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Fachinformation zu ZYNYZ:Incyte Biosciences International Sàrl
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Unerwünschte Wirkungen

Zusammenfassung des Sicherheitsprofils
Bei Retifanlimab traten immunbedingte Nebenwirkungen auf. Die meisten dieser Nebenwirkungen, einschliesslich der schwerwiegenden Nebenwirkungen, klangen nach Einleitung einer angemessenen medizinischen Behandlung oder nach Absetzen von Retifanlimab ab (siehe Rubrik "Beschreibung spezifischer unerwünschter Wirkungen" unten).
Das Sicherheitsprofil von Retifanlimab als Monotherapie basiert auf gepoolten Daten von 653 Patienten mit fortgeschrittenen soliden Tumoren, die mindestens eine Dosis Retifanlimab als Monotherapie erhalten haben, darunter 107 Patienten mit metastasiertem oder rezidivierendem, lokal fortgeschrittenem Merkelzellkarzinom. Die mediane Dauer der Behandlung betrug 3,7 Monate (Spanne 1 Tag bis 28,6 Monate). Die häufigsten unerwünschten Wirkungen sind Ermüdung/Fatigue (32,8 %), Ausschlag (17 %), Diarrhö (16,8 %), Anämie (15,9 %), Pruritus (13,8 %), Arthralgie (11,6 %), Obstipation (11,6 %), Übelkeit (13,8 %), Fieber (12,3 %) und Appetit vermindert (11,3 %). Bei 11 % der Patienten traten schwerwiegende Nebenwirkungen auf; bei den meisten schwerwiegenden Nebenwirkungen handelte es sich um immunbedingte Nebenwirkungen.
Bei 6,7 % der Patienten wurde ZYNYZ aufgrund von Nebenwirkungen endgültig abgesetzt; meistens handelte es sich um immunbedingte Ereignisse.
Das Sicherheitsprofil von Retifanlimab in Kombination mit Carboplatin und Paclitaxel wurde bei 154 Patienten mit metastasiertem oder inoperablem, lokal rezidivierendem SCAC untersucht. Die mediane Behandlungsdauer mit Retifanlimab betrug 7,4 Monate (Spanne 1 Tag bis 14,6 Monate). Die häufigsten Nebenwirkungen waren Neutropenie (70,1 %), Diarrhö (48,7 %), Pruritus (24 %), Ausschlag (23,4 %), Lymphopenie (14,3 %), Hypothyreose (14,3 %) und Alaninaminotransferase erhöht (10,4 %). Bei 13,6 % der Patienten traten schwerwiegende Nebenwirkungen auf; die schwerwiegendsten Nebenwirkungen waren immunbedingte Nebenwirkungen. Bei 5,8 % der Patienten wurde die Behandlung mit ZYNYZ aufgrund von Nebenwirkungen endgültig abgesetzt; bei den meisten davon handelte es sich um immunbedingte Ereignisse.
Auflistung der unerwünschten Wirkungen
Die in den gepoolten Daten gemeldeten unerwünschten Wirkungen bei Patienten, die mit ZYNYZ als Monotherapie (N = 653) und in Kombination mit Carboplatin und Paclitaxel (N = 154) behandelt wurden, sind in Tabelle 2 aufgeführt. Die unten aufgeführten Häufigkeiten basieren auf allen gemeldeten unerwünschten Arzneimittelwirkungen, unabhängig von der Bewertung der Kausalität durch den Prüfer.
Diese Reaktionen werden nach Systemorganklasse und Häufigkeit dargestellt. Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:
"sehr häufig" (≥1/10),
"häufig" (≥1/100 bis < 1/10)
"gelegentlich" (≥1/1000 bis <1/100)
"selten" (≥1/10'000 bis <1/1000),
"sehr selten" (<1/10'000).
Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe werden die Nebenwirkungen nach abnehmendem Schweregrad angegeben.
