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Home - Fachinformation zu Breyanzi - Ă„nderungen - 28.01.2026
1 Ă„nderungen an Fachinfo Breyanzi
  • -Zusammensetzung
  • -Wirkstoffe
  • -Lisocabtagen Maraleucel ist eine gegen CD19-gerichtete, genetisch modifizierte, autologe, zelluläre Immuntherapie, die als definierte Zusammensetzung von chimären Antigenrezeptor (CAR)-positiven lebensfähigen T-Zellen (bestehend aus CD8+ und CD4+ Zellkomponenten) verabreicht wird.
  • -Hilfsstoffe
  • -Cryostor CS10 (7.5 % DMSO (v/v), Dextran-40), Natriumchlorid, Natriumgluconat, Natriumacetat-Trihydrat, Kaliumchlorid, Magnesiumchlorid, humanes Albumin, N-Acetyl-DL-Tryptophan, Caprylsäure und Wasser fĂĽr Injektionszwecke.
  • -Breyanzi enthält bis zu 100 mg Natrium und bis zu 52 mg Kalium pro Dosis.
  • -Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten
  • -Breyanzi ist indiziert zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit
  • -·diffusem grosszelligem B-Zell-Lymphom (DLBCL), High-Grade-B-Zell Lymphom (HGBCL) oder primär mediastinalem grosszelligem B-Zell-Lymphom (PMBCL), das auf die Erstlinien-Chemoimmuntherapie refraktär ist oder innerhalb von 12 Monaten nach der Erstlinien-Chemoimmuntherapie rezidiviert
  • -·rezidiviertem oder refraktärem (r/r) DLBCL, HGBCL oder PMBCL nach zwei oder mehr systemischen Therapielinien
  • -·rezidiviertem oder refraktärem (r/r) follikulärem Lymphom (FL) nach zwei oder mehr systemischen Therapielinien.
  • -Dosierung/Anwendung
  • -Breyanzi muss in einem qualifizierten Behandlungszentrum mit unmittelbarem Zugang zu geeigneten intensivmedizinischen Stationen durch medizinisches Fachpersonal verabreicht werden, das fĂĽr die Anwendung von Breyanzi geschult wurde.
  • -Die Breyanzi-Therapie muss unter Leitung und Aufsicht eines Arztes bzw. einer Ă„rztin eingeleitet werden, der bzw. die Erfahrung in der Behandlung von hämatologischen Malignomen hat und fĂĽr die Verabreichung und das Management von Patienten, die mit Breyanzi behandelt werden, einschliesslich der Behandlung des Zytokinfreisetzungssyndroms (Cytokine Release Syndrome, CRS) und schwerwiegender neurotoxischer Nebenwirkungen, geschult ist.
  • -Vor der Infusion mit Breyanzi mĂĽssen fĂĽr jeden Patienten mindestens zwei Dosen Tocilizumab zur Anwendung im Falle eines Zytokinfreisetzungssyndroms und eine adäquate NotfallausrĂĽstung zur VerfĂĽgung stehen. Das Behandlungszentrum muss innerhalb von 8 Stunden nach Verabreichung der letzten Tocilizumab Dosis Zugang zu einer zusätzlichen Dosis haben.
  • -Art der Anwendung
  • -Breyanzi ist ausschliesslich zur autologen und intravenösen Anwendung bestimmt.
  • -Empfohlene Dosierung
  • -Die Zieldosis beträgt 100 x 106 CAR-positive lebensfähige T-Zellen (bestehend aus einem 1:1-Zielverhältnis von CD8+ und CD4+Zellkomponenten) innerhalb eines Bereichs von 44 - 120 x 106 CAR-positiven lebensfähigen T-Zellen.
  • -Informationen zur tatsächlichen Zellzahl bzw. zum Volumen, welches infundiert werden soll, können fĂĽr jede Komponente dem beiliegenden RFI-Zertifikat entnommen werden.
  • -Die VerfĂĽgbarkeit von Breyanzi muss vor Beginn des Chemotherapie-Regimes fĂĽr die Lymphodepletion bestätigt werden.
  • -Vorbehandlung
  • -Die lymphodepletierende Chemotherapie, bestehend aus Fludarabin 30 mg/m2/Tag intravenös (i.v.) und Cyclophosphamid 300 mg/m2/Tag i.v., wird während 3 Tagen verabreicht.
  • -Informationen zur Dosisanpassung bei Nierenfunktionsstörungen entnehmen Sie bitte den Fachinformationen von Fludarabin und Cyclophosphamid.
  • -Breyanzi wird 2 bis 7 Tage nach Abschluss der lymphodepletierenden Chemotherapie verabreicht.
  • -Die Infusion von Breyanzi ist aufzuschieben, wenn bei einem Patienten eine der folgenden Situationen zutrifft:
  • -·Noch andauernde schwerwiegende Nebenwirkungen (insbesondere pulmonale oder kardiale Nebenwirkungen oder Hypotonie), einschliesslich solcher nach vorherigen Chemotherapien.
  • -·Aktive unkontrollierte Infektion oder entzĂĽndliche Erkrankung.
  • -·Aktive Graft-versus-Host-Erkrankung (graft-versus-host disease, GVHD).
  • -In klinischen Studien betrug der zeitliche Abstand zwischen der lymphodepletierenden Chemotherapie und der Infusion mit Breyanzi median 4 Tage (Bereich: 3-14 Tage). Konnte die Infusion nicht innerhalb von 14 Tagen abgeschlossen werden, wurden die Patienten vor der Infusion erneut mit einer lymphodepletierenden Chemotherapie behandelt.
  • -Prämedikation
  • -Um das Risiko von Infusionsreaktionen zu minimieren, sollte der Patient etwa 30 bis 60 Minuten vor der Breyanzi-Infusion Paracetamol und Diphenhydramin (25–50 mg, intravenös oder oral) oder ein anderes H1-Antihistaminikum erhalten.
  • -Die prophylaktische Anwendung systemischer Kortikosteroide sollte vermieden werden, da diese die Aktivität von Breyanzi beeinträchtigen können.
  • -Ăśberwachung
  • -·Die Ăśberwachung und Nachverfolgung der Patienten mit einer CAR-T Zell-Therapie soll an einer entsprechend qualifizierten klinischen Einrichtung erfolgen. Die Patienten sollten während mindestens der ersten Woche nach der Infusion täglich auf Anzeichen und Symptome eines potenziellen CRS, neurologischer Ereignisse und anderer Toxizitäten ĂĽberprĂĽft werden. Danach sollten die Patienten gemäss klinischem Bild im Ermessen des Arztes bzw. der Ă„rztin ĂĽberwacht werden. Bei ersten Anzeichen oder Symptomen von CRS und/oder schwerwiegenden neurologischen Ereignissen sollten die Patienten stationär ĂĽberwacht werden.
  • -·Die Patienten sollten angewiesen werden, fĂĽr mindestens 2 Wochen nach der Infusion in der Nähe eines qualifizierten Behandlungszentrums zu bleiben.
  • -Spezielle Dosierungsanweisungen
  • -Patienten mit Leberfunktionsstörungen
  • -Es wurden keine Studien zu Leberfunktionsstörungen mit Breyanzi durchgefĂĽhrt.
  • -Patienten mit Nierenfunktionsstörungen
  • -Es wurden keine Studien zu Nierenfunktionsstörungen mit Breyanzi durchgefĂĽhrt.
