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Fachinformation zu Vaxigrip®:Sanofi-Aventis (Suisse) SA
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Unerwünschte Wirkungen

Zusammenfassung des Sicherheitsprofils
Das Sicherheitsprofil von Vaxigrip basiert auf Daten aus 46 klinischen Studien, in denen etwa 17'900 Teilnehmer ab einem Alter von 6 Monaten Vaxigrip oder VaxigripTetra erhielten, sowie auf der Überwachung nach Markteinführung. Je nach Immunisierungsgeschichte und Alter der Kinder war die Anzahl der Dosen unterschiedlich (siehe Unterabschnitt "Pädiatrische Population" ). Die meisten Nebenwirkungen traten gewöhnlich innerhalb der ersten 3 Tage nach der Impfung auf und klangen spontan innerhalb von 1 bis 3 Tagen nach Beginn ab. Die meisten dieser Reaktionen waren leicht bis mittelschwer. Die am häufigsten berichtete Nebenwirkung nach der Impfung in allen Populationen, einschliesslich der gesamten Gruppe von Kindern im Alter von 6 bis 35 Monaten, war Schmerzen an der Injektionsstelle. In einer Subpopulation von Kindern unter 24 Monaten und Kindern im Alter von 24 bis 35 Monaten war die am häufigsten berichtete Nebenwirkung Reizbarkeit bzw. Unwohlsein.
Liste der unerwünschten Wirkungen
Die unten aufgeführten Daten fassen die Häufigkeiten von unerwünschten Wirkungen zusammen, die nach der Impfung mit Vaxigrip und/oder VaxigripTetra während klinischer Studien und der weltweiten Überwachung nach Markteinführung erfasst wurden.
Die unerwünschten Wirkungen sind nach MedDRA-Systemorganklassen und Häufigkeit gemäss folgender Konvention geordnet: "sehr häufig" (≥1/10), "häufig" (≥1/100, <1/10), "gelegentlich" (≥1/1'000, <1/100), "selten" (≥1/10'000, <1/1'000), "sehr selten" (<1/10'000), "nicht bekannt" (kann aus den verfügbaren Daten nicht abgeschätzt werden).
Erwachsene und ältere Personen (siehe Tabelle 1):
Das Sicherheitsprofil basiert auf Daten:
aus klinischen Studien mit mehr als 8000 Erwachsenen (5064 für Vaxigrip, 3040 für VaxigripTetra) und mehr als 5800 älteren Menschen über 60 Jahren (4468 für Vaxigrip, 1392 für VaxigripTetra),
aus der weltweiten Überwachung nach Markteinführung in der Gesamtpopulation (*).
Tabelle 1: Unerwünschte Wirkungen, die bei Erwachsenen und älteren Personen berichtet wurden

                              UNERWÜNSCHTE WIRKUNGEN                                                          HÄUFIGKEIT
Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
Lymphadenopathie (1)                                                            gelegentlich
Transiente Thrombozytopenie                                                     nicht bekannt*
Erkrankungen des Immunsystems
Allergische Reaktionen wie Überempfindlichkeit (2), atopische Dermatitis (2),   gelegentlich
Urtikaria (2, 3), Schmerzen im Oropharynx, Asthma (1), allergische Rhinitis     
(2), Rhinorrhoe (1), allergische Konjunktivitis (2), Pruritus (4),              
Hitzewallung (5)                                                                
Allergische Reaktionen wie Angioödem (2, 3), Schwellung des Gesichts,           selten
Erythem, Ausschlag, Flush (5), Mundschleimhauteffloreszenz (5), orale           
Parästhesie (5), Rachenreizung, Atemnot (2,3), Niesen, Obstruktion der oberen   
Atemwege (2), Kongestion der oberen Atemwege (2), okulare Hyperämie (2),        
allergische Dermatitis (2), generalisierter Pruritus (2)                        
Allergische Reaktionen wie erythematöser Hautausschlag, anaphylaktische         nicht bekannt*
Reaktionen, Schock                                                              
Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
Verminderter Appetit                                                            selten
Erkrankungen des Nervensystems
Kopfschmerzen                                                                   sehr häufig
Schwindelgefühl (4), Somnolenz (4)                                              gelegentlich
Hypästhesie (2), Parästhesie                                                    selten
