| 68 Änderungen an Fachinfo NuvaRing |
-AMZV
- +Bei der Entscheidung, NuvaRing zu verschreiben, sollten die aktuellen, individuellen Risikofaktoren der einzelnen Frau, insbesondere im Hinblick auf venöse Thromboembolien (VTE), berücksichtigt werden. Auch sollte das Risiko für eine VTE bei Anwendung von NuvaRing mit jenem anderer kombinierter hormonaler Kontrazeptiva (CHC) verglichen werden (vgl. «Kontraindikationen» und «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).
- +CHC wie NuvaRing sollten nur von einem Arzt bzw. einer Ärztin mit entsprechender Erfahrung verordnet werden, welche in der Lage sind, eine umfassende Aufklärung der Patientin über die Vor- und Nachteile sämtlicher verfügbarer Kontrazeptionsmethoden sowie neben einer allgemeinen auch eine gynäkologische Untersuchung durchzuführen.
- +Die Verordnung eines CHC sollte grundsätzlich unter Beachtung der jeweils aktuellen Richtlinien der Schweizer Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe erfolgen.
-NuvaRing kann von der Frau selbst in die Vagina eingesetzt werden. Der Arzt sollte die Frau über das Einsetzen und Entfernen des Rings entsprechend beraten. Zum Einsetzen sollte die Haltung gewählt werden, die der Frau am bequemsten erscheint, z.B. Stehen mit einem angehobenen Bein, Hockstellung oder Liegen. NuvaRing muss zusammengedrückt und soweit in die Vagina geschoben werden, bis er bequem sitzt. Die genaue Lage von NuvaRing in der Vagina spielt keine Rolle für die empfängnisverhütende Wirkung.
- +NuvaRing kann von der Frau selbst in die Vagina eingesetzt werden. Der Arzt sollte die Frau über das Einsetzen und Entfernen des Rings entsprechend beraten. Zum Einsetzen sollte die Haltung gewählt werden, die der Frau am bequemsten erscheint, z.B. Stehen mit einem angehobenen Bein, Hockstellung oder Liegen. NuvaRing muss zusammengedrückt und soweit in die Vagina geschoben werden, bis er bequem sitzt. Die genaue Lage von NuvaRing in der Vagina spielt keine Rolle für die empfängnisverhütende Wirkung (siehe Abbildungen 1-4).
-Drei Wochen später ist NuvaRing am gleichen Wochentag zu entfernen und eine 1-wöchige Anwendungspause einzuhalten, bevor wieder ein neuer Ring eingesetzt wird. (Wenn NuvaRing z.B. an einem Mittwoch um 22 Uhr eingesetzt wird, sollte der Ring drei Wochen später am Mittwoch gegen 22 Uhr wieder herausgenommen werden. Am folgenden Mittwoch setzt man einen neuen Ring ein.)
-Die Entfernung von NuvaRing aus der Vagina erfolgt entweder durch Einhaken des Zeigefingers unter den vorderen Rand oder durch Festhalten des Randes zwischen Daumen und Zeigefinger und Herausziehen. Der gebrauchte Ring soll in den wiederverschliessbaren Beutel zurückgesteckt und entsorgt werden (nicht in die Toilette spülen). Er darf für Kinder und Haustiere nicht erreichbar sein.
-Während der Anwendungspause kommt es üblicherweise zu einer Entzugsblutung, die normalerweise 2–3 Tage nach dem Entfernen von NuvaRing einsetzt und andauern kann, wenn der neue Ring eingesetzt wird.
-1. Nehmen Sie NuvaRing aus dem Beutel.
-2. Drücken Sie den Ring zusammen.
-3. Wählen Sie eine bequeme Haltung, um den Ring einzusetzen.
-4a. Setzen Sie den Ring mit einer Hand in die Vagina ein; spreizen Sie, falls das erforderlich ist, die Schamlippen mit der anderen Hand auseinander.
-4b. Schieben Sie den Ring so weit in die Vagina hinein, bis er bequem sitzt.
-4c. Der Ring verbleibt dort für drei Wochen.
-5. NuvaRing kann entweder durch Einhaken des Zeigefingers unter den vorderen Rand des Ringes oder durch Festhalten des Randes zwischen Daumen und Zeigefinger herausgezogen werden.
- +Drei Wochen später ist NuvaRing am gleichen Wochentag zu entfernen und eine 1-wöchige Anwendungspause einzuhalten, bevor wieder ein neuer Ring eingesetzt wird (Wenn NuvaRing z.B. an einem Mittwoch um 22 Uhr eingesetzt wird, sollte der Ring drei Wochen später am Mittwoch gegen 22 Uhr wieder herausgenommen werden. Am folgenden Mittwoch setzt man einen neuen Ring ein.).
- +Die Entfernung von NuvaRing aus der Vagina erfolgt entweder durch Einhaken des Zeigefingers unter den vorderen Rand oder durch Festhalten des Randes zwischen Daumen und Zeigefinger und Herausziehen (s. Abbildung 5). Der gebrauchte Ring soll in den wiederverschliessbaren Beutel zurückgesteckt und entsorgt werden (nicht in die Toilette spülen). Er darf für Kinder und Haustiere nicht erreichbar sein.
- +Während der Anwendungspause kommt es üblicherweise zu einer Entzugsblutung, die normalerweise 2-3 Tage nach dem Entfernen von NuvaRing einsetzt und andauern kann, wenn der neue Ring eingesetzt wird.
- + (image) Abbildung 1:Nehmen Sie NuvaRing aus dem Beutel. (image) (image) Abbildung 3:Wählen Sie eine bequeme Haltung, um den Ring einzusetzen.
- + (image) Abbildung 2:Drücken Sie den Ring zusammen.
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- + (image) (image) (image)
- +Abbildung 4A:Setzen Sie den Ring mit einer Hand in die Vagina ein; spreizen Sie, falls das erforderlich ist, die Schamlippen mit der anderen Hand auseinander Abbildung 4B:Schieben Sie den Ring so weit in die Vagina hinein, bis er bequem sitzt. Abbildung 4C:Der Ring verbleibt dort für drei Wochen
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- + (image) Abbildung 5:NuvaRing kann entweder durch Einhaken des Zeigefingers unter den vorderen Rand des Ringes oder durch Festhalten des Randes zwischen Daumen und Zeigefinger herausgezogen werden.
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-NuvaRing sollte am 1. Tag des natürlichen Zyklus (d.h. am ersten Tag der Monatsblutung) eingesetzt werden. NuvaRing kann auch an den Tagen 2–5 eingesetzt werden. Es wird dann allerdings empfohlen, während den ersten sieben Tagen des ersten Zyklus zusätzlich ein barrierebildendes Kontrazeptivum (z.B. Kondom) zu benutzen.
- +NuvaRing sollte am 1. Tag des natürlichen Zyklus (d.h. am ersten Tag der Monatsblutung) eingesetzt werden. NuvaRing kann auch an den Tagen 2-5 eingesetzt werden. Es wird dann allerdings empfohlen, während den ersten sieben Tagen des ersten Zyklus zusätzlich ein barrierebildendes Kontrazeptivum (z.B. Kondom) zu benutzen.
-Nach Geburt oder Abort im zweiten Trimester sollte, wegen des in dieser Phase erhöhten Risikos thromboembolischer Erkrankungen, mit der Anwendung des Ringes frühestens in der 4. Woche nach der Entbindung bzw. dem Abort begonnen werden. Wird später begonnen, sollte in den ersten sieben Tagen der Verwendung von NuvaRing zusätzlich ein barrierebildendes Kontrazeptivum angewendet werden. Hat bereits Geschlechtsverkehr stattgefunden, sollte vor Beginn der NuvaRing Anwendung eine Schwangerschaft ausgeschlossen oder die erste natürliche Menstruation abgewartet werden.
- +Bei der Entscheidung, zu welchem Zeitpunkt nach einer Geburt bzw. nach einem Abort im 2. Trimenon (wieder) mit der Anwendung eines CHC wie NuvaRing begonnen werden kann, ist zu berücksichtigen, dass postpartal das Risiko für venöse thromboembolische Ereignisse erhöht ist (während bis zu 12 Wochen; siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).
- +In jedem Fall sollte nach einer Geburt bzw. einem Abort im 2. Trimenon mit der Anwendung von NuvaRing frühestens zwischen dem 21. und dem 28. Tag begonnen werden. Bei einem späteren Beginn wird an den ersten 7 Tagen der Anwendung die zusätzliche Anwendung nicht-hormonaler Kontrazeptionsmethoden empfohlen. Hat bereits Geschlechtsverkehr stattgefunden, sollte vor Beginn der NuvaRing Anwendung eine Schwangerschaft ausgeschlossen oder die erste natürliche Menstruation abgewartet werden.
-1. Sofortiges Einsetzen eines neuen Rings.
-Durch Einsetzen eines neuen Rings beginnt die nächste dreiwöchige Periode. Es wird voraussichtlich zu keiner Entzugsblutung kommen. Allerdings kann es zu Durchbruchblutungen oder Zwischenblutungen kommen.
-2. Entzugsblutung abwarten und den neuen Ring nicht später als 7 Tage nach der Entfernung oder dem Ausstossen (7× 24 Stunden) einsetzen. Diese Möglichkeit sollte nur angewendet werden, wenn der Ring vor dem Ausstossen bzw. der Entfernung während den vorhergehenden 7 Tagen kontinuierlich benutzt wurde.
- +1.Sofortiges Einsetzen eines neuen RingsDurch Einsetzen eines neuen Rings beginnt die nächste dreiwöchige Periode. Es wird voraussichtlich zu keiner Entzugsblutung kommen. Allerdings kann es zu Durchbruchblutungen oder Zwischenblutungen kommen.
- +2.Entzugsblutung abwarten und den neuen Ring nicht später als 7 Tage nach der Entfernung oder dem Ausstossen (7× 24 Stunden) einsetzen. Diese Möglichkeit sollte nur angewendet werden, wenn der Ring vor dem Ausstossen bzw. der Entfernung während den vorhergehenden 7 Tagen kontinuierlich benutzt wurde.
-Obschon es nicht der üblichen Dosierungsempfehlung entspricht, ist die empfängnisverhütende Wirkung noch ausreichend, solange NuvaRing bis zu max. 4 Wochen in der Vagina belassen wurde.
-Die Frau sollte die übliche ringfreie Pause von einer Woche einhalten und anschliessend einen neuen Ring einsetzen. Wenn NuvaRing für länger als 4 Wochen nicht entfernt wurde, kann die empfängnisverhütende Wirkung eingeschränkt sein. Deshalb sollte vor dem Einsetzen eines neuen NuvaRing eine Schwangerschaft ausgeschlossen werden.