  • -Ă„ltere Patienten
  • -Bei Patienten, die ĂĽber 65 Jahre alt sind, ist keine Dosisanpassung erforderlich. Von den Patienten, die in TRANSFORM in den Breyanzi-Arm randomisiert wurden, waren 39 % 65 Jahre und älter und keiner war 75 Jahre und älter. Von den Patienten, die sich in TRANSCEND einer Leukapherese unterzogen, waren 39 % der Patienten 65 Jahre und älter und 8 % der Patienten waren 75 Jahre und älter. Von den Patienten mit r/r FL nach zwei oder mehr systemischen Therapielinien, die sich in TRANSCEND-FL einer Leukapherese unterzogen, waren 40 % 65 Jahre und älter und 9 % 75 Jahre und älter.
  • -Kinder und Jugendliche
  • -Basierend auf den vorliegenden Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit von Breyanzi bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren konnte keine sichere und wirksame Dosis ermittelt werden. Die Anwendung von Breyanzi bei Kindern und Jugendlichen wird daher nicht empfohlen.
  • -Wichtige Vorkehrungen, die vor der Handhabung oder Verabreichung des Arzneimittels zu treffen sind
  • -Bestätigen Sie beim Vorbereiten des Arzneimittels das Ăśbereinstimmen der Identität des Patienten mit den Angaben zum Patienten auf dem Versandbehälter und dem externen Breyanzi-Kartonschachtel.
  • -Bestätigen Sie vor der Verabreichung von Breyanzi erneut die Identität des Patienten mit den Angaben zum Patienten auf den Etiketten der Durchstechflaschen.
  • -Verwenden Sie bei der Verabreichung von Breyanzi KEINEN Leukodepletionsfilter.
  • -Stellen Sie sicher, dass Tocilizumab und eine NotfallausrĂĽstung vor der Infusion und während der Erholungsphase zur VerfĂĽgung stehen.
  • -Weitere wichtige Detailangaben zur Handhabung und Verabreichung des Arzneimittels sind unbedingt zu beachten (siehe «Sonstige Hinweise»).
  • -Kontraindikationen
  • -Ăśberempfindlichkeit gegenĂĽber dem Wirkstoff oder einem der im Abschnitt «Zusammensetzung» aufgefĂĽhrten Hilfsstoffe.
  • -Die Kontraindikationen der lymphodepletierenden Chemotherapie gemäss den entsprechenden Fachinformationen sind zu beachten.
  • -Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen
  • -GrĂĽnde fĂĽr eine Aufschiebung der Infusion
  • -Aufgrund der mit der Breyanzi-Behandlung verbundenen Risiken sollte die Infusion aufgeschoben werden, wenn bei einem Patienten einer der folgenden Zustände vorliegt:
  • -Lymphom-Progression mit schwerwiegenden klinischen Komplikationen, wie noch andauernde schwerwiegende Nebenwirkungen (insbesondere pulmonale oder kardiale Nebenwirkungen oder Hypotonie), einschliesslich solcher nach vorherigen Chemotherapien, aktive unkontrollierte Infektion oder entzĂĽndliche Erkrankung, aktive Graft-versus-Host-Erkrankung (graft-versus-host disease, GVHD).
  • -Autologe Anwendung
  • -Breyanzi ist nur fĂĽr die autologe Anwendung bestimmt. Vor der Infusion muss die Identität des Patienten mit den Patientenkennzeichnungen auf den Kartonschachteln, Durchstechflaschen und dem RFI-Zertifikat ĂĽbereinstimmen. Infundieren Sie nicht, wenn die Angaben auf dem patientenspezifischen Etikett nicht mit dem vorgesehenen Patienten ĂĽbereinstimmen.
  • -Zytokinfreisetzungssyndrom (Cytokine Release Syndrome, CRS)
  • -CRS, einschliesslich tödlicher oder lebensbedrohlicher Reaktionen, kann nach der Behandlung mit Breyanzi auftreten.
  • -DLBCL, HGBCL, PMBCL:
  • -In klinischen Studien trat bei 41 % (227/561) der Patienten, die Breyanzi verabreicht bekommen haben, ein CRS auf, einschliesslich CRS ≥ Grad 3 (Lee Kriteriena) bei 2 % (10/561) der Patienten. Die mediane Zeit bis zum Auftreten betrug 4 Tage (Bereich: 1 bis 63 Tage, mit dem oberen Grenzwert basierend auf einem Patienten, fĂĽr den ein Auftreten von CRS ohne Fieber gemeldet wurde) und die mediane Dauer des CRS betrug 5 Tage (Bereich: 1 bis 17 Tage).
  • -116 von 561 (21 %) Patienten erhielten nach der Infusion von Breyanzi Tocilizumab und/oder ein Kortikosteroid gegen CRS. 55 (10 %) Patienten erhielten nur Tocilizumab, 53 (9 %) erhielten Tocilizumab und ein Kortikosteroid und 8 (1 %) erhielten nur Kortikosteroide.
  • -FL:
  • -In der klinischen Studie trat bei 58 % (75/130) der Patienten, die Breyanzi verabreicht bekommen haben, ein CRS auf, einschliesslich CRS Grad 3 (Lee Kriteriena) bei 0.8 % (1/130) der Patienten. Die mediane Zeit bis zum Auftreten betrug 6 Tage (Bereich: 1 bis 17 Tage) und die mediane Dauer des CRS betrug 3 Tage (Bereich: 1 bis 10 Tage).
  • -33 von 130 (25 %) Patienten erhielten nach der Infusion von Breyanzi Tocilizumab und/oder ein Kortikosteroid gegen CRS. 18 (14 %) Patienten erhielten nur Tocilizumab, 15 (12 %) erhielten Tocilizumab und ein Kortikosteroid und keine Patienten erhielten nur Kortikosteroide.
  • -Ăśberwachung und Management von CRS
  • -Es ist sicherzustellen, dass vor der Infusion von Breyanzi mindestens 2 Dosen Tocilizumab fĂĽr jeden Patienten zur VerfĂĽgung stehen. Das Behandlungszentrum muss innerhalb von 8 Stunden nach Verabreichung der letzten Dosis Zugang zu einer zusätzlichen Tocilizumab-Dosis haben.
  • -Die Patienten sind während mindestens der ersten Woche nach der Infusion täglich im qualifizierten Behandlungszentrum auf Anzeichen und Symptome von CRS zu ĂĽberwachen.
  • -Patienten sind nach der Infusion mindestens 2 Wochen lang auf Anzeichen oder Symptome von CRS zu ĂĽberwachen. Die Patienten sind anzuweisen, sich in dieser Zeit in der Nähe eines qualifizierten Behandlungszentrums aufzuhalten und umgehend einen Arzt bzw. Ă„rztin aufzusuchen, wenn zu irgendeinem Zeitpunkt Anzeichen und Symptome von CRS auftreten. Bei den ersten Anzeichen von CRS muss gemäss den Empfehlungen in Tabelle 1 eine Behandlung mit unterstĂĽtzenden Massnahmen, Tocilizumab bzw. Tocilizumab und Kortikosteroiden eingeleitet werden.
  • -Patienten, bei denen ein CRS auftritt, sollten bis zum Abklingen der Symptome hinsichtlich Herz- und Organfunktion sorgfältig ĂĽberwacht werden. Bei schwerem oder lebensbedrohlichem CRS sollten eine kontinuierliche kardiopulmonale Ăśberwachung auf der Intensivstation und eine unterstĂĽtzende intensivmedizinische Therapie in Erwägung gezogen werden.
