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Home - Fachinformation zu UROCIT - Änderungen - 18.03.2026
36 Änderungen an Fachinfo UROCIT
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  • -Die Dosierung erfolgt individuell in Abhängigkeit vom Urin-pH. Dieser sollte auf einen Wert von 6-7 angehoben werden.
  • -Im Allgemeinen ist hierfür eine Dosis von 30-60 mEq/Tag erforderlich.
  • -Die Tagesdosis sollte in (2-)3 Einzeldosen aufgeteilt werden.
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  • +Die Dosierung erfolgt individuell in Abhängigkeit vom Urin-pH. Dieser sollte auf einen Wert von 67 angehoben werden.
  • +Im Allgemeinen ist hierfür eine Dosis von 3060 mEq/Tag erforderlich.
  • +Die Tagesdosis sollte in (2)3 Einzeldosen aufgeteilt werden.
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  • -Niereninsuffizienz:
  • -Urocit darf bei Patienten mit Niereninsuffizienz nicht angewendet werden, da es bei eingeschränkter Nierenfunktion zu einer Hyperkaliämie kommen kann (vgl. „Kontraindikationen“)
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  • -Leberinsuffizienz:
  • +Patienten mit Nierenfunktionsstörungen:
  • +Urocit darf bei Patienten mit Niereninsuffizienz (GFR < 0.7 ml/kg/min) nicht angewendet werden, da es bei eingeschränkter Nierenfunktion zu einer Hyperkaliämie kommen kann (vgl. „Kontraindikationen“).
  • +Patienten mit Leberfunktionsstörungen:
  • -Hyperkaliämie, oder Patienten mit erhöhtem Risiko für eine Hyperkaliämie wie chronische Niereninsuffizienz, Oligurie, unkontrollierter Diabetes mellitus, akute Exsikkose, übermässig anstrengende körperliche Aktivität, Nebenniereninsuffizienz (unbehandelter Morbus Addison), extensive Gewebszerstörung.
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  • -Patienten mit beeinträchtigtem Magendarmtransit wie verzögerter Magenentleerung, Ösophagus- bzw. Darmobstruktion oder -strikturen, Patienten mit Magen-Darm-Ulzera.
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  • -Patienten mit aktiven Harnweginfektionen und allgemein eingeschränkter Nierenfunktion (GFR < 0.7 ml/kg/min).
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  • -Eine Komedikation mit kaliumsparenden Diuretika oder ACE-Hemmern ist wegen des Risikos einer Hyperkaliämie kontraindiziert.
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  • +Hyperkaliämie,
  • +Erkrankungen / Situationen mit erhöhtem Risiko für eine Hyperkaliämie wie
  • +chronische Niereninsuffizienz (GFR < 0.7 ml/kg/min), Oligurie,
  • +grundsätzlich bei eingeschränkter Nierenfunktion (GFR < 0.7 ml/kg/min) (siehe auch "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ).
  • +akute Exsikkose,
  • +-Nebennierenrindeninsuffizienz (unbehandelter Morbus Addison),
  • +unkontrollierter Diabetes mellitus,
  • +extensive Gewebszerstörung.
  • +übermässig anstrengende körperliche Aktivität, insbesondere bei untrainierten Personen,
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  • +Erkrankungen mit beeinträchtigtem Magen-Darm-Transit wie verzögerte Magenentleerung, Ösophagus- bzw. Darmobstruktion oder -strikturen
  • +gleichzeitige Behandlung mit Anticholinergika (siehe "Interaktionen" )
  • +gastrointestinale Ulzera (siehe Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ).
  • +aktive Harnwegsinfektionen (siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" )
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  • -Vor Therapiebeginn sollten Erkrankungen bzw. Risikofaktoren, welche das Auftreten von Harnsteinen begünstigen können und die einer gezielten Behandlung zugänglich sind (z.B. Nebenschilddrüsenadenome, bei Harnsäuresteinen auch Malignome) ausgeschlossen werden. Vor der ersten Anwendung sind die Elektrolyte im Serum zu bestimmen und die Nierenfunktion zu kontrollieren.
