| 2 Änderungen an Fachinfo Valproat chrono Desitin 300 mg |
-Häufigkeit nicht bekannt: erworbene Pelger-Hu
- +Häufigkeit nicht bekannt: erworbene Pelger-Huët-Anomalie (insbesondere, aber nicht ausschliesslich im Rahmen eines myelodysplastischen Syndroms beobachtet).
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- +Kongenitale, familiäre und genetische Erkrankungen
- +Kongenitale Fehlbildungen, neurologische Entwicklungsstörungen (siehe "Schwangerschaft, Stillzeit" und "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ).
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- +Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
- +Häufig: Taubheit (teilweise nicht reversibel).
- +Häufigkeit nicht bekannt: Tinnitus.
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- +Endokrine Erkrankungen
- +Gelegentlich: Syndrom der inadäquaten Sekretion des antidiuretischen Hormons (SIADH), bei Frauen Hyperandrogenämie, (Hirsutismus, Virilismus, Akne, androgenetische Alopezie und/oder Anstieg der Androgenspiegel).
- +Selten: Hypothyreose.
- +Häufigkeit nicht bekannt: Anomalien des Spiegels der Sexualhormone (wie z.B. Testosteron, follikelstimulierendes Hormon (FSH), luteinisierendes Hormon (LH) und Prolaktin) (siehe "Unerwünschte Wirkungen/Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse" sowie "Präklinische Daten" ).
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- +Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- +Sehr häufig: Übelkeit.
- +Häufig: Erbrechen, Zahnfleischerkrankungen (vorwiegend gingivale Hyperplasie), Stomatitis. Schmerzen im oberen Abdomen, Diarrhöe, die im Allgemeinen nach einigen Tagen ohne Behandlungsunterbrechung zurückgehen. Durch eine stark einschleichende Dosierung und die Einnahme zu Beginn der Mahlzeiten konnte die Häufigkeit dieser Nebenerscheinungen drastisch gesenkt werden. In diesen Fällen ist die Verschreibung einer symptomatischen Behandlung angemessen.
- +Gelegentlich: Pankreatitis, bisweilen mit tödlichem Verlauf (siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen/Pankreatitis und/Kinder" ).
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- +Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- +Gelegentlich: harmloses peripheres Ödem, Hypothermie.
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- +Leber- und Gallenerkrankungen
- +Schwere Leberschädigungen, bisweilen mit tödlichem Verlauf (siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen/Schwere Leberfunktionsstörungen" und "Interaktionen/Risiko einer Leberschädigung" ).
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- +Untersuchungen
- +Selten: Verringerung der Anzahl von Gerinnungsfaktoren, Anomalien in Gerinnungstests (z.B. Verlängerung der Prothrombinzeit, der partiellen Thromboplastinzeit, der Thrombinzeit oder der INR). Eine Gerinnungsstörung entsprechend dem von-Willebrand-Syndrom Typ I wurde in der Literatur berichtet (siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen/Hämatologische Untersuchung und Gerinnungsbilanz" ).
- +Selten: Biotin-/Biotinidase-Mangel.
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- +Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- +Häufig: Gewichtszunahme (in 5–10% der Fälle), insbesondere bei Jugendlichen und jungen Frauen.
- +Eine Gewichtszunahme kann die klinischen Symptome eines polyzystischen Ovarialsyndroms verstärken und muss daher genauüberwacht werden.
- +Häufig: Hyponatriämie.
- +Selten: Hyperammonämie, Adipositas.
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- +Es wurde über Fälle von isolierter und mässiger Hyperammonämie berichtet, bei denen die üblichen Leberfunktionstests nicht signifikant verändert waren. Sofern nicht gleichzeitig klinische Symptome auftreten, zwingen sie nicht zum Absetzen der Behandlung. Wenn hingegen die Hyperammonämie von neurologischen Symptomen begleitet wird, sind zusätzliche Untersuchungen erforderlich (siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen/Störung des Harnstoffzyklus und Risiko einer Hyperammonämieund/Patienten mit Risiko eines Carnitinmangels" ).
- +Häufigkeit nicht bekannt: Carnitinmangel (siehe "Kontraindikationen" , "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ).
