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Home - Fachinformation zu Betaferon - Änderungen - 27.01.2026
38 Änderungen an Fachinfo Betaferon
  • +Darreichungsform und Wirkstoffmenge pro Einheit
  • +Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung
  • +1 Durchstechflasche (Pulver) zu:
  • +9,6 Millionen IU (300 Mikrogramm) Interferonum beta-1b ADNr bei einer kalkulierten Überfüllung von 20%.
  • +Lösungsmittel
  • +1 Fertigspritze zu 1,2 ml 0,54% (m/V) Natriumchlorid-Lösung.
  • +Rekonstituierte Lösung
  • +Nach Rekonstitution enthält 1 ml 8 Mio. IU (250 Mikrogramm) Interferonum beta-1b ADNr.
  • -·Bei Patienten mit einem ersten klinischen, auf Multiple Sklerose hinweisenden neurologischen Ereignis («Clinically Isolated Syndrome» – isoliertes klinisches Syndrom), wenn andere Diagnosen ausgeschlossen sind und wenn ein hohes Risiko für das Auftreten einer klinisch gesicherten Multiplen Sklerose besteht.
  • -·Zur Verminderung der Schubrate und der Schubstärke bei gehfähigen Patienten mit schubförmig-remittierend verlaufender multipler Sklerose (MS).
  • -·Bei Patienten mit sekundär chronisch-progredienter Multipler Sklerose, die sich in einem aktiven Krankheitsstadium befinden, d.h. klinische Schübe erfahren.
  • +-Bei Patienten mit einem ersten klinischen, auf Multiple Sklerose hinweisenden neurologischen Ereignis ( "Clinically Isolated Syndrome" – isoliertes klinisches Syndrom), wenn andere Diagnosen ausgeschlossen sind und wenn ein hohes Risiko für das Auftreten einer klinisch gesicherten Multiplen Sklerose besteht.
  • +-Zur Verminderung der Schubrate und der Schubstärke bei gehfähigen Patienten mit schubförmig-remittierend verlaufender multipler Sklerose (MS).
  • +-Bei Patienten mit sekundär chronisch-progredienter Multipler Sklerose, die sich in einem aktiven Krankheitsstadium befinden, d.h. klinische Schübe erfahren.
  • -Am Anfang wird ein Viertel der Dosis (d.h. 2 Mio. IU [62,5 Mikrogramm]) verabreicht und über vier Wochen wird die Dosis auf 8 Mio. IU (250 Mikrogramm) erhöht (siehe Tabelle für Dosistitration). Die Titrationsphase kann entsprechend der individuellen Verträglichkeit angepasst werden.
  • +Am Anfang wird ein Viertel der Dosis (d.h. 2 Mio. IU [62,5 Mikrogramm]) verabreicht und über vier Wochen wird die Dosis auf 8 Mio. IU (250 Mikrogramm) erhöht (siehe Tabelle für Dosistitration). Die Titrationsphase kann entsprechend der individuellen Verträglichkeit angepasst werden.
  • -Tag der Behandlung Dosis Volumen
  • -1, 3, 5 62,5 Mikrogramm 0,25 ml
  • -7, 9, 11 125 Mikrogramm 0,5 ml
  • -13, 15, 17 187,5 Mikrogramm 0,75 ml
  • ->19 250 Mikrogramm 1,0 ml
  • +Tag der Behandlung Dosis Volumen
  • +1, 3, 5 62,5 Mikrogramm 0,25 ml
  • +7, 9, 11 125 Mikrogramm 0,5 ml
  • +13, 15, 17 187,5 Mikrogramm 0,75 ml
  • +>19 250 Mikrogramm 1,0 ml
  • + 
  • +
  • -Wenn bei einem Patienten der Behandlungserfolg ausbleibt, z.B. bei stetiger Progression in der «Expanded Disability Status» Skala (EDSS) über einen Zeitraum von 6 Monaten oder wenn trotz Betaferon-Behandlung eine Therapie mit ACTH oder Kortikosteroiden mit 3 oder mehr Behandlungszyklen innerhalb eines Jahres erforderlich wird, sollte die Behandlung gestoppt werden.
  • +Wenn bei einem Patienten der Behandlungserfolg ausbleibt, z.B. bei stetiger Progression in der "Expanded Disability Status" Skala (EDSS) über einen Zeitraum von 6 Monaten oder wenn trotz Betaferon-Behandlung eine Therapie mit ACTH oder Kortikosteroiden mit 3 oder mehr Behandlungszyklen innerhalb eines Jahres erforderlich wird, sollte die Behandlung gestoppt werden.