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  • -Bei gestörter Kaliumausscheidung kann die Kaliumzufuhr mit Urocit rasch zu einer Hyperkaliämie führen, was insbesondere bei Patienten mit kardialen Vorerkrankungen mit dem Risiko eines Herzstillstandes einhergeht. Urocit sollte daher bei Patienten mit Herzinsuffizienz oder anderen schweren Myokardschädigungen möglichst nicht angewendet werden.
  • -Aufgrund des erhöhten Risikos einer Hyperkaliämie darf Urocit bei Patienten mit Niereninsuffizienz nicht angewendet werden.
  • +Vor Therapiebeginn sollten Erkrankungen bzw. Risikofaktoren, welche das Auftreten von Harnsteinen begünstigen können und die einer gezielten Behandlung zugänglich sind (z.B. Nebenschilddrüsenadenome, bei Harnsäuresteinen auch Malignome), ausgeschlossen werden.
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  • -Beim Auftreten von schwerem Erbrechen, Bauchschmerzen oder Magendarmblutungen muss Urocit sofort abgesetzt und geeignete Untersuchungen für den Ausschluss einer Darmperforation bzw. -obstruktion eingeleitet werden.
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  • -Chronischer Durchfall infolge Colonkrankheit ist keine Kontraindikation für Kalium-Präparate, da diese fast vollständig im Dünndarm absorbiert werden. In solchen Situationen ist die individuelle Toleranz zu ermitteln.
  • -Die Flüssigkeits- und Elektrolytbilanz und das Säuren-Basen-Gleichgewicht des Patienten müssen überwacht werden.
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  • -Kalium-Präparate können die Symptome der "Myotonia congenita" (Thomsen-Krankheit) verstärken.
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  • -Dieses Arzneimittel enthält 10.6 mmol (oder 413.4 mg) Kalium pro Tablette. Wenn Sie an eingeschränkter Nierenfunktion leiden oder eine kontrollierte Kalium-Diät (Diät mit niedrigem Kaliumgehalt) einhalten müssen, sollten Sie dies berücksichtigen.
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  • +Vor der ersten Anwendung sind die Elektrolyte im Serum zu bestimmen und die Nierenfunktion zu kontrollieren. Während der Therapie müssen die Flüssigkeits- und Elektrolytbilanz sowie das Säure-Basen-Gleichgewicht überwacht werden.
  • +Ein mehrtägiges Überschreiten des angegebenen Urin-pH-Bereiches sollte unterbleiben, da eine zu starke Alkalisierung des Urins die Bildung von Phosphatkristallen begünstigt.
  • +Bei gestörter Kaliumausscheidung kann die Kaliumzufuhr mit Urocit rasch zu einer (unter Umständen asymptomatischen) Hyperkaliämie führen, was insbesondere bei Patienten mit kardialen Vorerkrankungen mit dem Risiko eines Herzstillstandes einhergeht. Eine Anwendung von Urocit sollte daher bei Patienten mit Herzinsuffizienz oder anderen schweren Myokardschädigungen vermieden werden werden.
  • +Kaliumsalze haben ulzerogene Effekte. Unter Anwendung solider Kaliumchlorid-Präparate wurde über Ulzerationen und/oder Stenosen im Bereich des Dünndarms berichtet, teilweise mit letalem Ausgang. Solche Veränderungen werden durch eine hohe lokale Kaliumkonzentration am Ort der Auflösung der Tabletten verursacht. Unter Anwendung von Präparaten mit Wachsmatrix wurde darüber hinaus über gastrointestinale Blutungen berichtet. Es ist nicht bekannt, in wie weit diese Befunde auch auf Kaliumcitrat übertragbar sind; es ist jedoch von einem vergleichbaren Risiko auszugehen.