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- +Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- +Gelegentlich: verminderte Knochendichte, Osteopenie, Osteoporose, pathologische Frakturen bei Patienten, die über lange Zeit Valproinsäure einnahmen. Der Wirkmechanismus der Valproinsäure auf den Knochenstoffwechsel ist nicht bekannt (siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ).
- +Selten: systemischer Lupus erythematodes, Rhabdomyolyse.
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- +Gutartige, bösartige und unspezifische Neubildungen (einschl. Zysten und Polypen)
- +Selten: myelodysplastisches Syndrom.
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- +Erkrankungen des Nervensystems
- +Sehr häufig: Tremor.
- +Häufig: extrapyramidale Störungen (teilweise nicht reversibel), Stupor, Somnolenz, Krämpfe, Gedächtnisstörungen, Kopfschmerzen, Nystagmus, Schwindel, Benommenheit.
- +Gelegentlich: Koma, Enzephalopathie, Lethargie, reversibles Parkinson-Syndrom, Ataxie, Parästhesie, Aggravierungder Konvulsionen (siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ).
- +Selten: reversible Demenz mit zerebraler Atrophie, kognitive Störungen.
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- +Zu Behandlungsbeginn wurden einige Fälle von Hyperaktivität und Irritabilität verzeichnet, vor allem beim Kind.
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- +Zentrale Wirkungen im Sinne einer Benommenheit (im Allgemeinen ohne Weiteres reversibel) wurden vereinzelt bei Patienten beobachtet, bei denen Natriumvalproat ohne Einschleichen mit anderen Antiepileptika, vor allem mit Phenobarbital, kombiniert wurde.
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- +Stupor und Lethargie, gelegentlich bis hin zu einem transitorischen Koma/einer Enzephalopathie; diese traten entweder isoliert oderin Verbindung mit einem Wiederausbruch der Anfälle im Rahmen derBehandlung aufund bildeten sich bei Behandlungsabbruch oder nach einer Dosisreduzierung zurück. Solche Fälle traten meist bei Polytherapie (besonders mit Phenobarbital oder Topiramat) oder nach plötzlicher Erhöhung der Natriumvalproatdosis auf.
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- +Augenerkrankungen
- +Häufigkeit nicht bekannt: Doppeltsehen.
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- +Schwangerschaft, Wochenbett und perinatale Erkrankungen
- +Beeinträchtigung der kognitiven Entwicklung nach intrauteriner Exposition gegenüber Valproat (siehe "Schwangerschaft, Stillzeit" und "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ).
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- +Psychiatrische Erkrankungen
- +Häufig: Verwirrtheit, Halluzinationen, Aggressivität*, Agitation*, Aufmerksamkeitsstörungen.
- +Selten: anormales Verhalten*, psychomotorische Hyperaktivität*, Lernstörungen.
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- +* Diese unerwünschten Wirkungen werden vorwiegend in der pädiatrischen Population beobachtet.
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- +Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- +Häufig: Harninkontinenz.
- +Gelegentlich: Niereninsuffizienz.
- +Selten: tubulointerstitielle Nephritis, Enuresis, Fanconi-Syndrom, wobei der physiopathologische Mechanismus noch nicht geklärt ist.
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- +Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
- +Häufig: Dysmenorrhöe.
- +Gelegentlich: Amenorrhöe(siehe "Schwangerschaft, Stillzeit/Fertilität" , "Unerwünschte Wirkungen: Endokrine Erkrankungen" und "Präklinische Daten" ).
- +Häufigkeit nicht bekannt: Sterilität des Mannes, Spermiogrammanomalien, polyzystische Ovarien. Es wurden Fälle von reduziertem Hodenvolumen beobachtet, bei denen ein Zusammenhang mit Valproat nicht eindeutig nachgewiesen werden konnte (siehe "Schwangerschaft, Stillzeit/Fertilität" , "Unerwünschte Wirkungen/Endokrine Erkrankungen" und "Präklinische Daten" ).
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- +Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- +Gelegentlich: (eosinophiler) Pleuraerguss.
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- +Erkrankungen der Haut und des Unterhautgewebes
- +Häufig: Hypersensibilität, vorübergehende und/oder dosisabhängige Alopezie, Veränderungen der Nägel und des Nagelbetts.