Tabelle 2: Nebenwirkungen bei Patienten, die mit Retifanlimab behandelt wurden

                                      Retifanlimab als      Retifanlimab in
                      Monotherapie (N =     Kombination mit
                      653)                  Carboplatin und
                                            Paclitaxel (N = 154)
Systemorganklasse     Häufigkeit für alle   Häufigkeit für Grad   Häufigkeit für alle   Häufigkeit für Grad
                      Grade (%)             3 –4                  Grade (%)             3–4 (%)
Erkrankungen des      Sehr häufig Anämie    Häufig Anämiea        Sehr häufig Lymphope  Sehr häufig Neutrope
Blutes und des        (15,9)a                                     nie (14,3)b Neutrope  nie (50)c   Häufig
Lymphsystems                                                      nie (70,1)c           Lymphopenieb
Endokrine Erkrankung  Häufig Hypothyreose   Gelegentlich Nebenni  Sehr häufig Hypothyr  Häufig Nebennierenin
en                    Hyperthyreose         ereninsuffizienz      eose (14,3)           suffizienz   Gelegen
                      Thyreotropin im       Hypophysitis Diabete  Häufig Nebennierenin  tlich Hypothyreose
                      Blut erhöht           s mellitus Typ 1e     suffizienz Hyperthyr  Hyperthyreose
                      Gelegentlich Nebenni                        eose Hypophysitis     Nebennierenrindenins
                      ereninsuffizienz                            Hyperglykämie         uffizienz sekundär
                      Thyroiditisd Hypophy                        Gelegentlich Autoimm  
                      sitis Diabetes                              unthyroiditis         
                      mellitus Typ 1e                             Nebennierenrindenins  
                      Thyreotropin im                             uffizienz sekundär    
                      Blut erniedrigt                                                   
Stoffwechsel- und     Sehr häufig Appetit   Gelegentlich Appetit  Häufig Hyponatriämie  Häufig Hyponatriämie
Ernährungsstörungen   vermindert (11,3)      vermindert                                 
Erkrankungen des      Häufig Parästhesie    Gelegentlich Polyneu  Sehr häufig Peripher  Häufig Periphere
Nervensystems          Gelegentlich         ropathief Radikulopa  e sensorische         sensomotorische
                      Polyneuropathief      thie                  Neuropathie (11)      Neuropathie
                      Radikulopathie                              Häufig Periphere      
                      Stimmbandlähmung                            motorische Neuropath  
                                                                  ie Periphere sensomo  
                                                                  torische Neuropathie  
Augenerkrankungen     Gelegentlich Uveitis  Gelegentlich Uveitis                        
                      g Keratitis           g                                           
Herzerkrankungen      Gelegentlich Perikar  Gelegentlich Myokard                        
                      ditis Myokarditis     itis                                        
Erkrankungen der      Häufig Pneumonitish   Gelegentlich Pneumon                        
Atemwege, des                               itish                                       
Brustraums und                                                                          
Mediastinums                                                                            
Erkrankungen des      Sehr häufig Diarrhö   Häufig Amylase        Sehr häufig Kolitis   Häufig Kolitisj  
Gastrointestinaltrak  (16,8) Übelkeit       erhöht Lipase         (10,4)j   Häufig      Häufig Amylase
ts                    (13,8) Obstipation    erhöht   Gelegentlic  Stomatitis Amylase    erhöht Lipase erhöht
                      (11,6)   Häufig       h Diarrhö Pankreatit  erhöht Lipase erhöht  
                      Kolitisi Amylase      is Kolitisi                                 
                      erhöht Lipase                                                     
                      erhöht   Gelegentlic                                              
                      h Pankreatitis                                                    
Leber- und Gallenerk  Häufig Hepatitisk     Häufig Transaminasen  Sehr häufig Alaninam  Häufig Hepatitism
