| 32 Änderungen an Fachinfo Privigen |
-Normales Immunglobulin vom Menschen zur intravenösen Anwendung (IVIg). Humanes Plasmaprotein mit einem Mindestanteil von 98% Immunglobulin G (IgG).
- +Normales Immunglobulin vom Menschen zur intravenösen Anwendung (IVIg).
- +Humanes Plasmaprotein mit einem Mindestanteil von 98% Immunglobulin G (IgG).
-primären Immunmangelkrankheiten Anfangsdosis: 0.4-0.8 g/kg KG
- danach: 0.2-0.8 g/kg KG alle 3-4 Wochen, um IgG Talspiegel von mindestens 5-6 g/l zu erzielen
-sekundären Immunmangelkrankheiten 0.2-0.4 g/kg KG alle 3-4 Wochen, um IgG Talspiegel von mindestens 5-6 g/l zu erzielen
-Kindern mit kongenitaler HIV-Infektion und rezidivierenden Infekten 0.2-0.4 g/kg KG alle 3-4 Wochen
- +primären Immunmangelkrankheiten Anfangsdosis: 0.4–0.8 g/kg KG
- +danach: 0.2–0.8 g/kg KG alle 3–4 Wochen, um IgG Talspiegel von mindestens 5–6 g/l zu erzielen
- +sekundären Immunmangelkrankheiten 0.2–0.4 g/kg KG alle 3–4 Wochen, um IgG Talspiegel von mindestens 5–6 g/l zu erzielen
- +Kindern mit kongenitaler HIV-Infektion und rezidivierenden Infekten 0.2–0.4 g/kg KG alle 3–4 Wochen
-Primäre Immunthrombozytopenie 0.8 -1 g/kg KG am ersten Tag; die Therapie kann innerhalb von 3 Tagen einmalig wiederholt werden
- oder 0.4 g/kg KG/Tag über 2-5 Tagen
- +Primäre Immunthrombozytopenie 0.8-1 g/kg KG am ersten Tag; die Therapie kann innerhalb von 3 Tagen einmalig wiederholt werden
- +oder 0.4 g/kg KG/Tag über 2–5 Tagen
- oder 2 g/kg KG als Einzeldosis zusammen mit Acetylsalicylsäure
- +oder 2 g/kg KG als Einzeldosis zusammen mit Acetylsalicylsäure
- Erhaltungsdosis: 1 g/kg KG alle 3 Wochen verteilt über 1-2 Tage
- +Erhaltungsdosis: 1 g/kg KG alle 3 Wochen verteilt über 1-2 Tage
-In der Phase III Hauptstudie an Patienten mit primären Immunmangelkrankheiten (n= 80) wurden 19 Patienten im Alter von 3 bis 11 Jahren und 15 im Alter von 12 bis einschliesslich 18 Jahren behandelt. In einer Extension Studie an Patienten mit primären Immunmangelkrankheiten (n= 55) waren es 13 Patienten im Alter von 3 bis 11 Jahren und 11 im Alter von 12 bis einschliesslich 18 Jahren. In der klinischen Studie an 57 Patienten mit chronischer primärer Immunthrombozytopenie wurden 2 Patienten (15 und 16 Jahre alt) behandelt. In den drei Studien war keine Dosisanpassung für Kinder erforderlich.
- +In der Phase III Hauptstudie an Patienten mit primären Immunmangelkrankheiten (n = 80) wurden 19 Patienten im Alter von 3 bis 11 Jahren und 15 im Alter von 12 bis einschliesslich 18 Jahren behandelt. In einer Extension Studie an Patienten mit primären Immunmangelkrankheiten (n = 55) waren es 13 Patienten im Alter von 3 bis 11 Jahren und 11 im Alter von 12 bis einschliesslich 18 Jahren. In der klinischen Studie an 57 Patienten mit chronischer primärer Immunthrombozytopenie wurden 2 Patienten (15 und 16 Jahre alt) behandelt. In den drei Studien war keine Dosisanpassung für Kinder erforderlich.
