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Fachinformation zu Tecentriq® subkutan:Roche Pharma (Schweiz) AG
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Unerwünschte Wirkungen

Klinische Studien
Die Beurteilung der Sicherheit einer Monotherapie mit Tecentriq basiert auf gepoolten Daten von 6179 Patienten mit verschiedenen Tumorarten sowie unterstützenden Daten aus kumulativer Exposition von >33'000 Patienten in allen klinischen Studien (siehe Tabelle 4). Die häufigsten in klinischen Studien identifizierten Nebenwirkungen im Zusammenhang mit einer Tecentriq-Monotherapie (> 10%) waren Fatigue (26,1%), verminderter Appetit (18,6%), Hautausschlag (18,0%), Nausea (16,6%), Diarrhoe (16,4%), Husten (16,3%), Pyrexie (15,8%), Dyspnoe (15,1%), Arthralgie (14,7%), Anämie (14,0%), Pruritus (12,4%), Asthenie (12,4%), Rückenschmerzen (11,4%), Hepatitis [anomale Laborwerte] (10,9%), Harnwegsinfektion (10,8%) und Erbrechen (10,4%).
Die in klinischen Studien im Zusammenhang mit der Anwendung von Tecentriq i.v. im Rahmen einer Kombinationstherapie (n=5438) festgestellten unerwünschten Wirkungen (UAW) sind ebenfalls in Tabelle 4 zusammengefasst. Die häufigsten unerwünschten Wirkungen (≥10%) waren Anämie (35,1%), Nausea (34,6%), Neutropenie (34,5%), Fatigue (31,9%), Hautausschlag (29,3%), Alopezie (28,5%), Diarrhoe (28,0%), Thrombozytopenie (24,3%), Verstopfung (24,1%), periphere Neuropathie (23,9%), verminderter Appetit (23,1%), Arthralgie (20,7%), Erbrechen (18,7%), Pyrexie (18,6%), Asthenie (18,4%), Hepatitis-abnormale Laborwerte (18,0%), Husten (17,5%), Dyspnoe (14,8%), muskuloskelettale Schmerzen (14,8%), Kopfschmerz (14,2%), Leukopenie (13,8%), Pruritus (13,6%), Hypothyreose (13,4%), Hypertonie (12,7%), Lungeninfektion (12,0%), erhöhter ALT-Wert (11,2%), Rückenschmerzen (11,1%), erhöhter AST-Wert (10,8%), peripheres Ödem (10,6%) und Nasopharyngitis (10,2%).
Tecentriq als Kombinationstherapie bei Melanom
In der Studie CO39262 (IMspire150) hatten die Patienten, welche Tecentriq i.v. in Kombination mit Cobimetinib und Vemurafenib erhielten, eine höhere Frequenz von hepatischen Laboranomalitäten (114/230, 49,6%), Pankreatitis (89/230, 38,7%), Hypothyreose (60/230, 26,1%), Hyperthyreose (43/230, 18,7%), Pneumonitis (29/230, 12,6%), Meningoencephalitis (6/230, 2,6%), Diabetes Mellitus (4/230, 1,7%), Myositis (3/230, 1,3%), Nephritis (3/230, 1,3%) und Hypophysitis (2/230, 0,9%). Die häufigsten (≥2%) schwerwiegenden unerwünschten Reaktionen waren Pyrexie (5,7%) und erhöhte Alaninaminotransferase (2,2%).
Tecentriq-Kombinationstherapie beim fortgeschrittenen kleinzelligen Lungenkarzinom (ES-SCLC)
In der Studie GO43104 (IMforte) trat bei Patienten, die mit der Kombination aus Tecentriq + Lurbinectedin behandelt wurden, verglichen mit Patienten, die nur mit Tecentriq behandelt wurden, eine höhere Anzahl von unerwünschten Ereignissen (97,1% bzw. 81,7%), von unerwünschten Ereignissen mit Grad 3-4 (41,3% bzw. 24,6%), von unerwünschten Ereignissen mit Grad 5 (5,0% bzw. 2,5%), von schwerwiegenden unerwünschten Ereignissen (34,3% bzw. 17,9%), von unerwünschten Ereignissen, die zu einem Abbruch der Behandlung führten (7,0% bzw. 4,2%) und von unerwünschten Ereignissen, die zu einer Dosisanpassung oder einem Behandlungsunterbruch führten, (41,3% bzw. 15,8%) auf. Folgende unerwünschte Ereignisse traten bei der Behandlung mit der Kombination aus Tecentriq + Lurbinectedin häufiger auf (Differenz > 10%): Übelkeit (37,6%), Erbrechen (14,9%), Fatigue (21,2%), Anämie (33,9%), Thrombozytopenie (12,8%), Neutropenie (12,4%), Thrombozytenzahl vermindert (15,3%), Neutrophilenzahl erniedrigt (13,2%) und verminderter Appetit (18,2%). Folgende unerwünschte Ereignisse mit Grad ≥3 traten bei der Behandlung mit der Kombination aus Tecentriq + Lurbinectedin häufiger auf (Differenz > 2%): Anämie (9,5%), Neutrophilenzahl erniedrigt (7,4%), Thrombozytenzahl vermindert (7,0%), Fatigue (3,7%), Neutropenie (5,0%), Thrombozytopenie (4,5%), Übelkeit (2,9%), ALT erhöht (2,5%) und Leukozytenzahl erniedrigt (2,1%). Folgende schwerwiegende unerwünschte Ereignisse traten bei der Behandlung mit der Kombination aus Tecentriq + Lurbinectedin häufiger auf (> 2%): Thrombozytenzahl vermindert (2,1%).
Die Inzidenz von (Thrombo-)Phlebitis/Vaskulitis-Ereignissen jeglichen Grades betrug insgesamt 16,9% bei Patienten im Behandlungsarm mit der Kombination aus Tecentriq + Lurbinectedin (n=242) in der IMforte-Studie, im Vergleich zu 0,8% im Behandlungsarm mit Tecentriq in der IMforte-Studie (n=240), 2,9% im Tecentriq-Monotherapie-Pool (n=3178) und 5,8% im Lurbinectedin-Monotherapie-Pool (n=554). Die Mehrheit aller Ereignisse im Behandlungsarm mit der Kombination aus Tecentriq + Lurbinectedin standen im Zusammenhang mit dem Studienmedikament, insbesondere mit Lurbinectedin (9,5%), und erforderten eine Behandlung (11,2%). Die meisten Fälle im Behandlungsarm mit Tecentriq + Lurbinectedin betrafen Phlebitis und Thrombophlebitis (nicht weiter spezifiziert). Die Mehrzahl aller (Thrombo-)Phlebitis-/Vaskulitis-Ereignisse im Behandlungsarm mit der Kombination aus Tecentriq + Lurbinectedin waren Grad 1 bis 2 (15,7%), nicht schwerwiegend (15,3%) und die Mehrzahl waren bis zum Zeitpunkt des DCO (data cut-off) abgeklungen (56,1%). Die mediane Zeit bis zum Auftreten der Symptome betrug etwa 3 Monate und die mediane Zeit bis zur Rückbildung ab dem Auftreten betrug 79 Tage, wobei die Rückbildung bei den häufigsten Fällen von Phlebitis und Thrombophlebitis jedoch schneller erfolgte (etwa 1 bis 1,5 Monate).
