Wann ist bei der Einnahme von Leponex Vorsicht geboten?Wenn Sie an leichteren Leber-, Nieren- und Herzkrankheiten leiden, ist eine Einnahme von Leponex zwar möglich, aber nur mit besonderer Vorsicht (bei schweren Leber-, Nieren- und Herzkrankheiten darf Leponex nicht eingenommen werden). Informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin darüber. Auch wichtig ist, dass Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin weiss, ob Sie an Prostatavergrösserung, an Krampfanfällen, grünem Star, Allergien oder anderen Krankheiten leiden.
Falls Sie an Diabetes (hoher Blutzucker) leiden, sollte Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin die Blutzuckerwerte regelmässig kontrollieren. Leponex kann auch Veränderungen der Blutfette verursachen und zur Gewichtszunahme führen. Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin kann Ihr Gewicht und die Blutfettwerte kontrollieren.
Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit, Werkzeuge oder Maschinen zu bedienen beeinträchtigen!
Vor allem zu Beginn der Behandlung kann Leponex Schläfrigkeit verursachen. Darum sind vor allem in den ersten Behandlungswochen Aktivitäten wie Autofahren oder das Bedienen von Maschinen zu unterlassen. Wechselwirkungen zwischen Leponex und anderen Arzneimitteln sind möglich, indem Leponex die Wirkung von Schlaf- oder Beruhigungsmitteln sowie von Arzneimitteln gegen Allergien verstärkt. Weitere Arzneimittel, welche eine Wechselwirkung mit Leponex haben können, sind Arzneimittel z.B. gegen Epilepsie, Depressionen, Bluthochdruck, HIV-Infektionen (AIDS), Magenulkus (Cimetidin), Pilze (Antimycotika), sowie Antibiotika (Erythromycin, Rifampicin, Fluvoxamin, Ciprofloxacin), obstipierende Arzneimittel, Koffein, Tabletten zur Geburtskontrolle und andere Arzneimittel zur Behandlung von psychischen Erkrankungen. Informieren Sie deshalb Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie solche oder andere Präparate einnehmen, er/sie wird entscheiden, welche Arzneimittel Sie zusammen mit Leponex einnehmen können.
Trinken Sie während der Leponex-Therapie keinen Alkohol, da Leponex die Wirkung von Alkohol verstärken kann.
Bei starkem Rauchen oder anderem Nikotinkonsum können erhöhte Konzentrationen der Leponex-Wirksubstanz im Blut auftreten, wenn das Rauchen bzw. der Nikotinkonsum plötzlich aufgegeben wird. Dies kann zu vermehrtem Auftreten von Nebenwirkungen führen.
Längere Bewegungslosigkeit wie z.B. längere Bettlägerigkeit sollte vermieden werden, um Störungen des Blutkreislaufes (Bildung von Blutgerinnseln) zu verhindern.
Leponex kann das Entstehen von Muskelkrämpfen begünstigen. Wenn Sie unter Epilepsie leiden, kann die Möglichkeit, einen Anfall zu bekommen, durch die Therapie mit Leponex erhöht werden.
Wenn hohes Fieber, Muskelsteifheit, schnelle Atmung, abnormales Schwitzen, verminderte Wachsamkeit (Bewusstseinsverminderung) auftritt, sollten Sie sofort Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin benachrichtigen. Es könnte sein, dass Ihr Körper nicht richtig auf das Arzneimittel reagiert.
Bei folgenden Zuständen oder Symptomen sollten Sie unverzüglich Ihren Arzt oder Ihre Ärztin informieren:
-Bei Anzeichen einer Erkältung, Fieber, grippeartigen Beschwerden, Halsschmerzen oder irgendeiner anderer Infektion muss dringend eine Blutuntersuchung erfolgen, um zu bestimmen, ob die Beschwerden auf das Arzneimittel zurückzuführen sind.
-Kreislaufkollaps (Anzeichen: wie z.B. plötzlicher Schwächeanfall, Schwindelgefühl, kalter Schweiss, Sehstörungen, Bewusstlosigkeit), Herzrhythmusstörungen.
-Entzündungen des Herzmuskels oder des Herzbeutels (Anzeichen: wie z.B. Herzklopfen, Kurzatmigkeit, Unruhe, rasche Ermüdbarkeit, Schmerzen hinter dem Brustbein, Grippe-ähnliche Beschwerden, Fieber, beschleunigtes Atmen, Anschwellen der Beine).
-Thromboembolie (akuter Gefässverschluss durch verschleppten Blutpfropf, Anzeichen: wie z.B. einseitige Beinschmerzen und/oder Schwellung in einem Bein, plötzliche Atembeschwerden, bläuliche Verfärbung).
-Schlaganfall, Herzerkrankung oder eine in der Familiengeschichte abnormale Erregungsleitung im Herz, genannt Verlängerung des QT-Intervalls.
-Entzündungen der Leber (Hepatitis, Anzeichen: wie z.B. Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit) oder Gelbsucht.