  • -·bei Patienten mit schweren depressiven Erkrankungen und/oder Suizidneigung in der Anamnese;
  • -·bei Leberinsuffizienz;
  • -·bei Patienten mit einer durch eine Behandlung nicht adäquat kontrollierten Epilepsie.
  • +bei Patienten mit schweren depressiven Erkrankungen und/oder Suizidneigung in der Anamnese;
  • +bei Leberinsuffizienz;
  • +bei Patienten mit einer durch eine Behandlung nicht adäquat kontrollierten Epilepsie.
  • -Betaferon sollte mit Vorsicht angewendet werden bei Patienten mit vorbestehenden oder aktuellen depressiven Störungen, insbesondere bei Patienten mit früher vorhandener Suizidneigung. Es ist bekannt, dass Depression und Suizidneigung bei Patienten mit MS und Interferonbehandlung vermehrt auftreten. Patienten, die mit Betaferon behandelt werden, sollen angewiesen werden, Symptome einer Depression oder Suizidneigung unmittelbar ihrem behandelnden Arzt zu berichten. Patienten, die an Depression leiden, sollten während der Therapie mit Betaferon engmaschig beobachtet und entsprechend behandelt werden. Gegebenenfalls ist ein Abbruch der Betaferon-Behandlung in Betracht zu ziehen (siehe «Kontraindikationen» und «Unerwünschte Wirkungen»).
  • +Betaferon sollte mit Vorsicht angewendet werden bei Patienten mit vorbestehenden oder aktuellen depressiven Störungen, insbesondere bei Patienten mit früher vorhandener Suizidneigung. Es ist bekannt, dass Depression und Suizidneigung bei Patienten mit MS und Interferonbehandlung vermehrt auftreten. Patienten, die mit Betaferon behandelt werden, sollen angewiesen werden, Symptome einer Depression oder Suizidneigung unmittelbar ihrem behandelnden Arzt zu berichten. Patienten, die an Depression leiden, sollten während der Therapie mit Betaferon engmaschig beobachtet und entsprechend behandelt werden. Gegebenenfalls ist ein Abbruch der Betaferon-Behandlung in Betracht zu ziehen (siehe "Kontraindikationen" und "Unerwünschte Wirkungen" ).
  • -Zusätzlich zu den normalerweise zur Überwachung von MS-Patienten erforderlichen Laboruntersuchungen wird empfohlen, vor Beginn der Therapie mit Betaferon sowie danach regelmässig, auch bei Fehlen von Symptomen, periodisch die folgenden Untersuchungen durchzuführen: grosses Blutbild einschliesslich Differenzialblutbild, Thrombozytenzahl und klinische Chemie einschliesslich Leberfunktionstests wie ASAT (SGOT), ALAT (SGPT) und gamma-GT (siehe auch «Unerwünschte Wirkungen»). Bei gestörter Schilddrüsenfunktion in der Anamnese oder bei entsprechender Indikation werden regelmässige Schilddrüsenfunktionstests empfohlen. Anämie, Thrombozytopenie oder Leukopenie (allein oder kombiniert) können eine intensivere Überwachung des grossen Blutbilds einschliesslich Differenzialblutbild und Plättchenzahl erfordern.
  • +Zusätzlich zu den normalerweise zur Überwachung von MS-Patienten erforderlichen Laboruntersuchungen wird empfohlen, vor Beginn der Therapie mit Betaferon sowie danach regelmässig, auch bei Fehlen von Symptomen, periodisch die folgenden Untersuchungen durchzuführen: grosses Blutbild einschliesslich Differenzialblutbild, Thrombozytenzahl und klinische Chemie einschliesslich Leberfunktionstests wie ASAT (SGOT), ALAT (SGPT) und gamma-GT (siehe auch "Unerwünschte Wirkungen" ). Bei gestörter Schilddrüsenfunktion in der Anamnese oder bei entsprechender Indikation werden regelmässige Schilddrüsenfunktionstests empfohlen. Anämie, Thrombozytopenie oder Leukopenie (allein oder kombiniert) können eine intensivere Überwachung des grossen Blutbilds einschliesslich Differenzialblutbild und Plättchenzahl erfordern.