Neuralgie, Konvulsionen, Enzephalomyelitis, Neuritis, Guillain-Barré-Syndrom    nicht bekannt*
Gefässerkrankungen
Vaskulitis wie Purpura Schoenlein-Henoch, in bestimmten Fällen mit              nicht bekannt*
vorübergehender Nierenbeteiligung                                               
Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
Diarrhö, Übelkeit                                                               gelegentlich
Bauchschmerzen (2), Erbrechen                                                   selten
Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
Hyperhidrosis (1)                                                               gelegentlich
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
Myalgie                                                                         sehr häufig
Arthralgie (1)                                                                  gelegentlich
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
Schmerzen an der Injektionsstelle, Unwohlsein (6)                               sehr häufig
Fieber (7), Schüttelfrost, Erythem an der Injektionsstelle, Verhärtung an der   häufig
Injektionsstelle, Schwellung an der Injektionsstelle                            
Asthenie (1), Müdigkeit, Ekchymose an der Injektionsstelle, Jucken an der       gelegentlich
Injektionsstelle, Wärme an der Injektionsstelle, Beschwerden an der             
Injektionsstelle                                                                
Grippeartige Symptome, Exfoliation an der Injektionsstelle (5),                 selten
Überempfindlichkeit an der Injektionsstelle (2)                                 

(1) selten bei älteren Menschen; (2) berichtet in klinischen Studien bei Erwachsenen; (3) nicht bekannt bei älteren Menschen; (4) selten bei Erwachsenen; (5) berichtet in klinischen Studien bei älteren Menschen; (6) häufig bei älteren Menschen; (7) gelegentlich bei älteren Menschen
Bei Erwachsenen waren die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen nach der Impfung Schmerzen an der Injektionsstelle (52,8 %), Kopfschmerzen (27,8 %), Myalgie (23,0 %), Unwohlsein (19,2 %). Bei älteren Personen waren die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen nach der Impfung Schmerzen an der Injektionsstelle (25,8 %), Kopfschmerzen (15,6 %), Myalgie (13,9 %). Insgesamt traten unerwünschte Wirkungen bei älteren Personen über 60 Jahre weniger häufig auf als bei Erwachsenen und Kindern.
Pädiatrische Population
Je nach Immunisierungsgeschichte erhielten Kinder im Alter von 6 Monaten bis 8 Jahren eine oder zwei Dosen Vaxigrip oder VaxigripTetra. Kinder/Jugendliche im Alter von 9 bis 17 Jahren erhielten eine Dosis. Bei Kindern zwischen 6 Monaten und 8 Jahren war das Sicherheitsprofil nach der ersten und der zweiten Injektion vergleichbar, wobei die Nebenwirkungshäufigkeit bei den Kindern zwischen 6 und 35 Monaten nach der zweiten Injektion tendenziell geringer war als nach der ersten.
Kinder/Jugendliche im Alter von 3 bis 17 Jahren (siehe Tabelle 2):
Das Sicherheitsprofil basiert auf Daten:
aus klinischen Studien mit 1247 Kindern im Alter von 3 bis 8 Jahren (363 für Vaxigrip, 884 für VaxigripTetra) und 725 Kindern/Jugendlichen im Alter von 9 bis 17 Jahren (296 für Vaxigrip, 429 für VaxigripTetra),
aus der weltweiten Überwachung nach Markteinführung in der Gesamtpopulation (*).
Bei Kindern/Jugendlichen im Alter von 9 bis 17 Jahren waren die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen nach der Impfung Schmerzen an der Injektionsstelle (65,3 %), Myalgie (29,1 %), Kopfschmerzen (28,6 %), Unwohlsein (20,3 %), Schüttelfrost (13,0 %), Erythem an der Injektionsstelle (11,7 %) und Schwellung an der Injektionsstelle (11,4 %). Bei Kindern im Alter von 3 bis 8 Jahren waren die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen nach einer Impfung Schmerzen an der Injektionsstelle (59,1 %), Unwohlsein (30,7 %), Erythem an der Injektionsstelle (30,3 %), Myalgie (28,5 %), Kopfschmerzen (25,7 %), Schwellung an der Injektionsstelle (22,1 %), Verhärtung an der Injektionsstelle (17,6 %) und Schüttelfrost (11,2 %).
