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Fachinformation zu DATROWAY® 100 mg Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung:Daiichi Sankyo (Schweiz) AG
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Unerwünschte Wirkungen

Zusammenfassung des Sicherheitsprofils
Die gepoolte Sicherheitspopulation wurde für Patienten ausgewertet, die mindestens eine Dosis DATROWAY 6 mg/kg (n = 927) in den klinischen Studien TROPION-PanTumor01 (NCT03401385), TROPION-Lung05 (NCT04484142), TROPION-Lung01 (NCT04656652) und TROPION-Breast01 (NCT05104866) erhalten haben. Die Studien umfassten 484 Patienten mit NSCLC und 443 Patienten mit Brustkrebs. Die mediane Behandlungsdauer in diesem Pool betrug 5.5 Monate (Bereich: 0.7 bis 29.9 Monate).
Die häufigsten Nebenwirkungen waren Stomatitis (60.5%), Übelkeit (51.3%), Fatigue (44.2%), Alopezie (37.9%), Obstipation (27.3%), verminderter Appetit (22.3%) und Erbrechen (21.5%).
Die häufigsten Nebenwirkungen vom Grad 3 oder höher waren Stomatitis (7.2%), Fatigue (4.5%), Anämie (3.8%), Übelkeit (1.9%), verminderter Appetit (1.4%), Erbrechen (1.2%) und Keratitis (1.1%). Nebenwirkungen vom Grad 5 wurden bei 0.9% der Patienten berichtet und waren auf ILD zurückzuführen.
Die häufigste schwerwiegende Nebenwirkung war ILD (2.6%).
Die Häufigkeit eines Therapieabbruchs aufgrund von Nebenwirkungen betrug 4.5% der Patienten, die mit DATROWAY behandelt wurden. Die häufigste Nebenwirkung, die zum Abbruch der Therapie führte, war ILD (2.7%). Die Häufigkeit von Dosisunterbrechungen aufgrund von Nebenwirkungen betrug 14.2%. Die häufigsten Nebenwirkungen, die zu Dosisunterbrechungen führten, waren Stomatitis (4.7%), Fatigue (2.5%), ILD (1.6%), infusionsbedingte Reaktionen (1.4%), Keratitis (1.3%) und Anämie (1.2%). Die Häufigkeit von Dosisreduktionen aufgrund von Nebenwirkungen betrug 16.5%. Die häufigsten Nebenwirkungen, die zu Dosisreduktionen führten, waren Stomatitis (10.7%), Fatigue (3%) und Übelkeit (2.4%).
Tabellarische Auflistung der Nebenwirkungen
In Tabelle 3 sind die Nebenwirkungen aufgeführt, die unter DATROWAY berichtet wurden. Die Nebenwirkungen sind nach Systemorganklasse und Häufigkeitskategorie aufgelistet.
Der Schweregrad der Nebenwirkungen wurde gemäss den Allgemeinen Terminologiekriterien für unerwünschte Ereignisse (CTCAE) mit den Definitionen Grad 1 = leicht, Grad 2 = mässig, Grad 3 = schwer, Grad 4 = lebensbedrohlich und Grad 5 = Tod beurteilt.
Die Häufigkeitskategorien sind wie folgt definiert: sehr häufig (≥1/10), häufig (≥1/100; < 1/10), gelegentlich (≥1/1'000; < 1/100), selten (≥1/10'000; < 1/1'000), sehr selten (< 1/10'000) und nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).
