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Patienteninformation zu Mifegyne:Nordic Pharma GmbH
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Zusammens.PackungenSwissmedic-Nr.ZulassungsinhaberStand d. Info. 

Wann ist bei der Einnahme von Mifegyne Vorsicht geboten?

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin, bevor Sie Mifegyne einnehmen, wenn Sie:
an Asthma leiden;
an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung (kardiovaskulären Erkrankung) leiden;
ein erhöhtes Risiko für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung haben (z. B., wenn Sie über 35 Jahre und Raucherin sind; wenn Sie hohen Blutdruck oder hohe Cholesterinwerte haben; wenn Sie an Fettleibigkeit oder an Diabetes leiden);
an einer Krankheit leiden, welche die Gerinnungsfähigkeit Ihres Blutes beeinflusst;
an einer Leber- oder Nierenerkrankung leiden;
an Blutarmut (Anämie) oder Unterernährung leiden;
in der Vergangenheit einen Kaiserschnitt oder eine Gebärmutteroperation hatten;
mit Kortison behandelt werden.
 
Informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn Sie Rhesus-negativ sind. Die Anwendung von Mifegyne erfordert Massnahmen zur Verhinderung einer Rhesusfaktor-Sensibilisierung sowie die allgemein üblichen Massnahmen während eines Schwangerschaftsabbruchs.
 
Des Weiteren teilen Sie Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin mit, wenn bei Ihnen zur Empfängnisverhütung eine Spirale eingesetzt wurde. Diese wird vor der Verabreichung von Mifegyne entfernt.
 
Da beim medikamentösen Schwangerschaftsabbruch das Risiko von starken Blutungen besteht, ist besondere Vorsicht geboten, falls Sie an Blutungsneigung (hämorrhagische Diathese) mit Gerinnungsschwäche (Hypokoagulabilität) oder Blutarmut (Anämie) leiden. In diesen Fällen entscheidet Ihr Arzt oder Ihre Ärztin, ob der Schwangerschaftsabbruch medikamentös oder chirurgisch erfolgen sollte.
 
Blutungen treten in fast allen Fällen auf, können zum Teil stark sein und dauern im Durchschnitt zwischen 9 und 16 Tage nach Einnahme von Mifegyne. Bei wenigen Frauen können Schmierblutungen bis zur nächsten Menstruation andauern. Sie stellen auf keinen Fall einen Beweis dafür dar, dass der Embryo vollständig ausgestossen wurde.
 
Wenden Sie sich umgehend an Ihren Arzt oder Ihre Ärztin in der Klinik oder im Behandlungszentrum, wenn Sie:
sehr starke Blutungen haben oder die starken Blutungen Sie verunsichern;
starke Schmerzen im Unterleib, Unwohlsein, Schwäche und/oder Fieber haben. Dies können Symptome einer schweren Infektion oder eines anderen Problems sein (einschliesslich Schwangerschaft ausserhalb der Gebärmutter).
 
Im Zusammenhang mit der Anwendung von Mifegyne wurden schwerwiegende Hautreaktionen, einschliesslich toxischepidermaler Nekrolyse und akuter generalisierter exanthematischer Pustulose, berichtet. Beenden Sie die Anwendung von Mifegyne und suchen Sie sofort einen Arzt auf, wenn bei Ihnen eines der in Abschnitt "Welche Nebenwirkungen kann Mifegyne haben?" beschriebenen Symptome auftritt.
Wenn es bei Ihnen zu einer schwerwiegenden Hautreaktion kommt, sollten Sie Mifepriston zukünftig nicht wieder verwenden.
 
Die Erfolgsrate der medikamentösen Methode des Schwangerschaftsabbruchs mittels Mifegyne und eines Prostaglandins beträgt zirka 95 %.

Es ist deshalb unbedingt notwendig, innerhalb von 14 bis 21 Tagen nach Verabreichung von Mifegyne
eine Nachuntersuchung durchzuführen, um die Wirksamkeit und Sicherheit der Methode zu bestätigen.

