Warnhinweise und VorsichtsmassnahmenHyperglykämie
Bei Patienten unter Behandlung mit Itovebi wurde über schwere Fälle von Hyperglykämie, einschliesslich lebensbedrohlicher oder tödlich verlaufender Ketoazidose, berichtet.
Hyperglykämie wurde mit Antihyperglykämika behandelt (siehe "Unerwünschte Wirkungen: Beschreibung spezifischer unerwünschter Wirkungen und Zusatzinformationen" ).
Bei den Patientinnen sind vor der Behandlung mit Itovebi und in regelmässigen Abständen während der Behandlung die Nüchternglukose- (NPZ oder NBZ) und HbA1C-Werte zu testen (siehe Tabelle 5). Die Patientinnen sind ausserdem anzuweisen, auf die Anzeichen und Symptome einer Hyperglykämie (z.B. übermässiger Durst, häufigeres Wasserlassen, verschwommenes Sehen, Verwirrtheit, Atmungsschwierigkeiten oder gesteigerter Appetit mit Gewichtsabnahme) zu achten und sich bei Auftreten dieser Symptome sofort an eine medizinische Fachperson zu wenden.
Vor und während der Behandlung sind die Patientinnen hinsichtlich einer Nierenfunktionsstörung zu beurteilen (siehe "Besondere Patientengruppen, Patienten mit Nierenfunktionsstörungen" und "Pharmakokinetik" ). Vor und während der Behandlung sollte auf eine optimale Flüssigkeitszufuhr geachtet werden. Alle Patientinnen sollten angewiesen werden, Änderungen ihrer Lebensweise vorzunehmen (z.B. Ernährungsumstellung, Bewegungsprogramm).
Tabelle 5: Empfohlener Zeitplan für die Überwachung von Nüchternglukose- und HBA1c-Werten
Empfohlener Zeitplan für die Zusätzliche Massnahmen für Patientinnen
Überwachung von Nüchternglukose- mit Hyperglykämie-Risikofaktorena, die
und HbA1c-Werten bei allen mit mit Itovebi behandelt werden
Itovebi behandelten Patientinnen
Beim Screening, vor Bei allen Patientinnen sind der
Beginn der Behandlun Nüchternglukose- (NPZ oder NBZ) und
g mit Itovebi der HbA1C-Wert zu bestimmen und ihr
Nüchternglukosespiegel ist zu
optimieren.
Nach Beginn der Eine Überwachung oder Selbstüberwach -Eine Überwachung oder Selbstüberwachung
Behandlung mit ung der Nüchternglukosewerte sollte der Nüchternglukosewerte sollte je
Itovebi erfolgen -einmal alle 3 Tage in der nach klinischer Indikation häufiger
ersten Woche (Tag 1 bis 7), dann erfolgen. -Je nach Bedarf ist eine
-einmal wöchentlich in den nächsten Behandlung mit Antihyperglykämika
3 Wochen (Tag 8 bis 28), dann einzuleiten oder anzupassenb (siehe
-einmal alle 2 Wochen in den "Dosierung/Anwendung" ). -Bei
nächsten 8 Wochen, dann -einmal Patientinnen mit gleichzeitiger
alle 4 Wochen und je nach Anwendung von Kortikosteroiden,
klinischer Indikation. Der interkurrenten Infektionen oder anderen
HbA1C-Wert sollte alle 3 Monate und Erkrankungen, die ein intensiveres
je nach klinischer Indikation Blutzuckermanagement erfordern, sind
bestimmt werden. häufigere Nüchternglukosekontrollen
erforderlich, um eine Verschlechterung
des gestörten Glukosestoffwechsels und
mögliche Komplikationen, einschliesslich
diabetischer Ketoazidose, zu
verhindern. Bei diesen Patientinnen
wird die Überwachung von Ketonen
(vorzugsweise im Blut) empfohlen.
Wenn nach Beginn Der Nüchternglukosespiegel sollte
der Behandlung mit je nach klinischer Indikation
Itovebi eine Hypergl engmaschiger überwacht werden.
ykämie auftritt Während einer antihyperglykämischen
Behandlung ist der Nüchternglukosesp
iegel weiterhin 8 Wochen lang
mindestens einmal wöchentlich zu
überprüfen, danach einmal alle 2
Wochen und je nach klinischer
Indikation. Bei Patientinnen mit
vorliegender Hyperglykämie ist eine
Überwachung der Nüchternglukosewerte
zu Hause zu erwägen. Je nach
Schwere der Hyperglykämie kann eine
Unterbrechung der Anwendung, eine
Reduzierung der Dosis oder ein
Absetzen von Itovebi wie in Tabelle
2 beschrieben erforderlich sein
(siehe "Dosierung/Anwendung" ).
a Zu den Hyperglykäm
ie-Risikofaktoren
gehören unter
anderem (Prä-)Diabet
es, HbA1C ≥5,7 %,
BMI ≥30 kg/m2,
Alter ≥45 Jahre,
Schwangerschaftsdiab
etes in der Anamnese
und Diabetes
mellitus in der
Familienanamnese. b
In der Studie
INAVO120 wurde für
Patienten mit
Hyperglykämie-Risiko
faktoren eine
Metformin-Prophylaxe
empfohlen.