rankungen             Transaminasen          erhöhtl Kreatinin    inotransferase        Alaninaminotransfera
                      erhöhtl Kreatinin     im Blut erhöht        erhöht (10,4)         se erhöht Aspartatam
                      im Blut erhöht        Gelegentlich Hepatit  Häufig Hepatitism     inotransferase
                      Gelegentlich Leberze  isk Leberzellschädig  Aspartataminotransfe  erhöht   Gelegentlic
                      llschädigung Hyperbi  ung Cholangitis       rase erhöht           h Immunvermittelte
                      lirubinämie Cholangi  Hyperbilirubinämie    Gelegentlich Immunve  Cholangitis
                      tis                                         rmittelte Cholangiti  
                                                                  s                     
Erkrankungen der      Sehr häufig Ausschla  Häufig Ausschlagn     Sehr häufig Pruritus  Häufig Ausschlago  
Haut und des Unterha  g (17,0)n Pruritus                           (24) Ausschlag       Gelegentlich Pruritu
utgewebes             (13,8)                                      (23,4)o               s
Skelettmuskulatur-,   Sehr häufig Arthralg  Gelegentlich Arthral  Häufig Arthritis      
Bindegewebs- und      ie (11,6)   Gelegent  gie Arthritisp                              
Knochenerkrankungen   lich Arthritisp       Myositis Eosinophile                        
                      Myositis Eosinophile   Fasciitis                                  
                       Fasciitis Polymyalg                                              
                      ia rheumatica                                                     
Erkrankungen der      Häufig Akute Nierens  Gelegentlich Akute    Häufig Kreatinin im   Häufig Kreatinin im
Nieren und Harnwege   chädigung Kreatinin   Nierenschädigung      Blut erhöht           Blut erhöht
                      im Blut erhöht        Tubulo-interstitiell                        
                      Gelegentlich Nierenv  e Nephritis Kreatini                        
                      ersagen Tubulo-inter  n im Blut erhöht                            
                      stitielle Nephritis                                               
Allgemeine Erkrankun  Sehr häufig Ermüdung  Häufig Ermüdung       Sehr häufig Asthenie  Häufig Asthenie
gen und Beschwerden    (Fatigue) (16,8)q    (Fatigue)q   Gelegen   (47,4)               
am Verabreichungsort  Fieber (12,3)         tlich Fieber                                
Verletzung, Vergiftu  Häufig infusionsbedi  Gelegentlich Infusio  Häufig Infusionsbedi  Gelegentlich Infusio
ng und durch Eingrif  ngte Reaktionr        nsbedingte Reaktionr  ngte Reaktion         nsbedingte Reaktion
fe bedingte Komplika                                                                    
tionen                                                                                  

a Einschliesslich Anämie, Eisenmangelanämie, Anämie aufgrund einer malignen Erkrankung und Vitamin-B12-Mangelanämie.
b Einschliesslich Lymphopenie und Lymphozytenzahl erniedrigt.
c Einschliesslich Neutropenie und Neutrophilenzahl erniedrigt.
d Einschliesslich Thyreoiditis und Immunthyreoiditis.
e Einschliesslich diabetischer Ketoazidose.
f Einschliesslich Polyneuropathie und demyelinisierender Polyneuropathie.
g Einschliesslich Uveitis und Iritis.
h Einschliesslich Pneumonitis, interstitieller Lungenerkrankung, organisierender Pneumonie und Lungeninfiltration.
i Einschliesslich Kolitis und immunvermittelter Enterokolitis.
j Einschliesslich Kolitis, immunvermittelter Enterokolitis und immunvermittelter Diarrhö.
k Einschliesslich Hepatitis und Autoimmunhepatitis.
l Einschliesslich erhöhten Transaminasen, erhöhter Alaninaminotransferase und erhöhter Aspartataminotransferase.
m Einschliesslich Hepatitis und immunvermittelter Hepatitis.
n Einschliesslich Ausschlag, makulo-papulösem Ausschlag, erythematösem Hautausschlag, Ausschlag mit Juckreiz, Dermatitis, Psoriasis, makulösem Ausschlag, papulösem Ausschlag, lichenoider Keratose, pustulösem Ausschlag, bullöse Dermatitis, palmar-plantarem Erythrodysästhesie-Syndrom, toxischer epidermaler Nekrolyse und toxischem Hautausschlag.
o Einschliesslich Ausschlag, erythematösem Hautausschlag, makulo-papulösem Ausschlag und Ausschlag mit Juckreiz.
p Einschliesslich Arthritis und Polyarthritis.
q Einschliesslich Asthenie und Ermüdung (Fatigue).
r Einschliesslich Arzneimittelüberempfindlichkeit und Reaktionen im Zusammenhang mit einer Infusion.