  • +Bei Auftreten von schwerem Erbrechen, Bauchschmerzen oder gastrointestinalen Blutungen muss Urocit sofort abgesetzt und eine Darmperforation oder -obstruktion durch geeignete Untersuchungen ausgeschlossen werden.
  • +Bei chronischer Diarrhoe infolge einer Erkrankung des Colons können Kaliumpräparate wie Urocit zwar angewendet werden, da sie bereits im Dünndarm fast vollständig absorbiert werden. In solchen Fällen ist jedoch die individuelle Toleranz zu ermitteln.
  • +Kaliumpräparate können die Symptome einer Myotonia congenita (Thomsen-Krankheit) verstärken.
  • +Bei Vorliegen eines Harnwegsinfekts kann durch die Gabe von Kaliumcitrat das Bakterienwachstum aufgrund der Erhöhung des Urin-pH begünstigt werden. Urocit darf daher bei Harnwegsinfekten nicht angewendet werden.
  • +Aufgrund des erhöhten Risikos einer Hyperkaliämie sowie von Weichteil-Kalzifizierungen darf Urocit bei Patienten mit Niereninsuffizienz nicht angewendet werden.
  • +Hilfsstoffe von besonderem Interesse
  • +Dieses Arzneimittel enthält 10.6 mmol (oder 413.4 mg) Kalium pro Tablette.„Bei Patienten, die eine Diät mit niedrigem Kaliumgehalt einhalten müssen, ist dies zu berücksichtigen.
  • -Arzneimittel, welche die renale Kaliumausscheidung vermindern, können eine Hyperkaliämie begünstigen. Hierzu gehören: Kalium-sparende Diuretika (Spironolacton, Triamteren, Amilorid), ACE-Hemmer, nichtsteroidale Antiphlogistika und periphere Analgetika.
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  • -Durch Erhöhung der extrazellulären Kaliumkonzentration kann die Wirkung von Digitalisglykosiden vermindert werden.
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  • -Die gleichzeitige Einnahme von Citrat und aluminiumhaltigen Präparaten kann zu einer gesteigerten Aluminiumresorption führen. Daher sollte zwischen der Einnahme solcher Präparate und jener von Urocit ein Intervall von mindestens 2 Stunden eingehalten werden.
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  • -Präparate, die eine Verlangsamung der gastrointestinalen Transitzeit bewirken (wie z.B. Anticholinergika) können die Empfindlichkeit des Gastrointestinaltraktes gegenüber Kaliumsalzen erhöhen.
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  • +pharmakodynamische Interaktionen
  • +Einfluss anderer Arzneimittel auf die Sicherheit von Kaliumcitrat
  • +Sämtliche Arzneimittel, welche die renale Kaliumausscheidung vermindern, können eine Hyperkaliämie begünstigen.
  • +Arzneimittel mit Einfluss auf das Renin-Angiotensin-Aldosteron-System (RAAS):
  • +Arzneimittel wie ACE-Hemmer, Angiotensin-Rezeptor-Blocker oder Aliskiren können durch eine Hemmung der Aldosteronproduktion zu einer Kaliumretention führen.
  • +Auch kaliumsparende Diuretika – wie Spironolacton und Eplerenon (Aldosteronantagonisten) sowie Amilorid und Triamteren (ENaC-Hemmer) – können die renale Kaliumausscheidung reduzieren. Der Kaliumspiegel muss in diesen Fällen engmaschig überwacht werden.
  • +Nichtsteroidale Antiphlogistika (NSAR):
  • +NSAR können durch Reduktion der renalen Prostaglandin E-Synthese sowie negative Beeinflussung des Renin-Angiotensin-Systems eine Kaliumretention verursachen. Der Kaliumspiegel muss in diesen Fällen engmaschig überwacht werden.
  • +Arzneimittel mit Einfluss auf die gastrointestinale Transitzeit
  • +Arzneimittel, die zu einer Verlängerung der gastrointestinalen Transitzeit führen (wie z.B. Anticholinergika), können das Risiko für Irritationen des Gastrointestinaltraktes erhöhen. Die gleichzeitige Anwendung von Anticholinergika zusammen mit Urocit ist daher kontraindiziert.