  • -Identifizieren Sie das CRS anhand des klinischen Erscheinungsbilds. Andere Ursachen fĂĽr Fieber, Hypoxie und Hypotonie sollten in Erwägung gezogen werden. Bei Patienten mit schwerem oder nicht auf eine Behandlung ansprechendem CRS sollte eine Untersuchung auf hämophagozytische Lymphohistiozytose/Makrophagenaktivierungssyndrom (HLH/MAS) in Betracht gezogen werden. Die Behandlung von HLH/MAS sollte gemäss den institutionellen Richtlinien erfolgen. Bei Verdacht auf CRS ist gemäss den Empfehlungen in Tabelle 1 vorzugehen. Wenn während dem CRS eine begleitende neurologische Toxizität vermutet wird, ist Folgendes zu verabreichen:
  • -·Kortikosteroide entsprechend der aggressiveren Intervention auf der Grundlage der CRS- und neurologischen Toxizitätsgrade in den Tabellen 1 und 2
  • -·Tocilizumab entsprechend dem CRS-Grad in Tabelle 1
  • -·Medikamente gegen Krampfanfälle entsprechend dem Grad der neurologischen Toxizität in Tabelle 2
  • -Tabelle 1. CRS-Einstufung und Behandlungsleitfaden
  • -CRS-Grada Tocilizumab Kortikosteroide (Informationen zum Ausschleichen der Kortikosteroide siehe unten im Anschluss der Tabelle)
  • -Grad 1 Fieber Wenn das Symptom 72 Stunden oder mehr nach der Infusion auftritt, behandeln Sie es symptomatisch –Tocilizumab wird nicht empfohlen Wenn das Symptom weniger als 72 Stunden nach der Infusion auftritt, ist die Gabe von Tocilizumab 8 mg/kg i.v. ĂĽber 1 Stunde (max. 800 mg) zu erwägen. Wenn das Symptom 72 Stunden oder mehr nach der Infusion auftritt, behandeln Sie es symptomatisch–Kortikosteroide werden nicht empfohlen. Wenn das Symptom weniger als 72 Stunden nach der Infusion auftritt, ist Dexamethason 10 mg i.v. alle 24 Stunden zu erwägen.
  • -Grad 2 Die Symptome erfordern eine moderate Intervention und sprechen darauf an. Fieber, Sauerstoffbedarf von weniger als 40 % FiO2 oder Hypotonie, die auf FlĂĽssigkeiten oder eine niedrige Dosis eines Vasopressors anspricht, oder Organtoxizität 2. Grades. Gabe von Tocilizumab 8 mg/kg i.v. ĂĽber 1 Stunde (max. 800 mg). Wenn die Symptome 72 Stunden oder mehr nach der Infusion auftreten, ist Dexamethason 10 mg i.v. alle 12 bis 24 Stunden zu erwägen. Wenn die Symptome weniger als 72 Stunden nach der Infusion auftreten, muss Dexamethason 10 mg i.v. alle 12 bis 24 Stunden verabreicht werden.
  • -Wenn eine rasche Progression der Symptome bzw. innerhalb von 24 Stunden keine Besserung eintritt, ist die Gabe von Tocilizumab zu wiederholen. Es sollten nicht mehr als 3 Tocilizumab-Behandlungen innerhalb von 24 Stunden bzw. total 4 Tocilizumab-Behandlungen ĂĽberschritten werden. Zudem ist die Dosis und Häufigkeit von Dexamethason zu erhöhen (10 bis 20 mg i.v. alle 6 bis 12 Stunden). Wenn keine Verbesserung eintritt bzw. ein rasches Voranschreiten fortsetzt, maximieren Sie Dexamethason, und wechseln Sie bei Bedarf zu hoch dosiertem Methylprednisolon 2 mg/kg. Nach 2 Tocilizumab-Behandlungen sind andere Immunsuppressiva zu erwägen.
  • -Grad 3 Die Symptome erfordern eine aggressive Intervention und sprechen darauf an. Fieber, Sauerstoffbedarf von mehr als oder gleich 40 % FiO2 oder Hypotonie, die hoch dosierte oder multiple Vasopressoren erfordern, oder Organtoxizität 3. Grades oder Transaminaseanstieg 4. Grades. Gemäss Grad 2. Gabe von Dexamethason 10 mg i.v. alle 12 Stunden.
  • -Wenn eine rasche Progression der Symptome bzw. innerhalb von 24 Stunden keine Besserung eintritt, erhöhen Sie die Anwendung von Tocilizumab und Kortikosteroiden gemäss Grad 2.
  • -Grad 4 Lebensbedrohliche Symptome. Notwendigkeit einer BeatmungsunterstĂĽtzung oder kontinuierlichen veno-venösen Hämodialyse (continuous veno-venous hemodialysis, CVVHD) oder Organtoxizität 4. Grades (ausgenommen Transaminaseanstieg). Gemäss Grad 2. Gabe von Dexamethason 20 mg i.v. alle 6 Stunden.
  • -Wenn eine rasche Progression bzw. innerhalb von 24 Stunden keine Besserung eintritt, erhöhen Sie die Anwendung von Tocilizumab und Kortikosteroiden gemäss Grad 2.
  • -
  • -a Verwendung der Lee Kriterien zur Einteilung des CRS-Grads
  • -Wenn Steroide eingesetzt werden, sind diese fĂĽr mindestens 3 Dosen oder bis zum vollständigen Abklingen der Symptome fortzusetzen. Erwägen Sie anschliessend das Ausschleichen der Steroide.
  • -Neurologische Toxizitäten
  • -Neurologische Toxizitäten, einschliesslich Immuneffektorzell-assoziiertes Neurotoxizitätssyndrom (ICANS), die schwerwiegend oder lebensbedrohlich sein können, sind nach Behandlung mit Breyanzi aufgetreten, auch gleichzeitig mit CRS, nach Abklingen des CRS und ohne CRS.
  • -Bei mit Breyanzi behandelten Patienten traten auch Krampfanfälle und Hirnödem auf.
  • -DLBCL, HGBCL, PMBCL:
  • -In klinischen Studien traten bei 24 % (133/561) der Patienten neurologische Ereignisse auf, einschliesslich neurologischer Ereignisse Grad ≥3 bei 9 % (48/561) der Patienten. Die mediane Zeit bis zum Auftreten eines ersten Ereignisses betrug 8 Tage (Bereich: 1 bis 66 Tage). Die mediane Dauer der neurologischen Toxizitäten betrug 8 Tage (Bereich: 1 bis 89 Tage).
  • -FL:
  • -In der klinischen Studie traten bei 16 % (21/130) der Patienten neurologische Ereignisse auf, einschliesslich neurologischer Ereignisse Grad 3 bei 3 % (4/130) der Patienten. Die mediane Zeit bis zum Einsetzen eines ersten Ereignisses betrug 8 Tage (Bereich: 4 bis 16 Tage). Die mediane Dauer der neurologischen Toxizitäten betrug 3 Tage (Bereich: 1 bis 17 Tage).
  • -Ăśberwachung und Management neurologischer Toxizitäten
  • -Die Patienten sind während mindestens der ersten Woche nach der Infusion täglich
  • -im qualifizierten Behandlungszentrum auf Anzeichen und Symptome von neurologischen Toxizitäten zu ĂĽberwachen. Die Patienten sind nach der Infusion mindestens 2 Wochen lang auf Anzeichen und Symptome neurologischer Toxizitäten zu ĂĽberwachen und umgehend zu behandeln. Die Patienten sind anzuweisen, sich in dieser Zeit in der Nähe eines qualifizierten Behandlungszentrums aufzuhalten und umgehend einen Arzt aufzusuchen, wenn zu irgendeinem Zeitpunkt Anzeichen und Symptome einer neurologischen Toxizität auftreten.
