung der Mundschleimhaut. o
Transaminasen erhöht (gruppierter
Begriff) umfasst die PTs
Transaminasen erhöht,
Aspartat-Aminotransferase erhöht,
Alanin-Aminotransferase erhöht,
Gamma-Glutamyltransferase erhöht,
Anomalien beim Leberfunktionstest,
Anomalien der Leberfunktion,
Hypertransaminasämie,
Leberfunktionstest erhöht. p
Bilirubin im Blut erhöht
(gruppierter Begriff) umfasst die
PTs Bilirubin im Blut erhöht,
Hyperbilirubinämie, konjugiertes
Bilirubin erhöht, unkonjugiertes
Bilirubin im Blut erhöht. q
Ausschlag (gruppierter Begriff)
umfasst die PTs Ausschlag,
pustulöser Ausschlag,
makulo-papulöser Ausschlag,
papulöser Ausschlag, makulöser
Ausschlag, juckender Ausschlag. r
Hyperpigmentierung der Haut
(gruppierter Begriff) umfasst die
PTs Hyperpigmentierung der Haut,
Hautverfärbung, Pigmentierungsstör
ung. s Muskel-Skelett-Schmerzen
(gruppierter Begriff) umfasst die
PTs Arthralgie, Rückenschmerzen,
Myalgie, Schmerzen in den
Extremitäten, Muskel-Skelett-Schme
rzen, Muskelspasmen, Knochenschmer
zen, Nackenschmerzen,
muskuloskelettale Brustschmerzen,
Gliederschmerzen. t Erschöpfung
(gruppierter Begriff) umfasst die
PTs Erschöpfung, Asthenie,
Unwohlsein, Lethargie. u Im
Rahmen einer postneoadjuvanten
Therapie bei Brustkrebs im
Frühstadium mit T-DXd 5.4 mg/kg
und adjuvanter Strahlentherapie
umfasst strahlenbedingte
Pneumonitis (gruppierter Begriff)
die PTs Strahlenschädigung der
Lunge, Strahlenfibrose der Lunge,
strahlenbedingte Pneumonitis. v
Infusionsbedingte Reaktion
(gruppierter Begriff) umfasst die
PTs Überempfindlichkeit,
infusionsbedingte Reaktion.
Tabelle 5: Nebenwirkungen bei Patienten, die mit Trastuzumab deruxtecan in Kombination mit Pertuzumab behandelt wurden
Systemorganklasse/ "Preferred Beliebiger Grad (%)* Grad 3-4 %*
Term" oder "Grouped Term"
Infektionen und parasitäre
Erkrankungen
Infektion der oberen Atemwegea Sehr häufig 32.0 1.6
Erkrankungen des Blutes und des
Lymphsystems
Neutropenieb Sehr häufig 49.0 24.8
Anämiec Sehr häufig 40.4 10.7
Leukopenied Sehr häufig 29.7 5.1
Thrombozytopeniee Sehr häufig 25.8 7.0
Lymphopenief Sehr häufig 12.8 3.9
Febrile Neutropenie Häufig - -
Stoffwechsel- und Ernährungsstörun
gen
Verminderter Appetit Sehr häufig 31.3 2.1
Hypokaliämieg Sehr häufig 26.7 13.2
Dehydrierung Häufig - -
Erkrankungen des Nervensystems
Kopfschmerzenh Sehr häufig 19.0 0.2
Periphere Neuropathiei Sehr häufig 14.8 0
Schwindelgefühl Sehr häufig 12.5 0.2
Dysgeusie Sehr häufig 11.8 0
Augenerkrankungen
Trockenes Auge Sehr häufig 10.4 0
Verschwommenes Sehenj Häufig - -
Herzerkrankungen
Ejektionsfraktion erniedrigtk Sehr häufig 25.3 3.2
Erkrankungen der Atemwege, des
Brustraums und Mediastinums
Husten Sehr häufig 16.0 0.2
Interstitielle Lungenerkrankungl Sehr häufig 12.3 0.2
Dyspnoe Häufig - -
Epistaxis Häufig - -
Erkrankungen des Gastrointestinalt
rakts
Übelkeit Sehr häufig 74.2 4.9
Diarrhoe Sehr häufig 64.0 7.4
Erbrechen Sehr häufig 45.7 2.1
Obstipation Sehr häufig 31.3 0.2
Abdominalschmerzm Sehr häufig 22.3 0.2
Stomatitisn Sehr häufig 17.4 1.2
Dyspepsie Sehr häufig 11.8 0
Abdominale Distension Häufig - -
Flatulenz Häufig - -
Gastritis Häufig - -
Leber- und Gallenerkrankungen
Transaminasen erhöhto Sehr häufig 38.7 5.3
Alkalische Phosphatase im Blut Sehr häufig 11.1 0.2
erhöht
Bilirubin im Blut erhöhtp Häufig - -
Erkrankungen der Haut und des
Unterhautgewebes
Alopezie Sehr häufig 47.8 0
Ausschlagq Sehr häufig 16.5 0.5
Juckreiz Sehr häufig 10.7 0.2
Hyperpigmentierung der Hautr Häufig - -
Trockene Haut Häufig - -
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs-
und Knochenerkrankungen
Muskel-Skelett-Schmerzens Sehr häufig 23.0 0.9
Erkrankungen der Nieren und
Harnwege
Kreatinin im Blut erhöht Häufig - -
Allgemeine Erkrankungen und
Beschwerden am Verabreichungsort
Erschöpfungt Sehr häufig 53.4 7.2
Gewichtsabnahme Sehr häufig 28.1 2.8
Pyrexie Sehr häufig 15.1 0
Entzündung der Mundschleimhaut Häufig - -
Verletzung, Vergiftung und durch
Eingriffe bedingte Komplikationen
Infusionsbedingte Reaktionenu Häufig - -
* Für die Kategorie "Häufig" erfolgen keine Prozentangaben
a Infektion der oberen Atemwege (gruppierter Begriff) umfasst die bevorzugten Begriffe (PTs) Influenza, Influenza-ähnliche Erkrankung, Infektion der oberen Atemwege, Nasopharyngitis, Pharyngitis, Sinusitis, Rhinitis, Laryngitis.