-Bestimmte schwere Nebenwirkungen können mit der Infusionsgeschwindigkeit zusammenhängen. Die im Kapitel «Dosierung/Anwendung: Art der Anwendung» empfohlene Infusionsgeschwindigkeit ist unbedingt einzuhalten. Die Patienten sind über den gesamten Zeitraum der Infusion und danach zu überwachen und hinsichtlich des Auftretens von Symptomen jeglicher Art sorgfältig zu beobachten.
-IVIg Produkte können Antikörper gegen Blutgruppenantigene enthalten. Solche Antikörper können als Hämolysine die in vivo Bindung von Immunglobulinen an Erythrozyten bewirken. Dies kann zu einer positiven direkten Antiglobulin Reaktion (Coombs-Test) führen und selten zu einer Hämolyse. Nach einer Behandlung mit IVIg kann es wegen der gesteigerten Sequestrierung von Erythrozyten zu einer hämolytischen Anämie kommen. Im Zusammenhang mit Hämolyse wurden vereinzelte Fälle von Nierenfunktionsstörungen/Nierenversagen oder disseminierter intravaskulärer Gerinnung berichtet.
-Die folgenden Risikofaktoren stehen im Zusammenhang mit der Entstehung einer Hämolyse: hohe Dosen, verabreicht als einmalige Gabe oder in Teildosen über mehrere Tage gegeben (die IVIg-Verabreichung in mehrere Einzeldosen aufzuteilen ist nicht geeignet, um eine mögliche Hämolyse zu verhindern, weil die Halbwertszeit von Immunglobulinen in der Grössenordnung von 3-4 Wochen liegt); Blutgruppe A, B oder AB; gleichzeitig vorliegende entzündliche Grunderkrankung. Da Hämolyse häufig gemeldet wurde bei Patienten der Blutgruppe A, B oder AB, die zugleich hohe IVIg Dosen für nicht PID-Indikationen erhielten, wird eine erhöhte Aufmerksamkeit empfohlen. Hämolyse wurde nur selten bei PID-Patienten unter Substitutionstherapie berichtet.
-Ein deutlich erhöhtes Risiko für eine klinisch relevante Hämolyse besteht für Patienten der Blutgruppen A, B oder AB, die kumuliert ≥(1-) 2 g/kg IVIg mit einem hohen Isoagglutinin Titer erhalten. Bei der Verwendung von IVIg Produkten mit einem medianen anti A-Titer ≤1:16 (gemessen mit dem Direkten Agglutinations-Test gemäss Ph. Eur.) wurden nur selten Fälle von Hämolyse gemeldet. Privigen hat einen medianen anti A-Titer von 1:8 (siehe Kapitel «Wirkungsmechanismus/Pharmakodynamik»).
- +IVIg Produkte können Antikörper gegen Blutgruppenantigene enthalten. Solche Antikörper können als Hämolysine die in vivo Bindung von Immunglobulinen an Erythrozyten bewirken. Dies kann zu einer positiven direkten Antiglobulin Reaktion (Coombs-Test) führen und selten zu einer Hämolyse. Nach einer Behandlung mit IVIg kann es wegen der gesteigerten Sequestrierung von Erythrozyten zu einer hämolytischen Anämie kommen.
- +Im Zusammenhang mit Hämolyse wurden vereinzelte Fälle von Nierenfunktionsstörungen/Nierenversagen oder disseminierter intravaskulärer Gerinnung berichtet.
- +Die folgenden Risikofaktoren stehen im Zusammenhang mit der Entstehung einer Hämolyse: hohe Dosen, verabreicht als einmalige Gabe oder in Teildosen über mehrere Tage gegeben (die IVIg-Verabreichung in mehrere Einzeldosen aufzuteilen ist nicht geeignet, um eine mögliche Hämolyse zu verhindern, weil die Halbwerts von Immunglobulinen in der Grössenordnung von 3-4 Wochen liegt); Blutgruppe A, B oder AB; gleichzeitig vorliegende entzündliche Grunderkrankung. Da Hämolyse häufig gemeldet wurde bei Patienten der Blutgruppe A, B oder AB, die zugleich hohe IVIg Dosen für nicht PID-Indikationen erhielten, wird eine erhöhte Aufmerksamkeit empfohlen. Hämolyse wurde nur selten bei PID-Patienten unter Substitutionstherapie berichtet.