  • -Die Patienten sind auf Anzeichen und Symptome neurologischer Toxizitäten (z.B. Enzephalopathie, Tremor, Aphasie, Delirium, Schwindel, Kopfschmerzen) zu ĂĽberwachen (Tabelle 2). Andere Ursachen fĂĽr die neurologischen Symptome sind auszuschliessen, da diese möglicherweise andere Therapien benötigen. Bei schweren oder lebensbedrohlichen neurologischen Toxizitäten ist eine kontinuierliche kardiopulmonale Ăśberwachung zu gewährleisten und eine intensivmedizinische unterstĂĽtzende Therapie sollte in Erwägung gezogen werden. Wenn Verdacht auf eine neurologische Toxizität besteht, ist diese gemäss den Empfehlungen in Tabelle 2 zu behandeln.
  • -Bei Verdacht auf gleichzeitiges CRS während der neurologischen Toxizität ist Folgendes zu verabreichen:
  • -·Kortikosteroide entsprechend der aggressiveren Intervention auf der Grundlage der CRS- und neurologischen Toxizitätsgrade in den Tabellen 1 und 2
  • -·Tocilizumab entsprechend dem CRS-Grad in Tabelle 1
  • -·Medikamente gegen Krampfanfälle entsprechend dem Grad der neurologischen Toxizität in Tabelle 2
  • -Tabelle 2. Einstufung von neurologischen Toxizitäten (NT) und Behandlungsleitfaden
  • -NT-Grada Kortikosteroide und Antikonvulsiva
  • -Grad 1 Einleitung von nicht sedierenden Antikonvulsiva (z.B. Levetiracetam) zur Vorbeugung von Krampfanfällen. Wenn die Symptome weniger als 72 Stunden nach der Infusion auftreten, ist Dexamethason 10 mg i.v. alle 12 bis 24 Stunden fĂĽr 2 bis 3 Tage zu erwägen. Wenn die Symptome 72 Stunden oder mehr nach der Infusion auftreten, sollten die Patienten weiter beobachtet werden.
  • -Grad 2 Einleitung von nicht sedierenden Antikonvulsiva (z.B. Levetiracetam) zur Vorbeugung von Krampfanfällen. Dexamethason 10 mg i.v. alle 12 Stunden ĂĽber 2 bis 3 Tage, bei anhaltenden Symptomen auch länger. Bei einer Kortikosteroidexposition von gesamthaft ĂĽber 3 Tagen ist ein Ausschleichen zu erwägen. Wenn eine Verschlechterung der neurologischen Toxizität bzw. nach 24 Stunden keine Besserung eintritt, ist die Dosis bzw. Häufigkeit von Dexamethason bis zu einem Maximum von 20 mg i.v. alle 6 Stunden zu erhöhen. Wenn nach weiteren 24 Stunden keine Besserung eintritt, oder falls rasch fortschreitende Symptome oder lebensbedrohende Komplikationen auftreten, ist Methylprednisolon zu verabreichen (2 mg/kg Initialdosis, gefolgt von 2 mg/kg aufgeteilt auf 4-mal täglich; Ausschleichen ĂĽber 7 Tag).
  • -Grad 3 Einleitung von nicht sedierenden Antikonvulsiva (z.B. Levetiracetam) zur Vorbeugung von Krampfanfällen. Dexamethason 10 bis 20 mg i.v. alle 8 bis 12 Stunden. Kortikosteroide werden bei isolierten Kopfschmerzen vom Grad 3 nicht empfohlen. Wenn sich eine neurologische Toxizität verschlimmert oder nach 24 Stunden keine Besserung eintritt, steigen Sie auf Methylprednisolon um (Dosis und Häufigkeit gemäss Grad 2). Bei Verdacht auf ein Hirnödem ist eine Hyperventilation und eine hyperosmolare Therapie zu erwägen. Verabreichen Sie hochdosiertes Methylprednisolon (1 bis 2 g, bei Bedarf alle 24 Stunden wiederholen; ausschleichen nach klinischem Ermessen) und Cyclophosphamid 1,5 g/m2.
  • -Grad 4 Einleitung von nicht sedierenden Antikonvulsiva (z.B. Levetiracetam) zur Vorbeugung von Krampfanfällen. Dexamethason 20 mg i.v. alle 6 Stunden. Wenn sich eine neurologische Toxizität verschlimmert oder nach 24 Stunden keine Besserung eintritt, steigen Sie auf Methylprednisolon um (Dosis und Häufigkeit gemäss Grad 2). Bei Verdacht auf ein Hirnödem ist eine Hyperventilation und hyperosmolare Therapie zu erwägen. Verabreichen Sie hochdosiertes Methylprednisolon (1 bis 2 g, bei Bedarf alle 24 Stunden wiederholen; ausschleichen nach klinischem Ermessen) und Cyclophosphamid 1,5 g/m2.
  • -
  • -a Allgemeine Terminologiekriterien fĂĽr unerwĂĽnschte Ereignisse (Common Terminology Criteria for Adverse Events, CTCAE) zur Einstufung neurologischer Toxizitäten
  • -Ăśberempfindlichkeitsreaktionen
  • -Bei der Infusion von Breyanzi können allergische Reaktionen auftreten. Schwere Ăśberempfindlichkeitsreaktionen einschliesslich Anaphylaxie können auf Dimethylsulfoxid (DMSO) in Breyanzi zurĂĽckzufĂĽhren sein.
  • -Infektionen und febrile Neutropenie
  • -Breyanzi sollte nicht an Patienten mit klinisch signifikanten, aktiven systemischen Infektionen verabreicht werden. Schwere und schwerwiegende Infektionen, einschliesslich lebensbedrohlicher oder tödlich verlaufender Infektionen, sind bei Patienten nach der Infusion von Breyanzi aufgetreten (siehe «unerwĂĽnschte Wirkungen»). In klinischen Studien wurden Infektionen 3. Grades und höher sehr häufig beobachtet. Die Patienten sind auf Anzeichen und Symptome einer Infektion (einschliesslich systemische Pilzinfektionen, opportunistische bakterielle und virale Infektionen und Reaktivierung bakterieller und viraler Infektionen (z.B. HHV-6 und progressive multifokale Leukoenzephalopathie)) vor und nach der Verabreichung von Breyanzi zu ĂĽberwachen und angemessen zu behandeln. Prophylaktische antimikrobielle Substanzen sind gemäss den lokalen Richtlinien der medizinischen Institution zu verabreichen. Die Möglichkeit von opportunistischen Infektionen des zentralen Nervensystems sollte bei Patienten mit neurologischen Nebenwirkungen in Betracht gezogen werden und entsprechende diagnostische Untersuchungen sollten durchgefĂĽhrt werden.
  • -In klinischen Studien wurde bei 8 % der Patienten, die Breyanzi fĂĽr die Behandlung von DLBCL, HGBCL oder PMBCL erhielten und bei 5 % der Patienten, die Breyanzi fĂĽr die Behandlung von FL erhielten eine febrile Neutropenie beobachtet, die mit CRS einhergehen kann. Bei febriler Neutropenie muss der Patient auf eine Infektion hin beurteilt und medizinisch angezeigte unterstĂĽtzende Therapien, einschliesslich Breitbandantibiotika und FlĂĽssigkeiten, sollen eingeleitet werden.
  • -Virusreaktivierung
  • -Eine Reaktivierung des Hepatitis-B-Virus (HBV), die in manchen Fällen zu fulminanter Hepatitis, Leberversagen und Tod fĂĽhrt, kann bei Patienten auftreten, die mit gegen B-Zellen gerichteten Arzneimitteln behandelt werden.
