Wann ist bei der Anwendung von KISUNLA Vorsicht geboten?Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Ihnen Kisunla verabreicht wird.
Infusionsbedingte Reaktionen
Informieren Sie sofort das medizinische Fachpersonal, das Ihnen Kisunla verabreicht, wenn Sie während oder kurz nach der Infusion (Tropf) von Kisunla eine allergische Reaktion bemerken. Symptome können Rötung, Schüttelfrost, Übelkeit, Erbrechen, Schwitzen, Kopfschmerzen, Engegefühl im Brustkorb, Atemnot und Blutdruckveränderungen sein (siehe auch Rubrik "Welche Nebenwirkungen kann Kisunla haben?" ).
Amyloid-bedingte Bildgebungsanomalien (ARIA)
Kisunla kann eine Nebenwirkung verursachen, die als Amyloid-bedingte Bildgebungsanomalien (ARIA) bezeichnet wird. Es gibt zwei Formen von ARIA:
-Ansammlung von Flüssigkeit in einem oder mehreren Bereichen des Gehirns (ARIA-E).
-Blutungen im Gehirn oder auf der Oberfläche des Gehirns (ARIA-H).
ARIA ist eine Nebenwirkung, die in der Regel früh in der Behandlung auftritt, üblicherweise in den ersten 24 Wochen. Die meisten Patienten haben keine Symptome. Es gab während der Behandlung mit Kisunla Fälle von ARIA, die zu schwerwiegenden Symptomen führten, einige dieser Fälle waren tödlich. Diese Fälle traten in der Regel in den ersten 12 Wochen der Behandlung auf.
Symptome von ARIA können Kopfschmerzen, Verwirrtheit, Übelkeit, Erbrechen, Gleichgewichtsverlust, Schwindelgefühl, Zittern, Sehstörungen, Sprachstörungen, Benommenheit, Verschlechterung der geistigen Fähigkeiten, Bewusstseinsveränderungen und Krampfanfälle sein.
Informieren Sie sofort Ihren Arzt/Ihre Ärztin, wenn Sie Symptome entwickeln, die Anzeichen von ARIA sein könnten.
ARIA sind mittels MRT-Bildgebung des Gehirns erkennbar. Ihr Arzt / Ihr Ärztin wird regelmäßig MRT-Untersuchungen veranlassen. Diese erfolgen innerhalb von 3 Monaten vor Beginn der Behandlung, vor der zweiten, dritten, vierten, siebten und gegebenenfalls (bei Patienten mit ARIA-Risikofaktoren, wie heterozygote Träger (Träger einer Kopie des Gens) von ApoE ε4 und/oder Patienten mit vorausgegangenen ARIA-Ereignissen während der früheren Behandlung) vor der zwölften Infusion. Zusätzlich können weitere MRTs jederzeit während der Behandlung durchgeführt werden, falls Sie Symptome von ARIA bemerken.
Abhängig von den Ergebnissen des MRT kann Ihr Arzt / Ihre Ärztin die Behandlung mit Kisunla stoppen. Dies kann vorübergehend oder dauerhaft sein.
Genetische Risikofaktoren für ARIA
Einige Menschen haben ein bestimmtes Gen namens Apolipoprotein-E4 (ApoE-ε4). Diese Menschen haben möglicherweise ein höheres Risiko, ARIA zu entwickeln. Ihr Arzt / Ihre Ärztin wird vor Beginn der Behandlung mit Kisunla testen, ob Sie ApoE-ε4-Träger sind.
Andere Risikofaktoren für ARIA
Menschen, die bereits eine Gehirnblutung hatten, können ein höheres Risiko für ARIA haben. Ihr Arzt / Ihre Ärztin wird dies mit einer MRT-Untersuchung überprüfen, bevor die Behandlung mit Kisunla beginnen kann.
Testen auf Tau
Ihr Arzt / Ihre Ärztin führt möglicherweise einen Test auf Tau durch, wenn er / sie dies für notwendig hält. Tau ist ein Protein im Gehirn, das auch an der Alzheimer-Krankheit beteiligt ist. Je nach Konzentration dieses Proteins könnte Kisunla besser oder schlechter wirken.
Kinder und Jugendliche
Kisunla darf nicht bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren angewendet werden. Die Anwendung wurde in dieser Altersgruppe nicht untersucht.
Down-Syndrom
Kisunla darf nicht bei Patienten verwendet werden, die eine Alzheimer-Krankheit aufgrund eines Down-Syndroms haben. Die Anwendung wurde bei diesen Patienten nicht untersucht.
Patientenkarte
Ihr Arzt / Ihre Ärztin wird Ihnen eine Patientenkarte mit wichtigen Sicherheitsinformationen geben. Es ist wichtig, dass Sie diese Patientenkarte immer mit sich führen und Ihrem Partner oder Ihrer Begleitperson zeigen. Zeigen Sie die Patientenkarte auch weiteren medizinischen Fachpersonen, insbesondere in Notfallsituationen.
Anwendung von KISUNLA zusammen mit anderen Arzneimitteln
Informieren Sie Ihren Arzt / Ihre Ärztin oder Apotheker/in, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, kürzlich andere Arzneimittel angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel anzuwenden.
Informieren Sie unbedingt Ihren Arzt/ Ihre Ärztin oder Apotheker/in, bevor Sie Kisunla erhalten, falls Sie Arzneimittel zur Vorbeugung der Bildung von Blutgerinnseln (Antikoagulanzien, "Blutverdünner" ) erhalten. Kisunla darf nicht zusammen mit diesen Arzneimitteln angewendet werden.
Wenn man Kisunla gleichzeitig mit bestimmten anderen Behandlungen wie Immunglobulinen über die Vene, Plasmapherese (eine Art Blutreinigung) oder Immunadsorption (Entfernung bestimmter Stoffe aus dem Blut) anwendet, kann das die Wirkung von Donanemab abschwächen.
Sollten Sie regelmässig solche Therapien brauchen, muss der Arzt oder die Ärztin im Voraus überlegen, ob und wie Kisunla eingesetzt werden kann. Die Entscheidung hängt von der medizinischen Notwendigkeit der verschiedenen Therapien ab.
Natrium
Dieses Arzneimittel enthält 11.5 mg Natrium (Hauptbestandteil von Kochsalz/Speisesalz) pro Durchstechflasche zu 350 mg Donanemab (20 ml). Eine Dosis von 1400 mg Donanemab (4 Durchstechflaschen) enthält 46 mg Natrium, dies entspricht 2% der für einen Erwachsenen empfohlenen maximalen täglichen Natriumaufnahme mit der Nahrung.
Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit, Werkzeuge oder Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen!
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie
an anderen Krankheiten leiden,
-Allergien haben oder
andere Arzneimittel (auch selbst gekaufte!) einnehmen (oder äusserlich anwenden).
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