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Fachinformation zu OJEMDA® Filmtabletten/Pulver zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen:Ipsen Pharma Schweiz GmbH
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Interaktionen

In vitro Studien
Wirkungen anderer Arzneimittel auf Tovorafenib
Tovorafenib ist ein Substrat des metabolisierenden Enzyms CYP2C8.
Starke oder moderate CYP2C8-Inhibitoren
Legt man ein mechanistisches Verständnis der Ausscheidung von Tovorafenib zugrunde, werden starke oder moderate CYP2C8-Inhibitoren die Tovorafenib-Exposition voraussichtlich erhöhen, wodurch das Risiko unerwünschter Wirkungen bei Tovorafenib steigen kann (siehe Rubrik "Pharmakokinetik" ). Die gleichzeitige Anwendung von Tovorafenib mit einem starken oder moderaten CYP2C8-Inhibitor soll vermieden werden.
Starke oder moderate CYP2C8-Induktoren
Legt man ein mechanistisches Verständnis der Ausscheidung von Tovorafenib zugrunde, werden starke oder moderate CYP2C8-Induktoren die Tovorafenib-Exposition voraussichtlich verringern, was die Wirksamkeit von Tovorafenib reduzieren kann (siehe Rubrik "Pharmakokinetik" ). Die gleichzeitige Anwendung von Tovorafenib mit einem starken oder moderaten CYP2C8-Induktor soll vermieden werden.
Transportersysteme
Tovorafenib ist kein Substrat vom Brustkrebs-Resistenz-Protein (breast cancer resistance protein, BCRP), P-Glykoprotein (P-gp), OATP1B1 und OATP1B3. Tovorafenib wurde nicht als Substrat von OAT1, OAT3, MATE1, MATE2-K und OCT2 bewertet.
Wirkungen von Tovorafenib auf andere Arzneimittel
CYP3A-Substrate
Tovorafenib ist ein CYP3A-Induktor. Die gleichzeitige Anwendung von Tovorafenib verringert voraussichtlich die Exposition bestimmter CYP3A-Substrate und kann dadurch die Wirksamkeit dieser Substrate reduzieren. Die gleichzeitige Anwendung von Tovorafenib mit bestimmten CYP3A-Substraten, bei denen minimale Änderungen der Konzentration zu schwerwiegendem Therapieversagen führen können, soll vermieden werden. Wenn die gleichzeitige Anwendung unvermeidlich ist, überwachen Sie den Patienten auf Wirksamkeitsverlust, sofern die Produktkennzeichnung für CYP3A-Substrate keine anderen Empfehlungen enthält.
Die gleichzeitige Anwendung von Tovorafenib mit hormonellen Kontrazeptiva (CYP3A-Substrate) kann zur Unwirksamkeit der hormonellen Kontrazeptiva führen (siehe die Rubriken "Schwangerschaft/Stillzeit" und "Pharmakokinetik" ). Die gleichzeitige Anwendung von hormonellen Kontrazeptiva mit Tovorafenib soll vermieden werden. Wenn die gleichzeitige Anwendung unvermeidlich ist, muss während der gleichzeitigen Anwendung und 28 Tage lang nach Absetzen von Tovorafenib eine zusätzliche wirksame nicht-hormonelle Verhütungsmethode angewendet werden.
CYP1A2, CYP2B6, CYP2C8, CYP2C9 und CYP2C19 Substrate
Tovorafenib hemmt CYP2C8, CYP2C9, CYP2C19 und CYP3A, jedoch nicht CYP1A2, CYP2B6 und CYP2D6 bei klinisch relevanten Konzentrationen. Tovorafenib induziert CYP2C8, CYP1A2, CYP2B6, CYP2C9 und CYP2C19 bei klinisch relevanten Konzentrationen. Die klinische Relevanz dieser Befunde ist nicht bekannt. Bei gleichzeitiger Anwendung von Tovorafenib mit Arzneimitteln, welche durch diese Enzyme metabolisiert werden, wird eine angemessene Überwachung empfohlen.
Transportersubstrate
Tovorafenib kann möglicherweise BCRP, OATP1B1, OATP1B3 und MATE1 hemmen. Die klinische Relevanz dieser Befunde ist nicht bekannt. Bei gleichzeitiger Anwendung von Tovorafenib mit Arzneimitteln, die Substrate dieser Transporter sind, wird eine angemessene Überwachung empfohlen.
Modellbasierte Ansätze
CYP3A Substrate: Midazolam (CYP3A4 Substrat) Cmax und AUC im Steady-State werden nach gleichzeitiger Anwendung mit Tovorafenib voraussichtlich um mindestens 20% abnehmen.

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