- +Ein deutlich erhöhtes Risiko für eine klinisch relevante Hämolyse besteht für Patienten der Blutgruppe A, B oder AB, die kumuliert ≥ (1-) 2 g/kg IVIg mit einem hohen Isoagglutinin Titer erhalten. Bei der Verwendung von IVIg Produkten mit einem medianen anti A-Titer ≤1:16 (gemessen mit dem Direkten Agglutinations-Test gemäss Ph. Eur.) wurden nur seltene Fälle von Hämolyse gemeldet. Privigen hat einen medianen anti A-Titer von 1:8 (siehe Kapitel «Wirkungsmechanismus/Pharmakodynamik»).
-Bei der Behandlung mit intravenösem Immunglobulin sind Fälle von AMS aufgetreten. Der Abbruch der Behandlung führte innerhalb weniger Tage zu einer Remission des AMS ohne Folgeschäden. Das Syndrom tritt in der Regel innerhalb weniger Stunden bis 2 Tage nach Beginn der Behandlung mit IVIg auf. Liquoruntersuchungen sind häufig positiv mit einer Pleozytose bis zu mehreren tausend Zellen pro mm³ (überwiegend Granulozyten) und mit erhöhtem Proteinspiegel bis zu mehreren hundert mg/dl.
-AMS kann häufiger bei einer hochdosierten Behandlung mit intravenösen Immunglobulinen (2 g/kg) auftreten.
- +Bei der Behandlung mit intravenösem Immunglobulin sind Fälle von AMS aufgetreten. Der Abbruch der Behandlung führte innerhalb weniger Tage zu einer Remission des AMS ohne Folgeschäden. Das Syndrom tritt in der Regel innerhalb weniger Stunden bis 2 Tage nach Beginn der Behandlung mit IVIg auf. Liquoruntersuchungen sind häufig positiv mit einer Pleozytose bis zu mehreren tausend Zellen pro mm³ (überwiegend Granulozyten) und mit erhöhtem Proteinspiegel bis zu mehreren hundert mg/dl. AMS kann häufiger bei einer hochdosierten Behandlung mit intravenösen Immunglobulinen (2 g/kg) auftreten.
- +Transfusionsassoziierte akute Lungeninsuffizienz (TRALI)
- +In sehr seltenen Fällen kann ein nicht-kardiogenes Lungenödem bei der Behandlung mit IVIg-Präparaten, einschliesslich Privigen, auftreten. TRALI ist durch klinische Anzeichen wie schwere Atemnot, Lungenödem, Hypoxämie, normale linksventrikuläre Funktion und Fieber gekennzeichnet. Die Symptome erscheinen in der Regel innerhalb von 1 bis 6 Stunden nach der Behandlung.
- +Patienten sollten daher auf die Anzeichen unerwünschter Reaktionen in der Lunge überwacht werden. TRALI kann unter der Anwendung der Sauerstoff-Therapie mit adäquater Beatmung behandelt werden.
- +
-Im Zusammenhang mit der intravenösen Verabreichung von Immunglobulin vom Menschen können gelegentlich unerwünschte Reaktionen wie Schüttelfrost, Kopfschmerzen, Fieber, Erbrechen, allergische Reaktionen, Übelkeit, Gelenkschmerzen, niedriger Blutdruck und leichte Rückenschmerzen auftreten.
-Selten kann Immunglobulin vom Menschen Überempfindlichkeitsreaktionen mit plötzlichem Blutdruckabfall verursachen, in Einzelfällen bis zum anaphylaktischen Schock, auch wenn der Patient bei früheren Anwendungen keine Überempfindlichkeit gezeigt hat.
-Fälle reversibler aseptischer Meningitis und seltene Fälle vorübergehender Hautreaktionen wurden bei der Anwendung von Immunglobulin vom Menschen beobachtet.
