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Fachinformation zu Zenon®:Sanofi-Aventis (Suisse) SA
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Unerwünschte Wirkungen

Zusammenfassung des Sicherheitsprofils
Unerwünschte Wirkungen, die zuvor mit einem der Einzelwirkstoffe (Ezetimib oder Rosuvastatin) berichtet wurden, können potenzielle unerwünschte Wirkungen von Zenon sein.
In klinischen Studien bis zu 112 Wochen Dauer wurden 2396
Patienten mit 10 mg Ezetimib allein, 11'308 Patienten zusammen mit einem Statin oder 185 Patienten zusammen mit Fenofibrat behandelt.
Unerwünschte Wirkungen waren normalerweise leicht ausgeprägt und von vorübergehender Natur. Die Gesamtinzidenz der unerwünschten Wirkungen unter Ezetimib war jener unter Placebo ähnlich; ebenso war die Abbruchrate aufgrund von unerwünschten Wirkungen unter Ezetimib jener unter Placebo vergleichbar.
Die mit Rosuvastatin beobachteten unerwünschten Wirkungen sind üblicherweise leicht und vorübergehend. In kontrollierten klinischen Studien brachen weniger als 4 % der mit Rosuvastatin behandelten Patienten die Studie aufgrund von unerwünschten Wirkungen ab.
Liste der unerwünschten Wirkungen
Die unerwünschten Wirkungen sind nach MedDRA-Systemorganklassen und Häufigkeit gemäss folgender Konvention geordnet:
"sehr häufig" (≥1/10), "häufig" (≥1/100, < 1/10), "gelegentlich" (≥1/1000, < 1/100), "selten" (≥1/10'000, < 1/1000), "sehr selten" (< 1/10'000), "nicht bekannt" (kann aus den verfügbaren Daten nicht abgeschätzt werden)

                                       MedDRA-Systemorgankl  Häufigkeit                                                Unerwünschte Wirkung
asse                                                                            
Erkrankungen des      Selten                                                    Thrombozytopenie2
Blutes und des                                                                  
Lymphsystems                                                                    
Nicht bekannt         Thrombozytopenie5
Erkrankungen des      Selten                                                    Überempfindlichkeits
Immunsystems                                                                    reaktionen, einschli
                                                                                esslich Angioödem2
Nicht bekannt         Überempfindlichkeit (einschliesslich Ausschlag,
                      Urtikaria, Anaphylaxie und Angioödem)5
Endokrine Erkrankung  Häufig                                                    Diabetes mellitus1,
en                                                                              2
Stoffwechsel- und     Gelegentlich                                              Verminderter Appetit
Ernährungsstörungen                                                             3
Psychiatrische        Nicht bekannt                                             Depression2, 5
Erkrankungen                                                                    
Erkrankungen des      Häufig                                                    Kopfschmerzen2, 4,
Nervensystems                                                                   Schwindel2
Gelegentlich          Parästhesie4
Sehr selten           Polyneuropathie2, Gedächtnisverlust2
Nicht bekannt         Periphere Neuropathie2, Schlafstörungen
                      (einschliesslich Schlaflosigkeit und Alpträume)2,
                      Schwindel5, Parästhesie5, Myasthenia gravis2, 4
Augenerkrankungen     Nicht bekannt                                             Okuläre Myasthenie2,
                                                                                 4
Gefässerkrankungen    Gelegentlich                                              Hitzewallungen3,
                                                                                Hypertonie3
Selten                Vaskulitis
Erkrankungen der      Gelegentlich                                              Husten3
Atemwege, des                                                                   
Brustraums und                                                                  
Mediastinums                                                                    
Nicht bekannt         Husten2, Dyspnoe2, 5
Erkrankungen des      Häufig                                                    Obstipation2,
Gastrointestinaltrak                                                            Übelkeit2, abdominal
ts                                                                              e Schmerzen2, 3,
                                                                                Diarrhoe3, Flatulenz
                                                                                3
Gelegentlich          Dyspepsie3, gastroösophagealer Reflux3, Übelkeit3,
                      trockener Mund4, Gastritis4
Selten                Pankreatitis2
Nicht bekannt         Diarrhoe2, Pankreatitis5, Obstipation5
Leber- und Gallenerk  Selten                                                    Erhöhte hepatische
rankungen                                                                       Transaminasen2
Sehr selten           Ikterus2, Hepatitis2