- +Obschon es nicht der üblichen Dosierungsempfehlung entspricht, ist die empfängnisverhütende Wirkung noch ausreichend, solange NuvaRing bis zu max. 4 Wochen in der Vagina belassen wurde. Die Frau sollte die übliche ringfreie Pause von einer Woche einhalten und anschliessend einen neuen Ring einsetzen. Wenn NuvaRing für länger als 4 Wochen nicht entfernt wurde, kann die empfängnisverhütende Wirkung eingeschränkt sein. Deshalb sollte vor dem Einsetzen eines neuen NuvaRing eine Schwangerschaft ausgeschlossen werden.
-Wenn in ausserordentlichen Situationen die Periode hinausgezögert werden muss , sollte die Frau sofort einen neuen Ring einsetzen, ohne die übliche Pause ohne Ring einzuhalten. Der nächste Ring kann wieder bis zu 3 Wochen benutzt werden. Es kann dann zu einer Durchbruchblutung oder zu Zwischenblutungen kommen. Danach wird die Anwendung von NuvaRing nach der üblichen einwöchigen ringfreien Pause wie gewöhnlich fortgesetzt.
- +Wenn in ausserordentlichen Situationen die Periode hinausgezögert werden muss, sollte die Frau sofort einen neuen Ring einsetzen, ohne die übliche Pause ohne Ring einzuhalten. Der nächste Ring kann wieder bis zu 3 Wochen benutzt werden. Es kann dann zu einer Durchbruchblutung oder zu Zwischenblutungen kommen. Danach wird die Anwendung von NuvaRing nach der üblichen einwöchigen ringfreien Pause wie gewöhnlich fortgesetzt.
-Um die Periode auf einen anderen als den bisher gewohnten Wochentag zu verschieben , kann die ringfreie Anwendungspause beliebig verkürzt werden. Je kürzer der ringfreie Zeitraum ist, umso grösser ist das Risiko, dass sich keine Entzugsblutung einstellt und während der Benutzung des nächsten Ringes eine Durchbruchblutung bzw. Zwischenblutungen auftreten.
- +Um die Periode auf einen anderen als den bisher gewohnten Wochentag zu verschieben, kann die ringfreie Anwendungspause beliebig verkürzt werden. Je kürzer der ringfreie Zeitraum ist, umso grösser ist das Risiko, dass sich keine Entzugsblutung einstellt und während der Benutzung des nächsten Ringes eine Durchbruchblutung bzw. Zwischenblutungen auftreten.
-Niereninsuffizienz: NuvaRing wurde bei Frauen mit Niereninsuffizienz nicht untersucht und es können keine Dosierungsempfehlungen gemacht werden.
- +Niereninsuffizienz: NuvaRing wurde bei Frauen mit Niereninsuffizienz nicht untersucht, und es können keine Dosierungsempfehlungen gemacht werden.
-NuvaRing sollte unter folgenden Umständen nicht angewendet bzw. muss unverzüglich abgesetzt werden, wenn während der Anwendung eine der folgenden Situationen bzw. Erkrankungen erstmalig auftritt:
-vermutete oder bestehende Schwangerschaft;
-Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe oder einem der übrigen Bestandteile von NuvaRing;
-bestehende oder vorausgegangene venöse oder arterielle Thrombosen mit oder ohne Lungenembolie (z.B. tiefe Venenthrombose, Lungenembolie, Myokardinfarkt, zerebrovaskulärer Insult) sowie Vorstadien einer Thrombose (z.B. transitorische ischämische Attacke, Angina pectoris);
-bekannte Prädisposition für venöse oder arterielle Thrombosen mit oder ohne positive Familienanamnese wie aktivierte Protein C (APC) Resistenz, Antithrombin III-Mangel, Protein C-Mangel, Protein S-Mangel, Hyperhomocysteinämie und Antiphospholipid-Antikörper (z.B. Anticardiolipin-Antikörper, LE-Antikörper);
-Migräne mit neurologischen Symptomen (auch in der Anamnese);
-Diabetes mellitus mit Gefässveränderungen;
-das Vorliegen eines schwerwiegenden Risikofaktors oder das Aufeinandertreffen mehrerer Risikofaktoren für venöse oder arterielle Thrombosen kann ebenfalls als Kontraindikation gewertet werden (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»);
-bestehende oder vorausgegangene schwere Lebererkrankung, solange abnorme Leberfunktionsparameter bestehen;
-bestehende oder vorausgegangene benigne oder maligne Lebertumore;
-bestehende oder vermutete maligne oder prämaligne Erkrankungen des Genitales oder der Mammae, wenn diese sexualhormonabhängig sind;
-nicht abgeklärte Genitalblutungen.
- +·Vorliegen einer oder Risiko für eine venöse Thromboembolie (VTE)
- +·Venöse Thromboembolie – bestehende VTE (auch unter Therapie mit Antikoagulanzien) oder VTE in der Anamnese (z.B. tiefe Venenthrombose oder Lungenembolie);
- +·Vorliegen starker Risikofaktoren für venöse thromboembolische Ereignisse wie
- +·hereditäre oder erworbene Prädisposition für venöse thromboembolische Ereignisse, wie z.B. APC-Resistenz (einschliesslich Faktor-V-Leiden-Mutation), Antithrombin-III-Mangel, Protein-C-Mangel oder Protein-S-Mangel;
- +·Gleichzeitiges Vorliegen mehrerer Risikofaktoren für venöse thromboembolische Ereignisse, wie sie in der Rubrik «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen» beschrieben sind;
- +·Vorliegen einer oder Risiko für eine arterielle Thromboembolie (ATE)
- +·bestehende oder vorausgegangene arterielle thromboembolische Ereignisse und deren Prodromi (z.B. Angina pectoris, Myokardinfarkt, transitorische ischämische Attacke (TIA), zerebrovaskulärer Insult);
- +·Vorliegen starker Risikofaktoren für arterielle thromboembolische Ereignisse wie
- +·Diabetes mellitus mit Gefässkomplikationen;
- +·schwere arterielle Hypertonie;
- +·schwere Dyslipoproteinämie;
- +·Migräne mit fokalen neurologischen Symptomen (auch in der Anamnese);
- +·hereditäre oder erworbene Prädisposition für eine arterielle Thromboembolie, wie z.B. Hyperhomocysteinämie oder Antiphospholipid-Antikörper (Anticardiolipin-Antikörper, Lupusantikoagulans);
- +·Gleichzeitiges Vorliegen mehrerer Risikofaktoren für arterielle thromboembolische Ereignisse, wie sie in der Rubrik «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen» beschrieben sind;
- +·Bestehende oder vorausgegangene schwere Lebererkrankung, solange abnorme Leberfunktionsparameter bestehen;
- +·Bestehende oder vorausgegangene benigne oder maligne Lebertumoren;
- +·Bestehende oder vermutete maligne oder prämaligne Erkrankungen der Genitalorgane oder der Mammae, wenn diese sexualhormonabhängig sind;
- +·Ungeklärte vaginale Blutungen.
- +·Bestehende oder vorausgegangene Pankreatitis in Verbindung mit schwerer Hypertriglyceridämie.
- +·vermutete oder bestehende Schwangerschaft;
- +·Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe oder einem der Hilfsstoff von NuvaRing;
-Der Nutzen einer Anwendung eines hormonalen Kontrazeptivums sollte gegen die nachfolgend aufgeführten Risiken, unter Berücksichtigung des Schweregrades jedes einzelnen oder dem Aufeinandertreffen mehrerer Faktoren abgewogen und mit jeder Anwenderin besprochen werden, bevor man sich zur Verwendung von NuvaRing entschliesst (siehe auch «Kontraindikationen»).
-Vor Beginn oder einer Wiederaufnahme einer hormonellen Kontrazeption soll eine sorgfältige Eigen- und Familienanamnese erhoben sowie eine gründliche medizinische Untersuchung durchgeführt werden, um behandlungsbedürftige Krankheiten sowie Risikozustände festzustellen und eine Schwangerschaft ausschliessen zu können.
-Periodische Kontrolluntersuchungen sind wichtig, da Kontraindikationen (z.B. eine transitorische ischämische Attacke) oder Risikofaktoren (z.B. Familienanamnese venöser oder arterieller Thrombosen, vgl. «Vaskuläre Risikofaktoren und Komplikationen») während der Anwendung eines hormonalen Kontrazeptivums zum ersten Male auftreten können. Die Art und die Häufigkeit dieser Kontrolluntersuchungen sollten gemäss den schweizerischen gynäkologischen Guidelines und unter Berücksichtigung individueller Gesichtspunkte erfolgen. Sie sollten im Allgemeinen die Untersuchung von Blutdruck, Mammae, Abdomen und Beckenorganen einschliesslich routinemässiger Zervixzytologie umfassen.
- +Die Anwendung eines CHC erhöht das Risiko für venöse Thromboembolien (VTE) und für arterielle Thromboembolien (ATE) im Vergleich zur Nichtanwendung. Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen, welche nachfolgend beschrieben werden, müssen vor jeder Verschreibung berücksichtigt werden (siehe «Risiko für venöse Thromboembolien [VTE]» und «Risiko für arterielle Thromboembolien [ATE]»). Es ist wichtig, die Patientin auf die Informationen zu venösen und arteriellen thromboembolischen Ereignissen hinzuweisen, insbesondere auf die möglichen Symptome von VTE und ATE und die bekannten vaskulären Risikofaktoren sowie darauf, was im Falle einer vermuteten Thrombose zu tun ist (siehe «Symptome einer VTE [tiefe Venenthrombose und Lungenembolie]» und «Symptome einer ATE»).
- +Der Nutzen einer Anwendung eines CHC, wie NuvaRing sollte gegen die nachfolgend aufgeführten Erkrankungen/Risiken, - unter Berücksichtigung des Schweregrades jedes einzelnen oder dem Aufeinandertreffen mehrerer Faktoren - abgewogen und mit jeder Patientin besprochen werden, bevor man sich zur Anwendung von NuvaRing entschliesst (siehe auch «Kontraindikationen»). Die Patientin ist zudem anzuweisen, die Packungsbeilage sorgfältig zu lesen und die darin gegebenen Ratschläge zu befolgen.