  • +Einfluss von Kaliumcitrat auf Wirksamkeit anderer Arzneimittel
  • +Durch Erhöhung der extrazellulären Kaliumkonzentration kann die Wirkung von Digitalisglykosiden reduziert werden.
  • +pharmakokinetische Interaktionen
  • +Die gleichzeitige Einnahme von Citrat und aluminiumhaltigen Präparaten kann zu einer gesteigerten Aluminiumresorption führen. Daher sollte zwischen der Einnahme solcher Präparate und Urocit ein Intervall von mindestens 2 Stunden eingehalten werden.
  • -Für Urocit liegen keine klinischen Daten über exponierte Schwangere vor. Tierexperimentelle Studien erbrachten keine Hinweise auf teratogene oder embryotoxische Effekte. Ferner sind Hinweise auf schädliche Wirkungen während der Schwangerschaft und in der Stillperiode nicht bekannt.
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  • -Da es sich bei den Wirkstoffen von Urocit um eine Kombination physiologischer Substanzen handelt, kann das Präparat bei bestimmungsgemässem Gebrauch während der Schwangerschaft und Stillzeit mit Vorsicht angewendet werden. Die Plasmakaliumkonzentration der Mutter muss überwacht werden.
  • +Schwangerschaft
  • +Für Urocit liegen keine klinischen Daten über exponierte Schwangere vor. Tierexperimentelle Studien sind nicht durchgeführt worden. Es ist nicht bekannt, ob Kaliumcitrat schädigende Auswirkungen auf den Fetus hat. Urocit sollte daher während der Schwangerschaft nur bei klarer Indikation angewendet werden. Im Falle einer Anwendung müssen die Kaliumkonzentrationen im mütterlichen Serum überwacht werden.
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  • +Stillzeit
  • +Es ist nicht bekannt, ob unter Anwendung von Urocit die Kaliumkonzentration in der Muttermilch ansteigt. Urocit sollte daher während der Stillzeit nur bei klarer Indikation angewendet werden.
  • -Entsprechende Studien wurden nicht durchgeführt. Aufgrund der Eigenschaften des Präparates ist jedoch bei bestimmungsgemässem Gebrauch eine Beeinträchtigung der Fahrtüchtigkeit oder der Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen nicht zu erwarten.
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  • +Entsprechende Studien wurden nicht durchgeführt. Aufgrund der Eigenschaften des Präparates ist jedoch bei bestimmungsgemässem Gebrauch keine Beeinträchtigung der Fahrtüchtigkeit oder der Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen zu erwarten.
  • -Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:
  • +Bei den Häufigkeitsangaben zu unerwünschten Wirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:
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  • +Das Auftreten gastrointestinaler Symptome (als Folge einer lokalen Irritation) kann durch Einnahme mit genügend Flüssigkeit oder zusammen mit einer Mahlzeit sowie durch Dosisreduktion weitgehend vermieden werden.
  • -Häufig: Gastrointestinale Störungen und Reizungen wie Blähungen, Bauchschmerzen, Nausea, Erbrechen, Diarrhö.
  • -Diese Symptome können weitgehend vermieden werden, wenn das Präparat mit genügend Flüssigkeit oder während der Mahlzeiten eingenommen wird.
  • -Sehr selten: Obstruktion, Hämorrhagien, Ulkusbildung mit oder ohne Perforation des oberen oder unteren Magen-Darm-Traktes.
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  • +Häufig: gastrointestinale Störungen und Irritationen wie Blähungen, Bauchschmerzen, Nausea, Erbrechen, Diarrhoe.
  • +Sehr selten: Obstruktion, Hämorrhagien, Ulzera, Perforationen im oberen oder unteren Gastrointestinaltrakt.