Beschreibung spezifischer unerwünschter Wirkungen
Die im Folgenden beschriebenen ausgewählten Nebenwirkungen basieren auf der Sicherheit von Retifanlimab als Monotherapie in einer gepoolten Sicherheitspopulation von 653 Patienten mit fortgeschrittenen soliden malignen Tumoren, einschliesslich Patienten mit metastasiertem oder rezidivierendem lokal fortgeschrittenem MCC, sowie auf der Sicherheit von Retifanlimab in Kombination mit Carboplatin und Paclitaxel bei 154 Patienten mit metastasiertem oder inoperablem und lokal rezidivierendem SCAC. Die Behandlungsempfehlungen für diese unerwünschten Wirkungen sind in der Rubrik "Dosierung/Anwendung" beschrieben.
Immunbedingte unerwünschte Wirkungen (siehe Rubrik "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" )
Immunbedingte Pneumonitis
Eine immunbedingte Pneumonitis trat bei 2,5 % der mit Retifanlimab als Monotherapie behandelten Patienten auf, einschliesslich 0,9 % der Patienten mit Grad 2, 0,9 % der Patienten mit Grad 3 und 0,2 % der Patienten mit Grad 5. Die mediane Zeit bis zum Auftreten der Pneumonitis betrug 126 Tage (Spanne 43 bis 673 Tage). Die Pneumonitis führte bei 0,3 % der Patienten zum Absetzen von Retifanlimab. 75 % der Patienten mit Pneumonitis erhielten systemische Kortikosteroide und 6,3 % ein anderes Immunsuppressivum (Infliximab). Die Pneumonitis klang bei 81,3 % der Patienten ab, wobei die mediane Zeit bis zum Abklingen 39 Tage betrug (Spanne 9 bis 213 Tage).
Immunbedingte Kolitis
Eine immunbedingte Kolitis trat bei 3,1 % der mit Retifanlimab als Monotherapie behandelten Patienten auf, einschliesslich 1,2 % der Patienten mit Grad 2, 0,8 % der Patienten mit Grad 3 und 0,3 % der Patienten mit Grad 4. Die mediane Zeit bis zum Auftreten der Kolitis betrug 79 Tage (Spanne 2 bis 749 Tage). Eine Kolitis führte bei 1,4 % der Patienten zum Absetzen von Retifanlimab. 85 % der Patienten mit Kolitis erhielten systemische Kortikosteroide und 10 % ein anderes Immunsuppressivum (Infliximab). Bei 60 % der Patienten bildete sich die Kolitis zurück, wobei die mediane Zeit bis zum Abklingen 77 Tage betrug (Spanne 6 bis 675 Tage).
Bei Patienten mit SCAC, die Retifanlimab in Kombination mit Carboplatin und Paclitaxel erhielten, trat eine immunbedingte Kolitis bei 10,4 % der Patienten auf; davon bei 3,2 % der Patienten mit Grad 2, bei 2,6 % der Patienten mit Grad 3 und bei 0,6 % der Patienten mit Grad 4. Die mediane Zeit bis zum Auftreten der Kolitis betrug 83,5 Tage (Spanne 3 bis 271 Tage). Die Kolitis führte bei 1,3 % der Patienten zum Absetzen von Retifanlimab. 93,8 % der Patienten mit Kolitis erhielten systemische Kortikosteroide und 6,3 % ein anderes Immunsuppressivum (Infliximab). Bei 93,8 % der Patienten bildete sich die Kolitis zurück, wobei die mediane Zeit bis zum Abklingen 27 Tage betrug (Spanne 1 bis 102 Tage).
Immunbedingte Nephritis
Eine immunbedingte Nephritis trat bei 1,7 % der mit Retifanlimab als Monotherapie behandelten Patienten auf, darunter 0,5 % Patienten mit Grad 2, 0,9 % Patienten mit Grad 3 und 0,3 % Patienten mit Grad 4. Die mediane Zeit bis zum Auftreten der Nephritis betrug 170 Tage (Spanne 15 bis 515 Tage). Die Nephritis führte bei 0,9 % der Patienten zum Absetzen von Retifanlimab. 72,7 % der Patienten mit Nephritis erhielten systemische Kortikosteroide. Bei 36,4 % der Patienten bildete sich die Nephritis zurück, wobei die mediane Zeit bis zum Abklingen 22,5 Tage betrug (Spanne 9 bis 136 Tage).