-In Patienten mit den Blutgruppen A, B und AB wurden hämolytische Reaktionen beobachtet. In seltenen Fällen kann es nach hochdosierter IVIg Therapie zu einer hämolytischen Anämie kommen, welche eine Transfusion erfordert (siehe auch Kapitel «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).
-Ein Anstieg des Serumkreatinin-Spiegels und/oder akutes Nierenversagen wurden beobachtet.
-Sehr selten sind thromboembolische Episoden wie Myokardinfarkt, apoplektischer Insult (Schlaganfall), Lungenembolie, und tiefe Venenthrombose aufgetreten.
-Es wurden vier klinische Studien zu Privigen durchgeführt, zwei an Patienten mit primärem Immundefekt (PID), eine an Patienten mit primärer Immunthrombozytopenie (ITP) und eine an Patienten mit chronisch inflammatorischer demyelinisierter Polyneuropathie (CIDP). In der PID-Hauptstudie wurden 80 Patienten eingeschlossen und mit Privigen behandelt. Davon schlossen 72 die zwölfmonatige Therapie ab. In der PID Extension Studie wurden 55 Patienten eingeschlossen und mit Privigen behandelt. Die ITP-Studie schloss 57 und die CIDP Studie 28 Patienten ein.
-Die meisten in den vier klinischen Studien beobachteten unerwünschten Arzneimittelwirkungen (UAW) waren leichter bis mittelschwerer Natur.
-Die folgende Tabelle bietet einen Überblick über die in den vier Studien beschriebenen UAW eingeteilt nach MedDRA-Systemorganklasse und Häufigkeit. Die Häufigkeit je Infusion wurde nach den folgenden Definitionen beurteilt: sehr häufig (≥1/10), häufig (≥1/100 bis <1/10), gelegentlich (≥1/1'000 bis <1/100).
-Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe werden die Nebenwirkungen nach ihren abnehmenden Häufigkeiten angegeben.
- +Es wurden fünf klinische Studien zu Privigen durchgeführt. Zwei schlossen Patienten mit primärem Immundefekt (PID) ein, zwei wurden an Patienten mit primärer Immunthrombozytopenie (ITP) durchgeführt und eine an Patienten mit chronisch inflammatorischer demyelinisierter Polyneuropathie (CIDP). In der pivotalen PID-Hauptstudie wurden 80 Patienten eingeschlossen und mit Privigen behandelt. Davon schlossen 72 die zwölfmonatige Therapie ab. In der PID Extension Studie wurden 55 Patienten eingeschlossen und mit Privigen behandelt. Die zwei ITP-Studien schlossen je 57 Patienten ein. Die CIDP Studie wurde mit 28 Patienten durchgeführt.
- +Die meisten in den fünf klinischen Studien beobachteten unerwünschten Arzneimittelwirkungen (UAW) waren leichter bis mittelschwerer Natur.
- +Die in klinischen Studien und im Rahmen der weltweiten Anwendung von Privigen nach der Marktzulassung beobachteten UAW sind in der folgenden Tabelle aufgelistet. Innerhalb der genannten Systemorganklassen sind die UAWs nach der Häufigkeit gemäss folgender Festlegung aufgeführt: Sehr häufig (≥1/10); Häufig (≥1/100, <1/10); Gelegentlich (≥1/1000, <1/100); Selten (≥1/10'000, <1/1000); Sehr selten (<1/10'000); Einzelfälle (Häufigkeit kann anhand der verfügbaren Daten nicht geschätzt werden). Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe sind die UAWs nach abnehmender Häufigkeit angegeben.