Tabelle 3: Nebenwirkungen bei Patienten, die mit DATROWAY 6 mg/kg behandelt wurden

                                     MedDRA-Systemorganklasse            Häufigkeitskategorie  Alle Grade (%)        Grad 3 oder 4 (%)
Erkrankungen des Blutes und des
Lymphsystems
Anämie                              Sehr häufig           153 (16.5)            35 (3.8)
Erkrankungen des Immunsystems
Anaphylaktische Reaktion            Nicht bekannt                               
Stoffwechsel- und Ernährungsstörun
gen
Verminderter Appetit                Sehr häufig           207 (22.3)            13 (1.4)
Augenerkrankungen
Trockenes Auge                      Sehr häufig           145 (15.6)            2 (0.2)
Keratitisa                          Sehr häufig           99 (10.7)             10 (1.1)
Konjunktivitisb                     Häufig                55 (5.9)              1 (0.1)
Erhöhter Tränenfluss                Häufig                55 (5.9)              0
Verschwommenes Sehen                Häufig                39 (4.2)              0
Blepharitis                         Häufig                27 (2.9)              0
Dysfunktion der Meibom-Drüse        Häufig                24 (2.6)              0
Sehstörungc                         Gelegentlich          9 (1.0)               1 (0.1)
Photophobie                         Gelegentlich          8 (0.9)               0
Erkrankungen der Atemwege, des
Brustraums und Mediastinums
Interstitielle Lungenerkrankungd    Häufig                46 (5.0)              7 (0.8)
Erkrankungen des Gastrointestinalt
rakts
Stomatitise                         Sehr häufig           561 (60.5)            67 (7.2)
Übelkeit                            Sehr häufig           476 (51.3)            18 (1.9)
Obstipation                         Sehr häufig           253 (27.3)            1 (0.1)
Erbrechen                           Sehr häufig           199 (21.5)            11 (1.2)
Diarrhoe                            Sehr häufig           111 (12.0)            3 (0.3)
Mundtrockenheit                     Häufig                51 (5.5)              1 (0.1)
Erkrankungen der Haut und des
Unterhautgewebes
Alopezie                            Sehr häufig           351 (37.9)            1 (0.1)
Ausschlagf                          Sehr häufig           145 (15.6)            2 (0.2)
Juckreiz                            Häufig                67 (7.2)              1 (0.1)
Trockene Hautg                      Häufig                63 (6.8)              0
Hyperpigmentierung der Hauth        Häufig                44 (4.7)              0
Madarosis                           Gelegentlich          7 (0.8)               0
Allgemeine Erkrankungen und
Beschwerden am Verabreichungsort
Fatiguei                            Sehr häufig           410 (44.2)            42 (4.5)
Verletzung, Vergiftung und durch
Eingriffe bedingte Komplikationen
Infusionsbedingte Reaktionenj       Sehr häufig           110 (11.9)            3 (0.3)

MedDRA = Medical Dictionary for Regulatory Activities
Die Ereignisse wurden gemäss NCI CTCAE Version 5.0 eingestuft.
a Umfasst Keratitis, Keratitis punctata, ulzeröse Keratitis
b Umfasst Konjunktivitis, Erkrankung der Bindehaut, Bindehauthyperämie, Bindehautreizung
c Umfasst visuelle Beeinträchtigung, verminderte Sehschärfe
d Interstitielle Lungenerkrankung umfasst vom Prüfarzt berichtete Ereignisse, die der arzneimittelbedingten ILD durch DATROWAY zugeordnet wurden: interstitielle Lungenerkrankung, Pneumocystis-jirovecii-Pneumonie, Pneumonie, bakterielle Pneumonie, Pneumonitis, Lungentoxizität, Atemversagen
e Umfasst Stomatitis, Aphthen, Glossitis, Mundulzera, Odynophagie, schmerzhaftes Schlucken, Mundschmerzen, Schmerzen im Oropharynx, Rachenentzündung
f Umfasst Ausschlag, erythematöser Ausschlag, makulo-papulöser Ausschlag und juckender Ausschlag
g Umfasst trockene Haut, Xerosis
h Umfasst Hyperpigmentierung der Haut, Pigmentierungsstörung, Hautverfärbung
i Umfasst Fatigue, Asthenie, Lethargie, Unwohlsein
j Infusionsbedingte Reaktion umfasst jede Reaktion (infusionsbedingte Reaktion, anaphylaktische Reaktion, Bronchospasmus, Schüttelfrost, Hitzegefühl, Überempfindlichkeit, Hypotonie, infusionsbedingte Überempfindlichkeitsreaktion, Juckreiz, Fieber, Ausschlag, makulo-papulöser Ausschlag, Urtikaria, Giemen), die am selben Tag wie die DATROWAY-Infusion auftritt.