Weitere Informationen zu möglicherweise schwerwiegenden Nebenwirkungen sind im Abschnitt "Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen" beschrieben.
Die folgenden Häufigkeitskategorien wurden verwendet: "sehr häufig" (≥1/10), "häufig" (≥1/100, <1/10), "gelegentlich" (≥1/1000, <1/100), "selten" (≥1/10'000, <1/1000), "sehr selten" (<1/10'000).
Tabelle 4 fasst alle relevanten unerwünschten Wirkungen unter Tecentriq zusammen, welche auf gepoolten Daten aus Mono- und Kombinationstherapien verschiedener Tumorarten basieren.
Tabelle 4: Zusammenfassung der Nebenwirkungen bei Patienten, die in klinischen Studien mit Tecentriq i.v. oder s.c. behandelt wurden

                                                                                   Monotherapie mit Tecentriq        Kombinationstherapie mit Tecentriq n=5438
                      n=6179                            
Infektionen und
parasitäre Erkrankun
gen
Sehr häufig           Harnwegsinfektion a (alle Grade   Lungeninfektion b (alle Grade 12,0%, Grad
                      10,8%, Grad 3-4 2,9%, Grad        3-4 4,7%, Grad 5 0,6%)
                      5<0,1%)                           
Selten                Cytomegalovirus-Infektion         Cytomegalovirus-Infektion
Erkrankungen des
Blutes und des
Lymphsystems
Sehr häufig           Anämie c (alle Grade 14,0%,       Anämie c (alle Grade 35,1%, Grad 3-4
                      Grad 3-4 3,5%)                    12,6%), Neutropenie d (alle Grade 34,5%,
                                                        Grad 3-4 22,5%, Grad 5 0,1%),
                                                        Thrombozytopenie e (alle Grade 24,3%, Grad
                                                        3-4 9,5%, Grad 5<0,1%), Leukopenie f (alle
                                                        Grade 13,8%, Grad 3-4 5,5%)
Häufig                Thrombozytopenie e, Neutropenie   Lymphopenie g
                      d                                 
Selten                Hämophagozytische Lymphohistiozy  Hämophagozytische Lymphohistiozytose **
                      tose **                           
Erkrankungen des
Immunsystems
Häufig                Infusionsbedingte Reaktionen h    Infusionsbedingte Reaktionen h
Gelegentlich          Überempfindlichkeit               
Selten                Sarkoidose *                      Sarkoidose *
Endokrine Erkrankung
en
Sehr häufig                                             Hypothyreose i (alle Grade 13,4%, Grad 3-4
                                                        0,2%)
Häufig                Hypothyreose i, Hyperthyreose j   Hyperthyreose j
Gelegentlich          Nebenniereninsuffizienz k,        Nebenniereninsuffizienz k, Hypophysitis m
                      Diabetes Mellitus l,              
                      Hypophysitis m                    
Stoffwechsel- und
Ernährungsstörungen
Sehr häufig           Verminderter Appetit (alle        Verminderter Appetit (alle Grade 23,1%,
                      Grade 18,6%, Grad 3-4 0,8%)       Grad 3-4 1,5%, Grad 5<0,1%)
Häufig                Hyperglykämie, Hypokaliämie o,    Hypomagnesiämie n, Hypokaliämie o,
                      Hyponatriämie p, Hypoalbuminämie  Hyponatriämie p, Hypoalbuminämie,
                      , Hypophosphatämie, Hypokalzämie  Hypophosphatämie, Hypokalzämie
Erkrankungen des
Nervensystems
Sehr häufig                                             Periphere Neuropathie q (alle Grade 23,9%,
                                                        Grad 3-4 2,9%), Kopfschmerzen (alle Grade
                                                        14,2%, Grad 3-4 0,2%)
Häufig                Kopfschmerzen, periphere          Schwindel, Dysgeusie, Synkope
                      Neuropathie q                     
Gelegentlich          Meningoenzephalitis r             
Selten                Guillain-Barré-Syndrom s,         Fazialisparese **, Myelitis **,
                      Myasthenisches Syndrom t,         Myokarditis-Myositis-Myasthenia-gravis-Overl
                      Fazialisparese **, Myelitis **,   ap-Syndrom **
                      Myokarditis-Myositis-Myasthenia-  
                      gravis-Overlap-Syndrom **         
Augenerkrankungen
Gelegentlich          Uveitis                           Uveitis u
Herzerkrankungen
Gelegentlich          Perikarderkrankungen v,           Perikarderkrankungen v
                      Myokarditis w                     
Gefässerkrankungen
Sehr häufig                                             Hypertonie x (alle Grade 12,7%, Grad 3-4
                                                        5,6%)
Häufig                Hypotonie                         
Erkrankungen der
Atemwege, des
Brustraums und
Mediastinums
Sehr häufig           Husten (alle Grade 16,3%, Grad    Husten (alle Grade 17,5%, Grad 3-4 0,2%),
                      3-4 0,2%), Dyspnoe (alle Grade    Dyspnoe (alle Grade 14,8%, Grad 3-4 1,7%,
                      15,1%, Grad 3-4 2,4%, Grad        Grad 5<0,1%), Nasopharyngitis y (alle Grade
                      5<0,1%)                           10,2%, Grad 3-4<0,1%)
Häufig                Hypoxie z, Nasopharyngitis y,     Pneumonitis aa, Dysphonie
                      Pneumonitis aa, verstopfte Nase   
Gelegentlich                                            Hypoxie z
Erkrankungen des
Gastrointestinaltrak
ts
Sehr häufig           Nausea (alle Grade 16,6%, Grad    Nausea (alle Grade 34,6%, Grad 3-4 1,6%),
                      3-4 0,7%), Diarrhoe bb (alle      Diarrhoe bb (alle Grade 28,0%, Grad 3-4