Immunbedingte Endokrinopathien
Eine Hypothyreose trat bei 10,1 % der mit Retifanlimab als Monotherapie behandelten Patienten auf, davon bei 4,9 % der Patienten mit Grad 2 und 0,2 % der Patienten mit Grad 3. Die mediane Zeit bis zum Auftreten der Hypothyreose betrug 85 Tage (Spanne 1 bis 577 Tage). Keines der Ereignisse führte zum Absetzen von Retifanlimab. Bei 27,3 % der Patienten bildete sich die Hypothyreose zurück, wobei die mediane Zeitspanne bis zur Rückbildung 56,5 Tage betrug (Spanne 2 bis 224 Tage).
Bei Patienten mit SCAC, die Retifanlimab in Kombination mit Carboplatin und Paclitaxel erhielten, trat eine Hypothyreose bei 14,3 % der Patienten auf; davon bei 9,1 % der Patienten mit Grad 2 und bei 0,6 % der Patienten mit Grad 4. Die mediane Zeit bis zum Auftreten der Hypothyreose betrug 138,5 Tage (Spanne 55 bis 390 Tage). Die Hypothyreose führte bei 1 Patient zum Absetzen von Retifanlimab. Bei 27,3 % der Patienten bildete sich die Hypothyreose zurück, wobei die mediane Zeit bis zur Rückbildung 114 Tage betrug (Spanne 57 bis 212 Tage).
Eine Hyperthyreose trat bei 6,1 % der mit Retifanlimab als Monotherapie behandelten Patienten auf, darunter 2,1 % der Patienten mit Grad 2. Die mediane Zeit bis zum Auftreten der Hyperthyreose betrug 56 Tage (Spanne 8 bis 575 Tage). Keines der Ereignisse führte zum Absetzen von Retifanlimab. Die Hyperthyreose bildete sich bei 60 % der Patienten zurück, wobei die mediane Zeit bis zur Rückbildung 55,5 Tage betrug (Spanne 14 bis 295 Tage).
Bei Patienten mit SCAC, die Retifanlimab in Kombination mit Carboplatin und Paclitaxel erhielten, trat eine Hyperthyreose bei 8,4 % der Patienten auf; davon bei 3,2 % der Patienten mit Grad 2 und bei 0,6 % der Patienten mit Grad 3. Die mediane Zeit bis zum Auftreten der Hyperthyreose betrug 82 Tage (Spanne 8 bis 278 Tage). Keines der Ereignisse führte zum Absetzen von Retifanlimab. Die Hyperthyreose bildete sich bei 76,9 % der Patienten zurück, wobei die mediane Zeit bis zur Rückbildung 29 Tage betrug (Spanne 8 bis 130 Tage).
Eine Hypophysitis trat bei 0,5 % der mit Retifanlimab als Monotherapie behandelten Patienten auf, davon bei 0,3 % der Patienten mit Grad 2 und 0,2 % der Patienten mit Grad 3. Die mediane Zeit bis zum Auftreten der Hypophysitis betrug 308 Tage (Spanne 266 bis 377 Tage). Eine Hypophysitis führte bei 0,2 % der Patienten zum Absetzen von Retifanlimab. Die Hypophysitis klang bei 33,3 % der Patienten im Mittel nach 6 Tagen ab.
Bei Patienten mit SCAC, die Retifanlimab in Kombination mit Carboplatin und Paclitaxel erhielten, trat eine Hypophysitis bei 2 Patienten (1,3 %, beide Grad 2) auf. Die mediane Zeit bis zum Auftreten der Hypophysitis betrug 192 Tage (Spanne 90 bis 294 Tage). Keines der Ereignisse führte zum Absetzen von Retifanlimab. Die Hypophysitis klang bei 1 der 2 Patienten ab, wobei die Zeit bis zum Abklingen 8 Tage betrug.