  • -Patienten mit aktiver HBV-, HCV (Hepatitis-C-Virus)- oder HIV-Infektion wurden von klinischen Studien mit Breyanzi ausgeschlossen. Es gab einen Bericht ĂĽber eine HBV-Reaktivierung bei einem Patienten mit inaktiver chronischer HBV-Infektion, der mit Breyanzi behandelt wurde. Es gab keine Berichte ĂĽber eine HCV-Reaktivierung in Patienten mit einer frĂĽheren HCV-Infektion. 24 der 27 Patienten in den klinischen Studien mit einer HBV-Vorgeschichte wurden mit einer begleitenden antiviralen suppressiven Therapie behandelt, um eine HBV-Reaktivierung während und nach einer Therapie mit Breyanzi zu verhindern.
  • -Das Screening auf HBV, HCV und HIV sollte in Ăśbereinstimmung mit den klinischen Leitlinien vor der Entnahme von Zellen fĂĽr die Herstellung durchgefĂĽhrt werden.
  • -Länger anhaltende Zytopenien
  • -Patienten können nach einer Behandlung mit einer lymphodepletierenden Chemotherapie und Breyanzi ĂĽber mehrere Wochen andauernde Zytopenien (Thrombozytopenie, Neutropenie, Anämie) entwickeln, einschliesslich Zytopenien 3. Grades und höher. In klinischen Studien wurden Zytopenien 3. Grades und höher sehr häufig beobachtet (siehe «UnerwĂĽnschte Wirkungen»).
  • -Ăśberwachen Sie das vollständige Blutbild vor und nach der Verabreichung von Breyanzi.
  • -Hypogammaglobulinämie
  • -B-Zell-Aplasie und Hypogammaglobulinämie traten bei Patienten in klinischen Studien mit Breyanzi auf (siehe Abschnitt «UnerwĂĽnschte Wirkungen»). Die Immunglobulinspiegel sind nach der Behandlung mit Breyanzi zu ĂĽberwachen. Gegebenenfalls sind präventive Massnahmen gegenĂĽber Infektionen, Antibiotika-Prophylaxe und/oder Immunglobulin-Ersatz angezeigt.
  • -Sekundäre Malignome
  • -Patienten, die mit Breyanzi behandelt werden, können sekundäre Malignome oder ein Rezidiv eines vorgängig behandelten Malignoms entwickeln. Die Patienten sollten lebenslang auf sekundäre Malignome ĂĽberwacht werden. Falls ein sekundäres Malignom auftritt, kontaktieren Sie die Zulassungsinhaberin fĂĽr die Berichterstattung und Anweisungserteilung.
  • -Lymphome des zentralen Nervensystems
  • -Es liegen keine Erfahrungen zur Anwendung von Breyanzi bei Patienten mit primärem ZNS-Lymphom vor. FĂĽr das sekundäre ZNS-Lymphom siehe Abschnitt «Klinische Wirksamkeit».
  • -Lymphome am Herzen
  • -Es liegen keine klinischen Erfahrungen mit der Anwendung von Breyanzi bei Patienten mit Lymphombefall des Herzens vor.
  • -CD19 negatives DLBCL
  • -Es liegen keine Daten zur Wirksamkeit und Sicherheit von Breyanzi bei Patienten mit CD19-negativem DLCBL vor, siehe «Eigenschaften/Wirkungen».
  • -Tumorlysesyndrom (TLS)
  • -Bei Patienten, die mit CAR-T-Zelltherapien behandelt werden, kann TLS auftreten. Um das TLS-Risiko zu minimieren, sollten Patienten mit erhöhten Harnsäurewerten oder einer hohen Tumorlast vor der Breyanzi-Infusion Allopurinol oder eine alternative Prophylaxe erhalten. Anzeichen und Symptome von TLS sollten gemäss den klinischen Richtlinien ĂĽberwacht und behandelt werden.
  • -Lebendimpfstoffe
  • -Die Sicherheit der Immunisierung mittels viralen Lebendimpfstoffen während und nach der Behandlung mit Breyanzi wurde nicht untersucht. Eine Impfung mit viralen Lebendimpfstoffen wird fĂĽr mindestens 6 Wochen vor Beginn der lymphodepletierenden Chemotherapie, während der Behandlung mit Breyanzi und bis zur Wiederherstellung des Immunsystems nach der Behandlung mit Breyanzi nicht empfohlen.
  • -HIV-Diagnostik
  • -HIV und das Lentivirus, das zur Herstellung von Breyanzi verwendet wird, haben einen begrenzten, kurzen Bereich identischen genetischen Materials (RNA). Daher können einige kommerzielle HIV-Nukleinsäuretests bei Patienten, die Breyanzi erhalten haben, falsch-positive Ergebnisse liefern.
  • -Spende von Blut, Organen, Gewebe und Zellen
  • -Patienten, die mit Breyanzi behandelt werden, dĂĽrfen kein Blut, keine Organe, Gewebe und Zellen fĂĽr Transplantationen spenden.
  • -Hilfsstoffe
  • -Dieses Arzneimittel enthält bis zu 100 mg Natrium pro Dosis, was 5,0 % der von der WHO empfohlenen maximalen Tagesdosis von 2 g Natrium fĂĽr einen Erwachsenen entspricht.
  • -Dieses Arzneimittel enthält bis zu 52 mg Kalium pro Dosis. Dies ist bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion und Patienten mit einer kontrollierten kaliumarmen Ernährung zu berĂĽcksichtigen.
  • -Interaktionen
  • -Es wurden keine Interaktionsstudien durchgefĂĽhrt.
  • -Monoklonale Antikörper (mABs) gegen den epidermalen Wachstumsfaktor-Rezeptor (Anti-EGFR-mAB)
  • -Es besteht das theoretische Risiko, dass anti-EGFR-mABs (z.B. Cetuximab, Panitumumab) die Anzahl der Breyanzi-Zellen reduzieren könnten, da ein verkĂĽrzter EGFR auf den CAR-T-Zellen exprimiert wird und somit den Nutzen von Breyanzi reduzieren kann. Verschreibende Ă„rzte bzw. Ă„rztinnen sollten vor einer Therapie mit Anti-EGFR-mABs sorgfältig Nutzen und Risiko abwägen.
  • -Schwangerschaft, Stillzeit
  • -Frauen im gebärfähigen Alter
  • -Der Schwangerschaftsstatus von Frauen im gebärfähigen Alter sollte vor Beginn der Behandlung mit Breyanzi mittels Schwangerschaftstest ĂĽberprĂĽft werden.
  • -Eine sichere VerhĂĽtungsmethode soll durch die Patientinnen vor Beginn einer lymphodepletierenden Chemotherapie sowie unter der Therapie mit Breyanzi angewendet werden. Weitere diesbezĂĽgliche Empfehlungen betreffend Fludarabin und Cyclophosphamid sind den jeweiligen Fachinformationen zu entnehmen.
  • -Es liegen nicht genĂĽgend Expositionsdaten vor, um eine spezifische Empfehlung hinsichtlich der Dauer der VerhĂĽtung nach der Behandlung mit Breyanzi anzugeben. Möglicherweise können die transferierten CAR-T-Zellen ĂĽber Monate oder länger im Körper persistieren.
  • -Schwangerschaft
  • -Es liegen keine Daten zur Anwendung von Breyanzi bei Schwangeren vor. Es wurden keine tierexperimentellen Studien zur Reproduktions- und Entwicklungstoxizität mit Breyanzi durchgefĂĽhrt, um zu beurteilen, ob Breyanzi bei Verabreichung an eine schwangere Frau zu einer Schädigung des Fötus fĂĽhren kann.