                      Grade 16,4%, Grad 3-4 1,0%),      2,4%), Verstopfung (alle Grade 24,1%, Grad
                      Erbrechen (alle Grade 10,4%,      3-4 0,5%), Erbrechen (alle Grade 18,7%,
                      Grad 3-4 0,6%)                    Grad 3-4 1,4%)
Häufig                Bauchschmerzen, Kolitis cc,       Stomatitis, Pankreatitis ee, trockener Mund
                      Dysphagie, oropharyngeale         
                      Schmerzen dd, trockener Mund      
Gelegentlich          Pankreatitis ee                   
Selten                Zöliakie **                       Zöliakie **
Leber- und Gallenerk
rankungen
Sehr häufig           Hepatitis- abnormale Laborwerte   Hepatitis-abnormale Laborwerte ff (Alle
                      ff (Alle Grade 10,9%, Grad 3-4    Grade 18,0%, Grad 3-4 5,5%, Grad 5<0,1%),
                      2,9%)                             erhöhter ALT-Wert (Alle Grade 11,2%, Grad
                                                        3-4 2,5%), erhöhter AST-Wert (Alle Grade
                                                        10,8%, Grad 3-4 2,2%)
Häufig                Erhöhter ALT-Wert, erhöhter       Gamma-Glutamyltransferase erhöht
                      AST-Wert, Hepatitis gg,           
                      Gamma-Glutamyltransferase erhöht  
Erkrankungen der
Haut und des Unterha
utgewebes
Sehr häufig           Hautausschlag hh (alle Grade      Hautausschlag hh (alle Grade 29,3%, Grad
                      18,0%, Grad 3-4 1,0%), Pruritus   3-4 2,6%), Alopezie ii (alle Grade 28,5%,
                      (alle Grade 12,4%, Grad 3-4       Grad 3-4 <0,1%), Pruritus (alle Grade
                      0,2%)                             13,6%, Grad 3-4 0,2%)
Häufig                Trockene Haut jj                  
Gelegentlich          Schwere unerwünschte              Schwere unerwünschte Hautreaktionen
                      Hautreaktionen (Toxische          (Toxische epidermale Nekrolyse,
                      epidermale Nekrolyse,             Stevens-Johnson-Syndrom) kk, Psoriasis ll
                      Stevens-Johnson-Syndrom) kk,      
                      Psoriasis ll                      
Skelettmuskulatur-,
Bindegewebs- und
Knochenerkrankungen
Sehr häufig           Arthralgie (alle Grade 14,7%,     Arthralgie (alle Grade 20,7%, Grad 3-4
                      Grad 3-4 0,8%), Rückenschmerzen   1,1%), muskuloskelettale Schmerzen mm (alle
                      (alle Grade 11,4%, Grad 3-4       Grade 14,8%, Grad 3-4 0,7%),
                      1,0%)                             Rückenschmerzen (alle Grade 11,1%, Grad 3-4
                                                        0,8%)
Häufig                Muskuloskelettale Schmerzen mm,   Arthritis nn
                      Arthritis nn                      
Gelegentlich          Myositis oo, pp, Tenosynovitis    Tenosynovitis qq
                      qq                                
Erkrankungen der
Nieren und Harnwege
Häufig                Kreatinin im Blut erhöht rr       Proteinurie ss, Kreatinin im Blut erhöht rr
Gelegentlich          Nephritis tt                      Nephritis tt
Laborwerte
Häufig                                                  Alkalische Phosphatase im Blut erhöht
Gelegentlich          Kreatinphosphokinase im Blut      
                      erhöht                            
Allgemeine Erkrankun
gen und Beschwerden
am Verabreichungsort
Sehr häufig           Fatigue (alle Grade 26,1%, Grad   Fatigue (alle Grade 31,9%, Grad 3-4 3,5%),
                      3-4 2,2%), Pyrexie (alle Grade    Pyrexie (alle Grade 18,6%, Grad 3-4 0,9%),
                      15,8%, Grad 3-4 0,5%), Asthenie   Asthenie (alle Grade 18,4%, Grad 3-4 2,7%),
                      (alle Grade 12,4%, Grad 3-4       Peripheres Ödem (alle Grade 10,6%, Grad 3-4
                      1,4%),                            0,2%)
Häufig                Schüttelfrost, grippeartige       
                      Erkrankung, peripheres Ödem       
Gelegentlich          Reaktion an der Injektionsstelle  
                       uu                               

a Umfasst Meldungen von Harnwegsinfektion, Zystitis, Pyelonephritis, Harnwegsinfektion mit Escherichia, bakterieller Harnwegsinfektion, Niereninfektion, akuter Pyelonephritis, Pilzinfektion der Harnwege, pseudomonaler Harnwegsinfektion, Harnwegsinfektion mit Enterokokken, chronischer Pyelonephritis, Harnwegsinfektion mit Staphylokokken, renalem Abzess, Pyelitis und Urethritis, Harnwegsinfekt durch Streptokokken
b Umfasst Meldungen von Pneumonie, Bronchitis, Infektion der unteren Atemwege, infektbedingter Exazerbation einer chronischen obstruktiven Lungenerkrankung, infektiösem Pleuraerguss, atypischer Pneumonie, Lungenabszess, Pleurainfektion, postprozeduraler Pneumonie, Tracheobronchitis, parakanzeröser Pneumonie, Pyopneumothorax
c Umfasst Meldungen von Anämie, Hämoglobin erniedrigt und Erythrozytenzahl erniedrigt
d Umfasst Meldungen von Neutropenie, verringerter Neutrophilenzahl, febriler Neutropenie, neutropenischer Sepsis, Agranulozytose und Granulozytopenie
e Umfasst Meldungen von Immunthrombozytopenie (berichtet in Studien ausserhalb des zusammengefassten Datensatzes), Thrombozytopenie und verringerter Thrombozytenzahl
f Umfasst Meldungen von erniedrigter Zahl weisser Blutzellen und Leukopenie
g Umfasst Meldungen von Lymphozytopenie und verringerter Lymphozytenzahl
h Umfasst Meldungen von infusionsbedingter Reaktion, Zytokin-Freisetzungssyndrom; Hypersensitivität und Anaphylaxie (anaphylaktische Reaktion, anaphylaktischer Schock, anaphylaktoide Reaktion, anaphylaktoider Schock)
