Unerwünschte WirkungenBehandlung moderater bis schwerer VMS bei postmenopausalen Patientinnen
Die Angaben zum Sicherheitsprofil basieren auf den Daten aus 4 Phase II- und III-Studien (SWITCH-1, OASIS 1/2/3), in welchen insgesamt n=1113 postmenopausale Patientinnen mit VMS mindestens eine Dosis Elinzanetant 120 mg erhielten und der Post-Marketing-Phase. Die am häufigsten beobachteten unerwünschten Wirkungen (≥5 %) unter Elinzanetant waren dabei Kopfschmerzen und Fatigue.
Behandlung moderater bis schwerer VMS, die durch adjuvante endokrine Therapie verursacht werden
Die Angaben zum Sicherheitsprofil basieren auf den Daten aus einer Phase III-Studie (OASIS 4), in welcher n=465 Patientinnen mit VMS, verursacht durch eine adjuvante endokrine Therapie mindestens eine Dosis Elinzanetant 120 mg erhielten und der Post-Marketing-Phase.
Die am häufigsten beobachteten unerwünschten Wirkungen (≥5 %) unter Elinzanetant waren dabei Fatigue, Schläfrigkeit, Diarrhoe, Depression und Muskelkrämpfe.
Nachfolgend sind die in den klinischen Studien beobachteten unerwünschten Wirkungen nach Systemorganklassen (gemäss MedDRA) und Häufigkeit aufgeführt. Die Häufigkeitskategorien sind dabei wie folgt definiert: sehr häufig: ≥1/10, häufig: ≥1/100, < 1/10, gelegentlich: ≥1/1 000, < 1/100, selten: ≥1/10'000, < 1/1 000, sehr selten: <1/10'000.
Tabelle 3: Unerwünschte Wirkungen, die unter Elinzanetant beobachtet wurden
Elinzanetant bei Patientinnen mit Elinzanetant bei Patientinnen mit
postmenopausalen VMS VMS, verursacht durch adjuvante
endokrine Therapie
Infektionen und
parasitäre Erkrankungen
Häufig Harnwegsinfektion
Stoffwechsel- und
Ernährungsstörungen
Häufig Appetit vermindert
Psychiatrische Erkrankun
gen
Häufig Depression Depressive Verstimmung
Erkrankungen des
Nervensystems
Häufig Kopfschmerzen Schläfrigkeit Schläfrigkeit Schwindelgefühl
Schwindelgefühl Vertigo
Selten Krampfanfall * Krampfanfall *
Erkrankungen des
Gastrointestinaltrakts
Häufig Oberbauchschmerzen Diarrhoe Diarrhoe
Leber- und Gallenerkrank
ungen
Häufig Alaninaminotransferase (ALT) erhöht
*
Gelegentlich Alaninaminotransferase (ALT) Aspartataminotransferase (AST)
erhöht * Aspartataminotransferase erhöht *
(AST) erhöht *
Erkrankungen der Haut
und des Unterhautzellgew
ebes
Häufig Ausschlag (einschliesslich Alopezie Pruritus
makulopapulösem, papulösem und
pruritischem Exanthem)
Gelegentlich Lichtempfindlichkeitsreaktion * Lichtempfindlichkeitsreaktion *
Skelettmuskulatur-,
Bindegewebs- und
Knochenerkrankungen
Häufig Muskelkrämpfe / Muskelverspannung Muskelkrämpfe / Muskelverspannung
Allgemeine Erkrankungen
Sehr häufig Fatigue / Asthenie
Häufig Fatigue / Asthenie Ödem peripher Fieber
* siehe „Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen“
Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen
Krampfanfall
Im Rahmen der klinischen Studien wurden nur wenige Patientinnen mit Krampfanfällen in der Vorgeschichte mit Elinzanetant behandelt. Bei einer dieser Patientinnen mit vorbestehender Anfallserkrankung trat nach langjähriger Anfallsfreiheit nach Behandlungsbeginn mit Elinzanetant ein Krampfanfall auf. Nach der Markteinführung wurden Krampfanfälle bei Patientinnen berichtet, von denen einige Krampfanfälle in der Vorgeschichte hatten und/oder Begleitmedikationen erhielten, die die Krampfschwelle herabsetzen können.
Lichtempfindlichkeitsreaktion
In den gepoolten Sicherheitsdaten (SWITCH-1, OASIS 1/2/3) bis zu 52 Wochen wurden Lichtempfindlichkeitsreaktionen bei 0,4 % der mit Elinzanetant behandelten Patientinnen und bei 0,1 % der mit Placebo behandelten Patientinnen berichtet.
In OASIS 4 bis zu 52 Wochen wurden Lichtempfindlichkeitsreaktionen bei 0,9 % der mit Elinzanetant behandelten Patientinnen und bei 0.6 % der mit Placebo behandelten Patientinnen berichtet.
ALT und AST erhöht
In den gepoolten Sicherheitsdaten (SWITCH-1, OASIS 1/2/3) bis zu 52 Wochen wurde das Ereignis ALT erhöht bei 0,6 % der mit Elinzanetant behandelten Patientinnen und bei 0,5 % der mit Placebo behandelten Patientinnen berichtet. Das Ereignis AST erhöht wurde bei 0,4 % der mit Elinzanetant behandelten Patientinnen und bei 0,5 % der mit Placebo behandelten Patientinnen berichtet. In OASIS 4 bis zu 52 Wochen wurde das Ereignis ALT erhöht bei 1,1 % der mit Elinzanetant behandelten Patientinnen und bei 0,6 % der mit Placebo behandelten Patientinnen berichtet. Das Ereignis AST erhöht wurde bei 0,6 % der mit Elinzanetant behandelten Patientinnen und bei keiner der mit Placebo behandelten Patientinnen berichtet.
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grosser Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdacht einer neuen oder schwerwiegenden Nebenwirkung über das Online-Portal ElViS (Electronic Vigilance System) anzuzeigen. Informationen dazu finden Sie unter www.swissmedic.ch.
|