 
Wenn die Anwendung von Mifegyne als Monotherapie oder in Kombination mit Prostaglandinen nicht zum Abbruch der Schwangerschaft geführt hatte, wurden in seltenen Fällen Missbildungen (z. B. Fehlbildung der Beine) beobachtet.

Im Falle eines Misserfolges des medikamentösen Schwangerschaftsabbruchs ist es unbedingt
erforderlich, bei einer Nachuntersuchung die Schwangerschaft mit einer anderen Methode abzubrechen.

Wenn die Schwangerschaft nach einem erfolglosen Schwangerschaftsabbruch weiter besteht und Sie entscheiden, Ihr Kind zu behalten, besprechen Sie dies mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin.
 
Nach einem Schwangerschaftsabbruch mit Mifegyne befinden sich gegebenenfalls noch kleine Mengen des Wirkstoffes Mifepriston in Ihrem Körper. Es wird deshalb empfohlen, dass Sie nach der Einnahme von Mifegyne eine erneute Schwangerschaft vor Ihrer nächsten Menstruation vermeiden, weshalb eine zuverlässige Empfängnisverhütung angewendet werden soll.
 
Wenn zusätzlich ein Prostaglandin in Kombination mit Mifegyne eingesetzt wird, müssen weitere Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen beachtet werden. Ihr Arzt oder Ihre Ärztin wird Sie darüber informieren.
Nach der Prostaglandin-Einnahme zwecks Abbruch einer fortgeschrittenen Schwangerschaft (im 3. Drittel) ist es in seltenen Fällen zum Einreissen der Gebärmutterwand (Uterusruptur) gekommen; betroffen waren insbesondere Mehrgebärende sowie Frauen mit einer Kaiserschnittnarbe.
 
Arzneimittel, die folgende Wirkstoffe enthalten, können die Wirkung von Mifegyne beeinträchtigen:
-Kortikosteroide (zur Behandlung von Asthma oder anderen entzündlichen Erkrankungen);
-Voriconazol, Itraconazol (zur Behandlung gegen Pilze);
-Ritonavir, Cobicistat (zur Behandlung von HIV-Infektionen);
-Clarithromycin, Rifabutin, Rifampicin (Antibiotika);
-Johanniskraut (Naturheilmittel zur Behandlung von Depressionen);
-Felbamat, Oxcarbazepin, Phenytoin, Phenobarbital, Carbamazepin, Primidon, Topiramat (zur Behandlung von Anfällen, Epilepsie);
-Bosentan (zur Behandlung von Bluthochdruck in den Arterien zwischen Herz und Lunge);
-Modafinil (zur Behandlung von Narkolepsie);
bestimmte Rheumamittel (nichtsteroidale Antirheumatika wie Diclofenac, Ibuprofen und Acetylsalicylsäure).
Während der Behandlung mit Mifegyne sollten Sie keinen Grapefruit-Saft trinken.
 
Arzneimittel, die folgende Wirkstoffe enthalten, können durch die Einnahme von Mifegyne beeinflusst werden:
-Wirkstoffe zur Immuntherapie (z. B. Ciclosporin, Tacrolimus);
-Wirkstoffe zur Behandlung von Herzerkrankungen (z. B. Amiodaron, Diltiazem);
-Zahlreiche Arzneimittel gegen bösartige Tumoren;
-Benzodiazepine (zur Behandlung von Schlafstörungen und Angstzuständen);
-Wirkstoffe zur Narkose (z. B. Fentanyl).
 
Nach Einnahme dieses Arzneimittels oder des Prostaglandins können aufgrund von möglichen Nebenwirkungen die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit, Werkzeuge oder Maschinen zu bedienen, beeinträchtigt sein.
 
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie
an anderen Krankheiten leiden,
-Allergien haben oder
andere Arzneimittel (auch selbst gekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden!
 

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