b Neutropenie (gruppierter Begriff) umfasst die PTs Neutrophilenzahl erniedrigt, Neutropenie.
c Anämie (gruppierter Begriff) umfasst die PTs Hämoglobin erniedrigt, Erythrozytenzahl erniedrigt, Anämie, Hämatokrit erniedrigt.
d Leukopenie (gruppierter Begriff) umfasst die PTs Leukozytenzahl erniedrigt, Leukopenie.
e Thrombozytopenie (gruppierter Begriff) umfasst die PTs Thrombozytenzahl erniedrigt, Thrombozytopenie.
f Lymphopenie (gruppierter Begriff) umfasst die PTs Lymphozytenzahl erniedrigt, Lymphopenie.
g Hypokaliämie (gruppierter Begriff) umfasst die PTs Hypokaliämie, Kalium im Blut vermindert.
h Kopfschmerzen (gruppierter Begriff) umfasst die PTs Migräne, Kopfschmerzen.
i Periphere Neuropathie (gruppierter Begriff) umfasst die PTs periphere Neuropathie, periphere sensorische Neuropathie, Parästhesie.
j Verschwommenes Sehen (gruppierter Begriff) umfasst die PTs verschwommenes Sehen, visuelle Beeinträchtigung.
k Ejektionsfraktion erniedrigt (gruppierter Begriff) umfasst Laborparameter Abnahme der LVEF und die PTs Herzinsuffizienz, akute Herzinsuffizienz, Ejektionsfraktion erniedrigt, linksventrikuläre Dysfunktion.
l Interstitielle Lungenerkrankung (gruppierter Begriff) umfasst die PTs chronisch-obstruktive Lungenerkrankung, interstitielle Lungenerkrankung, organisierende Pneumonie, Pneumonie, Pneumonitis. Diese Ereignisse wurden der medikamenteninduzierten ILD in Bezug auf T-DXd zugeordnet.
m Abdominalschmerz (gruppierter Begriff) umfasst die PTs abdominale Beschwerden, Abdominalschmerz, Unterbauchschmerzen, Oberbauchschmerzen, Schmerzen im Gastrointestinaltrakt.
n Stomatitis (gruppierter Begriff) umfasst die PTs Stomatitis, Aphthen, Mundulzera, Erosion der Mundschleimhaut.
o Transaminasen erhöht (gruppierter Begriff) umfasst die PTs Transaminasen erhöht, Aspartat-Aminotransferase erhöht, Alanin-Aminotransferase erhöht, Gamma-Glutamyltransferase erhöht, Anomalien der Leberfunktion, Hypertransaminasämie, Leberfunktionstest erhöht.
p Bilirubin im Blut erhöht (gruppierter Begriff) umfasst die PTs Bilirubin im Blut erhöht, Hyperbilirubinämie, konjugiertes Bilirubin erhöht, unkonjugiertes Bilirubin im Blut erhöht.
q Ausschlag (gruppierter Begriff) umfasst die PTs Ausschlag, pustulöser Ausschlag, makulo-papulöser Ausschlag, papulöser Ausschlag, makulöser Ausschlag, juckender Ausschlag.
r Hyperpigmentierung der Haut (gruppierter Begriff) umfasst die PTs Hyperpigmentierung der Haut, Hautverfärbung, Pigmentierungsstörung.
s Muskel-Skelett-Schmerzen (gruppierter Begriff) umfasst die PTs Rückenschmerzen, Myalgie, Schmerzen in den Extremitäten, Muskel-Skelett-Schmerzen, Muskelspasmen, Knochenschmerzen, Nackenschmerzen, muskuloskelettale Brustschmerzen.
t Erschöpfung (gruppierter Begriff) umfasst die PTs Erschöpfung, Asthenie, Unwohlsein, Lethargie.
u Infusionsbedingte Reaktion (gruppierter Begriff) umfasst den PT infusionsbedingte Reaktion.
Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen
Interstitielle Lungenerkrankung/Pneumonitis
Enhertu als Monotherapie
In klinischen Studien zu verschiedenen Tumorarten (n = 4802) trat ILD bei 12.4% der Patienten auf, die mit Enhertu 5.4 mg/kg und höher behandelt wurden. Die mediane Zeit bis zum ersten Auftreten betrug 4.2 Monate (Bereich -0.5 bis 40.2). Die meisten ILD-Fälle waren vom Grad 1 (2.9%) und Grad 2 (7.7%). Von Grad 3 waren 0.8% der Fälle. Ein Fall vom Grad 4 und 46 Ereignisse vom Grad 5 traten auf (1.0%).
In klinischen Studien mit Patienten, die bei verschiedenen Tumorarten mit Enhertu 5.4 mg/kg und höher behandelt wurden, war die Inzidenz von ILD bei Patienten mit mässiger Nierenfunktionsstörung (18.6%) höher als bei Patienten mit normaler Nierenfunktion (11.3%).
Strahlenbedingte Pneumonitis und Hautschädigung nach neoadjuvanter Therapie von Brustkrebs im Frühstadium
Patienten, die eine adjuvante Strahlentherapie erhielten, unterzogen sich zusätzlich regelmässig in vorgegebenen Abständen CT-Untersuchungen der Brust (siehe Rubrik "Klinische Wirksamkeit, DESTINY-Breast05" ). Unter den Patienten, die in der Studie DESTINY-Breast05 eine sequenzielle oder begleitende adjuvante Strahlentherapie (ART) erhielten, trat bei 31.4% der mit Enhertu 5.4 mg/kg behandelten Patienten (n = 757) eine Strahlenpneumonitis auf. Bei den Patienten, die Enhertu und eine adjuvante Strahlentherapie erhielten, waren alle Fälle vom Grad 1 (26.6%) oder Grad 2 (4.9%).
Die Inzidenz von strahlenbedingter Pneumonitis unter Anwendung von Enhertu 5.4 mg/kg war höher bei Patienten, welche eine sequenzielle ART erhielten im Vergleich zu begleitender ART (34% vs. 29%). Die mediane Zeit bis zum ersten Auftreten betrug 4.1 Monate (Bereich: 1.3 – 11.6 Monate).
Unter den Patienten, die eine adjuvante Strahlentherapie und Enhertu erhielten, trat bei 20.1% eine strahlenbedingte Hautschädigung auf, die bei 1.6% vom Grad 3 und keinem der Patienten vom Grad 4 war.
Enhertu in Kombination mit Pertuzumab
ILD trat bei 12.3% der Patienten auf, die mit Enhertu 5.4 mg/kg in Kombination mit Pertuzumab behandelt wurden (n = 431). Die mediane Zeit bis zum ersten Auftreten betrug 8.0 Monate (Bereich: 0.6 bis 33.8). Es traten ILD-Fälle vom Grad 1 (3.9%), Grad 2 (7.7%) und Grad 3 (0.2%) auf. Fälle vom Grad 4 traten nicht auf. Fälle vom Grad 5 traten bei 0.5% der Patienten auf.
Neutropenie
Enhertu als Monotherapie
In klinischen Studien (n = 5306) zu verschiedenen Tumorarten wurde bei 39.1% der Patienten, die mit Enhertu 5.4 mg/kg und höher behandelt wurden, über eine Abnahme der Neutrophilenzahl berichtet und 20.9% hatten Ereignisse des Grades 3 oder 4. Die mediane Zeit bis zum ersten Auftreten betrug 22 Tage (Bereich: 0 Tage bis 51.5 Monate), und die mediane Dauer des ersten Ereignisses betrug 15 Tage (Bereich: 1 Tag bis 30.9 Monate). Über febrile Neutropenie wurde bei 1.2% der Patienten berichtet, und 0.04% waren vom Grad 5 (siehe Rubrik "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ).