Kinder im Alter von 6 bis 35 Monaten (siehe Tabelle 2):
Das Sicherheitsprofil basiert auf Daten:
aus einer klinischen Studie mit 1981 Kindern im Alter von 6 bis 35 Monaten (367 für Vaxigrip, 1614 für VaxigripTetra),
aus der weltweiten Überwachung nach Markteinführung in der Gesamtpopulation (*).
Bei Kindern im Alter von 6 bis 35 Monaten waren die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen nach einer Impfung Schmerzen/Druckschmerz an der Injektionsstelle (29,4 %), Fieber (20,4 %) und Erythem an der Injektionsstelle (17,2 %).
-Bei der Subpopulation von Kindern im Alter von 6 bis 23 Monaten waren die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen nach einer Impfung Reizbarkeit (34,9 %), anomales Weinen (31,9 %), verminderter Appetit (28,9 %), Benommenheit (19,2 %) und Erbrechen (17,0 %).
-Bei der Subpopulation von Kindern im Alter von 24 bis 35 Monaten waren die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen nach einer Impfung Unwohlsein (26,8 %), Myalgie (14,5 %), Kopfschmerzen (11,9 %).
Tabelle 2: Unerwünschte Wirkungen, die bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 6 Monaten bis 17 Jahren berichtet wurden

                                                       UNERWÜNSCHTE WIRKUNG  HÄUFIGKEIT
EN                    
Kinder 6-35 Monate    Kinder 3-8 Jahre      Kinder und Jugendlic
                                            he 9-17 Jahre
6-23 Monate           24-35 Monate
Erkrankungen des
Blutes und des
Lymphsystems
Lymphadenopathie      nicht bekannt*        gelegentlich          nicht bekannt*
Thrombozytopenie      nicht bekannt*        gelegentlich          nicht bekannt*
Erkrankungen des
Immunsystems
Allergische Reaktion
en wie:
Schmerzen im Orophar  -                     gelegentlich          -
ynx                                                               
Überempfindlichkeit   gelegentlich          -                     -
Ausschlag             -                     gelegentlich          gelegentlich
Urtikaria             nicht bekannt*        gelegentlich          gelegentlich
Pruritus              nicht bekannt*        gelegentlich          nicht bekannt*
generalisierter       selten                -                     -
Pruritus, papulöser                                               
Ausschlag                                                         
erythematöser         nicht bekannt         nicht bekannt*        nicht bekannt*
Ausschlag, Dyspnoe,                                               
anaphylaktische                                                   
Reaktion, Angioödem,                                              
 Schock                                                           
Stoffwechsel- und
Ernährungsstörungen
Verminderter Appetit  sehr häufig           selten                -                     -
Psychiatrische
Erkrankungen
Anomales Weinen       sehr häufig           -                     -                     -
Reizbarkeit           sehr häufig           selten                -                     -
Unruhe                -                     gelegentlich          -
Stöhnen               -                     gelegentlich          -
Erkrankungen des
Nervensystems
Kopfschmerzen         -                     sehr häufig           sehr häufig           sehr häufig
Benommenheit          sehr häufig           -                     -                     -
Schwindelgefühl       -                     gelegentlich          gelegentlich
Neuralgie, Neuritis   -                     nicht bekannt*        nicht bekannt*
und Guillain-Barré-S                                              
yndrom                                                            
Parästhesie, Konvuls  nicht bekannt*        nicht bekannt*        nicht bekannt*
ionen, Enzephalomyel                                              
itis                                                              
Gefässerkrankungen
Vaskulitis wie        nicht bekannt*        nicht bekannt*        nicht bekannt*
Purpura Schoenlein-H                                              
enoch, in bestimmten                                              
 Fällen mit vorüberg                                              
ehender Nierenbeteil                                              
igung                                                             
Erkrankungen des