- +Vor Beginn oder Wiederaufnahme eines CHC wie NuvaRing soll eine sorgfältige Eigen- und Familienanamnese erhoben sowie unter Beachtung der «Kontraindikationen» und «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen» eine gründliche allgemeine und gynäkologische Untersuchung durchgeführt werden, um behandlungsbedürftige Erkrankungen sowie deren Risikofaktoren feststellen und eine Schwangerschaft ausschliessen zu können. Diese Untersuchungen schliessen im Allgemeinen Blutdruck, Mammae, Abdomen, Beckenorgane (inkl. Zervixzytologie) und relevante Laboruntersuchungen ein.
- +Während der Anwendung des CHC müssen diese Untersuchungen in regelmässigen Abständen wiederholt werden, wobei die Häufigkeit und Art auf die individuelle Anwenderin abgestimmt werden und sich an den Richtlinien der Schweizer Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (SGGG) orientieren sollten. Bei diesen Kontrollen sollten die Kontraindikationen (z.B. eine transitorische ischämische Attacke) und Risikofaktoren (z.B. Familienanamnese venöser oder arterieller Thrombosen, vgl. «Risikofaktoren für VTE» und «Risikofaktoren für ATE») erneut überprüft werden, da diese während der Anwendung eines CHC zum ersten Mal auftreten können.
-Der Arzt soll die Anwenderin auf die ersten Anzeichen der folgenden Erkrankungen/Risikofaktoren aufmerksam machen. Bei Auftreten entsprechender Symptome oder Verdacht auf eine dieser Erkrankungen sollte das Präparat gegebenenfalls abgesetzt und alternative Verhütungsmethoden mit der Anwenderin besprochen werden.
-Erstmaliges Auftreten oder Exazerbation migräneartiger oder häufigeres Auftreten ungewohnt starker Kopfschmerzen.
-Plötzliche Seh-, Hör-, Sprech- oder sonstige Wahrnehmungsstörungen.
-Erste Anzeichen von thromboembolischen Erkrankungen (vgl. «Vaskuläre Risikofaktoren und Komplikationen»).
-Mindestens 4 Wochen vor geplanten Operationen und während einer Immobilisation, z.B. nach Unfall oder Operation.
-Signifikanter Blutdruckanstieg (bei wiederholter Messung).
-Auftreten von Ikterus, Hepatitis, generalisiertem Pruritus.
-Starke Oberbauchschmerzen oder Lebervergrösserung.
-Schwangerschaft.
-Vaskuläre Risikofaktoren und Komplikationen
-Bei Frauen, die hormonale Kontrazeptiva anwenden, besteht ein leicht erhöhtes Risiko venöser und arterieller thromboembolischer Erkrankungen, wie z.B. Myokardinfarkt, Apoplexie, tiefe Beinvenenthrombose oder Lungenembolie.
-Venöse Thromboembolien (VTE) können während der Anwendung aller hormonaler Kontrazeptiva auftreten. Die ungefähre VTE-Inzidenz liegt bei kombinierten oralen Kontrazeptiva (COCs) mit niedriger Östrogendosis (<50 µg EE) bei bis zu 4 Fällen pro 10’000 Frauenjahre verglichen mit etwa 0,5–3 Fällen pro 10’000 Frauenjahre bei Nichtanwenderinnen. Die Inzidenz einer VTE bei einer Schwangerschaft beträgt 6 Fälle pro 10’000 Frauenjahre.
-Bei einem Teil der zahlreichen epidemiologischen Studien zur Thrombose/Emboliehäufigkeit unter oralen Kontrazeptiva bei gesunden Frauen ohne bekannte Risikofaktoren für Thromboseentstehung wurde ein ca. 2-fach erhöhtes Risiko für ein thromboembolisches Ereignis unter Kombinationspräparaten mit Gestoden bzw. Desogestrel (sog. 3. Generations-OC) im Vergleich zu den sog. 2. Generations-OC mit Levonorgestrel bei gleichem Ethinylestradiolgehalt beobachtet. Nicht alle Studien konnten das erhöhte Risiko bestätigen. Prospektive, kontrollierte, randomisierte Studien zu dieser Problematik liegen noch nicht vor. Die zurzeit verfügbaren klinischen Daten zu NuvaRing erlauben hinsichtlich VTE-Risiko noch keine abschliessende Beurteilung.
-Äusserst selten wurde unter COCs auch über Thrombosen in anderen Blutgefässen, wie z.B. hepatischen, mesenterialen, renalen oder retinalen Venen und Arterien sowie über Sinusvenenthrombosen berichtet. Es wurde ebenfalls über Einzelfälle von Subarachnoidalblutungen berichtet. Ein Zusammenhang mit der Einnahme von COCs ist jedoch nicht erwiesen.
-Die Symptome venöser und/oder arterieller Kreislaufkomplikationen (venöser und/oder arterieller Thrombosen, venöser und/oder arterieller Thromboembolien, Myokardinfarkte oder zerebrovaskulärer Insulte) können sein:
-unilaterale Schmerzen und/oder Schwellung in einem Bein;
-plötzliche Atembeschwerden oder plötzliches Auftreten von Husten;
-plötzlicher starker Schmerz im Brustkorb mit oder ohne Ausstrahlung in den linken Arm;
-jeder ungewöhnlich schwere und länger anhaltende Kopfschmerz;
-plötzlicher teilweiser oder vollständiger Visusverlust oder Doppelsichtigkeit, undeutliche Aussprache oder Aphasie;
-Schwindel;
-Kollaps mit oder ohne Krampfanfälle;
-Schwächegefühl oder sehr ausgeprägte Sensibilitätsstörungen, welche plötzlich eine Körperhälfte oder einen Körperteil erfassen;
-Koordinationsstörungen;
-akutes Abdomen.
-Das Risiko venöser und/oder arterieller thromboembolischer Erkrankungen nimmt zu mit:
-steigendem Alter;
-Rauchen (das Risiko erhöht sich zusätzlich mit zunehmendem Alter und starkem Rauchen; es betrifft primär arterielle Komplikationen). Deshalb soll Frauen, die hormonale Kontrazeptiva anwenden, eindringlich geraten werden, nicht zu rauchen, besonders wenn sie älter als 35 Jahre sind oder wenn andere arterielle Risikofaktoren bestehen;
-positiver Familienanamnese (d.h. venöse oder arterielle Thromboembolien bei einem Geschwister- oder Elternteil in jungen Lebensjahren). Bei Verdacht auf hereditäre Prädisposition soll vor Beginn der Anwendung eines hormonalen Kontrazeptivums ein Spezialist konsultiert werden;
-Adipositas (Body Mass Index ≥30 [kg/m²]);
-Störungen des Fettstoffwechsels (Dyslipoproteinämie);
-Hypertonie;
-Herzklappenerkrankungen;
-Vorhofflimmern;
-längerfristiger Immobilisierung, grösseren chirurgischen Eingriffen, jedem chirurgischen Eingriff an den Beinen sowie schweren Verletzungen. In diesen Fällen sollten hormonale Kontrazeptiva abgesetzt (bei geplanten chirurgischen Eingriffen mindestens 4 Wochen vorher) und die Anwendung frühestens 2 Wochen nach vollständiger Remobilisierung wiederaufgenommen werden.
-Ob ein möglicher Zusammenhang zwischen Varikose bzw. spontan auftretender oberflächlicher Thrombophlebitis und tiefer Venenthrombose bestehen könnte, wird noch diskutiert.
-Das im Wochenbett erhöhte thromboembolische Risiko muss berücksichtigt werden (siehe «Dosierung/Anwendung»).
-Biochemische Faktoren, die ein Indiz für hereditäre oder erworbene Prädisposition zu venösen oder arteriellen Thrombosen sind:
-aktivierte Protein C (APC) Resistenz (Faktor-V-Leiden-Mutation),
-Hyperhomocysteinämie,
-Antithrombin III-, Protein C- und Protein S-Mangel,
-Antiphospholipid-Antikörper (einschliesslich LE-Antikörper und Antikardiolipin-Antikörper).
-Andere Erkrankungen, die mit ungünstigen Zirkulationsverhältnissen assoziiert werden, sind:
-Diabetes mellitus;
-systemischer Lupus erythematodes;
-hämolytisch urämisches Syndrom;
-chronisch entzündliche Darmerkrankungen (Enteritis regionalis Crohn oder Colitis ulcerosa);
-Sichelzellenanämie;
-Migräne (ein Anstieg der Häufigkeit oder des Schweregrades unter der Anwendung von hormonalen Kontrazeptiva kann als Frühsymptom einer cerebrovaskulären Komplikation gewertet werden und Grund für das sofortige Absetzen eines hormonalen Kontrazeptivums sein).
-Beim Abwägen von Nutzen und Risiken bezüglich vaskulärer Komplikationen gilt es zu beachten, dass durch angemessene Behandlung bestehender Krankheiten das damit verbundene Thromboserisiko verringert werden kann und dass eine Schwangerschaft im Vergleich zur Anwendung eines hormonalen Kontrazeptivums ein höheres Risiko birgt.
-COC-Anwenderinnen sollten angewiesen werden, ihren Arzt bzw. ihre Ärztin beim Auftreten von Symptomen einer möglichen Thrombose zu kontaktieren. Bei Verdacht oder Auftreten einer Thrombose, muss das COC abgesetzt werden. Aufgrund der Teratogenität der Antikoagulantien-Therapie (Kumarine) muss allerdings eine adäquate alternative Verhütungsmethode angewendet werden.
- +Die Anwenderin muss darüber informiert werden, dass sie bei Auftreten einer der oben genannten Kontraindikationen sowie bei Eintreten einer der nachfolgenden Situationen schnellstmöglich einen Arzt/eine Ärztin konsultieren muss, der/die dann über die weitere Anwendung des CHC entscheiden wird:
- +·Erstmaliges Auftreten oder Exazerbation migräneartiger oder häufigeres Auftreten ungewohnt starker Kopfschmerzen.
- +·Plötzliche Seh-, Hör-, Sprech- oder sonstige Wahrnehmungsstörungen.
- +·Erste Anzeichen von thromboembolischen Ereignissen (vgl. Symptome einer VTE [tiefe Venenthrombose und Lungenembolie]» und «Symptome einer ATE»).
- +·Mindestens 4 Wochen vor geplanten Operationen und während einer Immobilisation, z.B. nach Unfall oder Operation.
- +·Signifikanter Blutdruckanstieg (bei wiederholter Messung).
- +·Auftreten von Ikterus, Hepatitis, generalisiertem Pruritus.
- +·Starke Oberbauchschmerzen oder Lebervergrösserung.
- +·Schwangerschaft.
