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Fachinformation zu Saphnelo®:AstraZeneca AG
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Unerwünschte Wirkungen

Zusammenfassung des Sicherheitsprofils
Die Sicherheit von Saphnelo bei erwachsenen Patienten mit mittelschwerem bis schwerem SLE wurde in drei 52-wöchigen placebokontrollierten klinischen Studien zur intravenösen Anwendung (Studien 1, 2 und 3; insgesamt 569 Patienten) und einer 52-wöchigen placebokontrollierten klinischen Studie zur subkutanen Anwendung (Studie 5; 220 Patienten) untersucht. Das allgemeine Sicherheitsprofil von Saphnelo, verabreicht als intravenöse Infusion (300 mg alle 4 Wochen) und als subkutane Injektion (120 mg jede Woche), ist konsistent.
Die in den 3 klinischen Studien zur intravenösen Anwendung und der 1 klinischen Studie zur subkutanen Anwendung am häufigsten während der Behandlung mit Anifrolumab berichteten Nebenwirkungen waren Infektionen der oberen Atemwege (31 %; Placebo 20 %), Bronchitis (10 %; Placebo 5 %), infusionsbedingte Reaktionen (9,4 %; Placebo 7 %) und Herpes zoster (6,0 %; Placebo 1 %). Die häufigste schwerwiegende Nebenwirkung war Herpes zoster (0,4 %; Placebo 0 %).
Langzeitsicherheit
Patienten, die die Studien 2 und 3 (Phase-III-Feeder-Studien) bis einschliesslich Woche 52 abschlossen, kamen für die Fortsetzung der Behandlung in einer randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten LTE-Studie (Studie 4) für weitere 3 Jahre in Frage (siehe "Eigenschaften/Wirkungen" ). Das Langzeitsicherheitsprofil von Anifrolumab entsprach insgesamt dem der 52-wöchigen Studien.
Liste der unerwünschten Wirkungen
Die unerwünschten Wirkungen sind nach MedDRA-Systemorganklassen und Häufigkeit gemäss folgender Konvention geordnet:
"sehr häufig" (≥1/10)
"häufig" (≥1/100, <1/10)
"gelegentlich" (≥1/1'000, <1/100)
"selten" (≥1/10'000, <1/1'000)
"sehr selten" (<1/10'000)
"nicht bekannt" (kann aus den verfügbaren Daten nicht abgeschätzt werden)
Tabelle 1
Unerwünschte Wirkungen

         MedDRA-SOC                                            Bevorzugter MedDRA-       Saphnelo (n = 569)
                                                      Begriff                   
Infektionen und parasitäre Erkrankungen               Infektion der oberen      Sehr häufig (30,9 %)
                                                      Atemwege*                 
Bronchitis*                                           Sehr häufig (10,2 %)
Herpes zoster                                         Häufig
Atemwegsinfektion*                                    Häufig
Erkrankungen des Immunsystems                         Überempfindlichkeit       Häufig
Anaphylaktische Reaktion                              Gelegentlich§
Verletzung, Vergiftung und durch Eingriffe bedingte   Infusionsbedingte         Häufig
Komplikationen                                        Reaktion†                 
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und                  Arthralgie                Nicht bekannt%
Knochenerkrankungen                                                             

Alle Patienten erhielten die Standardtherapie.
* Gruppierte Begriffe: Infektionen der oberen Atemwege (umfasst Infektionen der oberen Atemwege, Nasopharyngitis, Pharyngitis); Bronchitis (umfasst Bronchitis, virale Bronchitis, Tracheobronchitis); Atemwegsinfektion (umfasst Atemwegsinfektion, virale Atemwegsinfektion, bakterielle Atemwegsinfektion).
§ Siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" und "Beschreibung spezifischer unerwünschter Wirkungen" unten.
† Gilt nur für den Verabreichungsweg der intravenösen Infusion.
% Häufigkeit "nicht bekannt" : basierend auf Daten nach der Markteinführung
Beschreibung spezifischer unerwünschter Wirkungen
Überempfindlichkeit
Überempfindlichkeitsreaktionen waren überwiegend von leichter bis mittelschwer Intensität und führten nicht zum Abbruch der Anifrolumab-Therapie.
In den kontrollierten klinischen Studien zur intravenösen bzw. subkutanen Anwendung mit 52-wöchiger Behandlungsdauer betrug die Inzidenz von Überempfindlichkeitsreaktionen 2,5 % in der Anifrolumab-Gruppe und 0,5 % in der Placebo-Gruppe. Bei 0,2 % der Patienten mit intravenöser Verabreichung und bei 0 % der Patienten mit subkutaner Verabreichung wurde eine schwerwiegende Hypersensitivität berichtet. Ein Ereignis einer anaphylaktischen Reaktion wurde im SLE-Entwicklungsprogramm bei intravenöser Anwendung berichtet (siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ). Ein Fall von Hypersensitivität in der Studie zur subkutanen Anwendung führte zum Absetzen von Anifrolumab.
Infusionsbedingte Reaktionen
Infusionsbedingte Reaktionen waren von leichter bis mittelschwerer Intensität; die häufigsten Symptome waren Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Erschöpfung und Schwindel.
Atemwegsinfektionen (Infektionen der oberen Atemwege, Atemwegsinfektionen und Bronchitis)
Die Atemwegsinfektionen waren überwiegend nicht schwerwiegend, von leichter bis mittelschwerer Intensität und klangen ohne Abbruch der Anifrolumab-Therapie ab (siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ).
Herpes zoster
Die Herpes zoster-Infektionen traten überwiegend in Form von lokalen Hautmanifestationen auf, waren leicht bis mittelschwer und klangen ohne Abbruch der Anifrolumab-Therapie ab. Es wurden Fälle mit multidermatomaler Beteiligung und disseminierter Manifestation berichtet (siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ). Gemäss einer Langzeit-Extensionsstudie nahm die expositionsadjustierte Inzidenzrate an Herpes zoster -Infektionen im Vergleich zu den 52 wöchigen Studien im Laufe der Zeit ab und war nach 4-jähriger Behandlung vergleichbar mit derjenigen von Patienten unter Placebo.
Immunogenität/Anti-Anifrolumab Antikörper
In den Phase-III-Studien wurden während der 60-wöchigen Studiendauer bei 6 von 352 Patienten (1,7 %), die mit Saphnelo im empfohlenen intravenösen Dosierungsschema behandelt wurden, Anti-Drug-Antikörper festgestellt. Insgesamt 0,3 % der Patienten, die mit Saphnelo behandelt wurden, entwickelten in vitro nachgewiesene neutralisierende Antikörper. Die klinische Relevanz von Anti-Anifrolumab Antikörpern ist unbekannt.
In der Langzeit-Extensionsstudie (2. bis 4. Behandlungsjahr) wurden bei weiteren 5 Patienten, die mit intravenösem Saphnelo behandelt wurden, behandlungsbedingte Anti-Drug-Antikörper nachgewiesen, jedoch keine neutralisierenden Antikörper.
In der Phase-III-Studie zur subkutanen Anwendung wurden bei 6 von 107 Patienten (5,6 %), die während des 52-wöchigen Behandlungszeitraums mit Saphnelo behandelt wurden, behandlungsbedingte Anti-Drug-Antikörper festgestellt, jedoch keine neutralisierenden Antikörper.
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grosser Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdacht einer neuen oder schwerwiegenden Nebenwirkung über das Online-Portal ElViS (Electronic Vigilance System) anzuzeigen. Informationen dazu finden Sie unter www.swissmedic.ch.

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