ch.oddb.org 
Deutsch | English | Français
Medikamente | Services | Zulassungsi.
Patienteninformation zu Diaphin®:Sandoz Pharmaceuticals AG
Vollst. PatinformationÄnderungen anzeigenDrucken 
Eigensch.AbänderungKontraind.VorbeugungSchwangerschaftDos./Anw.Unerw.WirkungenGewöhnliche H.
Zusammens.PackungenSwissmedic-Nr.ZulassungsinhaberStand d. Info. 

Wann ist bei der Einnahme / Anwendung von Diaphin Vorsicht geboten?

Abhängigkeit, Missbrauch und Sucht
Dieses Arzneimittel enthält das Opioid Diamorphin. Es kann abhängig und/oder süchtig machen.
Dieses Arzneimittel enthält Diamorphin, bei dem es sich um ein Opioid-Arzneimittel handelt. Die wiederholte Anwendung von Opioiden kann dazu führen, dass das Arzneimittel weniger wirksam ist (d. h., Sie gewöhnen sich an das Arzneimittel, was als Toleranz bezeichnet wird). Die wiederholte Anwendung von Diaphin kann auch zu Abhängigkeit, Missbrauch und Sucht führen, was wiederum zu einer lebensbedrohlichen Überdosierung führen kann.
Abhängigkeit oder Sucht können dazu führen, dass Sie das Gefühl haben, nicht mehr die Kontrolle darüber zu besitzen, wie viel Arzneimittel Sie anwenden müssen oder wie oft die Anwendung erfolgen muss.
Das Risiko, abhängig oder süchtig zu werden, ist von Person zu Person unterschiedlich. Möglicherweise besteht bei Ihnen ein höheres Risiko, von Diaphin abhängig zu werden oder eine Sucht nach Diaphin zu entwickeln, wenn:
-Sie oder eine Person Ihrer Familie schon einmal Alkohol, verschreibungspflichtige Arzneimittel oder illegale Drogen missbräuchlich angewendet haben oder davon abhängig waren ( "Sucht" ).
-Sie Raucher sind.
-Sie schon einmal Probleme mit Ihrer Stimmung (Depression, Angst oder eine Persönlichkeitsstörung) hatten oder von einem Psychiater wegen anderer psychischer Erkrankungen behandelt wurden.
Wenn Sie während der Anwendung von Diaphin eines der folgenden Anzeichen bemerken, könnte dies darauf hindeuten, dass Sie abhängig oder süchtig geworden sind:
-Sie müssen dieses Arzneimittel länger anwenden, als Ihnen von Ihrem Arzt empfohlen wurde.
-Sie müssen mehr als die empfohlene Dosis anwenden.
-Sie wenden dieses Arzneimittel aus anderen als den Gründen an, wegen denen es Ihnen verschrieben wurde, z.B., "um ruhig zu bleiben" oder "um schlafen zu können" .
-Sie haben wiederholt erfolglos versucht, die Anwendung dieses Arzneimittels aufzugeben oder zu kontrollieren.
-Wenn Sie die Anwendung dieses Arzneimittels abbrechen, fühlen Sie sich unwohl und fühlen sich besser, wenn Sie dieses Arzneimittel erneut anwenden ( "Entzugserscheinungen" ).
Wenn Sie eines dieser Anzeichen bemerken, sprechen Sie mit Ihrem Arzt, um den besten Behandlungsweg für Sie zu besprechen, einschliesslich der Frage, wann es angezeigt ist, die Behandlung abzubrechen, und wie die Behandlung sicher beendet werden kann.
Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie
ausser dem Diaphin noch weitere, auf die Psyche wirkende Substanzen einnehmen,
an anderen Krankheiten leiden,
-Allergien haben oder
andere Medikamente (auch selbstgekaufte!) einnehmen!
Die Anwendung von Diamorphin kann zu einer Beeinträchtigung der Atmung (Atemdepression) führen. Wenn diese nicht sofort erkannt und behandelt wird, kann sie zu Atemstillstand und Tod führen. Das Risiko ist zu Beginn der Behandlung oder nach einer Dosiserhöhung am grössten.
Schlafbezogene Atmungsstörungen
Diaphin kann schlafbezogene Atmungsstörungen wie Schlafapnoe (Atemaussetzer während des Schlafs) und schlafbezogene Hypoxämie (niedriger Sauerstoffgehalt im Blut) verursachen. Zu den Symptomen können Atemaussetzer während des Schlafs, nächtliches Aufwachen aufgrund von Kurzatmigkeit, Durchschlafstörungen oder übermässige Schläfrigkeit während des Tages gehören. Wenn Sie oder eine andere Person diese Symptome beobachten, wenden Sie sich an Ihren Arzt. Ihr Arzt kann eine Dosisreduzierung in Erwägung ziehen.
Diaphin kann, wie andere Opioide, die normale Produktion von Hormonen im Körper, wie z. B. Hydrocortison, Prolaktin oder Sexualhormone, beeinträchtigen, insbesondere wenn Sie Diaphin über lange Zeiträume angewendet haben. Zu den Wirkungen dieser hormonellen Veränderungen können Übelkeit oder Erbrechen, Appetitlosigkeit, Müdigkeit, Schwäche, Schwindelgefühl, niedriger Blutdruck, Unfruchtbarkeit oder verminderte Libido gehören. Darüber hinaus können bei weiblichen Patienten Veränderungen des Menstruationszyklus auftreten, während bei männlichen Patienten Impotenz oder eine Vergrösserung der Brust auftreten können. Wenn Sie eines dieser Anzeichen bemerken, sprechen Sie mit Ihrem Arzt.
