Wann ist bei der Einnahme von Solmucol Vorsicht geboten?Die Anwendung von Solmucol kann, insbesondere zu Beginn der Behandlung, zu einer Verflüssigung des Bronchialsekrets führen und den Auswurf fördern. Ist der Patient nicht in der Lage dieses ausreichend abzuhusten, kann der Arzt bzw. Ärztin unterstützende Massnahmen durchführen. Falls Sie bei einer früheren Einnahme eines Arzneimittels mit dem gleichen Wirkstoff, wie ihn Solmucol enthält, Ausschläge oder Atembeschwerden beobachtet haben, sollten Sie unbedingt Ihren Arzt, Apotheker oder Drogist bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin oder Drogistin darüber informieren, bevor Sie mit der Einnahme des Präparates beginnen.
Wenn Sie an Bronchialasthma leiden oder wenn bei Ihnen die Gefahr von Blutungen im Magen-Darm-Bereich (zum Beispiel bei Magendarmgeschwüren oder bei Varizen der Speiseröhre) besteht, sollten Sie Solmucol nur unter ärztlicher Kontrolle einnehmen.
Die gleichzeitige Verwendung gewisser anderer Arzneimittel kann zu einer gegenseitigen Beeinflussung der Wirkung führen. So kann die Wirksamkeit gewisser Mittel gegen Durchblutungsstörungen der Herzkranzgefässe (z.B. Nitroglycerin bei Angina pectoris) verstärkt werden.
Eine gleichzeitige Verabreichung von Acetylcystein und Carbamazepin kann zu einer Senkung der Carbamazepin Konzentration führen.
Die gleichzeitige Verabreichung von hustenstillenden Mitteln (Antitussiva) kann die Wirkung von Solmucol beeinträchtigen (siehe oben: "Wann darf Solmucol nicht eingenommen werden?" ).
Des Weiteren sollten Sie Antibiotika nicht gleichzeitig mit Solmucol einnehmen, sondern in einem zeitlichen Abstand von mindestens 2 Stunden. Ihr Arzt, Apotheker oder Drogist, bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin oder Drogistin kann Ihnen Auskunft geben, welche Antibiotika betroffen sind.
Wichtige Informationen über einige Hilfsstoffe von Solmucol
-Granulat zur Herstellung einer Lösung zum Einnehmen (100, 200, 400 und 600 mg) enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Dosis, das heisst es ist nahezu "natriumfrei" .
-Granulat zur Herstellung einer Lösung zum Einnehmen (100, 200, 400 und 600 mg) enthält Saccharose. Bitte nehmen Sie Solmucol erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden.
-Brausetabletten enthalten 194 mg Natrium (Hauptbestandteil von Kochsalz/Speisesalz) pro Brausetablette. Dies entspricht 9,7% der für einen Erwachsenen empfohlenen maximalen täglichen Natriumaufnahme mit der Nahrung. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie die Brausetabletten über einen längeren Zeitraum oder die Brausetabletten zu 600 mg täglich benötigen, insbesondere, wenn sie eine kochsalzarme (natriumarme) Diät einhalten sollen. In solchen Fällen ist der Gebrauch von Solmucol Granulat, welches nahezu "natriumfrei" ist oder eines anderen salzfreien Acetylcystein-Präparates ratsam.
Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker oder Drogisten, bzw. Ärztin, Apothekerin oder Drogistin, wenn Sie
an anderen Krankheiten leiden,
-Allergien haben oder
andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden.
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