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Fachinformation zu B12 Ankermann®:Biomed AG
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Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Das Folgende ist im Fall von Blutbildungsstörungen und/oder neurologischen Störungen zu beachten:
Bei Patienten mit neurologischen Symptomen oder perniziöser Anämie soll die Substitution zu Beginn parenteral erfolgen (bis zu Normalisierung der biochemischen Blutwerte und bis zum Abklingen der klinischen Symptome).
Aufgrund des schwerwiegenden Charakters der Erkrankung und der möglichen Folgen im Fall einer inadäquaten Response bzw. einer fehlenden Patienten-Compliance in Bezug auf den Therapieplan sollte der Erfolg einer oralen Behandlung generell streng überwacht werden. Es wird empfohlen, sieben Tage nach Therapiebeginn die Symptome, die Retikulozytenzahl, das Blutbild (einschliesslich der Hämoglobin-Hb- und Hämatokrit-Hk-Werte) zu kontrollieren, ebenso das mittlere Erythrozyteneinzelvolumen (MCV). Anschliessend sollten Symptome, Blutbild und MCV während der ersten drei Behandlungsmonate in Intervallen von 4 Wochen kontrolliert werden, was bei guter Patienten-Compliance nochmals im sechsmonatigen/jährlichen Abstand zu wiederholen ist. Wenn der Verdacht auf eine schlechte Patienten-Compliance besteht, können eventuell häufigere Kontrollen erforderlich sein.
Vorsicht ist bei Patienten mit gleichzeitigem Folsäuremangel geboten. Ein Folatmangel kann die therapeutische Response dämpfen. Bei diesen Patienten muss die Anwendung von B12 Ankermann mit einer Behandlung des Folatmangels begleitet werden.
Bei Patienten, welche unter einem isolierten Folatmangel leiden, ist die Anwendung von B12 Ankermann nicht indiziert. Eine Vitamin B12-Behandlung kann bei Folsäuremangel zu vorübergehender Besserung des Blutbildes führen und damit dessen Diagnose verschleiern.
Vitamin B12 kann sich bei Patienten mit terminaler Niereninsuffizienz aufgrund der Molekülgrösse während der Hämodialyse anreichern. Bei diesen Patienten sollte die Vitamin B12-Konzentration im Serum regelmässig überwacht und das Behandlungsschema angepasst werden.
Zur Behandlung einer akuten Cyanid-Intoxikation darf B12 Ankermann nicht verwendet werden. Es darf nur Hydroxocobalamin eingesetzt werden.
B12 Ankermann enthält Lactose-Monohydrat und Saccharose. Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, völligem Lactase-Mangel, Glucose- Galactose-Malabsorption, der seltenen hereditären Fructose/Galactose-Intoleranz oder einer Sucrase-Isomaltase-Insuffizienz sollten dieses Arzneimittel nicht einnehmen.
Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro überzogener Tablette, d.h. es ist nahezu "natriumfrei" .
Macrogolglycerolhydroxystearat (Poly(oxyethylen)-40-Rizinusöl) kann Magenverstimmungen und Durchfall hervorrufen.

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