  • -In klinischen Studien kam es unter Behandlung mit Betaferon sehr häufig zum asymptomatischen Anstieg der Serumtransaminasen, der in den meisten Fällen gering und vorübergehend war (vgl. auch «Unerwünschte Wirkungen»).
  • +In klinischen Studien kam es unter Behandlung mit Betaferon sehr häufig zum asymptomatischen Anstieg der Serumtransaminasen, der in den meisten Fällen gering und vorübergehend war (vgl. auch "Unerwünschte Wirkungen" ).
  • -·eine aseptische Injektionstechnik anzuwenden;
  • -·bei jeder Applikation eine neue Injektionsstelle zu verwenden.
  • +eine aseptische Injektionstechnik anzuwenden;
  • +bei jeder Applikation eine neue Injektionsstelle zu verwenden.
  • -Wie mit allen therapeutischen Proteinen besteht die Möglichkeit der Immunogenität (siehe auch «Unerwünschte Wirkungen/Immunogenität»). Die Entscheidung zur Fortsetzung oder zum Abbruch der Behandlung sollte auf dem gesamten Krankheitsbild des Patienten, anstatt nur auf dem Status für neutralisierende Antikörper beruhen.
  • +Wie mit allen therapeutischen Proteinen besteht die Möglichkeit der Immunogenität (siehe auch "Unerwünschte Wirkungen/Immunogenität" ). Die Entscheidung zur Fortsetzung oder zum Abbruch der Behandlung sollte auf dem gesamten Krankheitsbild des Patienten, anstatt nur auf dem Status für neutralisierende Antikörper beruhen.
  • -Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro ml, d.h. es ist nahezu «natriumfrei».
  • +Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro ml, d.h. es ist nahezu "natriumfrei" .
  • -Es wurden keine Untersuchungen zur Fertilität durchgeführt (siehe «Präklinische Daten»).
  • +Es wurden keine Untersuchungen zur Fertilität durchgeführt (siehe "Präklinische Daten" ).
  • -Häufigkeit unbekannt: Nephrotisches Syndrom, Glomerulosklerose (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).
  • +Häufigkeit unbekannt: Nephrotisches Syndrom, Glomerulosklerose (siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ).
  • -** «Reaktionen an der Injektionsstelle (diverse)» umfasst alle unerwünschten Reaktionen an der Injektionsstelle (ausgenommen Nekrosen), z.B. folgende Termini: Atrophie an der Injektionsstelle, Ödem an der Injektionsstelle, Blutung an der Injektionsstelle, Überempfindlichkeitsreaktion an der Injektionsstelle, Infektion an der Injektionsstelle, Entzündung an der Injektionsstelle, Schwellung an der Injektionsstelle, Schmerz an der Injektionsstelle und Reaktion an der Injektionsstelle.
  • -*** «Grippeartiger Symptomenkomplex» bezeichnet Grippesyndrom und/oder eine Kombination von mindestens zwei folgender unerwünschten Wirkungen: Fieber, Schüttelfrost, Myalgie, Unwohlsein, Schwitzen.
  • +** "Reaktionen an der Injektionsstelle (diverse)" umfasst alle unerwünschten Reaktionen an der Injektionsstelle (ausgenommen Nekrosen), z.B. folgende Termini: Atrophie an der Injektionsstelle, Ödem an der Injektionsstelle, Blutung an der Injektionsstelle, Überempfindlichkeitsreaktion an der Injektionsstelle, Infektion an der Injektionsstelle, Entzündung an der Injektionsstelle, Schwellung an der Injektionsstelle, Schmerz an der Injektionsstelle und Reaktion an der Injektionsstelle.
  • +*** "Grippeartiger Symptomenkomplex" bezeichnet Grippesyndrom und/oder eine Kombination von mindestens zwei folgender unerwünschten Wirkungen: Fieber, Schüttelfrost, Myalgie, Unwohlsein, Schwitzen.
  • -Es wurden zwei kontrollierte klinische Studien (SPMS-EU, SPMS-NA) zu Betaferon bei Patienten mit sekundär progredient verlaufender Multipler Sklerose (EDSS Werte zu Studienbeginn: 3-6,5, d.h. die Patienten waren gehfähig) durchgeführt. In der SPMS-EU-Studie waren 360 Betaferon- und 358 Placebo-Patienten, in der SPMS-NA 317 Betaferon- und 308 Placebo-Patienten eingeschlossen. Patienten mit sekundär chronisch-progredienter Verlaufsform zeigten unter der Behandlung mit Betaferon eine Verzögerung des Voranschreitens der Behinderung von bis zu 12 Monaten. Dies traf auch auf die Zeitspanne bis zum Erreichen eines fortgeschrittenen Behinderungsgrades, d.h. Rollstuhlabhängigkeit, zu. Diese Verzögerung der Behinderung wurde sowohl bei Patienten mit als auch ohne überlagernde Schübe und auf allen untersuchten Stufen der Behinderungsskala («Expanded Disability Status Skala» [EDSS] 3–6,5) nachgewiesen.