Eine Nebenniereninsuffizienz trat bei 0,8 % der mit Retifanlimab als Monotherapie behandelten Patienten auf, darunter 0,5 % Patienten mit Grad 2 und 0,3 % Patienten mit Grad 3. Die mediane Zeit bis zum Auftreten der Nebenniereninsuffizienz betrug 197 Tage (Spanne 146 bis 275 Tage). Keines der Ereignisse führte zum Absetzen von Retifanlimab. Die Nebenniereninsuffizienz klang bei 20 % der Patienten ab, wobei die mediane Zeit bis zum Abklingen 12 Tage betrug.
Bei Patienten mit SCAC, die Retifanlimab in Kombination mit Carboplatin und Paclitaxel erhielten, trat eine Nebenniereninsuffizienz bei 5,8 % der Patienten auf; davon bei 1,9 % der Patienten mit Grad 2 und bei 1,9 % der Patienten mit Grad 3. Die mediane Zeit bis zum Auftreten der Nebenniereninsuffizienz betrug 197 Tage (Spanne 63 bis 302 Tage). Ein Ereignis führte zum Absetzen von Retifanlimab. Die Nebenniereninsuffizienz klang bei 44,4 % der Patienten ab, wobei die Zeit bis zum Abklingen 13,5 Tage betrug.
Diabetes mellitus Typ 1 (Grad 3) trat bei 0,3 % der mit Retifanlimab als Monotherapie behandelten Patienten auf. Die mediane Zeit bis zum Auftreten des Diabetes mellitus Typ 1 betrug 156,5 Tage (Spanne 29 bis 284 Tage). Ein Diabetes mellitus Typ 1 führte bei 0,2 % der Patienten zum Absetzen von Retifanlimab. Der Typ-1-Diabetes ist bei allen Patienten innerhalb von 6 Tagen abgeklungen.
Immunbedingte Hepatitis
Eine immunbedingte Hepatitis trat bei 3,4 % der mit Retifanlimab als Monotherapie behandelten Patienten auf, davon 1,1 % der Patienten mit Grad 2, 2,1 % der Patienten mit Grad 3 und 0,2 % der Patienten mit Grad 4. Die mediane Zeit bis zum Auftreten der Hepatitis betrug 53,5 Tage (Spanne 8 bis 580 Tage). Hepatitis führte bei 1,2 % der Patienten zum Absetzen von Retifanlimab. 81,8 % der Patienten mit Hepatitis erhielten systemische Kortikosteroide und 4,5 % ein anderes Immunsuppressivum (Mycophenolatmofetil). Die Hepatitis klang bei 45,5 % der Patienten ab, wobei die mediane Zeit bis zum Abklingen 23 Tage betrug (Spanne 6 bis 104 Tage).
Bei Patienten mit SCAC, die Retifanlimab in Kombination mit Carboplatin und Paclitaxel erhielten, trat eine immunbedingte Hepatitis bei 2 Patienten (1,3 %, beide Grad 3) auf. Die mediane Zeit bis zum Auftreten der Hepatitis betrug 195,5 Tage (Spanne 140 bis 251 Tage). Die Hepatitis führte bei 1 Patient zum Absetzen von Retifanlimab. Beide Patienten mit Hepatitis erhielten systemische Kortikosteroide sowie ein anderes Immunsuppressivum (Mycophenolatmofetil). Bei beiden Patienten klang die Hepatitis ab, wobei die mediane Zeit bis zum Abklingen 58,5 Tage betrug (Spanne 57 bis 60 Tage).
Immunbedingte Hautreaktionen
Immunbedingte Hautreaktionen traten bei 8 % der mit Retifanlimab als Monotherapie behandelten Patienten auf, davon 6,4 % der Patienten mit Grad 2, 1,2 % der Patienten mit Grad 3 und 0,2 % der Patienten mit Grad 4. Die mediane Zeit bis zum Auftreten der Hautreaktionen betrug 85,5 Tage (Spanne 2 bis 628 Tage). Die Hautreaktionen führten bei 0,5 % der Patienten zum Absetzen von Retifanlimab. 34,6 % der Patienten mit Hautreaktionen erhielten systemische Kortikosteroide. Die Hautreaktionen klangen bei 71,2 % der Patienten ab, wobei die mediane Zeit bis zum Abklingen 40 Tage betrug (Spanne 3 bis 470 Tage).