-Anzeichen und Symptome einer Blinddarmentzündung (Appendizitis) bekommen. Diese können starke und sich verschlimmernde Bauchschmerzen umfassen, die in der Nähe des Nabels beginnen und in die rechte untere Seite wandern und sich bei Bewegung, Husten oder Drücken des Bereichs verschlechtern. Andere Anzeichen können Verstopfung, Bauchschwellung, Unwohlsein, leichtes Fieber, Erbrechen, Appetitlosigkeit oder Durchfall sein. Sie sollten sich umgehend von Ihrem Arzt medizinisch untersuchen lassen.
-Obstipation (Verstopfung).
Es kann sein, dass während der Behandlung mit Leponex die folgenden Nebenwirkungen auftreten:
-Während der Einnahme von Leponex können aufgrund einer Senkung des Blutdrucks Benommenheit oder Ohnmachtsanfälle auftreten, vor allem zu Beginn der Behandlung.
-Krampfanfälle, Schläfrigkeit, Ohnmachtsanfälle, Muskelschwäche, die zu Stürzen führen können.
-Schmerzen im Brustkorb, bei denen es sich um ein Symptom eines Herzinfarkts handeln könnte, der zum Tod führen kann.
-Schmerzen im Brustkorb, die auf eine Entzündung des Herzmuskels zurückzuführen sein könnten, die zum Tod führen kann.
-Bauchschmerzen und Obstipation als mögliche Anzeichen für eine abnormale Aufweitung des Dickdarms, die zum Tod führen kann.
-Bauchschmerzen, die ein Zeichen für ein Absterben eines Teils des Darms aufgrund einer unzureichenden Durchblutung sein können, was zum Tod führen kann.
-Leponex kann Schläfrigkeit und einen verlängerten Aufenthalt im Bett mit Gewichtszunahme verursachen, was bei manchen Patienten zu Blutgerinnseln führen kann.
Unter Leponex gab es Fälle von Herzinfarkt mit tödlichem Ausgang. Da Leponex Schläfrigkeit verursachen kann, kann die Kombination von verlängertem Aufenthalt im Bett und Gewichtszunahme Blutgerinnsel verursachen.
Warum müssen regelmässig Blutbildkontrollen durchgeführt werden?
Unter der Behandlung mit Leponex kann es zu schwerwiegenden Blutbildveränderungen (Mangel an weissen Blutkörperchen, z.B. Neutropenie oder Agranulozytose) kommen. Bei frühzeitigem Erkennen und sofortigem Absetzen des Arzneimittels (darf nur auf ärztliche Anzeige hin vorgenommen werden) ist diese Störung heilbar.
Vor Beginn der Behandlung mit Leponex wird Ihr Arzt daher Ihr Blut untersuchen, um sicher zu stellen, dass die Anzahl Ihrer weissen Blutkörperchen im normalen Bereich liegt. Diese Untersuchung ist wichtig, da Ihr Körper weisse Blutkörperchen benötigt, um Infektionen zu bekämpfen. Achten Sie darauf, dass diese Blutuntersuchung durchgeführt wurde, bevor Sie mit der Einnahme von Leponex beginnen. Ebenso müssen während der Behandlung und nach Beendigung Ihrer Behandlung mit Leponex regelmässige Blutuntersuchungen erfolgen.
Während der ersten 18 Wochen nach Beginn der Behandlung 1x wöchentlich, anschliessend während der nachfolgenden 34 Wochen mindestens 1x monatlich. Nach 12-monatiger Behandlung müssen Blutuntersuchungen über einen Zeitraum von einem Jahr alle 12 Wochen und anschliessend jährlich durchgeführt werden, wenn keine Abnahme der Anzahl der weissen Blutkörperchen in Ihrem Blut festgestellt wird.
Wenn die Anzahl Ihrer weissen Blutkörperchen abnimmt, müssen Sie die Behandlung mit Leponex in Rücksprache mit Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin sofort beenden. Die Zahl Ihrer weissen Blutkörperchen sollte sich dann wieder normalisieren.
Nach Beendigung der Behandlung mit Leponex müssen in manchen Fällen noch weitere Blutuntersuchungen erfolgen, insbesondere wenn die Behandlung aus hämatologischen Gründen (z.B. Agranulozytose) vollständig abgebrochen wird oder die Dauer der Überwachung weniger als 2 Jahre beträgt und/oder in der Vergangenheit eine Neutropenie aufgetreten ist, die nicht zu einer Unterbrechung der Behandlung geführt hat.
Symptome dieser Blutbildveränderung sind z.B. Fieber, Schüttelfrost, Halsweh, Mandelentzündung sowie gestörte Wundheilung. Bei ersten Anzeichen solcher Beschwerden müssen Sie unverzüglich Ihren behandelnden Arzt bzw. Ärztin aufsuchen. Er/sie wird sofort das Blutbild kontrollieren und nötigenfalls weitere Massnahmen treffen.
Laktose
Bitte nehmen Sie Leponex erst nach Rücksprache mit ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden.
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie
an anderen Krankheiten leiden,
-Allergien haben oder
andere Arzneimittel (auch selbst gekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden.
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