  • -Es ist nicht bekannt, ob Breyanzi das Potenzial hat, auf den Fötus ĂĽbertragen zu werden. Basierend auf dem Wirkmechanismus können die transduzierten Zellen, falls sie die Plazentaschranke ĂĽberschreiten, fetale Toxizität verursachen, darunter B-Zell-Lymphozytopenie.
  • -FĂĽr schwangere Frauen oder fĂĽr Frauen im gebärfähigen Alter, welche nicht verhĂĽten, wird daher Breyanzi nicht empfohlen. Schwangere Frauen sollten ĂĽber die möglichen Risiken fĂĽr den Fötus aufgeklärt werden. Eine Schwangerschaft nach einer Breyanzi-Therapie sollte mit dem behandelnden Arzt besprochen werden.
  • -Eine Untersuchung der Immunglobulinspiegel und B-Zellen bei Neugeborenen von MĂĽttern, die mit Breyanzi behandelt wurden, sollte in Erwägung gezogen werden.
  • -Stillzeit
  • -Es ist nicht bekannt, ob die Breyanzi-Zellen in die Muttermilch ĂĽbergehen oder an das gestillte Kind ĂĽbertragen werden. Frauen, die stillen, sollten ĂĽber das potenzielle Risiko fĂĽr das gestillte Kind aufgeklärt werden.
  • -Fertilität
  • -Es liegen keine Daten ĂĽber eine Beeinflussung der Fertilität durch Breyanzi vor.
  • -Wirkung auf die FahrtĂĽchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen
  • -Aufgrund der Möglichkeit neurologischer Ereignisse, einschliesslich eines veränderten geistigen Zustands oder Krampfanfällen, sollten Patienten, die Breyanzi erhalten, nach der Verabreichung von Breyanzi mindestens 2 Wochen lang weder Auto fahren noch schwere oder potenziell gefährliche Maschinen bedienen.
  • -UnerwĂĽnschte Wirkungen
  • -DLBCL, PMBCL, HGBCL:
  • -Die in diesem Abschnitt beschriebenen Nebenwirkungen basieren auf den gepoolten Daten von 6 klinischen Studien, in welchen 561 erwachsene Patienten mit rezidiviertem oder refraktärem grosszelligem B-Zell-Lymphom Breyanzi erhielten.
  • -Die häufigsten unerwĂĽnschten Wirkungen jeglichen Grades waren Neutropenie (69 %), Anämie (45 %), CRS (41 %), Thrombozytopenie (39 %) und MĂĽdigkeit (34 %).
  • -Die häufigsten schwerwiegenden unerwĂĽnschten Wirkungen waren CRS (16 %), Enzephalopathie (9 %), Infektion mit einem unbestimmten Pathogen (5 %), Pyrexie (4 %), Neutropenie (3 %), bakterielle Infektionskrankheiten (3 %), Thrombozytopenie (3 %), febrile Neutropenie (3 %), Aphasie (3 %), Tremor (3 %), Hypotonie (2 %) und Anämie (2 %).
  • -Die häufigsten unerwĂĽnschten Wirkungen des Grades 3 oder höher umfassten Neutropenie (65 %), Anämie (33 %), Thrombozytopenie (30 %), Leukopenie (22 %), Lymphopenie (11 %) und Infektion mit einem unbestimmten Pathogen (7 %). 3 % (14/561) der Patienten hatten eine unerwĂĽnschte Wirkung mit tödlichem Ausgang.
  • -FL:
  • -Die in diesem Abschnitt beschriebenen Nebenwirkungen basieren auf den Daten von 130 erwachsenen Patienten mit rezidiviertem oder refraktärem follikulärem Lymphom, die Breyanzi in der Studie TRANSCEND-FL erhielten.
  • -Die häufigsten unerwĂĽnschten Wirkungen jeglichen Grades waren Neutropenie (68 %), CRS (58 %), Anämie (40 %), Kopfschmerzen (29 %), Thrombozytopenie (29 %) und Obstipation (21 %).
  • -Die häufigsten schwerwiegenden unerwĂĽnschten Wirkungen waren CRS (9 %), Aphasie (4 %), febrile Neutropenie (3 %), Pyrexie (2 %) und Tremor (2 %).
  • -Die häufigsten unerwĂĽnschten Wirkungen des Grades 3 oder höher umfassten Neutropenie (61 %), Leukopenie (12 %), Lymphopenie (12 %), Thrombozytopenie (12 %) und Anämie (10 %). 0.8 % (1/130) der Patienten hatten eine unerwĂĽnschte Wirkung mit tödlichem Ausgang.
  • -Tabellarische Auflistung von Nebenwirkungen aus klinischen Studien
  • -Die in diesem Abschnitt beschriebenen Nebenwirkungen basieren auf den gepoolten Daten von 7 klinischen Studien, in welchen 691 erwachsene Patienten mit rezidiviertem oder refraktärem grosszelligem B-Zell-Lymphom oder r/r follikulärem Lymphom eine Dosis im Dosisbereich von 44-120 x 106 CAR-positiven lebensfähigen T-Zellen erhielten.
  • -Das mediane Alter der Patienten im gepoolten Datensatz betrug 64 Jahre (Bereich: 18 bis 86); 48 % waren 65 Jahre oder älter und 63 % waren Männer. Der ECOG-Performance-Status beim Screening war bei 46 % der Patienten 0, bei 50 % 1 und bei 4 % 2. Der Median der Nachbeobachtungszeit betrug 16,9 Monate (Bereich: 0,2 bis 45,2 Monate).
  • -Die unerwĂĽnschten Wirkungen sind im Folgenden nach MedDRA-Systemorganklasse aufgelistet. Innerhalb jeder Systemorganklasse werden die unerwĂĽnschten Wirkungen nach Häufigkeit (%) und Häufigkeitskategorie unter Verwendung der folgenden Konvention geordnet: sehr häufig (≥1/10); häufig (≥1/100 bis < 1/10) gelegentlich (≥1/1000 bis < 1/100), selten (≥1/10 000 bis < 1/1000), sehr selten (< 1/10 000) und nicht bekannt (anhand der verfĂĽgbaren Daten nicht abschätzbar). Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe werden die unerwĂĽnschten Wirkungen nach abnehmender Häufigkeit dargestellt.