Enhertu in Kombination mit Pertuzumab
Neutropenie trat bei 49% der Patienten auf, die mit Enhertu 5.4 mg/kg in Kombination mit Pertuzumab behandelt wurden (n = 431). Die mediane Zeit bis zum ersten Auftreten betrug 42 Tage (Bereich: 1 Tag bis 36.8 Monate), und die mediane Dauer des ersten Ereignisses betrug 20 Tage (Bereich: 1 Tag bis 27.6 Monate). Es traten Neutropenie-Fälle vom Grad 1 (6.3%) und Grad 2 (17.9%) auf. Fälle vom Grad 3 traten bei 19.3% und Fälle vom Grad 4 bei 5.6% auf. Über febrile Neutropenie wurde bei 2.6% der Patienten berichtet und 0.2% waren vom Grad 5 (siehe Rubrik "Dosierung/Anwendung" ). Es traten zwei Grad 5-Ereignisse von Sepsis auf, eines davon in Zusammenhang mit Neutropenie.
Funktionsstörung des linken Ventrikels
Enhertu als Monotherapie
In den 5306 Patienten mit verschiedenen Tumorarten in klinischen Studien, die Enhertu 5.4 mg/kg und höher erhielten, wurde bei 234 Patienten (4.4%) über eine Abnahme der LVEF berichtet, wobei 19 (0.4%) Grad 1, 189 (3.6%) Grad 2, 25 (0.5%) Grad 3 und ein Fall Grad 4 waren. Die beobachtete Häufigkeit der LVEF-Abnahme auf Basis von Laborparametern (Echokardiogramm oder MUGA [Multigated Acquisition]-Scan) war 656/4734 (13.9%) für Grad 2 und 38/4734 (0.8%) für Grad 3. Die Behandlung mit Enhertu wurde bei Patienten mit einer LVEF von weniger als 50% vor Behandlungsbeginn nicht untersucht.
In Studie DESTINY-Breast06 wurde bei 9.0% aller mit Enhertu behandelten Patienten (n = 434) über eine LVEF-Abnahme berichtet, wobei 1 Patient (0.2%) Grad 1, 34 Patienten (7.8%) Grad 2 und 4 Patienten (0.9%) Grad 3 aufwiesen. Die beobachtete Häufigkeit der Abnahme der LVEF ermittelt durch Echokardiogramm oder MUGA betrug 63/396 (15.9%) für Grad 2 und 3/396 (0.8%) für Grad 3.
Enhertu in Kombination mit Pertuzumab
Von den Patienten, die mit Enhertu 5.4 mg/kg in Kombination mit Pertuzumab behandelt wurden (n = 431), wurde bei 46 Patienten (10.7%) über eine Abnahme der LVEF berichtet; hiervon waren 14 Fälle (0.9%) vom Grad 1, 33 (7.7%) vom Grad 2, 8 (1.9%) vom Grad 3 und 1 (0.2%) vom Grad 4.
Immunogenität
Wie bei allen therapeutischen Proteinen besteht ein Potenzial für Immunogenität. Die Antikörperbestimmung ist abhängig von der Testsensitivität und -spezifität. Die Rate der festgestellten Antikörperpositivität hängt von einer Reihe von Faktoren ab; daher kann ein Vergleich der Raten mit anderen Therapien irreführend sein. Bei den in klinischen Studien untersuchten Dosen 5.4 mg/kg und 6.4 mg/kg entwickelten 2.2% (70/3124) der auswertbaren Patienten nach der Behandlung mit Enhertu Antikörper gegen Trastuzumab deruxtecan. Die Inzidenz therapiebedingter neutralisierender Antikörper gegen Trastuzumab deruxtecan lag bei 0.1% (3/3124). Aufgrund der begrenzten Anzahl von Patienten, die positiv auf ADA getestet wurden, ist die Wirkung von ADA auf die Sicherheit und Wirksamkeit von Enhertu nicht bekannt.
Kinder und Jugendliche
Die Sicherheit wurde bei dieser Patientengruppe nicht untersucht.
Ältere Patienten
Enhertu als Monotherapie
Von den 5306 Patienten mit verschiedenen Tumorarten in klinischen Studien, die mit 5.4 mg/kg Enhertu und höher behandelt wurden, waren 26.5% 65 Jahre oder älter und 5.2% 75 Jahre oder älter. Die Inzidenz von Nebenwirkungen vom Grad 3 – 4 betrug bei Patienten ab 65 Jahren 51.3% und bei jüngeren Patienten 46.3%.
Enhertu in Kombination mit Pertuzumab
Von den mit Enhertu 5.4 mg/kg in Kombination mit Pertuzumab behandelten Patienten (n = 431) waren 17.4% 65 Jahre oder älter und 3.0% 75 Jahre oder älter. Die Inzidenz von Nebenwirkungen vom Grad 3 - 4 betrug bei Patienten ab 65 Jahren 52% und bei jüngeren Patienten 55.6%.
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grosser Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdacht einer neuen oder schwerwiegenden Nebenwirkung über das Online-Portal ElViS (Electronic Vigilance System) anzuzeigen. Informationen dazu finden Sie unter www.swissmedic.ch.
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