i Umfasst Meldungen von Hypothyreose, erhöhten und verminderten Blutspiegeln des Thyreoidea-stimulierenden Hormons, Autoimmunthyreoiditis (Fälle von Autoimmunthyreoiditis wurden in Studien ausserhalb des zusammengefassten Datensatzes gemeldet), Kropf, Thyreoiditis, verminderten Blutspiegeln von freiem Thyroxin oder von Triiodthyronin, Schilddrüsenstörungen, erhöhtem Blutspiegel des freien Thyroxins oder von Gesamt-Thyroxin, vermindertem Blutspiegel des Gesamt-Triiodthyronins, erhöhtem Blutspiegel von freiem Triiodthyronin, anomalen Blutwerten des Thyroidea-stimulierenden Hormons, Euthyroid-Sick-Syndrom, Myxödemkoma, anomalem Schilddrüsenfunktionstest, verringertem Thyroxin, anomalem Triiodthyronin, Positivität auf Anti-Thyreoidea-Antikörper, stummer Thyreoiditis, chronischer Thyreoiditis, immunvermittelter Thyreoiditis, Myxödem, akuter Thyreoiditis, anomalem freiem Triiodthyronin, erhöhtem Triiodthyronin, autoimmunbedingter Hypothyreose, primärer Hypothyreose, hypothyreoter Struma, immunvermittelter Hypothyreose
j Umfasst Meldungen von Hyperthyreose, Basedow-Krankheit, endokriner Ophthalmopathie, Exophthalmus und primärer Hyperthyreose
k Umfasst Meldungen von Nebenniereninsuffizienz, Glukokortikoidmangel, primärer Nebenniereninsuffizienz, erniedrigtem Kortisol, akuter Nebennierenrindeninsuffizienz, abnormalem ACTH-Stimulationstest, Morbus Addison, Adrenalitis, Mangel an adrenocorticotropem Hormon (ACTH), abnormalen Blutwerten von Corticotropin, erhöhten Blutwerten von Corticotropin, sekundärer Nebennierenrindeninsuffizienz, erniedrigtem Corticotropin im Blut
l Umfasst Meldungen von Diabetes mellitus, Diabetes mellitus Typ 1, diabetischer Ketoazidose und Ketoazidose
m Umfasst Meldungen von Hypophysitis, Hypopituitarismus, gestörter Temperaturregulierung, sekundärer Insuffizienz der Nebennierenrinde
n Umfasst Meldungen von Hypomagnesiämie und erniedrigtem Magnesium im Blut
o Umfasst Meldungen von Hypokaliämie und erniedrigtem Kalium im Blut
p Umfasst Meldungen von Hyponatriämie und erniedrigtem Natrium im Blut
q Umfasst Meldungen von peripherer Neuropathie, peripherer sensorischer Neuropathie, Polyneuropathie, peripherer motorischer Neuropathie, autoimmuner Neuropathie, neuralgischer Amyotrophie, peripherer sensorimotorischer Neuropathie, axonaler Neuropathie, Schädigung des Plexus brachialis, lumbosakraler Plexopathie, toxischer Neuropathie, Neuritis
r Umfasst Meldungen von Enzephalitis, Meningitis, Photophobie, autoimmuner Enzephalitis. aseptischer Meningitis
s Umfasst Meldungen von Guillain-Barré-Syndrom, demyelinisierender Polyneuropathie, aufsteigender schlaffer Paralyse
t Umfasst Meldungen von Myasthenia gravis
u Umfasst Meldungen von Uveitis und Iritis
v Umfasst Meldungen von Perikarditis, Perikarderguss, Herztamponade und Pericarditis constrictiva
w Umfasst Meldungen von Myokarditis, autoimmunbedingte Myokarditis, immunvermittelte Myokarditis (Fälle von Myokarditis wurden in Studien ausserhalb des gepoolten Datensatzes berichtet)
x Umfasst Meldungen von Hypertonie, erhöhtem Blutdruck, hypertensiver Krise, erhöhtem systolischem Blutdruck, diastolischer Hypertonie, unzureichend eingestelltem Blutdruck und hypertensiver Retinopathie, essentieller Hypertonie, hypertensiver Nephropathie, orthostatischer Hypertonie
y Umfasst Meldungen von Nasopharyngitis, verstopfter Nase und Rhinorrhoe
z Umfasst Meldungen von Hypoxie, erniedrigter Sauerstoffsättigung und erniedrigtem PO2
aa Umfasst Meldungen von Pneumonitis, Alveolitis, pulmonaler Toxizität, Lungeninfiltration, Bronchiolitis, interstitieller Lungenkrankheit, Bestrahlungspneumonitis, Lungentrübung, alveolärer Lungenkrankheit, eosinophiler Pneumonie, immunvermittelter Pneumonitis, Lungenfibrose, pulmonalen Strahlungsschäden, immunvermittelter Lungenerkrankung
bb Umfasst Meldungen von Diarrhoe, häufigem Stuhlgang, gastrointestinaler Hypermotilität, Stuhldrang
cc Umfasst Meldungen von Kolitis, Diversionskolitis, autoimmuner Kolitis, ischämischer Kolitis, mikroskopischer Kolitis, Colitis ulcerosa, immunvermittelter Enterokolitis (Fälle von immunvermittelter Enterokolitis wurden in Studien ausserhalb des zusammengefassten Datensatzes gemeldet), eosinophiler Kolitis
dd Umfasst Meldungen von oropharyngealen Schmerzen, oropharyngealen Beschwerden und Rachenreizung
ee Umfasst Meldungen von Pankreatitis, autoimmuner Pankreatitis, akuter Pankreatitis, erhöhter Lipase, erhöhter Amylase, erhöhten Bauchspeicheldrüsenenzymen, abnormaler Amylase
ff Umfasst Meldungen von erhöhten ALT-Werten, erhöhten AST-Werten, erhöhtem Bilirubin im Blut, erhöhter Gamma-Glutamyltransferase, Aszites, erhöhten Transaminasen, hepatischen Schmerzen, Hyperbilirubinämie, erhöhte Werte im Leberfunktionstest, erhöhte Leberenzyme, gestörte Leberfunktion, Hypertransaminasämie, erhöhten Blutwerten von unkonjugiertem Bilirubin, Hyperammonämie, erhöhtem Gallensäure-Gesamtspiegel, erhöhten Ammoniakwerten, kongestiver Hepatopathie, erhöhten Bilirubinwerten im Urin, erhöhten Blutwerten von konjugiertem Bilirubin, Hepatomegalie, abnormalen Leberenzymen, abnormalen Werten im Leberfunktionstest, anomalem Blut-Bilirubin
gg Umfasst Meldungen von Aszites, Autoimmunhepatitis, Leberzellschädigung, Hepatitis, akuter Hepatitis, Hepatotoxizität, Lebererkrankung, arzneimittelinduzierter Leberschädigung, Leberversagen, hepatischer Steatose, hepatischer Läsion, Ösophagusvarizen-Hämorrhagie, Ösophagusvarizen, Hepatomegalie und toxischer Hepatitis, hepatischer Zytolyse, immunvermittelter Hepatitis, Leberschädigung, spontaner bakterieller Peritonitis
