Unerwünschte WirkungenZusammenfassung des Sicherheitsprofils
Die Sicherheit von Kerendia bei Patienten mit chronischer Nierenerkrankung und Typ-2-Diabetes wurde in zwei randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten, multizentrischen Phase-III-Studien untersucht: in der FIDELIO-DKD bzw. FIGARO-DKD Studie erhielten 2818 bzw. 3671 Patienten Kerendia (10 mg oder 20 mg einmal täglich), wobei die mittlere Behandlungsdauer 2.2 bzw. 2.9 Jahre betrug.
Die Sicherheit von Kerendia bei Patienten mit Herzinsuffizienz (LVEF ≥40 %) wurde in der randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten, multizentrischen Phase-III-Studie FINEARTS-HF untersucht. In dieser Studie erhielten 2993 Patienten Kerendia (10 mg, 20 mg oder 40 mg einmal täglich), wobei die mittlere Behandlungsdauer 2.1 Jahre betrug.
Die am häufigsten (≥10 %) berichtete unerwünschte Arzneimittelwirkung von Kerendia war Hyperkaliämie (siehe "Beschreibung ausgewählter unerwünschter Arzneimittelwirkungen" unten und Rubrik "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ).
Liste der unerwünschten Arzneimittelwirkungen
Die mit Kerendia beobachteten unerwünschten Arzneimittelwirkungen sind in der folgenden Tabelle 3 nach MedDRA-Systemorganklassen und Häufigkeitskategorien zusammengefasst. Die unerwünschten Arzneimittelwirkungen werden nach Systemorganklasse und in absteigender Häufigkeitsreihenfolge unter Verwendung der folgenden Konvention aufgeführt: Sehr häufig (≥1/10), häufig (≥1/100, <1/10), gelegentlich (≥1/1000, <1/100), selten (≥1/10'000, <1/1000) und sehr selten (<1/10'000).
Tabelle 3: Unerwünschte Arzneimittelwirkungen, die mit Kerendia in Phase-III-Studien (gepoolte Daten der Studien FIDELIO-DKD, FIGARO-DKD und FINEARTS-HF) berichtet wurden
MedDRA- Systemorganklasse Sehr häufig Häufig
Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen Hyperkaliämie1 Hyponatriämie2
Hyperurikämie3, 4
Gefässerkrankungen Hypotonie5, 6
Untersuchungen Kreatinin im Blut
erhöht7 / Glomerulär
e Filtrationsrate
verringert7
1 Umfasst erhöhtes Blutkalium und Hyperkaliämie 2
Umfasst verringertes Blutnatrium und Hyponatriämie 3
Umfasst erhöhte Harnsäure im Blut und Hyperurikämie 4
Asymptomatische Hyperurikämie wurde beobachtet. In der
Studie FIGARO-DKD wurde in der Kerendia-Gruppe im
Vergleich zu Placebo eine Erhöhung des
Harnsäurespiegels im Serum um bis zu 0.3 mg/dl
gegenüber dem Ausgangswert festgestellt, die sich im
Zeitverlauf abschwächte. Es wurden keine
Behandlungsabbrüche im Zusammenhang mit Hyperurikämie
gemeldet. 5 Umfasst verminderter Blutdruck, diastolisch
verminderter Blutdruck, diastolische Hypotonie und
Hypotonie 6 Bei den mit Kerendia behandelten Patienten
nahm nach 1 Monat der mittlere systolische Blutdruck
(SBP) um 3 mmHg und der mittlere diastolische Blutdruck
(DBP) um 1–2 mmHg ab und blieb danach stabil. Die
meisten hypotensiven Ereignisse waren leicht oder
mittelschwer ausgeprägt und klangen spontan ab. Mit
Hypotonie assoziierte Ereignisse, wie z.B. Schwindel,
Synkope oder Sturz, waren bei Kerendia und Placebo
vergleichbar. 7 Eine initiale geringfügige Zunahme des
Kreatininwerts im Blut und Abnahme der glomerulären
Filtrationsrate (GFR) (im Mittel um 2-3 ml/min/1.73 m2)
traten in den ersten 4 Wochen nach Beginn der
Kerendia-Therapie auf; danach stabilisierten sich die
Werte. Diese Veränderungen waren nach dem Absetzen der
Behandlung reversibel.