-Infektionen und parasitäre Erkrankungen Ohreninfektion, Grippe, Nasopharyngitis Gelegentlich
-Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems Hämolyse, Anämie, Anisozytose, Leukopänie Gelegentlich
-Erkrankungen des Nervensystems Kopfschmerzen Sehr häufig
-Benommenheit/Schwindel, Beschwerden im Kopfbereich, Somnolenz, Tremor, Sinuskopfschmerzen, Migräne, Dysästhesie Gelegentlich
-Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths Schwindel (Vertigo) Gelegentlich
-Herzerkrankungen Palpitationen Gelegentlich
-Gefässerkrankungen Blutdruckerhöhung (Hypertension) Häufig
-Blutdruckabfall (Hypotension), Hitzegefühl, periphere arterielle Verschlusskrankheit Gelegentlich
-Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums Dyspnoe, oropharyngeale Oedeme, Bläschenbildung, schmerzhafte Atmung, Engegefühl im Hals Gelegentlich
-Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts Übelkeit, Erbrechen Häufig
-Durchfall, Oberbauchschmerzen Gelegentlich
-Leber- und Gallenerkrankungen Hyperbilirubinämie Gelegentlich
-Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes Urtikaria, Ausschlag Häufig
-Juckreiz, Hauterkrankungen, Nachtschweiss Gelegentlich
-Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen Rückenschmerzen Häufig
-Nackenschmerzen, Gliederschmerzen, Steifheit des Bewegungsapparates, Muskelspasmen, Schmerzen des Muskel- und Skelettsystems, Myalgie, Muskelschwäche Gelegentlich
-Erkrankungen der Nieren und Harnwege Proteinurie Gelegentlich
-Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort Fieber, Schüttelfrost, Müdigkeit, Asthenie, grippeähnliche Symptome Häufig
-Schmerzen im Brustraum, allgemeine Symptome, Hyperthermie, Schmerzen, Schmerzen an der Injektionsstelle Gelegentlich
-Untersuchungen Erhöhtes konjugiertes Bilirubin, erhöhter unkonjugierter Blutbilirubinspiegel, positiver direkter Coombs-Test, positiver Coombs-Test, erhöhter Blutlaktatdehydrogenasespiegel, erniedrigter Hämatokrit, erhöhter Blutdruck, erhöhte Alaninaminotransferase, erhöhte Aspartataminotransferase, erniedrigter Blutdruck, erhöhter Blutkreatininspiegel, erhöhte Körpertemperatur, erniedrigtes Hämoglobin Gelegentlich
- +Infektionen und parasitäre Erkrankungen Aseptische Meningitis Gelegentlich
- +Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems Anämie, Leukopenie, Hämolyse (einschliesslich hämolytischer Anämie), Anisozytose (einschliesslich Mikrozytose), erniedrigtes Hämoglobin (einschliesslich erniedrigter Hämatokrit, erniedrigtes Haptoglobin) Häufig
- +Thrombozytose Gelegentlich
- +Thromboembolische Ereignisse Einzelfälle
- +Erkrankungen des Immunsystems Hypersensitivität Häufig
- +Anaphylaktischer Schock Einzelfälle
- +Erkrankungen des Nervensystems Kopfschmerzen (einschliesslich Sinuskopfschmerzen, Migräne, Beschwerden im Kopfbereich) Sehr häufig
- +Benommenheit (einschliesslich Schwindel (Vertigo)) Häufig
- +Somnolenz, Tremor, Dysästhesie Gelegentlich
- +Herzerkrankungen Palpitationen (einschliesslich Tachykardie) Häufig
- +Gefässerkrankungen Blutdruckerhöhung, Hautrötung, Hitzewallungen, Hyperämie, Nachtschweiss, Blutdruckabfall Häufig
- +Periphere Verschlusskrankheit (einschliesslich Vaskulitis) Gelegentlich
- +Transfusionsassoziierte akute Lungeninsuffizienz Einzelfälle
- +Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums Dyspnoe (einschliesslich Schmerzen im Brustraum, Engegefühl in der Brust/Hals, schmerzhafte Atmung) Häufig
- +Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts Übelkeit, Erbrechen, Durchfall Sehr Häufig
- +Bauchschmerzen (einschliesslich Oberbauchschmerzen, Magenbeschwerden, Unterbauchschmerzen, abdominale Schmerzempfindlichkeit) Häufig