- +Gelegentlich: Angioödem, Hautausschlag.
- +Selten: Lyell-Syndrom (toxische epidermale Nekrolyse), Stevens-Johnson-Syndrom, polymorphes Erythem, Syndrom der Arzneimittelüberempfindlichkeit bzw.DRESS (Drug Reactionwith Eosinophilia and Systemic Symptoms) (siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ), Störungen des Haarwachstums (abnorme Textur, Änderung der Haarfarbe, abnormes Haarwachstum).
- +Häufigkeit nicht bekannt: Hyperpigmentierung.
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- +Gefässerkrankungen
- +Häufig: Hämorrhagie.
- +Gelegentlich: Vaskulitis.
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- +Pädiatrische Population
- +Das Sicherheitsprofil von Valproat in der pädiatrischen Population ist vergleichbar mit dem vonErwachsenen. Jedoch sind einige unerwünschte Wirkungen schwerwiegender oder werden hauptsächlich in der pädiatrischen Population beobachtet. Bei Säuglingen und Kleinkindern, insbesondere vor dem 3. Lebensjahr, besteht ein besonderes Risiko für schwere Leberschädigungen. Kleinkinder haben zudem ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung einer Pankreatitis. Diese Risiken nehmenmit zunehmendem Alter ab (siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" und "Unerwünschte Wirkungen" ).Psychiatrische Störungen wie Aggressivität, Agitation, Aufmerksamkeitsstörungen, anormales Verhalten, psychomotorische Hyperaktivität sowie Lernstörungen werden hauptsächlich in der pädiatrischen Population beobachtet.
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- +Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grosser Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdacht einer neuen oder schwerwiegenden Nebenwirkung über das Online-Portal ElViS (Electronic Vigilance System) anzuzeigen. Informationen dazu finden Sie unter www.swissmedic.ch
- +Überdosierung
- +DasBild einer massiven akuten Vergiftung äussert sich gewöhnlich in einem mehr oder weniger tiefen Koma mit Herabsetzung der Muskelspannung, Hyporeflexie, Miosis, Verminderung der autonomen Atmung, metabolischer Azidose, Hypotonie,undKollaps/Kreislaufschock.
- +Bei massiver Überdosierung kam es zu Todesfällen; die Prognose bei Intoxikationen ist im Allgemeinen aber gut.
- +Die Symptome können allerdings variieren und bei hohen Plasmaspiegeln wurde über das Auftreten von epileptischen Anfällen berichtet.
- +Es wurden Fälle von intrakranieller Hypertension, verbunden mit einem zerebralen Ödem, beobachtet.
- +Der Natriumgehalt von VALPROAT CHRONO DESITIN kann bei Überdosierung zur Hypernatriämie führen.
- +Folgende Massnahmen sind in stationärer Behandlung zu ergreifen: Magenspülung, sinnvoll bis zu 10 bis 12 Stunden nach der Einnahmesowie kardiorespiratorische Überwachung.
- +Im Falle einer Valproat-Überdosierung, die zu einer Hyperammonämie führt, kann Carnitin intravenös verabreicht werden, um zu versuchen, denAmmoniakspiegel zu normalisieren.
- +In wenigen, isolierten Fällen wurde Naloxon mit Erfolg eingesetzt.
- +Bei massiver Überdosierung habensich Hämodialyse und Hämoperfusion als erfolgreich erwiesen.
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- +Eigenschaften/Wirkungen
- +ATC-Code: N03AG01
- +Wirkungsmechanismus
- +Die pharmakologischen Tierversuche bei verschiedenen Arten von experimentell erzeugten Epilepsien (generalisierte und fokale Formen) zeigten bei allen Formen die krampfhemmende Wirkung von Natriumvalproat.
- +Das gleiche trifft beim Menschen zu, bei dem die antiepileptische Wirkung ebenfalls bei den verschiedensten Epilepsieformen nachgewiesen werden konnte. Wahrscheinlich wirkt VALPROAT CHRONO DESITIN über eine Verstärkung der GABAergen Aktivität, die eine Ausbreitung der Entladung verhindert bzw. in Grenzen hält.