Unbeabsichtigte Anwendung
Die versehentliche Anwendung von Diaphin, insbesondere bei Kindern, kann zu einer tödlichen Überdosierung führen. Diaphin muss für Kinder unzugänglich aufbewahrt werden und angebrochene oder nicht verwendete Dosiereinheiten müssen ordnungsgemäss entsorgt werden.
Schwangerschaft
Die Anwendung von Diaphin während der Schwangerschaft kann bei Ihrem neugeborenen Kind Entzugssymptome auslösen (neonatales Opioidentzugssyndrom), die lebensbedrohlich sein können, wenn sie nicht erkannt und behandelt werden. Wenn Sie schwanger sind oder es werden möchten, informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin. Er / Sie wird über die Anwendung von Diaphin entscheiden.
Nebenniereninsuffizienz
Schwäche, Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen oder niedriger Blutdruck können Symptome dafür sein, dass die Nebennieren zu wenig des Hormons Kortisol produzieren; es kann erforderlich sein, dass Sie eine Hormonergänzung erhalten.
Verminderte Sexualhormone und erhöhtes Prolaktin
Die Langzeitanwendung von Opioiden kann erniedrigte Sexualhormon-Spiegel und erhöhte Spiegel des Hormons Prolaktin verursachen. Bitte kontaktieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Symptome wie verminderte Libido, Impotenz oder das Ausbleiben der Menstruation (Amenorrhoe) auftreten.
Bauchschmerzen/Entzündung der Bauchspeicheldrüse
Wenden Sie sich an Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn bei Ihnen starke Schmerzen im Oberbauch, die möglicherweise in den Rücken ausstrahlen, Übelkeit, Erbrechen oder Fieber auftreten, da dies Symptome sein könnten, die mit einer Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis) und des Gallengangsystems in Verbindung stehen.
Einnahme / Anwendung von Diaphin mit anderen Arzneimitteln
Sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin, bevor Sie Diaphin zusammen mit anderen, insbesondere den folgenden Arzneimitteln, anwenden:
-Die gleichzeitige Anwendung von Diaphin mit Alkohol oder Arzneimitteln, die Sie schläfrig machen können (z.B. Schlaftabletten, Arzneimittel zur Behandlung von Epilepsie, Nervenschmerzen oder Angstzuständen, manche Arzneimittel gegen allergische Reaktionen (Antihistaminika) oder Beruhigungsmittel (wie z.B. Benzodiazepine)), erhöht das Risiko des Auftretens gefährlicher Nebenwirkungen, die tödlich sein können. Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin über alle Arzneimittel, die Sie einnehmen, und befolgen Sie genau die Dosisempfehlung Ihres Arztes bzw. Ihrer Ärztin.
-Gabapentin oder Pregabalin zur Behandlung von Epilepsie oder Schmerzen aufgrund von Nervenproblemen (neuropathischen Schmerzen).
-Muskelrelaxanzien.
-Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen (selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmern [SSRI], Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmern [SNRI] und trizyklische Antidepressiva)
-Arzneimittel zur Behandlung von Allergien, Reisekrankheit oder Übelkeit (Antihistaminika oder Antiemetika)
-Arzneimittel zur Behandlung der Parkinson-Krankheit
-Das Risiko von Nebenwirkungen erhöht sich, wenn Sie Diaphin gleichzeitig mit Antidepressiva einnehmen (wie Citalopram, Duloxetin, Escitalopram, Fluoxetin, Fluvoxamin, Paroxetin, Sertralin, Venlafaxin, Amitriptylin, Clomipramin, Imipramin, Nortriptylin). Wenden Sie sich an Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn bei Ihnen die folgenden Symptome auftreten: Veränderungen des Bewusstseinszustandes (z.B. Unruhe, Halluzinationen, Koma), schneller Herzschlag, instabiler Blutdruck, Fieber, Verstärkung von Reflexen, beeinträchtigte Koordination, Muskelsteifheit, gastrointestinale Symptome (z.B. Übelkeit, Erbrechen, Durchfall).
-Vorsicht ist geboten bei epileptischen Patienten, Leber- und Nierenerkrankungen, Unterfunktion der Schilddrüse, eingeschränkter Atmung, tiefem Blutdruck, langsamem Puls, Krampfleiden, Vergrösserung der Prostata und Zuckerkrankheit.
Dieses Arzneimittel kann die kognitiven Fähigkeiten, die Aufmerksamkeit und das Reaktionsvermögen so stark beeinflussen, dass die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Werkzeugen oder Maschinen beeinträchtigt oder nicht mehr gegeben sind. Innerhalb der ersten halben Stunde nach der Injektion sollten Sie zudem keine Maschinen oder Werkzeuge bedienen.

2026 ©ywesee GmbH
Hilfe | Anmeldung | Kontakt | Home