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Fachinformation zu ORPATHYS® 100 mg Filmtabletten:AstraZeneca AG
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Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Arzneimittelinduzierte Leberschädigung
Transaminasen-Erhöhungen sind bei Patienten aufgetreten, die in klinischen Studien mit ORPATHYS als Monotherapie und in Kombination mit Osimertinib behandelt wurden (siehe Rubrik "Unerwünschte Wirkungen" ), und zwar insbesondere in den ersten 6 Behandlungswochen. Vor der Einführung einer wöchentlichen Kontrolle wurde ein Todesfall aufgrund einer arzneimittelinduzierten Leberschädigung bei einem Patienten berichtet, der mit ORPATHYS 600 mg einmal täglich, als Monotherapie behandelt wurde. Leberfunktionstests (mit ALT, AST und Gesamtbilirubin) sollten vor Behandlungsbeginn mit ORPATHYS, in den ersten 3 Behandlungsmonaten wöchentlich und anschliessend monatlich oder wie klinisch angezeigt durchgeführt werden. Auf der Grundlage der Leberwerte ist ORPATHYS auszusetzen, in der Dosis zu reduzieren oder dauerhaft abzusetzen (siehe Rubrik "Dosierung/Anwendung" ).
Überempfindlichkeit/allergische Reaktionen
Schwerwiegende Überempfindlichkeitsreaktionen sind bei Patienten aufgetreten, die in klinischen Studien mit ORPATHYS als Monotherapie und in Kombination mit Osimertinib behandelt wurden (siehe Rubrik "Unerwünschte Wirkungen" ), und zwar typischerweise in den ersten 6 Behandlungswochen. Überempfindlichkeitsreaktionen umfassen normalerweise eine Konstellation von Symptomen, die auf eine Beteiligung mehrerer Organe hindeuten, wie z.B. Fieber und/oder Hautausschlag zusammen mit anderen Symptomen wie Schüttelfrost, grippeähnlichen Symptomen, Pruritus, Erbrechen, entgleisten Leberwerten, Zytopenien, Myalgie und/oder Arthralgie sowie Hypotonie, und können mit Infektionen verwechselt werden.
Bei Patienten mit schwerwiegenden Überempfindlichkeitsreaktionen, einschliesslich einer Verschlimmerung der Symptome hinsichtlich Anzahl und Schweregrad, die eine Savolitinib-bedingte Überempfindlichkeit nahelegen, sollte ein sofortiges Eingreifen entsprechend der örtlichen Praxis erwogen und die Behandlung abgesetzt werden.
Überempfindlichkeitssymptome, einschliesslich Hypotonie, können schwerer ausfallen, wenn die Behandlung mit Savolitinib nach einer Unterbrechung wiederaufgenommen wird, und zwar insbesondere in den ersten 6 Behandlungswochen. Wenn die Diagnose einer Überempfindlichkeit unsicher ist oder der potenzielle Nutzen gegenüber dem Risiko überwiegt, kann die Behandlung mit Savolitinib in derselben Dosis in einer Einrichtung wiederaufgenommen werden, die über die entsprechende Ausstattung für die Behandlung schwerwiegender Überempfindlichkeitsreaktionen verfügt.
Den Patienten ist zu raten, sich sofort an ihren Arzt oder ihre Ärztin zu wenden, wenn bei ihnen der Verdacht auf Überempfindlichkeitssymptome besteht, und die Behandlung nur unter ärztlicher Aufsicht wieder aufzunehmen.
Ein Todesfall aufgrund eines Stevens-Johnson-Syndroms (SJS) wurde in einer klinischen Dosisfindungsstudie zu Lungenkrebs für Savolitinib 600 mg einmal täglich in Kombination mit Osimertinib berichtet. Falls bei Patienten das SJS auftritt, muss Savolitinib unverzüglich abgesetzt und eine geeignete Behandlung eingeleitet werden. Siehe auch die vollständige Fachinformation von Osimertinib.
QTc-Verlängerung
Eine QTc-Verlängerung wurde bei einer begrenzten Anzahl von Patienten in klinischen Studien berichtet und es wurden in Einzelfällen tödliche Ereignisse beobachtet, bei denen ein kausaler Zusammenhang mit Savolitinib nicht ausgeschlossen werden kann (siehe Rubrik "Unerwünschte Wirkungen" und "Eigenschaften/Wirkungen" ). In die klinischen Studien wurden keine Patienten mit einem QTc-Ausgangswert > 470 ms für Frauen bzw. > 450 ms für Männer oder mit kongenitalem Long-QTc-Syndrom aufgenommen. Bei Patienten mit einem Risiko für eine QTc-Verlängerung, darunter solche mit bekannten Elektrolytstörungen, Stauungsinsuffizienz oder der Anwendung von Begleitmedikamenten, die bekanntlich das QTc-Intervall verlängern, wird eine Überwachung wie klinisch angezeigt empfohlen (siehe Rubrik "Dosierung/Anwendung" ). Siehe auch die Fachinformation von Osimertinib.
Venöse thromboembolische Ereignisse (VTE)
Venöse thromboembolische Ereignisse (VTE), einschliesslich tiefer Venenthrombose und Lungenembolie, sind in klinischen Studien mit ORPATHYS in Kombination mit Osimertinib aufgetreten (siehe Rubrik "Unerwünschte Wirkungen" ). Bei Hochrisikopatienten wird nach Ermessen des verschreibenden Arztes und gestützt auf lokale Leitlinien eine prophylaktische Antikoagulation empfohlen, um erste und rezidivierende VTE zu verhindern. Die Anwendung von Vitamin-K-Antagonisten wird aufgrund von potenziellen Arzneimittelinteraktionen nicht empfohlen.
ILD/Pneumonitis
ILD/Pneumonitis-Ereignisse sind in klinischen Studien mit ORPATHYS in Kombination mit Osimertinib aufgetreten (siehe Rubrik "Unerwünschte Wirkungen" ).
Die Patienten sind auf pulmonale Anzeichen und Symptome, die auf eine ILD hinweisen, zu überwachen. Wenn neue oder sich verschlimmernde pulmonale Anzeichen oder Symptome beobachtet werden, die auf eine ILD hindeuten, sollte die Behandlung mit ORPATHYS und Osimertinib ausgesetzt und eine vollständige diagnostische Abklärung durchgeführt werden. Wenn eine ILD/Pneumonitis bestätigt wird, sollte die Behandlung dauerhaft abgesetzt werden.
Kardiale Ereignisse
Kardiale Ereignisse (definiert als Herzinsuffizienz, diastolische Dysfunktion, erniedrigte Ejektionsfraktion und Rechtsherzinsuffizienz) sind in klinischen Studien mit ORPATHYS in Kombination mit Osimertinib aufgetreten (siehe Rubrik "Unerwünschte Wirkungen" ).
Bei Patienten mit kardialen Risikofaktoren, die ORPATHYS in Kombination mit Osimertinib erhalten, sollte ein kardiales Monitoring, einschliesslich einer Beurteilung der LVEF vor und während der Behandlung, durchgeführt werden.
Bei Patienten, die während der Behandlung relevante kardiale Anzeichen oder Symptome entwickeln, ist die LVEF zu beurteilen. Bei symptomatischer kongestiver Herzinsuffizienz sind ORPATHYS und Osimertinib dauerhaft abzusetzen (siehe Rubrik "Dosierung/Anwendung" ).
Schwangerschaftstest
Bei Frauen im gebärfähigen Alter ist vor der Behandlungseinleitung ein Schwangerschaftstest durchzuführen (siehe Rubrik "Schwangerschaft, Stillzeit" ).

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