Nicht bekannt         Hepatitis5, Cholelithiasis5, Cholecystitis5
Erkrankungen der      Gelegentlich                                              Pruritus2, 4,
Haut und des Unterha                                                            Ausschlag2, 4,
utgewebes                                                                       Urtikaria2, 4
Selten                Lichenoide Arzneimittelreaktion
Nicht bekannt         Stevens-Johnson-Syndrom2, Erythema multiforme5,
                      Arzneimittelreaktion mit Eosinophilie und systemischen
                      Symptomen (DRESS)2
Skelettmuskulatur-,   Häufig                                                    Myalgie2, 4
Bindegewebs- und                                                                
Knochenerkrankungen                                                             
Gelegentlich          Arthralgie3, Muskelkrämpfe3, Nackenschmerzen3,
                      Rückenschmerzen4, Muskelschwäche4, Schmerzen in den
                      Extremitäten4
Selten                Myopathie (einschliesslich Myositis)2, Rhabdomyolyse2,
                      Lupus-ähnliches Syndrom, Muskelriss
Sehr selten           Arthralgie2
Nicht bekannt         Immunvermittelte nekrotisierende Myopathie2,
                      Sehnenverletzung, gelegentlich mit Komplikationen durch
                      Risse2, Myalgie5, Myopathie/Rhabdomyolyse5 (siehe
                      Rubrik "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" )
Erkrankungen der      Sehr selten                                               Hämaturie2
Nieren und Harnwege                                                             
Erkrankungen der      Sehr selten                                               Gynäkomastie2
Geschlechtsorgane                                                               
und der Brustdrüse                                                              
Untersuchungen        Häufig                                                    Erhöhungen von ALT
                                                                                und/oder AST4
Gelegentlich          Erhöhungen von ALT und/oder AST3, CPK-Erhöhungen im
                      Blut3, Erhöhung der Gamma-Glutamyltransferase3, anomale
                      Leberfunktionswerte3
Allgemeine Erkrankun  Häufig                                                    Asthenie2, Fatigue3
gen und Beschwerden                                                             
am Verabreichungsort                                                            
Gelegentlich          Schmerzen im Brustkorb3, Schmerzen3, Asthenie4,
                      peripheres Ödem4
Nicht bekannt         Ödem2, Asthenie5

1 Die Häufigkeit ist abhängig von dem Vorhandensein oder dem Fehlen von Risikofaktoren (Nüchternblutzuckerwert ≥5,6 mmol/l, BMI > 30 kg/m2, erhöhte Triglyzeridwerte, bestehende Hypertonie) – für Rosuvastatin.
2 Profil der unerwünschten Wirkungen von Rosuvastatin auf Grundlage von Ergebnissen aus klinischen Studien und/oder umfangreichen Erfahrungswerten nach Markteinführung.
3 Ezetimib als Monotherapie. Unerwünschte Wirkungen wurden bei Patienten unter Ezetimib allein (n = 2396) häufiger als unter Placebo (n = 1159) beobachtet.
4 Ezetimib zusammen mit einem Statin. Unerwünschte Wirkungen wurden bei Patienten unter Ezetimib zusammen mit einem Statin (n = 11'308) häufiger als unter einem Statin allein (n = 9361) beobachtet.
5 Weitere unerwünschte Wirkungen von Ezetimib, die nach Markteinführung berichtet wurden (mit oder ohne Statin).
Wie bei anderen HMG-CoA-Reduktasehemmern ist die Häufigkeit der unerwünschten Wirkungen des Arzneimittels tendenziell dosisabhängig.
Beschreibung spezifischer unerwünschter Wirkungen und Zusatzinformationen
Wirkungen auf die Nieren
Bei Patienten, die mit Rosuvastatin behandelt wurden, wurde eine mit Urinteststreifen diagnostizierte Proteinurie, meist tubulärer Genese, beobachtet. Ein Anstieg des Harnproteins von 0 oder Spuren auf ++ oder mehr zu irgendeinem Zeitpunkt während der Behandlung mit Dosierungen von 10 mg und 20 mg Rosuvastatin wurde bei weniger als 1 % der Patienten beobachtet, und bei ungefähr 3 % der Patienten, die mit 40 mg Rosuvastatin behandelt wurden. Ein geringfügig erhöhter Anstieg des Harnproteins (von 0 oder Spuren auf +) wurde bei der 20-mg-Dosierung beobachtet. In den meisten Fällen wird die Proteinurie bei fortgesetzter Therapie geringer oder verschwindet spontan. Eine Analyse der Daten aus klinischen Studien und Erfahrungen nach der Markteinführung lieferten bisher keine Belege, die auf einen Kausalzusammenhang zwischen der Proteinurie und einer akuten oder fortschreitenden Nierenerkrankung hinweisen.
Bei Patienten, die mit Rosuvastatin behandelt wurden, wurde eine Hämaturie beobachtet, und Daten aus klinischen Studien haben gezeigt, dass die Häufigkeit des Auftretens gering ist.
Wirkungen auf die Skelettmuskulatur
Bei allen Dosierungen, insbesondere bei Dosierungen von mehr als 20 mg Rosuvastatin, wurde über Auswirkungen auf die Skelettmuskulatur der mit Rosuvastatin behandelten Patienten berichtet, z.B. Myalgie, Myopathie (einschliesslich Myositis) und selten Rhabdomyolyse mit und ohne akute Niereninsuffizienz.