- +Risiko für venöse Thromboembolien (VTE)
- +Die Anwendung jedes CHC erhöht das Risiko für VTE im Vergleich zur Nichtanwendung. Arzneimittel, die Levonorgestrel, Norgestimat oder Norethisteron enthalten, sind mit dem geringsten Risiko für eine VTE verbunden. Andere Arzneimittel, wie NuvaRing, können ein bis zu doppelt so hohes Risiko aufweisen.
- +Die Entscheidung, das Arzneimittel anzuwenden, sollte nur nach einem Gespräch mit der Patientin getroffen werden, bei dem sicherzustellen ist, dass sie Folgendes versteht:
- +·Das Risiko für VTE bei Anwendung von NuvaRing.
- +·Wie beeinflussen ihre vorbestehenden individuellen Risikofaktoren dieses Risiko?
- +·Stärkste Risikoerhöhung für VTE im allerersten Anwendungsjahr (insbesondere während der ersten 3 Monate).
- +·Die vorhandenen Daten deuten darauf hin, dass dieses erhöhte Risiko sowohl bei der erstmaligen Anwendung eines CHC als auch bei der erneuten Anwendung des gleichen oder eines anderen CHC besteht (nach einem mindestens 4-wöchigen oder länger dauernden anwendungsfreien Intervall).
- +·NuvaRing ist ein Arzneimittel. Im Falle eines Unfalls oder eines operativen Eingriffs muss die Anwenderin die behandelnden Ärzte bzw. Ärztinnen darüber informieren, dass sie NuvaRing anwendet.
- +Ungefähr 2 von 10'000 Frauen, die kein CHC anwenden und nicht schwanger sind, erleiden im Verlauf eines Jahres eine VTE. Bei der einzelnen Frau kann das Risiko jedoch in Abhängigkeit von ihren zugrundeliegenden Risikofaktoren bedeutend höher sein (siehe unten).
- +Aufgrund der vorliegenden epidemiologischen Daten wird geschätzt, dass im Verlauf eines Jahres 6-12 von 10'000 Frauen, die ein Etonogestrel-haltiges CHC anwenden, eine VTE erleiden; im Vergleich hierzu kommt es pro Jahr bei 5-7 von 10'000 Frauen, die ein Levonorgestrel-haltiges CHC anwenden, zu einer VTE.
- +In beiden Fällen ist die Anzahl an VTE pro Jahr geringer als die erwartete Anzahl während einer Schwangerschaft oder in der postpartalen Phase.
- +VTE verlaufen in 1-2% der Fälle tödlich.
- +(image)
- +Äusserst selten wurde bei Anwenderinnen von CHC auch über venöse Thrombosen ausserhalb der Extremitäten berichtet, z.B. Sinusvenenthrombosen oder Thrombosen in hepatischen, mesenterialen, renalen oder retinalen Venen.
- +Risikofaktoren für VTE
- +Das Risiko für venöse thromboembolische Komplikationen bei Anwenderinnen von CHC kann deutlich ansteigen, wenn bei der Anwenderin zusätzliche Risikofaktoren bestehen, insbesondere wenn mehrere Risikofaktoren gleichzeitig vorliegen (siehe Tabelle). Insbesondere ist bei der Nutzen-Risiko-Abwägung zu berücksichtigen, dass das Risiko venöser thromboembolischer Ereignisse überadditiv erhöht sein kann, wenn eine Kombination von Risikofaktoren vorliegt. In diesem Fall muss das Gesamtrisiko für eine VTE in Betracht gezogen werden. NuvaRing ist kontraindiziert, wenn bei einer Frau mehrere Risikofaktoren gleichzeitig bestehen, die sie insgesamt einem hohen Risiko für eine Venenthrombose aussetzen.
- +Tabelle: Risikofaktoren für VTE
- +Risikofaktor Anmerkung
- +Adipositas (Body-Mass-Index über 30 kg/m²) Das Risiko nimmt mit steigendem BMI deutlich zu.Besonders wichtig, wenn weitere Risikofaktoren vorliegen.
- +Längere Immobilisierung, grössere chirurgische Eingriffe, jeder Eingriff an Beinen oder Hüfte, neurochirurgischer Eingriff oder schweres Trauma In diesen Fällen ist es ratsam, die Anwendung des Rings zu unterbrechen (bei einer geplanten Operation mindestens vier Wochen vorher) und frühestens zwei Wochen nach vollständiger Mobilisierung wieder aufzunehmen. Ggf. ist eine andere Kontrazeptionsmethode anzuwenden, um eine ungewollte Schwangerschaft zu verhindern.Eine medikamentöse Thromboseprophylaxe muss erwogen werden, wenn NuvaRing nicht vorab abgesetzt wurde.
- +Positive Familienanamnese (jede venöse Thromboembolie bei einem Geschwister oder Elternteil, insbesondere in relativ jungen Jahren, z.B. jünger als 50 Jahre). Bei Verdacht auf eine genetische Prädisposition ist die Patientin zur Beratung an einen Spezialisten zu überweisen, bevor eine Entscheidung über die Anwendung von NuvaRing getroffen wird.Falls die Untersuchung Hinweise auf eine Thrombophilie ergibt, ist die Anwendung von NuvaRing kontraindiziert.
- +Andere Erkrankungen, die mit einem erhöhten VTE-Risiko assoziiert sind Systemischer Lupus erythematodes, hämolytisch-urämisches Syndrom, chronisch entzündliche Darmerkrankungen (Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa), Sichelzellanämie, maligne Erkrankungen
- +Zunehmendes Alter Insbesondere älter als 35 Jahre
- +
- +Hinweis: Eine vorübergehende Immobilisierung wie beispielsweise eine Flugreise von >4 Stunden Dauer kann ebenfalls einen Risikofaktor für eine VTE darstellen, insbesondere bei Patientinnen mit weiteren Risikofaktoren.
- +Über die mögliche Rolle von Varizen und oberflächlicher Thrombophlebitis bezüglich des Beginns oder Fortschreitens einer Venenthrombose besteht kein Konsens.
- +Es muss beachtet werden, dass das Risiko thromboembolischer Ereignisse in der postpartalen Phase erhöht ist. Es gibt Daten, die darauf hindeuten, dass das Thromboserisiko bis 12 Wochen nach der Entbindung erhöht sein kann.
- +Symptome einer VTE (tiefe Venenthrombose und Lungenembolie)
- +Der Patientin ist anzuraten, bei Auftreten eines oder mehrerer der folgenden Symptome, unverzüglich ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen und das medizinische Fachpersonal darüber zu informieren, dass sie NuvaRing anwendet.
- +·Symptome einer tiefen Beinvenenthrombose können sein
- +·unilaterale Schwellung in einem Bein oder entlang einer Vene im Bein;
- +·Spannungsgefühl oder Schmerzen in einem Bein, auch wenn sie nur beim Stehen oder Gehen spürbar sind;
- +·Überwärmung, Rötung oder Verfärbung der Haut am betroffenen Bein.
- +·Symptome einer Lungenembolie können sein
- +·plötzliche unerklärliche Kurzatmigkeit, schnelles Atmen oder Atemnot; Anstrengungsintoleranz;
- +·plötzliches Auftreten von Husten, eventuell mit blutigem Sputum;
- +·plötzlicher starker Schmerz im Brustkorb, welcher sich bei tiefer Atmung verstärken kann;
- +·starke Benommenheit, Schwindel, oder Angstgefühl;
- +·Tachykardie oder Arrhythmien.
- +Einige dieser Symptome (z.B. Kurzatmigkeit oder Husten) sind nicht spezifisch und können als häufige oder weniger schwere Ereignisse (z.B. Atemwegsinfektionen) missdeutet werden.
- +Risiko für arterielle Thromboembolien (ATE)
- +Epidemiologische Studien haben ausserdem die Anwendung von CHC mit einem erhöhten Risiko für arterielle thromboembolische Ereignisse (wie Myokardinfarkt, Schlaganfall oder transitorische ischämische Attacken) in Verbindung gebracht. Bevor die Entscheidung getroffen wird, NuvaRing zu verordnen, ist die Patientin über dieses Risiko sowie insbesondere auch darüber aufzuklären, wie eventuell vorbestehende individuelle Risikofaktoren dieses Risiko zusätzlich erhöhen können.
- +Äusserst selten wurde bei Anwenderinnen von CHC auch über Thrombosen in anderen Blutgefässen (wie z.B. hepatischen, mesenterialen, renalen oder retinalen Arterien) berichtet.
- +Risikofaktoren für ATE
- +Ein erhöhtes Risiko für einen zerebrovaskulären Insult oder andere arterielle thromboembolische Komplikationen bei Anwenderinnen von CHC besteht v.a. bei Frauen, die bereits Risikofaktoren für solche Erkrankungen aufweisen (siehe Tabelle). Insbesondere muss bei der Nutzen-Risiko-Abwägung beachtet werden, dass das Risiko für arterielle thromboembolische Ereignisse überadditiv erhöht sein kann, wenn eine Kombination von Risikofaktoren vorliegt. In diesem Fall muss das Gesamtrisiko für eine ATE betrachtet werden. Bei Patientinnen, die aufgrund eines schwerwiegenden oder des Vorliegens mehrerer Risikofaktoren ein hohes Risiko für eine ATE aufweisen, ist NuvaRing kontraindiziert.
- +Tabelle: Risikofaktoren für ATE
- +Risikofaktor Anmerkung
- +Zunehmendes Alter Insbesondere älter als 35 Jahre
- +Rauchen Frauen ist anzuraten, nicht zu rauchen, wenn sie ein CHC wie NuvaRing anwenden möchten. Frauen über 35 Jahren, die weiterhin rauchen, ist dringend zu empfehlen, eine andere Kontrazeptionsmethode anzuwenden.
- +Arterielle Hypertonie
- +Diabetes mellitus Bei Diabetikerinnen mit bereits bestehenden Gefässkomplikationen ist die Anwendung von CHC kontraindiziert.
- +Dyslipoproteinämie
- +Herzklappenerkrankungen
- +Vorhofflimmern
- +Adipositas (Body-Mass-Index über 30 kg/m²) Das Risiko nimmt mit steigendem BMI deutlich zu.Besonders wichtig bei Frauen mit zusätzlichen Risikofaktoren.
- +Positive Familienanamnese (jede arterielle Thromboembolie bei einem Geschwister oder Elternteil, insbesondere in relativ jungen Jahren, d.h. jünger als 50 Jahre). Bei Verdacht auf eine genetische Prädisposition ist die Patientin zur Beratung an einen Spezialisten zu überweisen, bevor eine Entscheidung über die Anwendung von NuvaRing getroffen wird.Falls die Untersuchung Hinweise auf eine Thrombophilie ergibt, ist die Anwendung von NuvaRing kontraindiziert.