  • +Es wurden zwei kontrollierte klinische Studien (SPMS-EU, SPMS-NA) zu Betaferon bei Patienten mit sekundär progredient verlaufender Multipler Sklerose (EDSS Werte zu Studienbeginn: 3-6,5, d.h. die Patienten waren gehfähig) durchgeführt. In der SPMS-EU-Studie waren 360 Betaferon- und 358 Placebo-Patienten, in der SPMS-NA 317 Betaferon- und 308 Placebo-Patienten eingeschlossen. Patienten mit sekundär chronisch-progredienter Verlaufsform zeigten unter der Behandlung mit Betaferon eine Verzögerung des Voranschreitens der Behinderung von bis zu 12 Monaten. Dies traf auch auf die Zeitspanne bis zum Erreichen eines fortgeschrittenen Behinderungsgrades, d.h. Rollstuhlabhängigkeit, zu. Diese Verzögerung der Behinderung wurde sowohl bei Patienten mit als auch ohne überlagernde Schübe und auf allen untersuchten Stufen der Behinderungsskala ( "Expanded Disability Status Skala" [EDSS] 3–6,5) nachgewiesen.
  • -In der Placebo-kontrollierten Phase verzögerte Betaferon das Fortschreiten vom ersten klinischen Ereignis hin zu einer CDMS in statistisch signifikanter und klinisch relevanter Weise, entsprechend einer Risikoreduktion von 47%. Eine post-hoc Analyse (korrigiert für Standard Baseline-Kovariaten) ergab eine Risikoreduktion von 50%. Innerhalb von zwei Jahren kam es bei 45% der Patienten der Placebogruppe gegenüber 28% der Patienten der Betaferon-Gruppe zu einer CDMS (Kaplan-Meier-Analyse). Betaferon verlängerte die Zeit bis zu einer CDMS um 363 Tage, und zwar von 255 Tagen in der Placebogruppe auf 618 Tage in der Betaferon-Gruppe (basierend auf der 25. Perzentile).
  • +In der Placebo-kontrollierten Phase verzögerte Betaferon das Fortschreiten vom ersten klinischen Ereignis hin zu einer CDMS in statistisch signifikanter und klinisch relevanter Weise, entsprechend einer Risikoreduktion von 47%. Eine post-hoc Analyse (korrigiert für Standard Baseline-Kovariaten) ergab eine Risikoreduktion von 50%. Innerhalb von zwei Jahren kam es bei 45% der Patienten der Placebogruppe gegenüber 28% der Patienten der Betaferon-Gruppe zu einer CDMS (Kaplan-Meier-Analyse). Betaferon verlängerte die Zeit bis zu einer CDMS um 363 Tage, und zwar von 255 Tagen in der Placebogruppe auf 618 Tage in der Betaferon-Gruppe (basierend auf der 25. Perzentile).
  • -Spezifische Studien zum Metabolismus von Betaferon wurden nicht durchgeführt. Betaferon ist ein Protein mit sehr hoher Strukturhomologie zum natürlichen β-lnterferon. Damit ist mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass Betaferon über die gleichen enzymatischen Wege wie das natürliche β-lnterferon inaktiviert und metabolisiert wird. Zur Geschwindigkeit des Abbaus der Substanz siehe unter «Elimination».
  • +Spezifische Studien zum Metabolismus von Betaferon wurden nicht durchgeführt. Betaferon ist ein Protein mit sehr hoher Strukturhomologie zum natürlichen β-lnterferon. Damit ist mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass Betaferon über die gleichen enzymatischen Wege wie das natürliche β-lnterferon inaktiviert und metabolisiert wird. Zur Geschwindigkeit des Abbaus der Substanz siehe unter "Elimination" .
  • -Das Arzneimittel darf nur bis zu dem mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.
  • +Das Arzneimittel darf nur bis zu dem mit "EXP" bezeichneten Datum verwendet werden.
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