hh Umfasst Meldungen von Hautausschlag, makulo-papulösem Hautausschlag, Erythem, juckendem Hautausschlag, akneartiger Dermatitis, Ekzem, Dermatitis, erythematösem Hautausschlag, Hautulzeration, papulösem Hautausschlag, Follikulitis, makulösem Hautausschlag, Hautabschuppung, Handdermatitis, infiziertem Ekzem, Skrotaldermatitis, nodulärem Hautausschlag, follikulärem Hautausschlag, morbilliformem Hautausschlag, pustulösem Hautausschlag, Furunkel, Akne, Arzneimittelexanthem, palmar-plantarem Erythrodysästhesie-Syndrom, seborrhoischer Dermatitis, allergischer Dermatitis, Erythem des Augenlids, Hauttoxizität, Hautausschlag am Augenlid, fixem Exanthem, papulosquamösem Hautausschlag, vesikulärem Hautausschlag, Hautblase, Lippenbläschen, Pemphigoid, Blutblase im Mund, Exanthem an der Gefässzugangstelle, immunvermittelte Dermatitis
ii Umfasst Meldungen von Alopezie, Madarosis, Alopecia areata, Alopecia totalis und Hypotrichose
jj Umfasst Meldungen über trockene Haut, Xerose
kk Umfasst Meldungen von bullöser Dermatitis, exfoliativem Exanthem, Erythema multiforme, generalisierter exfoliativer Dermatitis, toxischem Exanthem, Stevens-Johnson-Syndrome (SJS), exfoliativer Dermatitis, Arzneimittelreaktion mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS), toxischer epidermaler Nekrolyse (TEN) und kutaner Vaskulitis (es wurde über Fälle von SJS und DRESS in Studien ausserhalb des kombinierten Datensatzes berichtet)
ll Umfasst Meldungen von psoriasiformer Dermatitis, Psoriasis guttata und Psoriasis
mm Umfasst Meldungen von Schmerzen im Bewegungsapparat, Myalgie und Knochenschmerzen
nn Umfasst Meldungen von Gelenkschwellung, Osteoarthrose, spinale Osteoarthrose, Polyarthritis, rheumatoide Arthritis, Gelenkerguss, Spondylitis, autoimmune Arthritis, Arthropathie, immunvermittelte Arthritis und rheumatische Erkrankung
oo Umfasst Meldungen von Myositis, Rhabdomyolyse, Polymyalgia rheumatica, Dermatomyositis, Muskelabszess, Vorhandensein von Myoglobin im Urin, Myopathie, Polymyositis, Immune-mediated myositis
pp Es liegen Berichte über tödliche Fälle in Studien ausserhalb des kombinierten Datensatzes vor
qq Umfasst Meldungen von Tenosynovitis, Tendonitis, Sehnenschmerzen und Synovitis
rr Umfasst Meldungen von erhöhtem Kreatinin im Blut und Hyperkreatininämie
ss Umfasst Meldungen von Proteinurie, Mikroalbuminurie, Vorhandensein von Proteinen im Urin, Hämoglobinurie, nephrotischem Syndrom, Urinanomalie und Albuminurie
tt Umfasst Meldungen von Nephritis, paraneoplastischer Glomerulonephritis, chronischer Glomerulonephritis, Purpura Schönlein-Henoch-Nephritis, tubulo-interstitieller Nephritis, autoimmunbedingter Nephritis, allergischer Nephritis, Glomerulonephritis, nephrotischem Syndrom und mesangioproliferativer Glomerulonephritis
uu Berichtet in Studien ausserhalb des zusammengefassten Datensatzes (bezogen auf subkutane Gabe). Die Häufigkeit basiert auf der Exposition gegenüber Tecentriq s.c. in der Studie IMscin001 (n=11/247; 4,5%) und in IMscin002 (n=18/175; 10,3%, die Patienten erhielten Tecentriq s.c. und Tecentriq i.v.) und umfasst Berichte über Reaktionen an der Injektionsstelle, Schmerzen an der Injektionsstelle, Erythem an der Injektionsstelle und Hautausschlag an der Injektionsstelle
* Berichtet in Studien ausserhalb des zusammengefassten Datensatzes. Die Häufigkeit basiert auf der Exposition im gesamten Programm
** Nach Markteinführung ausserhalb des gepoolten Datensatzes berichtet. Die Häufigkeitsangabe basiert auf der Exposition innerhalb des gesamten Programms
Post-Marketing-Daten
Die folgenden unerwünschten Arzneimittelreaktionen wurden im Rahmen der Post-Marketing-Überwachung mit Tecentriq identifiziert. Unerwünschte Arzneimittelreaktionen im Rahmen der Post-Marketing-Überwachung sind nach MedDRA-Systemorganklasse gelistet.
Erkrankung des Blutes und des Lymphsystems
Selten: hämophagozytische Lymphohistiozytose a.
Erkrankungen des Nervensystems
Selten: Fazialisparese a.
Selten: Myelitis a.
a Gemeldet im Rahmen der Post-Marketing-Erfahrung ausserhalb des kombinierten Datensatzes. Die Häufigkeit basiert auf der programmübergreifenden Exposition.
Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen
Die nachstehenden Daten enthalten Angaben zu wesentlichen unerwünschten Reaktionen unter Monotherapie mit Tecentriq. Details zu den wesentlichen unerwünschten Reaktionen auf Tecentriq bei Anwendung im Rahmen einer Kombinationstherapie sind angegeben, wenn klinisch relevante Unterschiede im Vergleich zu einer Monotherapie mit Tecentriq festzustellen waren. Zum Umgang mit folgenden Ereignissen siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen, Allgemein" :
Infektionen
In klinischen Studien bei 5939 Patienten mit verschiedenen Arten von Krebs, die Tecentriq erhielten, traten bei 41,0% der Patienten Infektionen auf, darunter Infektionen vom Grad 3 (8,5%), Grad 4 (1,5%) und Grad 5 (1,2%). Harnwegsinfektionen und Pneumonie waren die häufigsten Infektionen vom Grad 3 oder höher und traten bei 2,4 resp. 2,6% der Patienten auf.
In der Melanomstudie (CO39262) traten Infektionen bei Patienten, die Tecentriq i.v. in Kombination mit Cobimetinib und Vemurafenib erhielten, häufiger auf. Infektionen traten bei 60,4% (139/230) der Patienten auf; einschliesslich solcher vom Grad 3–4 bei 8,7% (20/230) und solcher vom Grad 5 bei 1,7% (4/230) der Patienten. Die häufigste Infektion war eine Harnwegsinfektion, die bei 7,8% (18/230) der Patienten auftrat.