- +Migräne Ein Anstieg der Häufigkeit oder des Schweregrads einer Migräne während der Anwendung von NuvaRing kann ein Prodromalsymptom eines zerebrovaskulären Ereignisses darstellen und Grund für ein sofortiges Absetzen sein.
- +Andere Erkrankungen, die mit einem erhöhten Risiko für ATE assoziiert sind Hyperhomocysteinämie, Systemischer Lupus erythematodes, Sichelzellanämie, maligne Erkrankungen.
- +
- +Symptome einer ATE
- +Der Patientin ist anzuraten, beim Auftreten eines oder mehrerer der folgenden Symptome unverzüglich ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen und das medizinische Fachpersonal darüber zu informieren, dass sie NuvaRing anwendet.
- +·Symptome eines zerebrovaskulären Insults können sein
- +·plötzliche Taubheit oder Kraftlosigkeit des Gesichtes, eines Armes oder Beines, vor allem einer Körperhälfte;
- +·plötzliche Verwirrtheit;
- +·undeutliche Aussprache oder Verständnisprobleme;
- +·plötzliche Sehstörungen in einem oder beiden Augen;
- +·plötzliche Gehstörungen;
- +·Schwindel;
- +·Gleichgewichts- oder Koordinationsstörungen;
- +·plötzliche schwere oder länger anhaltende Kopfschmerzen unbekannter Ursache;
- +·Bewusstseinsverlust oder Ohnmacht mit oder ohne Krampfanfall.
- +·Symptome eines Myokardinfarktes können sein
- +·Schmerzen, Unwohlsein, Druckgefühl, Schweregefühl, Enge- oder Spannungsgefühl in der Brust, im Arm oder hinter dem Brustbein;
- +·Beschwerden, welche in Rücken, Kiefer, Hals, Arm oder Magen ausstrahlen;
- +·Völlegefühl, Magenbeschwerden oder Würgereiz;
- +·Schwitzen, Nausea, Erbrechen oder Schwindel;
- +·extremes Schwäche-, oder Angstgefühl oder Kurzatmigkeit;
- +·Tachykardie oder Arrhythmien.
- +·Andere Symptome eines vaskulären Verschlusses können sein
- +·Plötzlicher Schmerz, Schwellung oder leichte Cyanose einer Extremität;
- +·akutes Abdomen.
- +Verdacht auf hereditäre oder erworbene Prädisposition für thromboembolische Komplikationen
- +Bei Verdacht auf eine hereditäre oder erworbene Prädisposition für thromboembolische Komplikationen ist eine gerinnungs-physiologische Abklärung durch einen Spezialisten angezeigt, welcher ggf. eine Bestimmung bestimmter hämostatischer Parameter veranlassen wird.
-Epidemiologische Untersuchungen deuten auf ein erhöhtes Zervixkarzinom-Risiko unter Langzeiteinnahme von COCs hin. Der höchste Risikofaktor für ein Zervixkarzinom ist die persistierende Humanpapillomaviren (HPV)-Infektion. Einige epidemiologische Untersuchungen haben gezeigt, dass im Weiteren die Langzeiteinnahme von COC zu diesem erhöhten Risiko beiträgt.
-Eine Metaanalyse von 54 epidemiologischen Studien hat ergeben, dass das relative Risiko (RR) der Diagnosestellung eines Mammakarzinoms bei Frauen, die COCs einnehmen, geringfügig erhöht (RR = 1,24) ist. Nach Absetzen der COCs sinkt das erhöhte Risiko kontinuierlich ab und ist nach 10 Jahren nicht mehr nachweisbar. Da Mammakarzinome vor dem 40. Lebensjahr selten sind, ist bei Frauen, die ein COC einnehmen oder bis vor kurzem eingenommen haben, die zusätzlich diagnostizierte Anzahl an Mammakarzinomen im Verhältnis zum Mammakarzinom-Gesamtrisiko gering. Diese Studien liefern keine Hinweise auf eine Kausalität. Die beobachtete Risikoerhöhung kann sowohl auf eine bei Anwenderinnen von COCs frühzeitigere Erkennung als auch auf biologische Wirkungen von COCs oder auf beide Faktoren gemeinsam zurückzuführen sein. Mammakarzinome bei Frauen, die ein COC eingenommen haben, waren zum Zeitpunkt der Diagnosestellung tendenziell weniger weit fortgeschritten als bei Frauen, die nie ein COC eingenommen haben.
-In seltenen Fällen wurde unter Anwendung hormonaler Kontrazeptiva über gutartige und noch seltener über bösartige Lebertumore berichtet. In isolierten Fällen führten diese Tumore zu lebensbedrohlichen intraabdominalen Blutungen. Deshalb sollte ein Lebertumor in die differentialdiagnostischen Überlegungen miteinbezogen werden, wenn starke Oberbauchbeschwerden, eine Lebervergrösserung oder Hinweise auf intraabdominale Blutungen bei NuvaRing-Anwenderinnen auftreten.
-Andere Vorsichtsmassnahmen
-Frauen, die ein hormonales Kontrazeptivum anwenden, sollen nicht gleichzeitig mit Johanniskraut-Präparaten (Hypericum) behandelt werden, da die kontrazeptive Wirkung beeinträchtigt sein kann. Über Zwischenblutungen und Einzelfälle unerwünschter Schwangerschaften bei gleichzeitiger Anwendung von oralen hormonalen Kontrazeptiva und Johanniskraut-Präparaten wurde berichtet (vgl. auch «Interaktionen»).
-Bei Frauen mit bestehender oder familiärer Hypertriglyzeridämie ist unter der Anwendung von hormonalen Kontrazeptiva möglicherweise mit einem erhöhten Pankreatitis-Risiko zu rechnen.
-Obwohl unter der Anwendung von hormonalen Kontrazeptiva relativ häufig über geringfügige Blutdruckanstiege berichtet wird, sind klinisch relevant erhöhte Blutdruckwerte selten. Kommt es unter der Anwendung von NuvaRing zu einer klinisch signifikanten Blutdruckerhöhung (nach wiederholter Messung), sollte dieser entfernt und eine antihypertensive Therapie eingeleitet werden. Wo es angezeigt erscheint, kann die erneute Anwendung von NuvaRing erwogen werden, sobald sich die Blutdruckwerte (unter Behandlung) normalisiert haben.
-Möglicherweise werden folgende Krankheiten, die sich in der Gravidität verschlimmern können, auch durch hormonale Kontrazeptiva ungünstig beeinflusst, doch lassen die verfügbaren Daten keine eindeutigen kausalen Schlüsse zu: cholestatischer Ikterus und/oder Pruritus; Cholelithiasis; Porphyrie; systemischer Lupus erythematodes; hämolytisch-urämisches Syndrom; Chorea minor; Herpes gestationis; Otosklerose-bedingter Hörverlust; (hereditäres) Angioödem.
-Bei akuten oder chronischen Leberfunktionsstörungen sollte das Entfernen von NuvaRing in Betracht gezogen werden, bis sich die Leberwerte wieder normalisiert haben. Beim Wiederauftreten eines cholestatischen Ikterus und/oder Pruritus, der erstmalig während einer Schwangerschaft oder während einer früheren Einnahme von Sexualsteroidhormonen aufgetreten ist, muss der Vaginalring entfernt werden.
-Obwohl es unter der Anwendung von hormonalen Kontrazeptiva zu einer Beeinflussung der peripheren Insulinresistenz und der Glukosetoleranz kommen kann, scheint eine Änderung des Therapieschemas bei Diabetikerinnen, die niedrigdosierte orale hormonale Kontrazeptiva (<0,050 mg Ethinylestradiol) anwenden, nicht erforderlich. Dennoch sollten Frauen mit Diabetes – insbesondere während den ersten Monaten der Anwendung von NuvaRing – sorgfältig überwacht werden.
-Enteritis regionalis Crohn und Colitis Ulcerosa wurden mit hormonalen Kontrazeptiva in Verbindung gebracht.
-Bei prädisponierten Frauen kann die Anwendung von hormonalen Kontrazeptiva gelegentlich ein Chloasma (Pigmentierung im Gesicht) verursachen, das durch intensive Sonnenbestrahlung noch verstärkt wird. Frauen, die hierzu neigen, sollten sich deshalb während der Anwendung von NuvaRing keiner starken UV-Strahlung aussetzen.
- +In einigen epidemiologischen Untersuchungen wurde über ein erhöhtes Zervixkarzinom-Risiko bei Langzeitanwendung von CHC (>5 Jahre) berichtet. Es wird jedoch nach wie vor kontrovers diskutiert, in wie weit dieses Ergebnis durch andere Faktoren wie eine Infektion durch humane Papillomaviren (HPV) (stärkster Risikofaktor), die Frequenz der Teilnahme am Zervix-Screening oder das Sexualverhalten beeinflusst wird.
- +Eine Metaanalyse von 54 epidemiologischen Studien hat ergeben, dass das relative Risiko (RR) der Diagnosestellung eines Mammakarzinoms bei Frauen, die CHC anwenden, geringfügig erhöht (RR = 1,24) ist. Nach Absetzen der CHC sinkt das erhöhte Risiko kontinuierlich ab und ist nach 10 Jahren nicht mehr nachweisbar. Da Mammakarzinome vor dem 40. Lebensjahr selten sind, ist bei Frauen, die ein CHC anwenden oder bis vor kurzem eingenommen haben, die zusätzlich diagnostizierte Anzahl an Mammakarzinomen im Verhältnis zum Mammakarzinom-Gesamtrisiko gering. Diese Studien liefern keine Hinweise auf eine Kausalität. Die beobachtete Risikoerhöhung kann sowohl auf eine bei Anwenderinnen von CHC frühzeitigere Erkennung als auch auf biologische Wirkungen von CHC oder auf beide Faktoren gemeinsam zurückzuführen sein. Mammakarzinome bei Frauen, die ein CHC eingenommen haben, waren zum Zeitpunkt der Diagnosestellung tendenziell weniger weit fortgeschritten als bei Frauen, die nie ein CHC angewendet haben.
- +In seltenen Fällen wurde unter Anwendung hormonaler Kontrazeptiva über gutartige und noch seltener über bösartige Lebertumoren berichtet. In isolierten Fällen führten diese Tumore zu lebensbedrohlichen intraabdominalen Blutungen. Deshalb sollte ein Lebertumor in die differentialdiagnostischen Überlegungen miteinbezogen werden, wenn starke Oberbauchbeschwerden, eine Lebervergrösserung oder Hinweise auf intraabdominale Blutungen bei NuvaRing-Anwenderinnen auftreten.