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  • -Symptome einer akuten Überdosierung: Hyperkaliämie (Plasmakaliumkonzentration über 5,5 mmol/l), Parästhesien, Apathie, Verwirrtheit, Schwäche, Lähmung, Arrhythmien, Blutdrucksenkung, Schockzustand, Herzstillstand.
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  • -Bei chronischer Überdosierung können je nach Schweregrad der Hyperkaliämie elekrokardiographische Zeichen in Form von überhöhten T-Wellen, Abflachung der P-Welle, ST-Senkung und QT-Verlängerung sowie kardiovaskuläre und neuromuskuläre Beschwerden und Herzstillstand auftreten.
  • -Ein mehrtägiges Überschreiten des angegebenen Urin-pH-Bereiches sollte unterbleiben, da eine zu starke Alkalisierung des Urins die Bildung von Phosphatkristallen begünstigt.
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  • -Therapeutische Massnahmen
  • -Akute Vergiftung: künstliches Erbrechen, Magenspülung, Gabe von Kationenaustauschharzen.
  • -Hyperkaliämie: Natriumbikarbonat i.v. (40–160 mmol während 5 Minuten), oder Glukose-Insulin-Therapie (300–500 ml Glukose 10–25% i.v. während 1 Stunde, zusammen mit 0,25–0,5 Einheiten Insulin pro g Glukose), Gabe von Kationenaustauschharzen, Hämodialyse oder Peritonealdialyse.
  • -Bei Kardiotoxizität, für Patienten, die nicht mit Herzglykosiden behandelt werden: Kalziumglukonat 10% i.v. (5–10 ml während 2 Minuten, unter EKG-Überwachung). Bei der Behandlung einer Hyperkaliämie sollte in Betracht gezogen werden, dass bei gut eingestellten digitalisierten Patienten eine zu rasche Senkung des Serum-K+-Spiegels zu Digitalisintoxikationen führen kann.
  • +Symptome
  • +Hauptrisiko im Falle einer Überdosierung ist eine Hyperkaliämie, welche im allgemeinen klinisch asymptomatisch ist und nur anhand der Serumspiegel und des EKG-Befundes erkannt werden kann. Bei Patienten ohne Vorliegen zusätzlicher Risikofaktoren (siehe "Kontraindikationen" und "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ) führt eine Therapie mit Kaliumcitrat in den empfohlenen Dosen jedoch nur selten zu einer schweren Hyperkaliämie.
  • +Bei akuter Überdosierung kann es zu folgenden Symptomen einer Hyperkaliämie (Serum-Kaliumkonzentration über 5,5 mmol/l) kommen: Parästhesien, Apathie, Verwirrtheit, Schwäche, Lähmungen, Arrhythmien, Blutdrucksenkung, Schock, Herzstillstand.
  • +Bei chronischer Überdosierung können je nach Schweregrad der Hyperkaliämie elektrokardiographische Zeichen in Form von überhöhten T-Wellen, Abflachung der P-Welle, ST-Senkung oder QT-Verlängerung sowie kardiovaskuläre und neuromuskuläre Beschwerden und Herzstillstand auftreten.
  • +Therapie
  • +Im Falle einer Hyperkaliämie muss der Patient sorgfältig auf Elektrolytveränderungen und Arrhythmien überwacht werden. Als erste Massnahme müssen sämtliche Kalium-haltigen Präparate sowie Arzneimittel mit kaliumsparenden Eigenschaften (wie z.B. Spironolacton, ACE-Hemmer, Angiotensin-Rezeptor-Antagonisten und NSAR) abgesetzt werden. Zusätzlich sollte die Zufuhr kaliumreicher Nahrungsmittel (wie z.B. Aprikosen, Bananen, Grapefruit-Saft oder Spinat) vermieden werden.
  • +Bei akuter Intoxikation können Auslösung von Erbrechen, Magenspülung und/oder Gabe von Kationen-Austauscherharzen zum Einsatz kommen.