Bei Patienten mit SCAC, die Retifanlimab in Kombination mit Carboplatin und Paclitaxel erhielten, traten immunbedingte Hautreaktionen bei 11,7 % der Patienten auf; davon bei 9,7 % der Patienten mit Grad 2 und bei 1,9 % der Patienten mit Grad 3. Die mediane Zeit bis zum Auftreten der Hautreaktionen betrug 46,5 Tage (Spanne 2 bis 443 Tage). Bei 2 Patienten führten die Hautreaktionen zum Absetzen von Retifanlimab. Von den Patienten mit Hautreaktionen erhielten 33,3 % systemische Kortikosteroide. Die Hautreaktionen klangen bei 72,2 % der Patienten ab, wobei die mediane Zeit bis zum Abklingen 22 Tage betrug (Spanne 5 bis 385 Tage).
Infusionsbedingte Reaktionen
Infusionsbedingte Reaktionen traten bei 7,2 % der mit Retifanlimab als Monotherapie behandelten Patienten auf, darunter 2,6 % der Patienten mit Grad 2 und 0,5 % der Patienten mit Grad 3. Infusionsbedingte Reaktionen führten bei 0,3 % der Patienten zum Absetzen von Retifanlimab.
Bei Patienten mit SCAC, die Retifanlimab in Kombination mit Carboplatin und Paclitaxel erhielten, traten infusionsbedingte Reaktionen bei 9,7 % der Patienten auf; davon bei 1,9 % der Patienten mit Grad 3. Keine der infusionsbedingten Reaktionen führte zum Absetzen von Retifanlimab.
Laborwertabweichungen
Bei Patienten mit SCAC, die Retifanlimab in Kombination mit einer Chemotherapie erhielten, war der Anteil der Patienten, bei denen eine Veränderung vom Ausgangswert zu einer Laborwertabweichung von Grad 3 oder 4 bei mehr als 3 % der Patienten auftrat, bei 19,5 % für Abnahme des Hämoglobins, 43,5 % für Abnahme der Leukozyten, 42,8 % für Abnahme der Lymphozyten, 52 % für Abnahme der Neutrophilen, 5,8 % für Abnahme der Thrombozyten , 5,2 % für Abnahme des Kaliums, 4,5 % für die Lipase , 3,9 % für die Alaninaminotransferase und 3,9 % für die Aspartataminotransferase.,
Immunogenität
Das Vorhandensein von Anti-Drug-Antikörpern (ADA) wurde bei 104 Patienten mit MCC untersucht, die mit ZYNYZ im Rahmen der POD1UM-201-Studie behandelt wurden. Die Inzidenz therapieinduzierter ADA unter Behandlung mit Retifanlimab betrug 2,9 % (3/104), ermittelt mithilfe eines Übergangs-ELISA nach einer medianen Behandlungsdauer von 169 Tagen. Neutralisierende Antikörper wurden bei 2 der 3 Patienten mit therapieinduzierten ADA nachgewiesen. Der Einfluss dieser Antikörper auf die Pharmakokinetik, Pharmakodynamik, Sicherheit und/oder Wirksamkeit von Retifanlimab-haltigen Arzneimitteln ist nicht bekannt.
Die ADA wurden bei 153 Patienten mit SCAC, die im Rahmen der POD1UM-303-Studie ZYNYZ erhielten, untersucht. Die Inzidenz von unter der Behandlung mit Retifanlimab aufgetretenen ADA wurde mittels Enzymimmunoassay nach einer medianen Expositionsdauer von 226 Tagen bestimmt. Kein Patient wurde unter der Behandlung mit Retifanlimab positiv auf ADA getestet.
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grosser Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdacht einer neuen oder schwerwiegenden Nebenwirkung über das Online-Portal ElViS (Electronic Vigilance System) anzuzeigen. Informationen dazu finden Sie unter www.swissmedic.ch.

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