- +Sonstige Vorsichtsmassnahmen
- +Frauen, die ein hormonales Kontrazeptivum anwenden, sollen nicht gleichzeitig mit Johanniskraut-Präparaten (Hypericum) behandelt werden, da die kontrazeptive Wirkung beeinträchtigt sein kann. Über Zwischenblutungen und Einzelfälle ungewollter Schwangerschaften bei gleichzeitiger Anwendung von oralen hormonalen Kontrazeptiva und Johanniskraut-Präparaten wurde berichtet (siehe auch «Interaktionen»).
- +Bei Frauen mit bestehender oder familiärer Hypertriglyzeridämie ist unter der Anwendung von CHC möglicherweise mit einem erhöhten Pankreatitis-Risiko zu rechnen.
- +Obwohl unter der Anwendung von CHC relativ häufig über einen geringfügigen Blutdruckanstieg berichtet wird, sind klinisch relevant erhöhte Blutdruckwerte selten. Kommt es unter der Anwendung eines CHC zu einer klinisch relevanten Blutdruckerhöhung (bei wiederholter Messung), sollte das CHC abgesetzt werden. Wo es angezeigt erscheint, kann die erneute Anwendung eines CHC erwogen werden, wenn sich die Blutdruckwerte (unter Behandlung) normalisiert haben.
- +Obwohl es unter der Anwendung von CHC zu einer Beeinflussung der peripheren Insulinresistenz und der Glukosetoleranz kommen kann, scheint eine Änderung des Therapieschemas bei Diabetikerinnen, die niedrigdosierte CHC (mit <0,050 mg Ethinylestradiol) anwenden, nicht erforderlich. Dennoch sollten Diabetikerinnen - insbesondere während den ersten Monaten der Anwendung von NuvaRing - sorgfältig überwacht werden.
- +Akute oder chronische Störungen der Leberfunktion können das Absetzen des CHC erforderlich machen, bis sich die Leberfunktionswerte normalisiert haben. Beim Wiederauftreten eines cholestatischen Ikterus und/oder Pruritus, der erstmalig während einer Schwangerschaft oder während einer früheren Einnahme von Sexualsteroidhormonen aufgetreten ist, müssen CHC abgesetzt werden.
- +Bei Frauen mit hereditärem und/oder erworbenem Angioödem können exogene Östrogene die Symptome des Angioödems induzieren oder verschlimmern.
- +Die folgenden Erkrankungen können sowohl während einer Schwangerschaft als auch während der Anwendung eines CHC auftreten oder ungünstig beeinflusst werden, doch lassen die verfügbaren Daten keine eindeutigen Schlüsse auf einen Kausalzusammenhang mit der Anwendung eines CHC zu: cholestatischer Ikterus und/oder Pruritus; Cholelithiasis; Porphyrie; systemischer Lupus erythematodes; hämolytisch-urämisches Syndrom; Chorea minor; Herpes gestationis; Otosklerose-bedingter Hörverlust; Die Anwendung von CHC wurde ausserdem auch mit dem Auftreten von Morbus Crohn sowie Colitis Ulcerosa assoziiert.
- +Bei prädisponierten Frauen kann die Anwendung von CHC gelegentlich ein Chloasma (Pigmentierung im Gesicht) verursachen, das durch intensive Sonnenbestrahlung noch verstärkt wird. Frauen, die hierzu neigen, sollten sich deshalb während der Anwendung von NuvaRing keiner starken UV-Strahlung aussetzen.
-Interaktionen mit anderen Arzneimitteln können zu Durchbruchblutungen und/oder zu kontrazeptivem Versagen führen. In der Literatur wurde über folgende Interaktionen berichtet.
-Hepatischer Metabolismus: Es können Interaktionen mit Induktoren von microsomalen Enzymen wie u.a. CYP 3A4 stattfinden, die die Clearance der Sexualhormone beschleunigen (z.B. Phenytoin, Phenobarbital, Primidon, Carbamazepin, Rifampicin, und möglicherweise auch Oxcarbazepin, Topiramat, Felbamat, Ritonavir, Griseofulvin und Johanniskraut-Präparate (Hypericum). Die maximale Enzyminduktion wird im Allgemeinen nach 2–3 Wochen beobachtet und kann während mindestens 4 Wochen nach dem Absetzen dieser Arzneimittel andauern.
-Frauen, die mit einem der oben genannten Arzneimittel behandelt werden, sollten zusätzlich zu NuvaRing, vorübergehend eine barrierebildende Methode oder eine andere Verhütungsmethode anwenden. Mit hepatischen Enzyminduktoren sollte die barrierebildende Methode während der Einnahme der Begleitmedikation sowie während 28 Tagen nach dem Absetzen angewendet werden.
-Erfolgt die gleichzeitige medikamentöse Behandlung über den Ringzyklus von drei Wochen hinaus, sollte der nächste Ring (ohne Einhaltung der üblichen ringfreien Pause) sofort eingesetzt werden.
-Es wurde auch über Versagen der kontrazeptiven Wirkung bei der gleichzeitigen Einnahme von Antibiotika wie z.B. Penicilline und Tetracycline berichtet. Der Wirkmechanismus dieser Interaktion ist nicht völlig geklärt. In einer pharmakokinetischen Interaktionsstudie hat die tägliche orale Einnahme von Amoxicillin (875 mg, 2-mal täglich) oder Doxycyclin (200 mg am 1. Tag und anschliessend 100 mg täglich) während 10 Tagen die Pharmakokinetik des Ethinylestradiols und des Etonogestrels nicht signifikant beeinflusst. Frauen, die mit einem Antibiotikum (mit Ausnahme von Amoxicillin und Doxycyclin) behandelt werden, sollten während der Begleitmedikation sowie während 7 Tagen nach dem Absetzen, eine barrierebildende Methode der Kontrazeption anwenden. Erfolgt die gleichzeitige medikamentöse Behandlung über den Ringzyklus von drei Wochen hinaus, sollte der nächste Ring (ohne Einhaltung der üblichen ringfreien Pause) sofort eingesetzt werden.
-Frauen, die ein hormonales Kontrazeptivum anwenden, sollten nicht gleichzeitig mit Johanniskraut-Präparaten (Hypericum) behandelt werden, da die kontrazeptive Wirkung beeinträchtigt sein kann. Es wurde über Zwischenblutungen und Einzelfälle unerwünschter Schwangerschaften bei gleichzeitiger Anwendung von oralen hormonalen Kontrazeptiva und Johanniskraut-Präparaten berichtet.
-Hormonale Kontrazeptiva können den Metabolismus anderer Arzneimittel beeinträchtigen. Entsprechend können die Plasma- und Gewebekonzentrationen sich entweder erhöhen (z.B. Cyclosporin) oder senken (z.B. Lamotrigin). Weiter kann auch die pharmakologische Wirkung folgender Arzneimittel beeinflusst werden: Analgetika, Antidepressiva, Antidiabetika, Antimalariamittel, Benzodiazepine, β-Blocker, Kortikosteroide, orale Antikoagulantien und Theophyllin.
-Um potentielle Interaktionen feststellen zu können, sollten die Arzneimittelinformationen der Begleitmedikation konsultiert werden.
-Aufgrund von pharmakokinetischen Daten scheint es unwahrscheinlich, dass vaginal verabreichte Antimykotika und spermizide Mittel eine Auswirkung auf die Wirksamkeit und Sicherheit von NuvaRing haben können. Während der gleichzeitigen medikamentösen Behandlung mit antimykotisch wirkenden Ovula, könnte die Wahrscheinlichkeit, dass die Naht des Rings sich öffnet, leicht erhöht sein.
- +Einfluss anderer Arzneimittel auf die Pharmakokinetik hormonaler Kontrazeptiva
- +Enzyminduktoren
- +Interaktionen zwischen hormonalen Kontrazeptiva und Arzneimitteln, die mikrosomale Enzyme induzieren und dadurch eine erhöhte Clearance von Sexualhormonen verursachen können, können zu einer Verminderung der kontrazeptiven Wirksamkeit sowie zu Durchbruchblutungen führen. Dies gilt z.B. für Barbiturate, Bosentan, Carbamazepin, Felbamat, Modafinil, Oxcarbazepin, Phenytoin, Primidon, Rifabutin, Rifampicin und Topiramat sowie für Arzneimittel, welche Johanniskraut (Hypericum perforatum) enthalten.
- +Die maximale Enzyminduktion wird im Allgemeinen nach 2-3 Wochen beobachtet und kann während mindestens 4 oder mehr Wochen nach dem Absetzen dieser Arzneimittel andauern.
- +Frauen, welche kurzfristig mit einem dieser Arzneimittel behandelt werden, sollten dazu aufgefordert werden zusätzlich zu NuvaRing vorübergehend eine nicht-hormonale Kontrazeptionsmethode anzuwenden oder eine andere Art der Kontrazeption zu wählen. Die nicht-hormonale Kontrazeptionsmethode sollte während der gleichzeitigen Anwendung der Arzneimittel sowie für weitere 28 Tagen nach Absetzen der Behandlung angewendet werden.
- +Wird die gleichzeitige Anwendung eines Enzyminduktors über den dreiwöchigen Ringzyklus hinaus fortgesetzt, sollte der nächste Ring sofort eingesetzt werden, also ohne Einhaltung des gewohnten ringfreien Intervalls.
- +Bei Langzeitbehandlung mit Arzneimitteln, welche zu einer Enzyminduktion in der Leber führen, sollten alternative Kontrazeptionsmethoden angewendet werden.
- +Darüber hinaus ist bekannt, dass verschiedene Inhibitoren der HIV/HCV-Protease und der Nichtnukleosidischen Reverse-Transkriptase zu einer Erniedrigung oder einer Erhöhung der Plasmakonzentrationen von Östrogenen oder Gestagenen führen können. Diese Veränderungen können in manchen Fällen klinisch relevant sein.
- +lnsbesondere sind Proteaseinhibitoren wie Ritonavir oder Nelfinavir (einschliesslich deren Kombinationen) zwar als starke Inhibitoren von CYP3A4 bekannt, können jedoch bei gleichzeitiger Anwendung mit Steroidhormonen enzyminduzierende Eigenschaften aufweisen und dadurch die Plasmaspiegel von Östrogenen und Gestagenen reduzieren.
- +Enzyminhibitoren
- +Starke und moderate CYP3A4-Inhibitoren wie Azol-Antimykotika (z.B. Itraconazol, Voriconazol, Fluconazol), Makrolid-Antibiotika (Clarithromycin, Erythromycin), Diltiazem, Verapamil und Grapefruitsaft können die Plasmaspiegelkonzentrationen von Östrogenen und/oder Gestagenen erhöhen und dadurch zum vermehrten Auftreten unerwünschter Wirkungen führen.