- +Pharmakodynamik
- +In einzelnen Studien hat Natriumvalproat in vitro eine stimulierende Wirkung auf die Replikation von HIV-1 gezeigt. Jedoch ist dieser Effekt gering ausgeprägt und in der Gesamtheit der Studien nicht reproduzierbar. Die klinischen Konsequenzen dieser Beobachtungen bei HIV-1-infizierten Patienten sind nicht bekannt. Bei der Verabreichung von Natriumvalproat an HIV-1-infizierte Patienten müssen diese Daten in die Bewertung der jeweils gemessenen Viruslast einbezogen werden.
- +Klinische Wirksamkeit
- +Keine Daten verfügbar.
- +Pharmakokinetik
- +Absorption
- +Oral verabreicht beträgt die Plasma-Bioverfügbarkeit von Natriumvalproat nahezu 100 %.
- +Im Plasma liegt Natriumvalproat in Form der Valproinsäure vor. Die Absorption der Chrono Retardform erfolgt unmittelbar nach oraler Einnahme, wobei sie regelmässig und verlängert ist. Damit werden Plasmapeaks vermieden und länger anhaltende therapeutische Konzentrationen an Valproinsäure erreicht.
- +Distribution
- +Das Verteilungsvolumen von Valproinsäure beschränkt sich im Wesentlichen auf das Blut und die Extrazellularflüssigkeit mit raschem Austausch.
- +Die im Wesentlichen mit Albumin stattfindende Plasmaproteinbindung der Valproinsäure ist sättigbar und dosisabhängig.
- +Bei einem Gesamtplasmaspiegel zwischen 40 und 100 mg/l liegen im Allgemeinen 6–15 % der Valproinsäure in freier Form vor.
- +Der Valproinsäurespiegel im Liquor cerebrospinalis ist fast so hoch wie die freie Fraktion im Plasma (ca. 10 %).
- +Valproinsäure ist dialysierbar, wobei jedoch die dialysierte Fraktion wegen der Albuminbindung der Substanz sehr beschränkt ist (ca. 10 %).
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- +Plazentapassage (siehe "Schwangerschaft, Stillzeit" ):
- +Valproat durchdringt bei Tieren und beim Menschen die Plazentaschranke:
- +-Beim Tier ist Valproat in gleichem Masse plazentagängig wie beim Menschen.
- +-Die Valproat-Konzentration in der Nabelschnur menschlicher Neugeborener bei der Geburt wurde in mehreren publizierten Arbeiten untersucht. Die Valproat-Serumkonzentration in der Nabelschnur entspricht der des Fötus und war vergleichbar mit der der Mutter oder geringfügig höher.
- +Nehmen stillende Frauen VALPROAT CHRONO DESITIN ein, so geht die Valproinsäure in die Muttermilch über (1–10 % der Gesamtserumkonzentration).
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- +ZuBeginn einer Langzeitbehandlung (orale Verabreichung) mit VALPROAT CHRONO DESITIN sind etwa drei bis vier, in einigen Fällen auch mehr, Tage erforderlich, um eine sogenannte "stabile" Serumkonzentration an Valproinsäure zu erreichen.
- +Therapeutisch als wirksam zu betrachtende Plasmaspiegel liegen am häufigsten zwischen 40 und 100 mg/l (278–694 μmol/l) Valproinsäure.
- +Gesamtplasmaspiegel von Valproinsäure, die kontinuierlichüber 150 mg/l (1040 μmol/l) liegen, erlauben eine Reduktion der täglichen Dosis.
- +Metabolismus
- +Der Abbau von Natriumvalproat findet im Wesentlichen in der Leber statt: Die Metabolisierungswege sind hauptsächlich die Glukuronsäure-Konjugation und β-Oxidation. Im Gegensatz zu den meisten anderen Antiepileptika beschleunigt Natriumvalproat weder den eigenen Abbau noch den anderer Substanzen wie Östrogene/Gestagene. Diese Eigenschaft weist auf das Fehlen einer Induktionswirkung auf Enzyme des Cytochrom-P450-Systems hin.