Bei nicht vorbehandelten Patienten mit NSCLC, die für eine platinbasierte Chemotherapie nicht infrage kamen (IPSOS-Studie), kam es unter Behandlung mit Tecentriq häufiger zu einer schwerwiegenden Pneumonie (11,0%, 33/300).
Hämophagozytische LymphohistiozytoseEine hämophagozytische Lymphohistiozytose (HLH) trat bei < 0,1% (2/5939) der Patienten unter Tecentriq-Monotherapie auf. Der Zeitraum bis zum Auftreten betrug 2,7 Monate (Bereich: 1,6 bis 3,8 Monate). Die Dauer betrug 1,1 Monate (Bereich: 0,9 bis 1,4 Monate). Bei 1 Patienten (< 0,1%) führte die HLH zum Absetzen von Tecentriq. Beide Patienten benötigten keine Kortikosteroide.
Immunvermittelte Pneumonitis
Eine Pneumonitis trat bei 3,0% (177/5939) der Patienten auf, die Tecentriq als Monotherapie erhielten. Bei vier der 177 Patienten verlief dieses Ereignis tödlich. Die mediane Zeit bis zum Auftreten betrug 4,0 Monate (Bereich: 0,1 bis 29,8 Monate). Die mediane Dauer betrug 2,1 Monate (Bereich: 0 bis 64,0+ Monate; + kennzeichnet einen zensierten Wert). Bei 51 (0,9%) Patienten hatte die Pneumonitis einen Abbruch der Behandlung mit Tecentriq zur Folge. Eine Pneumonitis, die die Anwendung von Kortikosteroiden erforderlich machte, trat bei 1,8% (104/5939) der Patienten unter Tecentriq auf.
In der Studie IMscin001 trat bei 2,0% (5/247) der mit Tecentriq s.c. behandelten Patienten eine Pneumonitis auf.
In der Melanomstudie (CO39262) trat eine immunbedingte Pneumonitis bei Patienten, die Tecentriq i.v. in Kombination mit Cobimetinib und Vemurafenib erhielten, häufiger auf. Eine immunbedingte Pneumonitis trat bei 12,6% (29/230) der Patienten auf und war bei 1,3% (3/230) der Patienten vom Grad 3–4.
Immunvermittelte Hepatitis
Eine Hepatitis trat bei 1,6% (97/5939) der Patienten auf, die Tecentriq als Monotherapie erhielten. Bei vier der 97 Patienten verlief dieses Ereignis tödlich. Die mediane Zeit bis zum Auftreten betrug 2,0 Monate (Bereich: 0,2 bis 18,8 Monate). Die mediane Dauer betrug 1,1 Monate (Bereich: 0 bis 58,5+ Monate; + kennzeichnet einen zensierten Wert). Hepatitis führte bei 22 (0,4%) Patienten zum Absetzen von Tecentriq. Bei 0,6% (37/5939) der Patienten, die Tecentriq erhielten, erforderte eine Hepatitis den Einsatz von Kortikosteroiden.
In der Studie IMscin001 trat bei 1,2% (3/247) der mit Tecentriq s.c. behandelten Patienten eine immunvermittelte Hepatitis auf.
In der Melanomstudie (CO39262) trat eine immunbedingte Hepatitis bei Patienten, die Tecentriq i.v. in Kombination mit Cobimetinib und Vemurafenib erhielten, häufiger auf. Eine immunbedingte Hepatitis trat bei 53,0% (122/230) der Patienten auf und war bei 22,2% (51/230) der Patienten vom Grad 3–4 und bei 0,9% (2/230) der Patienten vom Grad 5. Bei den meisten Ereignissen im Zusammenhang mit der immunbedingten Hepatitis, die bei Patienten unter Behandlung mit Tecentriq in Kombination mit Cobimetinib und Vemurafenib berichtet wurden, handelte es sich um abnormale Laborwerte (114 von 122 Patienten [93,4%]).
Immunvermittelte Kolitis
Eine Kolitis trat bei 1,1% (67/5939) der Patienten auf, die Tecentriq als Monotherapie erhielten. Die mediane Zeit bis zum Auftreten betrug 4,9 Monate (Bereich: 0,5 bis 36,4 Monate). Die mediane Dauer betrug 1,4 Monate (Bereich: 0,1 bis 61,7+ Monate; + kennzeichnet einen zensierten Wert). Bei 26 (0,4%) Patienten hatte die Kolitis einen Abbruch der Behandlung mit Tecentriq zur Folge. Bei 0,6% (34/5939) der Patienten unter Behandlung mit Tecentriq trat eine Kolitis auf, welche die Anwendung von Kortikosteroiden erforderte.
In der Melanomstudie (CO39262) trat Diarrhoe oder Kolitis bei Patienten, die Tecentriq i.v. in Kombination mit Cobimetinib und Vemurafenib erhielten, häufiger auf. Diarrhoe oder Kolitis trat bei 50,4% (116/230) der Patienten auf und war bei 3,0% (7/230) der Patienten vom Grad 3–4.
Immunvermittelte Endokrinopathien
Schilddrüsenerkrankungen
Eine Hypothyreose trat bei 8,6% (511/5939) der Patienten auf, die Tecentriq als Monotherapie erhielten. Die mediane Zeit bis zum Auftreten betrug 4,1 Monate (Bereich: 0 bis 38,5 Monate). Die Hypothyreose führte bei 10 (0,2%) der Patienten zum Abbruch der Behandlung mit Tecentriq. Die mittlere Dauer betrug 51,1 Monate (Bereich: 0,1+ bis 88,6+ Monate; + bezeichnet einen zensierten Wert).
Eine Hyperthyreose trat bei 2,5% (149/5939) der Patienten auf, die Tecentriq als Monotherapie erhielten. Die mediane Zeit bis zum Auftreten betrug 2,7 Monate (Bereich: 0 bis 24,3 Monate). Die mediane Dauer betrug 2,6 Monate (Bereich 0+ bis 77,2+; + kennzeichnet einen zensierten Wert). Die Hyperthyreose führte bei 6 (0,1%) der Patienten zum Absetzen von Tecentriq.
Eine Hyperthyreose trat bei 4,9% (23/473) der Patienten auf, die Tecentriq in Kombination mit Carboplatin und Nab-Paclitaxel erhielten. Ein Patient (0,2%) brach die Behandlung aufgrund einer Hyperthyreose ab.
In der Studie IMscin001 trat eine Hypothyreose bei 10,5% (26/247) und eine Hyperthyreose bei 2,0% (5/247) der mit Tecentriq s.c. behandelten Patienten auf.