  • +Zur Behandlung der Hyperkaliämie kann eine Glukose-Insulin-Therapie (300–500 ml Glukose 10–25% i.v. während 1 Stunde, zusammen mit 0,25–0,5 Einheiten Insulin pro g Glukose) durchgeführt werden. Im Falle einer Acidose wird Natriumbikarbonat i.v. (40–160 mmol während 5 Minuten) empfohlen. In schweren Fällen kann eine Hämodialyse oder Peritonealdialyse erforderlich sein.
  • +Bei Patienten, die nicht mit Herzglykosiden behandelt werden, kann ausserdem Kalziumglukonat 10% i.v. eingesetzt werden (5–10 ml während 2 Minuten, unter EKG-Überwachung).
  • +Ionenaustauscherharze können eingesetzt werden. Es muss jedoch berücksichtigt werden, dass diese allein für die Therapie einer Hyperkaliämie nicht ausreichend sind.
  • +Bei Patienten unter Digitalis-Therapie muss berücksichtigt werden, dass eine zu rasche Senkung des Kaliumspiegels im Serum zu einer Digitalis-Intoxikation führen kann.
  • -Alkalisierendes Kaliumpräparat
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  • -Ferner entsteht durch den negativen Basenüberschuss über die Verschiebung des intrazellulären pH-Wertes eine alkalotische Stoffwechsellage. Dies führt zu einer alkaloseinduzierten Hemmung des renalen tubulären Citratmetabolismus, einer verminderten Citratrückresorption und somit erhöhten Citratausscheidung. Der renale Calciumtransport wird ebenfalls durch die Alkalisierung in der Form verändert, dass die Calciumausscheidung im Urin signifikant abnimmt.
  • -Harnalkalisierung, vermehrte Citratausscheidung und verminderte Calciumausscheidung bewirken eine Abnahme des Aktivitätsproduktes von Calciumoxalat, weil Citrat im schwach Basischen stabile Komplexe mit Calcium bildet.
  • +Ferner entsteht durch den negativen Basenüberschuss über die Verschiebung des intrazellulären pH-Wertes eine alkalotische Stoffwechsellage. Dies führt zu einer Alkaloseinduzierten Hemmung des renalen tubulären Citrat-Metabolismus, einer verminderten Citrat-Rückresorption und dadurch zu einer gesteigerten Citratausscheidung. Der renale Calciumtransport wird durch die Alkalisierung in der Form verändert, dass die Calciumausscheidung mit dem Urin signifikant abnimmt.
  • +Harnalkalisierung, gesteigerte Citratausscheidung und reduzierte Calciumausscheidung bewirken eine Abnahme des Aktivitätsproduktes von Calciumoxalat, weil Citrat im schwach Basischen stabile Komplexe mit Calcium bildet.
  • -Die Wachsmatrix von Urocit Tabletten führt zu einer modifizierten Verzögerung der Wirkstofffreisetzung.
  • +Die Wachsmatrix von Urocit Tabletten bewirkt eine Verzögerung der Wirkstofffreisetzung.
  • -Das Citration wird zu CO2 bzw. Bicarbonat oxidiert.
  • +Das Citrat-Ion wird zu CO2 bzw. Bicarbonat oxidiert.
  • -Die Kaliumionen werden über die Niere (v.a. in den distalen Tubuli) ausgeschieden.
  • -Die unlösliche Matrix von Urocit wird nach der Freisetzung des Wirkstoffes mit dem Stuhl ausgeschieden.
  • +Die Kaliumionen werden über die Niere (v.a. in den distalen Tubuli) eliminiert.
  • +Die unlösliche Matrix von Urocit wird nach Freisetzung des Wirkstoffes mit den Faeces ausgeschieden.
  • -Für Kinder unerreichbar, bei Raumtemperatur (15–25° C) und in der Originalverpackung aufbewahren.
  • +Ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.
  • +bei Raumtemperatur (15–25 °C) und in der Originalverpackung aufbewahren.
  • -September 2021
  • +November 2025
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