  • -Infektionen und parasitäre Erkrankungena
  • -Sehr häufig: Infektionen mit unbestimmten Pathogen (17,2 %)
  • -Häufig: Bakterielle Infektionskrankheiten, Virale Infektionskrankheiten, Pilzinfektionen
  • -Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
  • -Sehr häufig: Neutropenie (68,6 %), Anämie (43,8 %), Thrombozytopenie (36,8 %), Leukopenie (22,3 %), Lymphopenie (12,7 %)
  • -Häufig: Febrile Neutropenie, Hypofibrinogenämie
  • -Gelegentlich: Panzytopenie
  • -Erkrankungen des Immunsystems
  • -Sehr häufig: Zytokinfreisetzungssyndrom (CRS) (43,7 %)
  • -Häufig: Hypogammaglobulinämie
  • -Gelegentlich: Hämophagozytische Lymphohistiozytose (HLH)
  • -Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
  • -Häufig: Hypophosphatämie
  • -Gelegentlich: Tumorlysesyndrom (TLS)
  • -Psychiatrische Erkrankungen
  • -Sehr häufig: Schlaflosigkeit (10,4 %)
  • -Häufig: Angstc, Deliriumb
  • -Erkrankungen des Nervensystems
  • -Sehr häufig: Kopfschmerzend (26,0 %), Enzephalopathiee (19,0 %), Schwindelf (15,8 %), Tremorg (13,7 %)
  • -Häufig: Aphasieh, periphere Neuropathiei, Sehstörungenj, Ataxie, Geschmacksstörung, Kleinhirnsyndromk
  • -Gelegentlich: Zerebrovaskuläre Erkrankungl, Krampfanfallm, Paresen, Hirnödem
  • -Herzerkrankungen
  • -Sehr häufig: Tachykardie (12,6 %)
  • -Häufig: Arrhythmieo
  • -Gelegentlich: Kardiomyopathie
  • -Gefässerkrankungen
  • -Sehr häufig: Hypotoniep (17,2 %)
  • -Häufig: Thromboseq, Hypertonie
  • -Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
  • -Sehr häufig: Husten (14,6 %)
  • -Häufig: Dyspnoer, Pleuraerguss, Hypoxie
  • -Gelegentlich: Lungenödem
  • -Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
  • -Sehr häufig: Ăśbelkeit (23,0 %), Diarrhö (20,0 %), Obstipation (20,0 %), Bauchschmerzen (12,6 %), Erbrechen (11,7 %)
  • -Häufig: Gastrointestinale Blutungen
  • -Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
  • -Sehr häufig: Hautausschlag (10,4 %)
  • -Erkrankungen der Nieren und Harnwege
  • -Häufig: Akute Nierenschädigungs
  • -Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
  • -Sehr häufig: MĂĽdigkeit (30,4 %), Pyrexie (19,7 %), Ă–demt (13,2 %)
  • -Häufig: SchĂĽttelfrost
  • -Verletzung, Vergiftung und durch Eingriffe bedingte Komplikationen
  • -Häufig: Infusionsbedingte Reaktionen
  • -a Infektionen und parasitäre Erkrankungen werden gemäss ĂĽbergeordnetem Gruppenbegriff von MedDRA zusammengefasst.
  • -b Delirium umfasst Agitiertheit, Delirium, Wahnvorstellungen, Orientierungslosigkeit, Halluzination, «visuelle Halluzinationen», Reizbarkeit, Ruhelosigkeit.
  • -c Angstzustände umfassen Angstzustände und Panikattacken.
  • -d Kopfschmerzen umfassen Kopfschmerzen, Migräne, Migräne mit Aura, Nebenhöhlenkopfschmerzen.
  • -e Enzephalopathie umfasst Amnesie, kognitive Erkrankung, Verwirrtheitszustand, Depersonalisation/Derealisierung, depressive Bewusstseinsstörung, Aufmerksamkeitsstörung, Enzephalopathie, flacher Affekt, Lethargie, Leukoenzephalopathie, Bewusstseinsverlust, Gedächtnisstörung, geistige Beeinträchtigung, Veränderungen des geistigen Zustands, Paranoia, Somnolenz, Stupor.
  • -f Schwindel umfasst Schwindel, Schwindel orthostatisch, Präsynkope, Synkope.
  • -g Tremor umfasst essenziellen Tremor, Intentionstremor, Ruhetremor und Tremor.
  • -h Aphasie umfasst Aphasie, unorganisierte Sprache, Dysarthrie, Dysphonie, verlangsamtes Sprechen, Sprechstörung.
  • -i Periphere Neuropathie umfasst Karpaltunnelsyndrom, demyelinisierende Polyneuropathie, Hyperästhesie, Hypästhesie, Hyporeflexie, periphere Neuropathie, Parästhesie, periphere motorische Neuropathie, periphere sensorische Neuropathie, peroneale Nervenparese, sensorischer Verlust.
  • -j Sehstörungen umfassen Blindheit, unilaterale Blindheit, Blickstarre, Mydriasis, Nystagmus, verschwommenes Sehen, Gesichtsfeldausfälle, Sehstörungen.
  • -k Das zerebellare Syndrom umfasst Erkrankungen des Gleichgewichts, Dysdiadochokinese, Dyskinesie, Dysmetrie, beeinträchtigte Hand-Augen-Koordination.
  • -l Zerebrovaskuläre Ereignisse umfassen zerebralen Infarkt, zerebrale Sinusvenenthrombose, embolischer Zerebralinfarkt, intrakranielle Blutung, transitorische ischämische Attacke.
  • -m Krampfanfälle umfassen Krampfanfälle und Status epilepticus.
  • -n Parese umfasst Gesichtslähmung, Gesichtsparese und Stimmbandlähmung.
  • -o Arrhythmie umfasst Arrhythmie, Vorhofflimmern, vollständiger Atrioventrikularblock, Atrioventrikularblock zweiten Grades, Extrasystolen, supraventrikuläre Tachykardie, ventrikuläre Extrasystolen, ventrikuläre Tachykardie.
  • -p Hypotonie umfasst orthostatische Hypotonie und Hypotonie.
  • -q Thrombose umfasst tiefe Venenthrombose, Embolie, venöse Embolie, Lungenembolie, Thrombose, Venenthrombose, Venenthrombose der Extremitäten, Hohlvenenthrombose.
  • -r Dyspnoe umfasst akute respiratorische Insuffizienz, Dyspnoe, Belastungsdyspnoe, Atemversagen.
  • -s Akute Nierenschäden umfassen akute Nierenschäden, erhöhtes Kreatinin im Blut, Nierenversagen, Nierenschädigung.
  • -t Ă–deme umfassen Gesichtsödem, Ă–dem, Ă–deme im Genitalbereich, periphere Ă–deme, generalisierte Ă–deme, lokalisiertes Ă–dem, Hodensacködem, periphere Schwellung, Schwellung, schwellendes Gesicht.
  • -Beschreibung ausgewählter unerwĂĽnschter Wirkungen
  • -Zytokinfreisetzungssyndrom (CRS)
  • -DLBCL, HGBCL, PMBCL:
  • -CRS trat bei 41 % der Patienten auf, von denen 2 % ein CRS des Grades 3 oder 4 hatten. Es gab keine tödlichen Ereignisse. Bei den Patienten, die nach dem Erhalt von Breyanzi verstorben sind, bestand bei 4 Patienten anhaltendes CRS zum Zeitpunkt des Todes. Die mediane Zeit bis zum Auftreten betrug 4 Tage (Bereich: 1 bis 63 Tage, mit dem oberen Grenzwert basierend auf einem Patienten, fĂĽr den ein Auftreten von CRS ohne Fieber gemeldet wurde) und die mediane Dauer betrug 5 Tage (Bereich: 1 bis 17 Tage).
  • -Die häufigsten Manifestationen von CRS umfassten Pyrexie (40 %), Hypotonie (16 %), Tachykardie (10 %), SchĂĽttelfrost (7 %) und Hypoxie (7 %). 116 von 561 (21 %) Patienten erhielten nach der Infusion von Breyanzi Tocilizumab und/oder ein Kortikosteroid gegen CRS. 55 (10 %) Patienten erhielten nur Tocilizumab, 53 (9 %) erhielten Tocilizumab und ein Kortikosteroid und 8 (1 %) erhielten nur Kortikosteroide.
  • -FL:
  • -CRS trat bei 58 % der Patienten auf, von denen 0,8 % ein CRS des Grades 3 hatten. Es gab keine tödlichen Ereignisse. Die mediane Zeit bis zum Auftreten betrug 6 Tage (Bereich: 1 bis 17 Tage) und die mediane Dauer betrug 3 Tage (Bereich: 1 bis 10 Tage).