In der Melanomstudie (CO39262) traten Hypothyreose und Hyperthyreose bei Patienten, die Tecentriq i.v. in Kombination mit Cobimetinib und Vemurafenib erhielten, häufiger auf. Hypothyreose trat bei 26,1% (60/230) der Patienten auf; es gab keine Ereignisse vom Grad 3–4. Hyperthyreose trat bei 18,7% (43/230) der Patienten auf und war bei 0,9% (2/230) der Patienten vom Grad 3–4.
Nebenniereninsuffizienz
Eine Nebenniereninsuffizienz trat bei 0,4% (26/5939) der Patienten auf, die Tecentriq als Monotherapie erhielten. Die mediane Zeit bis zum Auftreten betrug 6,7 Monate (Bereich: 0,1 bis 21,4 Monate). Eine Nebenniereninsuffizienz führte bei 5 (<0,1%) Patienten zu einem Absetzen der Behandlung. Bei 0,4% (23/5939) der Patienten unter Behandlung mit Tecentriq trat eine Nebenniereninsuffizienz auf, welche die Anwendung von Kortikosteroiden erforderte.
In der Studie IMscin001 trat bei 0,4% (1/247) der mit Tecentriq s.c. behandelten Patienten eine Nebenniereninsuffizienz auf.
Eine Nebenniereninsuffizienz trat bei 1,5% (7/473) der Patienten auf, die Tecentriq i.v. in Kombination mit Carboplatin und Nab-Paclitaxel erhielten. Bei 0,8% (4/473) der Patienten, die Tecentriq in Kombination mit Carboplatin und Nab-Paclitaxel erhielten, trat eine Nebenniereninsuffizienz auf, welche die Anwendung von Kortikosteroiden erforderte.
Hypophysitis
Hypophysitis trat bei 0,2% (10/5939) der Patienten auf die Tecentriq als Monotherapie erhielten. Die mediane Zeit bis zum Auftreten betrug bei 2 dieser Patienten 5,1 Monate (Bereich: 0,7 bis 13,7 Monate). Hypophysitis führte zu einem Absetzen von Tecentriq bei 1 (<0,1%) Patienten und machte den Einsatz von Kortikosteroiden bei 0,1% (7/5939) der Patienten unter Behandlung mit Tecentriq erforderlich.
Hypophysitis trat bei 0,8% (3/393) der Patienten auf, die Tecentriq i.v. in einer laufenden Studie zusammen mit Bevacizumab, Paclitaxel und Carboplatin erhielten. Die mediane Zeit bis zum Auftreten betrug 7,7 Monate (Bereich: 5,0 bis 8,8 Monate). Alle drei Patienten benötigten eine Behandlung mit Kortikosteroiden.
Diabetes Mellitus
Diabetes mellitus trat bei 0,5% (30/5939) der Patienten auf, die Tecentriq als Monotherapie erhielten. Die mediane Zeit bis zum Auftreten betrug 5,5 Monate (Bereich: 0,1 bis 29,0 Monate). Die mediane Dauer betrug 4,9 Monate (Bereich 0,1 bis 62,0+ Monate; + kennzeichnet einen zensierten Wert). Bei 3 (<0,1%) Patienten hatte Diabetes mellitus einen Abbruch der Behandlung mit Tecentriq zur Folge und vier Patienten benötigten eine Behandlung mit Kortikosteroiden.
Ein Diabetes mellitus trat bei 2,0% (10/493) der HCC Patienten auf, die Tecentriq i.v. in Kombination mit Bevacizumab erhielten. Die mediane Zeit bis zum Auftreten betrug 4,4 Monate (Bereich: 1,2 bis 8,3 Monate). Ein Absetzen von Tecentriq war in keinem der Fälle von Diabetes mellitus erforderlich.
Immunvermittelte Meningoenzephalitis
Meningoenzephalitis trat bei 0,4% (26/5939) der Patienten auf, die Tecentriq als Monotherapie erhielten. Die Zeitspanne bis zum Ausbruch betrug 0,5 Monate (Bereich 0 bis 12,5 Monate). Die mediane Dauer betrug 0,7 Monate (Bereich 0,1+ bis 14,5+ Monate; + kennzeichnet einen zensierten Wert). Eine Meningoenzephalitis führte zu einem Absetzen von Tecentriq bei 11 (0,2%) Patienten und machte den Einsatz von Kortikosteroiden bei 0,3% (16/5939) der Patienten unter Behandlung mit Tecentriq erforderlich.
Immunvermittelte Neuropathien
Guillain-Barré-Syndrom und demyelinisierende Polyneuropathie
Guillain-Barré-Syndrom und demyelinisierende Polyneuropathie traten bei 0,1% (6/5939) der Patienten auf, die Tecentriq als Monotherapie erhielten. Die mediane Zeit bis zum Auftreten dieses Ereignisses betrug 4,1 Monate (Bereich: 0,6 bis 8,1 Monate). Die mediane Dauer betrug 8,0 Monate (Bereich: 0,6 bis 24,5+ Monate; + kennzeichnet einen zensierten Wert). Guillain-Barré-Syndrom führte bei 1 (<0,1%) Patienten zum Absetzen von Tecentriq. Bei <0,1% (3/5939) der Patienten erforderte ein Guillain-Barré-Syndrom den Einsatz von Kortikosteroiden.
Immunvermittelte Fazialisparese
Eine Fazialisparese trat bei <0,1% (1/5939) der Patienten unter Tecentriq-Monotherapie auf. Der Zeitraum bis zum Auftreten betrug 1,0 Monat. Die Dauer betrug 1,1 Monate. Das Ereignis erforderte keine Gabe von Kortikosteroiden und führte nicht zum Absetzen von Tecentriq.
Immunvermittelte Myelitis
Eine immunvermittelte Myelitis trat bei <0,1% (1/5939) der Patienten unter Tecentriq-Monotherapie auf. Der Zeitraum bis zum Auftreten betrug 0,8 Monate. Das Ereignis erforderte die Gabe von Kortikosteroiden, führte aber nicht zum Absetzen von Tecentriq.
Immunvermittelte Pankreatitis
Eine Pankreatitis, einschliesslich erhöhter Serumamylase- und Serumlipasewerte, trat bei 0,8% (47/5939) der Patienten auf, die Tecentriq als Monotherapie erhielten. Die mediane Zeit bis zum Auftreten betrug 5,5 Monate (Bereich: 0 bis 24,8 Monate). Die mediane Dauer betrug 0,7 Monate (Bereich: 0 bis 40,4+ Monate; + kennzeichnet einen zensierten Wert). Pankreatitis führte bei 3 (<0,1%) Patienten zu einem Absetzen von Tecentriq. Bei <0,1% (8/5939) der Patienten, die Tecentriq erhielten, erforderte eine Pankreatitis den Einsatz von Kortikosteroiden.