Beschreibung spezifischer unerwünschter Wirkungen und zusätzliche Information
Interstitielle Lungenerkrankung/Pneumonitis
In der gepoolten NSCLC-Patientenpopulation trat bei 7% der Patienten, die mit DATROWAY 6 mg/kg behandelt wurden, eine ILD auf, wie durch unabhängige Überprüfung festgestellt wurde. Die meisten ILD-Fälle waren vom Grad 1 (0.8%) und Grad 2 (3.7%). ILD-Fälle vom Grad 3 und Grad 4 traten bei 0.4% der Patienten auf. ILD-Fälle vom Grad 5 traten bei 1.7% der Patienten in der NSCLC-Gesamtpopulation und bei 1.2% der Patienten mit nicht-plattenepithelialer Histologie auf. Die mediane Zeit bis zum ersten Auftreten betrug 1.4 Monate (Bereich: 0.2 bis 9).
In der gepoolten Brustkrebs-Patientenpopulation trat bei 2.9% der Patienten, die mit DATROWAY 6 mg/kg behandelt wurden, eine ILD auf, wie durch unabhängige Überprüfung festgestellt wurde. Die meisten ILD-Fälle waren vom Grad 1 (1.1%) und Grad 2 (0.9%). ILD-Fälle vom Grad 3 traten bei 0.7% der Patienten auf, es wurden keine ILD-Fälle vom Grad 4 beobachtet. ILD-Fälle vom Grad 5 traten bei 0.2% der Patienten auf. Die mediane Zeit bis zum ersten Auftreten betrug 2.5 Monate (Bereich: 1.1 bis 8.3).
Keratitis
Eine Keratitis trat bei 10.7% des Patientenpools unter Behandlung mit DATROWAY 6 mg/kg auf, darunter Grad 1 bei 7.3%, Grad 2 bei 2.3% und Grad 3 bei 1.1%. Es wurden keine Keratitisfälle vom Grad 4 berichtet. Die mediane Zeit bis zum ersten Auftreten einer Keratitis betrug 4.1 Monate (Bereich: 0.3 bis 19.1). Zum Abbruch der Therapie aufgrund einer Keratitis kam es bei 0.4% der Patienten.
Stomatitis
Eine Stomatitis trat bei 60.5% des Patientenpools unter Behandlung mit DATROWAY 6 mg/kg auf, darunter Grad 1 bei 29.1%, Grad 2 bei 24.2%, Grad 3 bei 7.1% und Grad 4 bei 0.1%. Die mediane Zeit bis zum ersten Auftreten betrug 0.5 Monate (Bereich: 0.03 bis 10.3 Monate). Zum Abbruch der Therapie aufgrund einer Stomatitis kam es bei 0.5% der Patienten.
Besondere Patientengruppen
Ältere Patienten
Von den 234 Patienten mit nicht-plattenepithelialem NSCLC in der Studie TROPION-Lung01, die auf DATROWAY 6 mg/kg randomisiert wurden, waren 46.2% 65 Jahre alt oder älter und 6% 75 Jahre oder älter. Von 365 Patienten in der Studie TROPION-Breast01, die auf DATROWAY 6 mg/kg randomisiert wurden, waren 24.9% 65 Jahre alt oder älter.
Von den 927 Patienten, die in den klinischen Studien mit DATROWAY 6 mg/kg behandelt wurden, waren 32.8% 65 Jahre alt oder älter. Es wurden keine klinisch bedeutsamen Unterschiede in der Sicherheit zwischen Patienten im Alter von ≥65 Jahren und jüngeren Patienten beobachtet.
Immunogenität
Wie bei allen therapeutischen Proteinen besteht ein Potenzial für Immunogenität.
In klinischen Studien bei Patienten, die mit DATROWAY 6 mg/kg behandelt wurden, lag während der medianen 5.5-monatigen Behandlungsphase die Inzidenz von Antikörpern gegen Datopotamab-Deruxtecan bei 16% (146 von 912) und die Inzidenz neutralisierender Antikörper gegen Datopotamab-Deruxtecan bei 2.5% (23 von 912).
Es gab keine erkennbare Wirkung von Anti-Drug-Antikörpern auf die Pharmakokinetik oder die Wirksamkeit von Datopotamab-Deruxtecan. Es wurde kein klinisch bedeutsamer Einfluss auf die Sicherheit von Datopotamab-Deruxtecan beobachtet.
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grosser Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdacht einer neuen oder schwerwiegenden Nebenwirkung über das Online-Portal ElViS (Electronic Vigilance System) anzuzeigen. Informationen dazu finden Sie unter www.swissmedic.ch.

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