- +Leber- und Gallenerkrankungen Hyperbilirubinämie (einschliesslich erhöhtes konjugiertes Bilirubin, erhöhter unkonjugierter Blutbilirubinspiegel) Häufig
- +Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes Ausschlag, Juckreiz, Urtikaria Sehr Häufig
- +Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen Myalgie (einschliesslich Muskelspasmen, Steifheit des Bewegungsapparates, Schmerzen des Muskel- und Skelettsystems) Häufig
- +Erkrankungen der Nieren und Harnwege Proteinurie, erhöhter Blutkreatinspiegel Gelegentlich
- +Akutes Nierenversagen Einzelfälle
- +Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort Schmerzen (einschliesslich Rückenschmerzen, Gliederschmerzen, Arthralgie, Nackenschmerzen, Gesichtsschmerzen), Fieber (einschliesslich Schüttelfrost), grippeähnliche Symptome, Nasopharyngitis, pharyngolarngale Schmerzen, oropharyngale Bläschenbildung, Engegefühl im Körper Sehr Häufig
- +Müdigkeit, Asthenie (einschliesslich Muskelschwäche), Schmerzen an der Injektionsstelle Häufig
- +Untersuchungen positiver direkter Coombs-Test (positiver Coombs-Test), erhöhte Alaninaminotransferase, erhöhter Blutlaktatdehydrogenasespiegel, erhöhte Aspartataminotransferase Häufig
-Informationen über die Virussicherheit: siehe Kapitel «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen».
- +Beschreibung spezifischer, sehr häufiger und schwerwiegender unerwünschter Wirkungen und möglicher Klasseneffekte von IVIG-Präparaten
- +Im Zusammenhang mit der intravenösen Verabreichung von Immunglobulin vom Menschen, einschliesslich Privigen, können gelegentlich unerwünschte Reaktionen wie Schüttelfrost, Kopfschmerzen, Schwindel, Fieber, Erbrechen, allergische Reaktionen, Übelkeit, Gelenkschmerzen, niedriger Blutdruck und mittelstarke Rückenschmerzen auftreten.
- +Selten kann Immunglobulin vom Menschen, einschliesslich Privigen, Überempfindlichkeitsreaktionen mit plötzlichem Blutdruckabfall verursachen, in Einzelfällen bis zum anaphylaktischen Schock, auch wenn der Patient bei früheren Anwendungen keine Überempfindlichkeit gezeigt hat.
- +Fälle reversibler aseptischer Meningitis und seltene Fälle vorübergehender Hautreaktionen wurden bei der Anwendung von Immunglobulin vom Menschen, einschliesslich Privigen, beobachtet.
- +In Patienten mit den Blutgruppen A, B und AB wurden hämolytische Reaktionen beobachtet. In seltenen Fällen kann es nach hochdosierter IVIg Therapie zu einer hämolytischen Anämie kommen, welche eine Transfusion erfordert (siehe auch Kapitel «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).
- +Ein Anstieg des Serumkreatinin-Spiegels und/oder akutes Nierenversagen wurden beobachtet.
- +Sehr selten sind transfusionsassoziierte akute Lungeninsuffizienz, thromboembolische Episoden wie Myokardinfarkt, apoplektischer Insult (Schlaganfall), Lungenembolie, und tiefe Venenthrombose aufgetreten.
- +Informationen über die Virussicherheit und über weitere Einzelheiten zu schwerwiegenden UAWs und Risikofaktoren: siehe Kapitel «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen».
-Gemäss Ph. Eur. darf der Anti-A Isoagglutinin Titer in intravenösen Immunglobulinpräparaten höchstens 1:64 betragen. Der Privigen Isoagglutinin Titer für anti-A liegt bei 1:8 und für anti-B bei 1:4 (Median von 149 Chargen, gemessen mit dem Direkten Agglutinations-Test gemäss Ph. Eur.).
- +Gemäss Ph. Eur. darf der anti-A Isoagglutinin Titer in intravenösen Immunglobulinpräparaten höchstens 1:64 betragen. Der Privigen Isoagglutinin Titer für anti-A liegt bei 1:8 und für anti-B bei 1:4 (Median von 149 Chargen, gemessen mit dem Direkten Agglutinations-Test gemäss Ph. Eur.).