Immunvermittelte Myositis
Myositis trat bei 0,6% (34/5939) der Patienten auf, die eine Tecentriq-Monotherapie erhalten hatten. Die mediane Zeit bis zum Auftreten betrug 3,5 Monate (Bereich: 0,4 bis 11,5 Monate). Die mediane Dauer betrug 6,4 Monate (Bereich 0,3 bis 73,0+ Monate, + bezeichnet einen zensierten Wert). Bei 6 Patienten (0,1%) führte die Myositis dazu, dass Tecentriq abgesetzt wurde. Bei 0,2% (12/5939) der Patienten unter Behandlung mit Tecentriq erforderte die Myositis die Anwendung von Kortikosteroiden.
Immunvermittelte Nephritis
Nephritis trat bei 0,2% (13/5939) der Patienten auf, die Tecentriq als Monotherapie erhielten. Die mediane Zeit bis zum Auftreten betrug 5,1 Monate (Bereich: 0,1 bis 20,4 Monate). Nephritis führte bei 6 (0,1%) Patienten zu einem Absetzen von Tecentriq. Sechs (0,1%) Patienten bedurften einer Behandlung mit Kortikosteroiden.
Schwere immunvermittelte Hautreaktionen
Schwere unerwünschte Hautreaktionen (SCARs) traten bei 0,6% (33/5939) der Patienten auf, die Tecentriq als Monotherapie erhielten. Bei zwei der 33 Patienten verlief dieses Ereignis tödlich. Die mediane Zeit bis zum Auftreten betrug 4,9 Monate (Bereich: 0,1 bis 15,5 Monate). Die mediane Dauer betrug 2,8 Monate (Bereich: 0 bis 67,6+ Monate; + kennzeichnet einen zensierten Wert). In 3 Patienten (<0,1%) führten SCARs zum Abbruch der Behandlung mit Tecentriq. SCARs, welche die systemische Anwendung von Kortikosteroiden erforderten, traten bei 0,2% (11/5939) der Patienten auf, die Tecentriq als Monotherapie erhielten.
In der Studie IMscin001 traten SCARs bei 0,8% (2/247) der mit Tecentriq s.c. behandelten Patienten auf.
Immunvermittelte Perikarderkrankungen
Perikarderkrankungen traten bei 0,8% (50/5939) der Patienten auf, die Tecentriq als Monotherapie erhielten. Die mediane Zeit bis zum Auftreten betrug 1,5 Monate (Bereich: 0,2 bis 17,5 Monate). Die mediane Dauer betrug 2,5 Monate (Bereich: 0 bis 51,5+ Monate; + kennzeichnet einen zensierten Wert). Bei 3 Patienten (<0,1%) führten Perikarderkrankungen zum Abbruch der Behandlung mit Tecentriq. Perikarderkrankungen, welche die Anwendung von Kortikosteroiden erforderten, traten bei 0,1% (7/5939) der Patienten auf.
Umstellen der Behandlung von Tecentriq i.v. auf Tecentriq subkutan (oder umgekehrt)
In der Studie IMscin002 wurde die Umstellung von Tecentriq i.v. auf Tecentriq subkutan (und umgekehrt) untersucht (siehe "Klinische Wirksamkeit" ).
Die Inzidenzen von unerwünschten Ereignissen (UEs) Grad 3–4 und schwerwiegenden unerwünschten Ereignissen (SUEs) waren vor der Umstellung (Zyklen 1-3) von Tecentriq i.v. auf Tecentriq s.c. und von Tectentriq s.c. auf Tecentriq i.v. höher (<20%) als im Vergleich zu den Inzidenzen nach der Umstellung (Zyklen 4-6) (<10%). Die Inzidenz von UEs Grad 5 war vor der Umstellung von Tecentriq s.c. auf Tecentriq i.v. höher (3,5% gegenüber 0%). Die Inzidenz von UEs Grad 5 war vor und nach der Umstellung von Tecentriq i.v. auf Tecentriq s.c. vergleichbar (1,1% gegenüber 1,4%).
Immunogenität
Wie bei allen therapeutischen Proteinen kann auch Tecentriq potentiell eine Immunantwort auslösen. In verschiedenen Phase-III-Studien mit Tecentriq i.v. entwickelten 17,9 - 38,5% der Patienten im Zusammenhang mit der Behandlung Antikörper gegen den Arzneistoff (Anti-Drug-Antikörper – ADA), 4,3% bis 19,9% der Patienten entwickelten neutralisierende Antikörper (NAb) (siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" , "Eigenschaften und Wirkungen" , "Pharmakokinetik" ). In der Studie IMscin001 betrug die Inzidenz von ADAs bei mit Tecentriq s.c. behandelten Patienten 19,5% und bei mit Tecentriq i.v. behandelten Patienten 13,9%.
In gepoolten Datensätzen von Patienten, die Tecentriq i.v. als Monotherapie (n=3'460) beziehungsweise Tecentriq i.v. als Kombinationstherapie (n=2'527) und Tecentriq s.c. (n=221), erhalten haben, wurden für die ADA-positive Population im Vergleich zur ADA-negativen Population die folgenden Raten unerwünschter Ereignisse beobachtet: unerwünschte Ereignisse mit Grad 3–4: 46,2% bzw. 39,5%; schwerwiegende unerwünschte Ereignisse 39,6% bzw. 33,4%; unerwünschte Ereignisse, die zum Abbruch der Behandlung führten: 8,5% bzw. 7,8% (bei Monotherapie); unerwünschte Ereignisse mit Grad 3–4: 63,7% bzw. 58,0%, schwerwiegende unerwünschte Ereignisse: 44,3% bzw. 34,8%, unerwünschte Ereignisse, die zum Abbruch der Behandlung führten: 22,8% gegenüber 16,8% (bei Kombinationstherapien); unerwünschte Ereignisse mit Grad 3–4: 20,9% bzw. 21,3%, schwerwiegende unerwünschte Ereignisse: 18,6% bzw. 18,5%, unerwünschte Ereignisse, die zum Abbruch der Behandlung führten: 0% bzw. 1,7% (bei Behandlung mit Tecentriq s.c.).
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grosser Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdacht einer neuen oder schwerwiegenden Nebenwirkung über das Online-Portal ElViS (Electronic Vigilance System) anzuzeigen. Informationen dazu finden Sie unter www.swissmedic.ch.

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