- +Elimination
- +Bei Dauerbehandlung beträgt die Halbwertszeit der Valproinsäure im Plasma beim Erwachsenen im Mittel 10,6 Stunden (kann aber zwischen 5 und 20 Stunden variieren), was eine Einnahme in zwei Teildosen pro 24 Stunden rechtfertigt. Bei Kindern unter zehnJahren variiert die systemische Clearance inAbhängigkeit vomAlter. Bei Neugeborenen und Säuglingen bis zu einem Alter von zwei Monaten ist die Clearance von Valproatim Vergleich zu der von Erwachsenen reduziert. Unmittelbar nach der Geburt ist sie dabei am niedrigsten.In einemReview der wissenschaftlichen Literatur zeigte die Valproat-Halbwertszeit beiSäuglingen unter zwei Monaten eine beträchtliche Variabilität im Bereich von 10 bis 67 Stunden. BeiKindern im Alter von zwei bis zehn Jahren ist die Valproat-Clearance um 50 % höher als bei Erwachsenen. Ab einem Alter von zehn Jahren weisen Kinder und Jugendliche eine Clearance auf, die dervon Erwachsenen ähnlich ist.
- +Die Ausscheidung von Valproinsäure erfolgtim Wesentlichen durch die Nieren, wobei ein kleiner Teil unverändert und der Grossteil in Form von Metaboliten erscheint.
- +Kinetik spezieller Patientengruppen
- +Bei Patienten mit renaler Insuffizienz besteht eine verminderte Albuminbindung. Die dadurch bedingte Erhöhung der freien Plasmafraktion von Valproinsäure ist zu berücksichtigen und die Dosis entsprechend zu reduzieren.
- +Bei älteren Patienten wurden Abweichungender pharmakokinetischen Parameter beobachtet, die aber kaum signifikant sind; für die Dosierung ist daher das klinische Ansprechen des Patienten entscheidend (Kontrolle der Anfälle).
- +Präklinische Daten
- +Genotoxizität
- +Genotoxizitätsstudien zeigten keine genotoxische Wirkung für Valproat in vitro. Valproat zeigte keine Mutagenität bei Bakterien (Ames-Test) oder in L5178Y-Maus-Lymphomzellen am Thymidinkinase-Lokus (Maus-Lymphom-Test) und induzierte in primärer Rattenhepatozyten-Kultur keine DNA-Reparaturaktivität. In vivo induzierte Valproat nach oraler Gabe keine Chromosomenaberrationen im Knochenmark von Ratten und keine dominanten letalen Effekte bei Mäusen.
- +In der Literatur wird jedoch über eine erhöhte Inzidenz von DNA- und Chromosomenschäden (DNA- Strangbrüche, Chromosomen- und Mikronuclei-Aberrationen) bei Nagetieren nach intraperitonealer Valproat-Exposition berichtet. Die Bedeutung dieser bei intraperitonealer Verabreichung gewonnenen Ergebnisse ist jedoch unbekannt.
- +Bei Patienten mit einer Valproat-Exposition wurde eine statistisch signifikant höhere Inzidenz von Schwesterchromatid-Austauschen (SCE) beobachtet als bei gesunden Personen ohne Valproat-Exposition. Diese Daten sind jedoch möglicherweise durch Störfaktoren beeinflusst. Zwei publizierte Studien zur Häufigkeit von SCE bei Epilepsiepatienten, die Valproat anwenden, im Vergleich zu unbehandelten Epilepsiepatienten haben gegensätzliche Ergebnisse erbracht. Die biologische Bedeutung vermehrter SCE ist nicht bekannt.
- +Kanzerogenität
- +Zweijährige Studien zur Kanzerogenität wurden bei Mäusen und Ratten durchgeführt, denen Valproat oral in Dosen von ca. 80 bzw. 160 mg/kg/Tag verabreicht wurde (den maximal verträglichen Dosen für die jeweiligen Spezies, die jedoch unter der für die Anwendung beim Menschen empfohlenen Höchstdosis liegen (nach Körperoberfläche)). Bei männlichen Ratten kam es zur Entstehung von subkutanen Fibrosarkomen und bei männlichen Mäusen zur Entstehung hepatozellulärer Karzinome und bronchoalveolärer Adenome in geringfügig höherer Häufigkeit als bei den Kontrollen in der Parallelstudie, jedoch in vergleichbarer Häufigkeit wie bei historischen Kontrollen. Daher wird Natriumvalproat als nicht- karzinogen eingestuft.