- +Interferenz mit dem enterohepatischen Kreislauf
- +Bei gleichzeitiger kurzdauernder (bis zu 10 Tagen) Anwendung von Antibiotika, welche keine Interaktionen mit dem CYP3A4-Enzymsystem aufweisen, ist nicht mit pharmakokinetischen Interaktionen zu rechnen. Bei der Beratung der Patientin sollte jedoch berücksichtigt werden, dass unter Umständen die Grunderkrankung (z.B. Geschlechtskrankheiten), derentwegen das Antibiotikum eingesetzt wird, die zusätzliche Verwendung einer nicht-hormonalen Kontrazeptionsmethode nahelegen kann.
- +Über mögliche Interaktionen bei längerfristiger Komedikation mit Antibiotika (z.B. bei Osteomyelitis oder Borreliose) liegen keine ausreichenden Daten vor. Soll eine Schwangerschaft sicher ausgeschlossen werden, wird in solchen Fällen während der Antibiotikatherapie sowie in den ersten 7 Tagen nach Absetzen die zusätzliche Verwendung einer nicht-hormonalen Kontrazeptionsmethode empfohlen.
- +Einfluss hormonaler Kontrazeptiva auf die Pharmakokinetik anderer Arzneimittel
- +Hormonale Kontrazeptiva können - durch verschiedene lnteraktionsmechanismen - auch die Pharmakokinetik einiger anderer Arzneimittel beeinflussen. Sie können die hepatischen mikrosomalen Enzyme hemmen oder die hepatische Konjugation, insbesondere die Glukuronidierung, induzieren. Entsprechend können die Plasma- und Gewebekonzentrationen andere Arzneimittel entweder erhöht (z.B. Cyclosporin) oder erniedrigt (z.B. Lamotrigin, siehe unten) werden. Weiter kann auch die pharmakologische Wirkung ausgewählter Substanzen der folgenden Arzneimittelklassen beeinflusst werden: Analgetika, Antidepressiva, Antidiabetika, Antimalariamittel, einige Benzodiazepine, einige β-Blocker, Kortikosteroide, orale Antikoagulantien und Theophyllin. Nicht in allen Fällen sind die aus diesen Interaktionen resultierenden Veränderungen der Plasmaspiegel klinisch relevant.
- +Lamotrigin
- +Eine lnteraktionsstudie mit dem Antiepileptikum Lamotrigin und einem kombinierten oralen Kontrazeptivum (30 µg Ethinylestradiol/150 µg Levonorgestrel) zeigte eine klinisch relevante Steigerung der Lamotrigin-Clearance mit einer entsprechenden signifikanten Abnahme der Lamotrigin-Plasmaspiegel, wenn diese Arzneimittel gleichzeitig verabreicht wurden. Eine derartige Senkung der Plasmakonzentrationen kann mit einer reduzierten Anfallskontrolle einhergehen. Es ist nicht bekannt, in wieweit diese Befunde auf andere kombinierte Kontrazeptiva mit anderer Gestagenkomponente und/oder anderer Östrogendosis oder anderem Applikationsweg übertragbar sind. Es ist jedoch davon auszugehen, dass diese Präparate ein vergleichbares lnteraktionspotential aufweisen.
- +Beginnt eine Patientin, welche Lamotrigin einnimmt, neu mit der Anwendung von NuvaRing, kann daher eine Anpassung der Lamotrigindosis erforderlich sein, und die Lamotrigin-Konzentration sollte zu Beginn der Therapie engmaschig überwacht werden. Hierbei ist insbesondere auch zu beachten, dass es zu einem deutlichen Anstieg des Lamotriginspiegels (unter Umständen in den toxischen Bereich) kommen kann, wenn das hormonale Kontrazeptivum abgesetzt wird (sowie unter Umständen in der 7-tägigen Anwendungspausen).
- +Aufgrund von pharmakokinetischen Daten scheint es unwahrscheinlich, dass vaginal verabreichte Antimykotika und spermizide Mittel eine Auswirkung auf die Wirksamkeit und Sicherheit von NuvaRing haben können. Während der gleichzeitigen medikamentösen Behandlung mit antimykotisch wirkenden Ovula könnte die Wahrscheinlichkeit, dass die Naht des Rings sich öffnet, leicht erhöht sein.
- +Um potentielle Interaktionen zu erkennen, sollten die Arzneimittelinformationen der Begleitmedikation konsultiert werden.
- +
-Es gibt Hinweise auf fötale Risiken, basierend auf tierexperimentellen Untersuchungen. Die meisten bis heute durchgeführten epidemiologischen Studien haben jedoch keine eindeutigen Hinweise auf eine embryotoxische oder teratogene Wirkung ergeben, wenn Kombinationen aus Estrogenen und Gestagenen versehentlich während der Schwangerschaft eingenommen wurden.
- +Es gibt Hinweise auf fötale Risiken, basierend auf tierexperimentellen Untersuchungen(siehe «Präklinische Daten»). Die meisten bis heute durchgeführten epidemiologischen Studien haben jedoch keine eindeutigen Hinweise auf eine embryotoxische oder teratogene Wirkung ergeben, wenn Kombinationen aus Östrogenen und Gestagenen versehentlich während der Schwangerschaft angewendet wurden.
- +Zum postpartalen Risiko thromboembolischer Ereignisse bei der Mutter siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen».
-Aufgrund des pharmakodynamischen Profils, sollte NuvaRing keinen Einfluss auf die Fahrtüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen haben.
- +Aufgrund des pharmakodynamischen Profils sollte NuvaRing keinen Einfluss auf die Fahrtüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen haben.
-Kopfschmerzen, Vaginitis und Fluor vaginalis waren die häufigsten unerwünschten Wirkungen im Rahmen der klinischen Studien (5–6% der Anwenderinnen). Die folgenden unerwünschten Wirkungen können unter der Anwendung von NuvaRing auftreten. Synonyme oder verwandte Erkrankungen wurden nicht nochmals aufgeführt, sollten aber ebenfalls in Betracht gezogen werden.
-Häufig (≥1/100, <1/10); gelegentlich (≥1/1000, <1/100); selten (≥1/10’000, <1/1000).
- +Die schwerwiegendsten unerwünschten Wirkungen im Zusammenhang mit der Anwendung von CHC sind in der Rubrik «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen» beschrieben (siehe dort). Schwerwiegende unerwünschte Wirkungen sind insbesondere arterielle und venöse Thromboembolien.
- +Kopfschmerzen, Vaginitis und Fluor vaginalis waren die häufigsten unerwünschten Wirkungen im Rahmen der klinischen Studien (5-6% der Anwenderinnen). Die folgenden unerwünschten Wirkungen können unter der Anwendung von NuvaRing auftreten. Synonyme oder verwandte Erkrankungen wurden nicht nochmals aufgeführt, sollten aber ebenfalls in Betracht gezogen werden.
- +Häufig (≥1/100, <1/10); gelegentlich (≥1/1000, <1/100); selten (≥1/10'000, <1/1000).
-Vaskuläre Störungen
- +Herz/Gefässe
- +Selten: venöse thromboembolische Ereignisse (z.B. tiefe Venenthrombose, Lungenembolie), arterielle thromboembolische Ereignisse (z.B. transitorische ischämische Attacke, Schlaganfall, Myokardinfarkt).
-Gelegentlich : Rückenschmerzen, Muskelkrämpfe, Schmerzen in den Gliedmassen.
- +Gelegentlich: Rückenschmerzen, Muskelkrämpfe, Schmerzen in den Gliedmassen.
-Gelegentlich: Brustbeschwerden, Brusthypertrophie, Fibroadenome der Brust, Zervix Polypen, Ektropium der Zervix, koitale Blutungen, Dyspareunie, Menorrhagie, Metrorrhagie, Amenorrhoea, prämenstruelles Syndrom, Gebärmutterkrämpfe, vaginales Hitzegefühl, vaginaler Geruch, Vaginalschmerzen, vulvovaginale Beschwerden, vulvovaginale Trockenheit.
- +Gelegentlich: Brustbeschwerden, Brusthypertrophie, Fibroadenome der Brust, Zervix Polypen, Ektropium der Zervix, koitale Blutungen, Dyspareunie, Menorrhagie, Metrorrhagie, Amenorrhoea, prämenstruelles Syndrom, Gebärmutterkrämpfe, vaginales Hitzegefühl, vaginaler Geruch, Vaginalschmerzen, vulvovaginale Beschwerden, vulvovaginale Trockenheit.
-Eine Reihe unerwünschter Wirkungen wurden bei Frauen, die kombinierte orale Kontrazeptiva eingenommen haben, beobachtet. Diese werden im Kapitel «Warnhinweise/Vorsichtsmassnahmen» detaillierter beschrieben.
-Die kontrazeptive Wirkung von NuvaRing beruht auf verschiedenen Mechanismen, als deren wichtigster die Ovulationsinhibition anzusehen ist.
- +Wie bei allen kombinierten hormonalen Kontrazeptiva (CHC) beruht die kontrazeptive Wirkung von NuvaRing auf verschiedenen Faktoren, als deren wichtigste die Ovulationshemmung und die Veränderung des Zervixsekrets anzusehen sind. Darüber hinaus bietet das Endometrium infolge der morphologischen und enzymatischen Veränderungen ungünstige Verhältnisse für die Nidation. Ausserdem führen die durch das CHC induzierten hormonellen Veränderungen zu regelmässigeren Zyklen und einer geringeren Blutungsstärke.
-Weltweit wurden klinische Studien bei Frauen im Alter von 18 bis 40 Jahren durchgeführt. In diesen Studien beträgt der durchschnittliche Pearl-Index je nach Auswertungsmethode 0,96 (95% CI: 0,64–1,39) bei Intent-to-Treat «ITT» (Anwenderinnen- + Methoden-Fehler) und 0,64 (95% CI: 0,35–1,07) bei Per-Protocol «PP» (Methoden-Fehler). In Vergleichsstudien mit kombinierten oralen Kontrazeptiva (Levonorgestrel 0,150 mg/Ethinylestradiol 0,030 mg oder Drospirenon 3,0 mg/Ethinylestradiol 0,030 mg) wurden ähnliche Pearl-Indexe berechnet.