Gastrointestinaltrak
ts
Diarrhö               häufig                gelegentlich          gelegentlich
Bauchschmerzen        -                     gelegentlich          -
Erbrechen             sehr häufig           gelegentlich          gelegentlich          -
Skelettmuskulatur-,
Bindegewebs- und
Knochenerkrankungen
Myalgie               selten                sehr häufig           sehr häufig           sehr häufig
Arthralgie            -                     gelegentlich          -
Allgemeine Erkrankun
gen und Beschwerden
am Verabreichungsort
Reaktionen an der
Injektionsstelle:
Schmerzen/Druckschme  sehr häufig           sehr häufig           sehr häufig
rz an der Injektions                                              
stelle, Erythem an                                                
der Injektionsstelle                                              
Schwellung an der     häufig                sehr häufig           sehr häufig
Injektionsstelle                                                  
Verhärtung an der     häufig                sehr häufig           häufig
Injektionsstelle                                                  
Ekchymose an der      häufig                häufig                häufig
Injektionsstelle                                                  
Jucken an der         selten                gelegentlich          gelegentlich
Injektionsstelle                                                  
Wärme an der Injekti  -                     gelegentlich          gelegentlich
onsstelle                                                         
Beschwerden an der    -                     -                     gelegentlich
Injektionsstelle                                                  
Ausschlag an der      selten                -                     -
Injektionsstelle                                                  
Systemische Reaktion
en
Unwohlsein            selten                sehr häufig           sehr häufig           sehr häufig
Schüttelfrost         -                     häufig                sehr häufig           sehr häufig
Fieber                sehr häufig           häufig                häufig
Ermüdung              -                     gelegentlich          gelegentlich
Asthenie              -                     -                     gelegentlich
Weinen                -                     gelegentlich          -
Grippeähnliche        selten                                      -
Erkrankung                                                        

Weitere Spezialpopulationen
Obwohl nur eine begrenzte Anzahl von Studienteilnehmern mit Begleiterkrankungen eingeschlossen wurden, zeigten Studien, die mit Patienten mit Begleiterkrankungen wie einer Nierentransplantation oder Asthmapatienten durchgeführt wurden, keine wesentlichen Unterschiede hinsichtlich des Sicherheitsprofils von Vaxigrip und VaxigripTetra in diesen Populationen.
Schwangere Frauen
In klinischen Studien mit Vaxigrip bei schwangeren Frauen in Südafrika und Mali entsprachen die Häufigkeiten der innerhalb von 7 Tagen nach Verabreichung des Impfstoffes berichteten lokalen und systemischen Reaktionen denen der Erwachsenenpopulation. In der in Südafrika durchgeführten Studie traten lokale Reaktionen in der Vaxigrip-Gruppe häufiger auf als in der Placebo-Gruppe sowohl in der HIV-negativen als auch in der HIV-positiven Kohorte. In beiden Kohorten gab es keine weiteren signifikanten Unterschiede in diesen Reaktionen zwischen den Vaxigrip- und Placebo-Gruppen.
In einer klinischen Studie mit Vaxigrip und VaxigripTetra bei schwangeren Frauen in Finnland entsprachen die Häufigkeiten der berichteten lokalen und systemischen Reaktionen denen, welche für die nicht-schwangere Erwachsenenpopulation in klinischen Studien mit Vaxigrip oder VaxigripTetra berichtet wurden, auch wenn die Häufigkeiten einiger Nebenwirkungen (Schmerzen an der Injektionsstelle, Erythem an der Injektionsstelle, Unwohlsein, Schüttelfrost, Kopfschmerzen, Myalgie) erhöht waren.
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grosser Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdacht einer neuen oder schwerwiegenden Nebenwirkung über das Online-Portal ElViS (Electronic Vigilance System) anzuzeigen. Informationen dazu finden Sie unter www.swissmedic.ch.

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