-Die Sicherheit und Wirksamkeit von Privigen wurden in drei prospektiven, offenen, einarmigen Multizenterstudien in Europa (ITP und CIDP Studie) und den USA (PID Studie) untersucht. Weitere Sicherheits- und Wirksamkeitsdaten wurden in einer prospektiven, offenen, einarmigen, multizentrischen Extension Studie mit PID-Patienten in den USA erhoben.
- +Die Sicherheit und Wirksamkeit von Privigen wurden in 5 prospektiven, offenen, einarmigen Multizenterstudien in Europa (ITP, PID und CIDP Studien) und den USA (PID Studie) untersucht. Weitere Sicherheits- und Wirksamkeitsdaten wurden in einer prospektiven, offenen, einarmigen, multizentrischen Extension Studie mit PID-Patienten in den USA erhoben.
- +In der zweiten ITP-Studie wurden 57 Patienten mit ITP (initiale Thrombozytenzahl (Base-Line Wert) von ≤30× 109/l) im Alter von 18 bis 65 Jahren mit einer Privigen Dosis von 1 g/kg KG behandelt. Am dritten Tag der Behandlung konnten Patienten eine zweite Dosis von 1 g/kg KG erhalten. Bei Patienten mit einer Thrombozytenzahl unter dem Wert von <50× 109/l am Tag 3 war diese Dosis jedoch obligatorisch.
- +Bei 42 Patienten (74%) stieg die Thrombozytenzahl innerhalb von 6 Tagen mindestens einmal auf den Wert von ≥50× 109/l nach der ersten Infusion.
- +Die zweite Dosis bei Patienten mit einer Thrombozytenzahl von ≥50× 109/l nach der ersten Infusion hatte einen relevanten Zusatznutzen in Form von höherer, maximal erreichter Thrombozytenzahl (Median von 261.5× 109/l [Range: 130–738× 109/l]) und länger anhaltendem Anstieg der Thrombozytenzahl (Median von 14.0 Tagen [Range: 8–28 Tage]) im Vergleich zur einmalig verabreichten Infusion (Median der maximal erreichten Thrombozytenzahl von 171.0× 109/l [Range: 22–516× 109/l] mit medianer Anstiegsdauer von 13.0 Tagen [Range: 3–30 Tage]).
- +Nach der obligatorischen zweiten Dosis bei Patienten mit der Thrombozytenzahl von <50× 109/l nach der ersten Dosis zeigten 30% der Patienten eine Blutplättchenantwort von ≥50× 109/l.
- +
-Parameter Hauptstudie (N= 25) Median (Bereich) Extension Studie (N= 13) Median (Bereich)
- +Parameter Hauptstudie (N=25) Median (Bereich) Extension Studie (N=13) Median (Bereich)
-Einige publizierte Studien zur Hyperprolinämie ergaben ein mögliches Risiko bei Langzeitanwendung von hohen, täglichen L-Prolin Dosen hinsichtlich der Hirnentwicklung bei sehr jungen Ratten.
-In vergleichbaren Studien zur klinischen Anwendung von Privigen wurden jedoch keine solchen Nebenwirkungen festgestellt. Weitere sicherheitspharmakologische Studien mit L-Prolin an adulten und juvenilen Ratten ergaben keine Hinweise auf Verhaltensstörungen.
- +Einige publizierte Studien zur Hyperprolinämie ergaben ein mögliches Risiko bei Langzeitanwendung von hohen, täglichen L-Prolin Dosen hinsichtlich der Hirnentwicklung bei sehr jungen Ratten. In vergleichbaren Studien zur klinischen Anwendung von Privigen wurden jedoch keine solchen Nebenwirkungen festgestellt. Weitere sicherheitspharmakologische Studien mit L-Prolin an adulten und juvenilen Ratten ergaben keine Hinweise auf Verhaltensstörungen.
-Februar 2016.
- +April 2016.
|
|