- +Weltweit wurden klinische Studien bei Frauen im Alter von 18 bis 40 Jahren durchgeführt. In diesen Studien beträgt der durchschnittliche Pearl-Index je nach Auswertungsmethode 0,96 (95% CI: 0,64-1,39) bei Intent-to-Treat «ITT» (Anwenderinnen- + Methoden-Fehler) und 0,64 (95% CI: 0,35-1,07) bei Per-Protocol «PP» (Methoden-Fehler). In Vergleichsstudien mit kombinierten oralen Kontrazeptiva (Levonorgestrel 0,150mg/Ethinylestradiol 0,030 mg oder Drospirenon 3,0 mg/Ethinylestradiol 0,030 mg) wurden ähnliche Pearl-Indexe berechnet.
-Eine grosse Vergleichsstudie mit oralen 150/30 µg Levonorgestrel/Ethinylestradiol Kontrazeptiva (n= 512 vs n= 518) zur Evaluation der Blutungseigenschaften während 13 Zyklen zeigte eine geringe Inzidenz von Zwischen- oder Durchbruchblutungen (2,0–6,4%) bei der Anwendung von NuvaRing. Zudem traten die vaginalen Blutungen bei den meisten Probandinnen ausschliesslich während dem ringfreien Intervall auf (58,8–72,8%).
- +Eine grosse Vergleichsstudie mit oralen 150/30 μg Levonorgestrel/Ethinylestradiol Kontrazeptiva (n=512 vs n=518) zur Evaluation der Blutungseigenschaften während 13 Zyklen zeigte eine geringe Inzidenz von Zwischen- oder Durchbruchblutungen (2,0-6,4%) bei der Anwendung von NuvaRing. Zudem traten die vaginalen Blutungen bei den meisten Probandinnen ausschliesslich während dem ringfreien Intervall auf (58,8-72,8%).
-Die Wirkung von NuvaRing auf die Knochendichte (n= 76) wurde mit einer nicht- hormonellen Spirale (n= 31) während zwei Jahren verglichen. Es wurden keine unerwünschten Wirkungen auf die Knochendichte beobachtet.
- +Die Wirkung von NuvaRing auf die Knochendichte (n=76) wurde mit einer nicht- hormonellen Spirale (n=31) während zwei Jahren verglichen. Es wurden keine unerwünschten Wirkungen auf die Knochendichte beobachtet.
-Das von NuvaRing freigesetzte ENG wird rasch von der Vaginalmukosa absorbiert. Maximale Serumkonzentrationen von ca. 1700 pg/ml ENG werden etwa eine Woche nach dem Einsetzen erreicht. Die Serumspiegel zeigen leichte Fluktuationen und sinken langsam auf etwa 1400 pg/ml nach drei Wochen. Die absolute Bioverfügbarkeit von ENG beläuft sich auf ungefähr 100% und ist somit höher als nach oraler Applikation von Desogestrel. Bei einer kleinen Anzahl von Anwenderinnen (n= 8) von NuvaRing oder einem kombinierten oralen Kontrazeptivum mit 0,150 mg Desogestrel und 0,020 mg Ethinylestradiol wurden zervikale und intrauterine Etonogestrel-Konzentrationen bestimmt. Die Konzentrationen waren unter beiden Präparaten vergleichbar.
- +Das von NuvaRing freigesetzte ENG wird rasch von der Vaginalmukosa absorbiert. Maximale Serumkonzentrationen von ca. 1700 pg/ml ENG werden etwa eine Woche nach dem Einsetzen erreicht. Die Serumspiegel zeigen leichte Fluktuationen und sinken langsam auf etwa 1400 pg/ml nach drei Wochen. Die absolute Bioverfügbarkeit von ENG beläuft sich auf ungefähr 100% und ist somit höher als nach oraler Applikation von Desogestrel. Bei einer kleinen Anzahl von Anwenderinnen (n=8) von NuvaRing oder einem kombinierten oralen Kontrazeptivum mit 0,150 mg Desogestrel und 0,020 mg Ethinylestradiol wurden zervikale und intrauterine Etonogestrel-Konzentrationen bestimmt. Die Konzentrationen waren unter beiden Präparaten vergleichbar.
-ENG wird sowohl an Serumalbumin als auch an Sexualhormon-bindendes Globulin (SHBG) gebunden. Nur 2–4% der Gesamtkonzentration im Serum sind freies Steroid, 40–70% sind spezifisch und mit hoher Affinität an SHBG gebunden. Die Ethinylestradiol-bedingte Zunahme der SHBG-Konzentration beeinflusst die relative Bindung an Serumproteine, was zu einem Anstieg der SHBG-Bindung und zu einer Abnahme der Albumin-Bindung und der freien Fraktion führt. Das scheinbare Verteilungsvolumen von ENG beträgt 2,3 l/kg.
- +ENG wird sowohl an Serumalbumin als auch an Sexualhormon-bindendes Globulin (SHBG) gebunden. Nur 2-4% der Gesamtkonzentration im Serum sind freies Steroid, 40-70% sind spezifisch und mit hoher Affinität an SHBG gebunden. Die Ethinylestradiol-bedingte Zunahme der SHBG-Konzentration beeinflusst die relative Bindung an Serumproteine, was zu einem Anstieg der SHBG-Bindung und zu einer Abnahme der Albumin-Bindung und der freien Fraktion führt. Das scheinbare Verteilungsvolumen von ENG beträgt 2,3 l/kg.
-Das von NuvaRing freigesetzte EE wird rasch von der Vaginalmukosa absorbiert. Maximale Serumspiegel von etwa 35 pg/ml werden drei Tage nach dem Einsetzen erreicht und betragen nach drei Wochen noch etwa 18 pg/ml. Die absolute Bioverfügbarkeit beträgt etwa 56% und ist mit jenem nach oraler Verabreichung von EE vergleichbar. Bei einer kleinen Anzahl von Anwenderinnen (n= 8) von NuvaRing oder einem kombinierten oralen Kontrazeptivum mit 0,150 mg Desogestrel und 0,020 mg Ethinylestradiol wurden zervikale und intrauterine Ethinylestradiol-Konzentrationen bestimmt. Die gefundenen Konzentrationen waren vergleichbar.
-EE-Serumspiegel wurden im Rahmen einer randomisierten Vergleichsstudie mit NuvaRing (tägliche vaginale EE-Freisetzung von 0,015 mg), einem transdermalen Pflaster (Norelgestromin/EE; tägliche EE-Freisetzung von 0,020 mg), einem kombinierten oralen Kontrazeptivum (Levonorgestrel/EE; tägliche EE-Freisetzung von 0,030 mg) bei Probandinnen während einem Zyklus gemessen. Die monatliche systemische EE-Exposition (AUC 0-unendlich ) war bei NuvaRing mit 10,9 ng × h/ml statistisch signifikant tiefer als beim Pflaster 37,4 ng × h/ml und dem kombinierten oralen Kontrazeptivum 22,5 ng × h/ml.
- +Das von NuvaRing freigesetzte EE wird rasch von der Vaginalmukosa absorbiert. Maximale Serumspiegel von etwa 35 pg/ml werden drei Tage nach dem Einsetzen erreicht und betragen nach drei Wochen noch etwa 18 pg/ml. Die absolute Bioverfügbarkeit beträgt etwa 56% und ist mit jenem nach oraler Verabreichung von EE vergleichbar. Bei einer kleinen Anzahl von Anwenderinnen (n=8) von NuvaRing oder einem kombinierten oralen Kontrazeptivum mit 0,150 mg Desogestrel und 0,020 mg Ethinylestradiol wurden zervikale und intrauterine Ethinylestradiol-Konzentrationen bestimmt. Die gefundenen Konzentrationen waren vergleichbar.
- +EE-Serumspiegel wurden im Rahmen einer randomisierten Vergleichsstudie mit NuvaRing (tägliche vaginale EE-Freisetzung von 0,015 mg), einem transdermalen Pflaster (Norelgestromin/EE; tägliche EE-Freisetzung von 0,020 mg), einem kombinierten oralen Kontrazeptivum (Levonorgestrel/EE; tägliche EE-Freisetzung von 0,030 mg) bei Probandinnen während einem Zyklus gemessen. Die monatliche systemische EE-Exposition (AUC0-∞) war bei NuvaRing mit 10,9 ng × h/ml statistisch signifikant tiefer als beim Pflaster 37,4 ng × h/ml und dem kombinierten oralen Kontrazeptivum 22,5 ng × h/ml.
-Kontrazeptive Steroide können die Ergebnisse gewisser Labortests beeinflussen, wie biochemische Parameter der Leber, Schilddrüse, Nebennieren- und Nierenfunktion, Plasmaspiegel von (Träger-)Proteinen und Lipid/Lipoproteinfraktionen, Parameter des Kohlenhydrat-Stoffwechsels sowie der Blutgerinnung und Fibrinolyse. Diese Änderungen bewegen sich im Allgemeinen innerhalb des entsprechenden Normalbereichs.
- +Kontrazeptive Steroide können die Ergebnisse gewisser Labortests beeinflussen, wie biochemische Parameter der Leber, Schilddrüse, Nebennieren- und Nierenfunktion, Plasmaspiegel von (Träger-) Proteinen und Lipid/Lipoproteinfraktionen, Parameter des Kohlenhydrat-Stoffwechsels sowie der Blutgerinnung und Fibrinolyse. Diese Änderungen bewegen sich im Allgemeinen innerhalb des entsprechenden Normalbereichs.
-Vor der Abgabe an die Anwenderin: Lagerung im Kühlschrank (2–8 °C).
- +Vor der Abgabe an die Anwenderin: Lagerung im Kühlschrank (2-8 °C).
-Bei der Anwenderin: Lagerung bei 2 °C – 30 °C in der Originalpackung vor Licht geschützt; innerhalb von 4 Monaten ab Abgabedatum bzw. vor Ablauf des Verfalldatums verwenden.
- +Bei der Anwenderin: Lagerung bei 2-30 °C in der Originalpackung vor Licht geschützt; innerhalb von 4 Monaten ab Abgabedatum bzw. vor Ablauf des Verfalldatums verwenden.
- Menge CHF SM Rückerstattungskat.
-NUVARING Vag Ring Beutel 1 Stk B
-Beutel 3 Stk B
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- +NuvaRing ist in einem wiederverschliessbaren und wasserdichten Beutel verpackt.
- +Es sind Packungen zu 1 oder 3 Ringe erhältlich (B).
-MSD Merck Sharp & Dohme AG, Luzern.
- +MSD MERCK SHARP & DOHME AG, Luzern.
-September 2010.
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- +September 2015.
- +S-CCDS-MK8342A-T-042014/MK8342A-CHE-2015-011798
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