- +Reproduktionstoxizität
- +Embryofetale und postnatale Entwicklung
- +Teratogene Effekte (Fehlbildungen multipler Organsysteme) und embryotoxische Effekte wurdenbei Mäusen, Ratten, Kaninchen und Affen nachgewiesen.
- +Die publizierte Literatur berichtet über Verhaltensauffälligkeiten bei der ersten Generation von Mäusen und Ratten nach Exposition gegenüber Valproat in klinisch relevanter Dosierung/Konzentration in utero. Bei Mäusen wurden nach akuter Exposition der ersten Generation in utero Verhaltensveränderungen auch bei der 2. und 3. Generation beobachtet, wobei diese bei der 3. Generation weniger ausgeprägt waren. Die Bedeutung dieser Ergebnisse für den Menschen ist unbekannt.
- +Insgesamt haben präklinische Studien bei mehreren Spezies systematisch aufgezeigt, dass Valproat ausgesetzte Föten im Vergleich zu nicht exponiertenTieren ein geringeres Fötusgewicht, eine intrauterine Wachstumsverzögerung (IUGR) sowie eine verringerte Scheitel-Steiss-Länge (SSL) aufwiesen.
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- +Fertilität
- +Studien zur subchronischen und chronischen Toxizität zeigten bei adulten Ratten und Hunden eine Hodendegeneration/-atrophie oder Anomalien der Spermatogenese sowie eine Abnahme des Hodengewichts nach oraler Verabreichung ab Dosen von 400 mg/kg/Tag bzw. 150 mg/kg/Tag, wobei die Dosen ohne beobachtbare schädliche Wirkung (NOAELs) 270 mg/kg/Tag bei Hodenbefunden erwachsener Ratten und 90 mg/kg/Tag bei erwachsenen Hunden betrugen.
- +In einer Studie zur Fertilität bei Ratten beeinträchtigte die Verabreichung von Valproat in Dosen von bis zu 350 mg/kg/Tag die Fortpflanzungsleistung männlicher Ratten nicht. Bei juvenilen Ratten wurden bei den maximal tolerierten Dosen von 90 mg/kg/Tag keine Auswirkungen auf die männlichen Fortpflanzungsorgane beobachtet. Eine Abnahme des Hodengewichts ohne damit verbundene histopathologische Veränderungen wurde ausschliesslich bei Dosen mit schwerer Toxizität beobachtet (240 mg/kg/Tag intraperitoneal oder intravenös). Für die pädiatrische Population bleibt die Relevanz dieser Ergebnisse für die Testikel unbekannt.
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- +Sonstige Hinweise
- +Beeinflussung diagnostischer Methoden
- +Natriumvalproat wird im Urin teilweise in Form von Ketonkörpern ausgeschieden. Dies kann bei Keton-Tests in Ausnahmefällen zu falschpositiven Reaktionen führen.
- +Haltbarkeit
- +Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit "Exp" bezeichneten Datum verwendet werden.
- +Besondere Lagerungshinweise
- +Die VALPROAT CHRONO DESITIN Retardtabletten sollen in der Originalpackung bei Raumtemperatur (15 - 25°C) aufbewahrt werden.
- +Hinweise für die Handhabung
- +Die VALPROAT CHRONO DESITIN Retardtabletten sollen mit einem halben Glas Leitungswasser, mit Milch oder mit einem alkoholfreien Getränk eingenommen werden (siehe auch "Spezielle Dosierungsanweisungen" in derRubrik "Dosierung/Anwendung" ).
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- +Zulassungsnummer
- +57969 (Swissmedic).
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- +Packungen
- +Valproat Chrono Desitin Retardtabletten mit Bruchrille (teilbar) zu 300 mg: 100 [B]
- +Valproat Chrono Desitin Retardtabletten mit Bruchrille (teilbar) zu 500 mg: 60 [B]
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- +Zulassungsinhaberin
- +Desitin Pharma GmbH, 4410 Liestal
- +Stand der Information
- +September 2025
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