Die Sicherheit von Itovebi bei Patientinnen mit Typ 1 Diabetes mellitus oder Typ 2 Diabetes mellitus, welche eine andauernde antihyperglykämische Therapie benötigen, ist nicht untersucht worden. Bei Patientinnen mit gut eingestelltem Typ 2 Diabetes mellitus in der Anamnese kann bei entsprechender klinischer Indikation eine intensivierte antihyperglykämische Behandlung und eine engmaschige Überwachung der Nüchternglukosewerte erforderlich sein. Itovebi sollte erst angewendet werden, wenn der Nüchternblutzuckerspiegel optimiert ist. Vor Beginn der Behandlung mit Itovebi sollte eine in der Behandlung von Hyperglykämie erfahrene medizinische Fachperson konsultiert werden.
Für Patientinnen mit einem Nüchternblutzucker von 126–140 mg/dl und einem HbA1c-Wert zwischen 6 und 7 % liegen nur begrenzte Evidenzdaten vor.
Stomatitis
Bei Patienten unter Behandlung mit Itovebi wurde über Stomatitis berichtet (siehe "Unerwünschte Wirkungen: Beschreibung spezifischer unerwünschter Wirkungen und Zusatzinformationen" ). Je nach Schwere der Stomatitis kann die Dosierung von Itovebi unterbrochen, reduziert oder dauerhaft abgesetzt werden (siehe Tabelle 3).
Zur Stomatitis-Prophylaxe wurde allen Patienten in klinischen Studien eine kortikosteroidhaltige Mundspülung empfohlen.
Die Patientinnen sind anzuweisen, bei den ersten Anzeichen einer Stomatitis mit der Anwendung einer alkoholfreien, kortikosteroidhaltigen Mundspülung zu beginnen und alkohol- oder peroxidhaltige Mundspülungen zu vermeiden, da diese die Beschwerden verschlimmern können (siehe "Unerwünschte Wirkungen: Beschreibung spezifischer unerwünschter Wirkungen und Zusatzinformationen" ). Es sollten Ernährungsumstellungen (z.B. Vermeidung scharfer Speisen) in Betracht gezogen werden.
Embryo-fötale Toxizität
Auf der Grundlage von tierexperimentellen Studien und der pharmakologischen Aktivität von Inavolisib ist davon auszugehen, dass die Anwendung von Itovebi bei schwangeren Frauen für den Fötus schädlich ist (siehe "Präklinische Daten: Reproduktionstoxizität" ). Schwangere Frauen sind auf das potenzielle Risiko für den Fötus hinzuweisen. Frauen im gebärfähigen Alter ist anzuraten, während der Behandlung mit Itovebi und für 1 Woche nach der letzten Dosis von Itovebi eine zuverlässige Verhütungsmethode anzuwenden (siehe "Schwangerschaft, Stillzeit" ).
Laktose
Patientinnen mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, völligem Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten dieses Arzneimittel nicht anwenden.
Natrium
Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Tagesdosis (Filmtabletten zu 9mg), d.h. es ist nahezu "natriumfrei" .
Diarrhö
Bei Patienten unter Behandlung mit Itovebi wurde über Diarrhö berichtet. Fälle wurden häufig beobachtet und schwere Diarrhö kann auftreten. Je nach Schwere der Diarrhö kann die Dosierung von Itovebi unterbrochen oder reduziert werden wie in Tabelle 4 beschrieben. Patientinnen sollten darüber informiert werden, dass sie mit der Einnahme einer Durchfallbehandlung beginnen, die orale Flüssigkeitszufuhr erhöhen und ihr medizinisches Fachpersonal benachrichtigen sollten, falls während der Einnahme von Itovebi Durchfall auftritt (siehe "Unerwünschte Wirkungen: Beschreibung spezifischer unerwünschter Wirkungen und Zusatzinformationen" ).
Infektionen und parasitäre Erkrankungen
Bei Patienten unter Behandlung mit Itovebi wurde über Infektionen einschliesslich Covid-19, Harnwegsinfektionen und Lungenentzündung berichtet. Die Patientinnen sind auf Anzeichen und Symptome von Infektionen zu überwachen, und je nach Schwere kann die Dosierung von Itovebi unterbrochen oder reduziert oder dauerhaft abgesetzt werden (siehe Tabelle 4).
Vorgängig mit CDK4/6i (adjuvant) behandelte Patienten
Aufgrund der geringen Stichprobengrösse liegen für Patienten, die vorgängig CDK4/6-Inhibitoren erhalten haben, keine schlüssigen Daten zur Wirksamkeit vor.
|