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Home - Fachinformation zu Solarcaine lotion - Änderungen - 27.01.2026
1 Änderungen an Fachinfo Solarcaine lotion
  • -Zusammensetzung
  • -Wirkstoff: Lidocainum.
  • -Hilfsstoffe: Isopropylis myristas, propyleneglycolum, aromatica, conserv. E 216, E 218, benzethonii chloridum, alcool benzylicus. Excip. ad solutionem.
  • -Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit
  • -1 g Lotion enthält 10 mg Lidocain.
  • -Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten
  • -Leichte, mit Sonnenbrand verbundene Läsionen, Insektenstiche, Hautschürfungen, Hautreizungen und Verbrennungen ersten Grades (leichte Verbrennungen).
  • -Dosierung/Anwendung
  • -Erwachsene und Jugendliche ab 2 Jahren: Mehrmals täglich auf die gereizte Haut auftragen.
  • -Säuglinge und Kinder unter 2 Jahren: nur auf ärztliche Verschreibung und unter ärztlicher Überwachung.
  • -Kontraindikationen
  • -Offene Hautverletzungen oder nässende Hauterscheinungen.
  • -Überempfindlichkeit gegenüber einem der Inhaltsstoffe.
  • -Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen
  • -Säuglinge und Kinder unter 2 Jahren: Solarcaïne ist nur auf ärztliche Verschreibung und unter ärztlicher Überwachung anzuwenden.
  • -Solarcaïne darf weder mit den Augen noch mit der Mudschleimhaut in Kontakt kommen.
  • -Nicht grossflächig oder über längere Zeit anwenden.
  • -Beim Auftreten einer Reizung oder eines Hautausschlages sollte die Anwendung unterbrochen werden.
  • -Bei eitrigen und infizierten Wunden soll der Arzt bzw. die Ärztin um Rat gebeten werden; das Risiko einer transkutanen Absorption wird bei Hautentzündungen erhöht.
  • -Interaktionen
  • -Im Fall einer systemischen Resorption (s. «Überdosierung») wird die Lidocaïn-Clearance durch Propranolol und Cimetidin vermindert.
  • -Lidocain sollte mit Vorsicht bei Patienten angewendet werden, die bereits mit anderen Lokalanästhetika oder mit Substanzen, welche mit Lokalanästhetika strukturverwandt sind, behandelt werden, da die toxischen Wirkungen additiv sind.
  • -Schwangerschaft/Stillzeit
  • -Tierexperimentelle Studien haben keine Hinweise auf Missbildungen gegeben. Es sind keine kontrollierten Studien bei schwangeren Frauen verfügbar. Solarcaïne sollte deshalb während der Schwangerschaft mit Vorsicht angewendet werden.
  • -Lidocain tritt in die Muttermilch über; deshalb sollte Solarcaïne während der Stillzeit nicht angewendet werden.
  • -Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen
  • -Bei bestimmungsgemässer Anwendung ist ein negativer Einfluss unwahrscheinlich.
  • -Unerwünschte Wirkungen
  • -Die folgenden unerwünschten Wirkungen wurden aufgrund von Spontanberichten identifiziert. Es kann keine bestimmte Häufigkeit für Berichte angegeben werden.
  • -Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
  • -Lokale Irritationen an der Applikationsstelle, Überempfindlichkeitreaktionen, insbesondere Kontaktallergien.
  • -In solchen Fällen muss die Behandlung unterbrochen werden.
  • -Überdosierung
  • -Obwohl die Bioverfügbarkeit von Lidocain gering ist wurden Fälle von ZNS-Toxizität nach Einnahme von Lösungen zur topischer Anwendung berichtet.
  • -Auswirkungen einer akuten Überdosierung betreffen hauptsächlich die Zentralnerven- und Herz-Kreislauf-Systeme (Hypotonie, Asystolie, Bradykardie, Apnoe, evtl. Koma und Tod).
  • -Eigenschaften/Wirkungen
  • -ATC-Code: D04AB01
  • -Lidocain ist ein Lokalanästhetikum vom Säureamidtyp; es gewährt Solarcaïne Lotion seine schmerz- und juckreizstillende Wirkung.
  • -Solarcaïne fettet nicht.
  • -Pharmakokinetik
  • -Absorption
  • -Die Absorption des Lidocains bei Applikation auf intakte Haut ist gering; dagegen dringt es rasch durch beschädigte Haut und Schleimhaut.
  • -Distribution
  • -Ca. 65% des Lidocains sind an Plasmaproteine gebunden.
  • -Lidocain gelangt durch die Plazenta- und Blut-Hirnschranke und tritt in die Muttermilch über.
  • -Metabolismus
  • -Lidocain wird grösstenteils in der Leber metabolisiert, zuerst durch N- N-Desalkylierung zu Monoethylglycinxylidid (MEGX) und zu Glycinxylidid (GX). Pharmakologische und toxikologische Wirkungen von XMEG und XG sind mit denen von Lidocain vergleichbar, doch weniger wirksam.
  • -Elimination
  • -Über 90% des verabreichten Lidocains wird in Form von verschiedenen Metaboliten im Urin eliminiert; nur ca. 3% wird unverändert mit dem Urin ausgeschieden.
  • -Kinetik spezieller Patientengruppen
  • -Eine Verminderung der Clearance wurde bei Patienten mit Herzinsuffizienz, Leberzirrhose oder mit chronischer oder viraler Hepatitis beobachtet.
  • -Präklinische Daten
  • -Gegeben die geringe Hautabsorption von Lidocain sind bei bestimmungsgemässer Anwendung von Solarcaïne keine toxische, mutagene oder teratogene Wirkungen zu erwarten.
  • -Trotzdem zeigten Untersuchungen an unterschiedlichen Tierarten zur akuten Toxizität von Lidocain Anzeichen einer Toxizität mit ZNS-Symptomen.
  • -Mutagenitätsuntersuchungen mit Lidocain verliefen negativ. Dagegen gibt es Hinweise, dass bei der Ratte, möglicherweise auch beim Menschen, das aus Lidocain entstehende Stoffwechselprodukt, 2,6-Xylidin, mutagene Wirkungen haben könnte. Diese Hinweise ergeben sich aus In-vitro-Tests, in denen dieser Metabolit in sehr hohen Konzentrationen eingesetzt wurde. Darüber hinaus zeigte 2,6-Xylidin in einer Kanzerogenitätsstudie an Ratten mit transplazentarer Exposition und nachgeburtlicher Behandlung der Tiere über 2 Jahre ein tumorigenes Potential.
  • -Da eine Relevanz dieser Befunde für den Menschen nicht hinreichend sicher auszuschliessen ist, sollte Lidocain nicht über längere Zeit in hohen Dosen verabreicht werden.
  • -Sonstige Hinweise
  • -Haltbarkeit
  • -Bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Verfalldatum.
  • -Besondere Lagerungshinweise
  • -Ausserhalb der Reichweite von Kindern, bei Raumtemperatur (15–25 °C) aufbewahren.
  • -Zulassungsnummer
  • -26146 (Swissmedic).
  • -Packungen
  • -Solarcaïne Lot 85 ml. (D)
  • -Zulassungsinhaberin
  • -VERFORA SA, 1752 Villars-sur-Glâne.
  • -Stand der Information
  • -Januar 2017.
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