Beschreibung ausgewählter unerwünschter Arzneimittelwirkungen
Hyperkaliämie
In der Studie FIDELIO-DKD an Patienten mit chronischer Nierenerkrankung (mittlere eGFR 44.4 ml/min/1.73 m2) und Typ-2-Diabetes wurden bei 18.2 % der mit Kerendia behandelten Patienten Hyperkaliämie-Ereignisse berichtet, verglichen mit 9.0 % der mit Placebo behandelten Patienten. Ein Anstieg des mittleren Serumkaliumspiegels von ca. 0.2 mmol/l gegenüber dem Ausgangswert wurde im ersten Behandlungsmonat im Kerendia-Arm verglichen mit Placebo beobachtet, der danach stabil blieb (siehe Rubrik "Eigenschaften/Wirkungen" ). Der Anteil an Hospitalisierungen wegen Hyperkaliämie lag für die Kerendia-Gruppe bei 1.4 % versus 0.3 % in der Placebogruppe. Die Häufigkeit von Hyperkaliämie, die zum dauerhaften Absetzen des Prüfpräparates führte, betrug bei Patienten unter Kerendia 2.3 % versus 0.9 % in der Placebogruppe.
In der FIGARO-DKD Studie an Patienten mit chronischer Nierenerkrankung (mittlere eGFR 67.8 ml/min/1.73 m2) und Typ-2-Diabetes wurden bei 10.7 % der mit Kerendia behandelten Patienten Hyperkaliämie-Ereignisse berichtet, verglichen mit 5.3 % der mit Placebo behandelten Patienten. Ein Anstieg des mittleren Serumkaliumspiegels von ca. 0.15 mmol/l gegenüber dem Ausgangswert wurde im ersten Behandlungsmonat im Kerendia-Arm verglichen mit Placebo beobachtet, der danach stabil blieb (siehe Rubrik "Eigenschaften/Wirkungen" ). Der Anteil an Hospitalisierungen wegen Hyperkaliämie lag für die Kerendia-Gruppe bei 0.6 % versus <0.1 % in der Placebogruppe. Die Häufigkeit von Hyperkaliämie, die zum dauerhaften Absetzen des Prüfpräparates führte, betrug bei Patienten unter Kerendia 1.3 % versus 0.4 % in der Placebogruppe.
In der FINEARTS-HF Studie an Patienten mit Herzinsuffizienz (LVEF ≥40 %) wurden bei 9.7 % der mit Kerendia behandelten Patienten Hyperkaliämie-Ereignisse berichtet, verglichen mit 4.2 % der mit Placebo behandelten Patienten. Ein Anstieg des mittleren Serumkaliumspiegels von ca. 0.2 mmol/l gegenüber dem Ausgangswert wurde im ersten Behandlungsmonat im Kerendia-Arm verglichen mit Placebo beobachtet, der danach stabil blieb (siehe Rubrik "Eigenschaften/Wirkungen" ). Der Anteil an Hospitalisierungen wegen Hyperkaliämie lag für die Kerendia-Gruppe bei 0.5 % versus 0.2 % in der Placebogruppe. Die Häufigkeit von Hyperkaliämie, die zum dauerhaften Absetzen des Prüfpräparates führte, betrug bei Patienten unter Kerendia 0.4 % versus 0.2 % in der Placebogruppe.
In allen Studien waren die meisten Hyperkaliämie-Ereignisse bei den mit Kerendia behandelten Patienten leicht bis mittelschwer ausgeprägt. Zu besonderen Empfehlungen siehe Rubriken "Dosierung/Anwendung" sowie "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" .
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grosser Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdacht einer neuen oder schwerwiegenden Nebenwirkung über das Online-Portal ElViS (Electronic Vigilance System) anzuzeigen. Informationen dazu finden Sie unter www.swissmedic.ch.
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