Bei Patienten, die Rosuvastatin einnahmen, wurde ein dosisabhängiger Anstieg der CK-Werte beobachtet. Diese Veränderungen waren in der Mehrheit der Fälle geringfügig, asymptomatisch und vorübergehend. Wenn die CK-Werte erhöht sind (um mehr als das 5-Fache des oberen Normwertes), sollte die Behandlung abgesetzt werden (siehe Rubrik "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ).
Wirkungen auf die Leber
Wie bei anderen HMG-CoA-Reduktasehemmern wurde bei einer kleinen Patientengruppe, die mit Rosuvastatin behandelt wurde, ein dosisabhängiger Anstieg der Serumtransaminasen beobachtet. Diese Veränderungen waren in den meisten Fällen geringfügig, asymptomatisch und vorübergehend.
Die Häufigkeit von Meldungen über Rhabdomyolyse sowie schwerwiegende renale und hepatische unerwünschte Wirkungen (zumeist erhöhte Lebertransaminasen) ist bei der Dosis 40 mg erhöht.
Die folgenden unerwünschten Wirkungen wurden bei einigen Statinen berichtet:
-Sexuelle Funktionsstörung.
-In Ausnahmefällen und besonders bei Langzeittherapie eine interstitielle Pneumonitis (siehe Rubrik "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ).
Laborwerte
In kontrollierten klinischen Monotherapiestudien war die Inzidenz klinisch bedeutender Erhöhungen der Serumtransaminasen (ALT und/oder AST ≥ das Dreifache des oberen Normwertes in Folge) unter Ezetimib (0,5 %) und Placebo (0,3 %) ähnlich. In Koadministrationsstudien betrug diese Inzidenz 1,3 % bei Patienten, die Ezetimib zusammen mit einem Statin erhielten, und 0,4 % bei Patienten, die nur mit einem Statin behandelt wurden. Diese Erhöhungen waren im Allgemeinen asymptomatisch, standen nicht im Zusammenhang mit einer Cholestase und kehrten nach Absetzen der Therapie oder im Laufe der Behandlung auf den Ausgangswert zurück (siehe Rubrik "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ).
In klinischen Studien wurde über CPK-Erhöhungen (> das Zehnfache des oberen Normwertes) bei 4 von 1674 Patienten (0,2 %) unter Ezetimib allein im Vergleich zu 1 von 786 Patienten (0,1 %) unter Placebo sowie bei 1 von 917 Patienten (0,1 %) unter Ezetimib mit einem Statin im Vergleich zu 4 von 929 Patienten (0,4 %) unter einem Statin allein berichtet. Es gab kein erhöhtes Auftreten einer Myopathie oder Rhabdomyolyse in Verbindung mit Ezetimib gegenüber der jeweiligen Kontrollgruppe (Placebo oder Statin allein) (siehe Rubrik "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ).
Pädiatrische Population
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Zenon bei Kindern und Jugendlichen im Alter von unter 18 Jahren ist bisher noch nicht erwiesen (siehe Rubriken "Dosierung/Anwendung" und "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ).
Rosuvastatin: In einer 52-wöchigen klinischen Studie mit Kindern und Jugendlichen wurde ein Anstieg des CK-Wertes um mehr als das 10-Fache des oberen Normwertes und das Auftreten von Muskelsymptomen nach sportlicher Betätigung und gesteigerter körperlicher Aktivität im Vergleich zu Erwachsenen häufiger beobachtet. Ansonsten war das Sicherheitsprofil von Rosuvastatin bei Kindern und Jugendlichen vergleichbar mit dem bei Erwachsenen.
Ezetimib: In einer Studie mit Kindern (6 bis 10 Jahre) mit heterozygoter familiärer oder nicht familiärer Hypercholesterinämie (n = 138) wurden Erhöhungen von ALT und/oder AST (≥ dem Dreifachen des oberen Normwertes in Folge) bei 1,1 % (1 Patient) der Patienten unter Ezetimib im Vergleich zu 0 % der Patienten in der Placebogruppe beobachtet.Es traten keine CPK-Erhöhungen (≥ dem Zehnfachen des oberen Normwertes) auf. Es wurden keine Fälle von Myopathie berichtet.
In einer weiteren Studie mit heranwachsenden Patienten (10 bis 17 Jahre) mit heterozygoter familiärer Hypercholesterinämie (n = 248) wurden Erhöhungen von ALT und/oder AST (≥ das Dreifache des oberen Normwertes in Folge) bei 3 % (4 Patienten) der Patienten unter Ezetimib/Simvastatin beobachtet, im Vergleich zu 2 % (2 Patienten) unter Simvastatin-Monotherapie; für CPK-Erhöhungen (≥ dem Zehnfachen des oberen Normwertes) lagen diese Werte bei 2 % (2 Patienten) bzw. bei 0 %. Es wurden keine Fälle von Myopathie berichtet.
Diese Studien waren nicht zum Vergleich seltener unerwünschter Wirkungen geeignet.
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grosser Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdacht einer neuen oder schwerwiegenden Nebenwirkung über das Online-Portal ElViS (Electronic Vigilance System) anzuzeigen. Informationen dazu finden Sie unter www.swissmedic.ch.

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