Warnhinweise und VorsichtsmassnahmenVor Beginn der Behandlung und regelmässig während der Behandlung muss eine vollständige körperliche Untersuchung durchgeführt werden.
Progestan 400 mg darf nur bei Gefahr einer Fehlgeburt im ersten Schwangerschaftstrimester bis zur 16. Woche und nur vaginal angewendet werden.
Vaginale Blutungen müssen grundsätzlich abgeklärt werden.
Die Behandlung muss bei Diagnose eines verhaltenen Aborts abgebrochen werden.
Gründe, die ein sofortiges Absetzen der Behandlung erfordern
Bei einer vorliegenden Kontraindikation sowie in folgenden Situationen ist die Behandlung sofort abzubrechen:
-Symptome eines venösen oder arteriellen thromboembolischen Ereignisses (z. B. tiefe Venenthrombose, Lungenembolie oder Apoplexie) bzw. entsprechender Verdacht; dazu gehören auch:
oschmerzhafte oder geschwollene Gliedmassen
oDyspnoe, Thoraxschmerzen
oerstmaliges Auftreten von Migränekopfschmerzen oder häufigeres Auftreten von ungewöhnlich starken Kopfschmerzen
oplötzlicher partieller oder vollständiger Sehverlust
oplötzliche Hörstörungen
abnorme Leberfunktionswerte oder Hepatomegalie
plötzlich auftretender Ikterus (einschliesslich cholestatischer Ikterus) oder generalisierter Pruritus
-Verdacht auf Lebertumor
erstmaliges Auftreten einer schweren depressiven Erkrankung oder rezidivierende depressive Episode
Die Patientin muss angewiesen werden, bei Symptomen eines thromboembolischen Ereignisses (z. B. geschwollenes und schmerzhaftes Bein, plötzliche Schmerzen in der Brust, Dyspnoe) unverzüglich einen Arzt aufzusuchen.
Während der Behandlung mit Progesteron kann die Glucosetoleranz verändert sein, sodass häufigere Kontrollen erforderlich sind. Progesteron wurde mit einem Anstieg von Diabetes Typ 2 in Verbindung gebracht. Eine Anpassung der Diabetesbehandlung ist in der Regel nicht erforderlich. Bei Diabetikerinnen muss jedoch während der Anwendung von Progestan 400 mg der Blutzuckerspiegel sorgfältig überwacht werden.
Die Anwendung von mikronisiertem Progesteron kann zur Entwicklung einer Schwangerschaftscholestase oder einer hepatozellulären Erkrankung führen.
Pharmazeutische Hilfsstoffe von besonderem Interesse
Progestan 400 mg enthält Sojalecithin und kann Überempfindlichkeitsreaktionen (Urtikaria und anaphylaktischer Schock bei überempfindlichen Patientinnen) hervorrufen. Da ein möglicher Zusammenhang zwischen einer Sojaallergie und einer Erdnussallergie besteht, dürfen Patientinnen mit einer Erdnussallergie Progestan 400 mg nicht anwenden (siehe "Kontraindikationen" ).
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