  • -Die häufigsten Manifestationen von CRS umfassten Pyrexie (57 %), Hypotonie (14 %), SchĂĽttelfrost (4 %), Hypoxie (2 %) und Tachykardie (0,8 %). 33 von 130 (25 %) Patienten erhielten nach der Infusion von Breyanzi Tocilizumab und/oder ein Kortikosteroid gegen CRS. 18 (14 %) Patienten erhielten nur Tocilizumab, 15 (12 %) erhielten Tocilizumab und ein Kortikosteroid und keine Patienten erhielten nur Kortikosteroide.
  • -Siehe Abschnitt «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen» zur Ăśberwachung und Handhabung.
  • -Neurologische Nebenwirkungen
  • -DLBCL, HGBCL, PMBCL:
  • -Von den PrĂĽfärzten festgestellte CAR-T assoziierte neurologische Toxizitäten traten bei 24 % der Patienten auf, die Breyanzi erhielten, einschliesslich ≥ Grad 3 bei 9 % der Patienten. Es gab keine tödlichen Ereignisse. Die mediane Zeit bis zum Einsetzen des ersten Ereignisses betrug 8 Tage (Bereich: 1 bis 66 Tage); 83 % aller neurologischen Toxizitäten traten innerhalb 2 Wochen nach der Breyanzi-Infusion auf. Die mediane Dauer der neurologischen Toxizitäten betrug 8 Tage (Bereich: 1 bis 89 Tage).
  • -Die häufigsten neurologischen Toxizitäten umfassten Enzephalopathie (16 %), Tremor (7 %), Aphasie (7 %), Delirium (5 %) und Schwindel (3 %). Bei mit Breyanzi behandelten Patienten traten auch Krampfanfälle (1 %) und Hirnödem (0,2 %) auf.
  • -FL:
  • -Von den PrĂĽfärzten festgestellte CAR-T assoziierte neurologische Toxizitäten traten bei 16 % der Patienten auf, die Breyanzi erhielten, einschliesslich Grad 3 bei 3 % der Patienten. Es gab keine tödlichen Ereignisse. Die mediane Zeit bis zum Einsetzen des ersten Ereignisses betrug 8 Tage (Bereich: 4 bis 16 Tage); 95 % aller neurologischen Toxizitäten traten innerhalb 2 Wochen nach der Breyanzi-Infusion auf. Die mediane Dauer der neurologischen Toxizitäten betrug 3 Tage (Bereich: 1 bis 17 Tage).
  • -Die häufigsten neurologischen Toxizitäten umfassten Tremor (8 %), Aphasie (8 %), Enzephalopathie (5 %), Delirium (4 %) und Kopfschmerzen (2 %).
  • -Siehe Abschnitt «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen» zur Ăśberwachung und Handhabung.
  • -Das Immuneffektorzell-assoziierte Neurotoxizitätssyndrom (ICANS) wurde als unerwĂĽnschte Wirkung während der Anwendung von Breyanzi nach MarkteinfĂĽhrung identifiziert. Da es sich um Meldungen aus einer Population unbekannter Grösse handelt, kann keine Schätzung der Häufigkeit vorgenommen werden.
  • -Febrile Neutropenie und Infektionen
  • -Febrile Neutropenie wurde bei 8 % der Patienten, die Breyanzi fĂĽr die Behandlung von DLBCL, HGBCL oder PMBCL erhielten und bei 5 % der Patienten, die Breyanzi fĂĽr die Behandlung von FL erhielten beobachtet.
  • -DLBCL, HGBCL, PMBCL:
  • -Infektionen (aller Grade) traten bei 34 % der Patienten auf. Grad 3 Infektionen oder höher traten bei 11 % der Patienten auf. Infektionen des Grades 3 oder höher mit einem unspezifizierten Pathogen traten bei 7 % der Patienten auf, bei 4 % der Patienten traten bakterielle Infektionen auf und bei jeweils 1 % der Patienten traten virale und Pilzinfektionen auf.
  • -FL:
  • -Infektionen (aller Grade) traten bei 20 % der Patienten auf. Grad 3 Infektionen traten bei 5 % der Patienten auf. Infektionen des Grades 3 mit einem unspezifizierten Pathogen traten bei 4 % der Patienten auf, bei 2 % der Patienten traten bakterielle Infektionen auf, bei 1 % der Patienten traten virale Infektionen auf und Pilzinfektionen traten bei keinem der Patienten auf.
  • -Siehe Abschnitt «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen» zur Ăśberwachung und Handhabung.
  • -Länger anhaltende Zytopenien
  • -DLBCL, HGBCL, PMBCL:
  • -Zytopenien vom Grad 3 oder höher, die an Tag 29 (oder an Tag 35 bei Patienten in TRANSFORM) nach der Breyanzi-Verabreichung vorlagen, traten bei 37 % der Patienten auf und umfassten Thrombozytopenie (30 %), Neutropenie (23 %) und Anämie (8 %). Die mediane Zeit (min, max) bis zum Abklingen (Erholung der Zytopenie auf Grad 2 oder weniger) betrug fĂĽr Thrombozytopenie 32 Tage (2, 329), fĂĽr Neutropenie 30 Tage (3, 339) und fĂĽr Anämie 21 Tage (3, 78).
  • -FL:
  • -Zytopenien vom Grad 3 oder höher, die an Tag 29 nach der Breyanzi-Verabreichung vorlagen, traten bei 22 % der Patienten auf und umfassten Thrombozytopenie (15 %), Neutropenie (15 %) und Anämie (5 %). Die mediane Zeit (min, max) bis zum Abklingen (Erholung der Zytopenie auf Grad 2 oder weniger) betrug fĂĽr Thrombozytopenie 36 Tage (16, 694), fĂĽr Neutropenie 30 Tage (5, 110) und fĂĽr Anämie 36 Tage (8, 64).
  • -Siehe Abschnitt «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen» zur Ăśberwachung und Handhabung.
  • -Hypogammaglobulinämie
  • -Hypogammaglobulinämie trat bei 11 % der Patienten auf, die Breyanzi fĂĽr die Behandlung von DLBCL, HGBCL oder PMBCL erhielten, und bei 2 % der Patienten, die Breyanzi fĂĽr die Behandlung von FL erhielten. Siehe Abschnitt «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen» zur Ăśberwachung und Handhabung.
  • -Immunogenität
  • -Die Immunogenität von Breyanzi wurde mittels eines Tests zum Nachweis von Antikörpern gegen die CD19-Bindungsdomäne untersucht.
  • -Bei Patienten mit r/r DLBCL, r/r HGBCL oder r/r PMBCL nach einer Erstlinien-Chemoimmunotherapie wurden bei 0,6 % der Patienten vorbestehende antitherapeutische Antikörper (ATAs) und bei 19 % der Patienten behandlungsinduzierte ATAs nachgewiesen.
  • -Bei Patienten mit r/r DLBCL, r/r HGBCL oder r/r PMBCL nach zwei oder mehr systemischen Therapielinien wurden vorbestehende ATAs bei 9 % der Patienten nachgewiesen. Bei 15 % der Patienten wurden entweder behandlungsinduzierte oder behandlungsverstärkte ATAs festgestellt.
  • -Bei Patienten mit r/r FL wurden bei 2 % der Patienten vorbestehende ATAs und bei 27 % der Patienten entweder behandlungsinduzierte oder behandlungsverstärkte ATAs nachgewiesen.
  • -Aufgrund der geringen Anzahl von Studienteilnehmern, die vorbestehende, behandlungsinduzierte oder behandlungsverstärkte ATA hatten, waren die Beziehungen zwischen dem ATA-Status und der Wirksamkeit, Sicherheit oder Pharmakokinetik nicht schlĂĽssig.
  • -Ă„ltere Patienten
  • -Es wurden keine klinisch bedeutsamen Unterschiede in der Sicherheit von Breyanzi zwischen älteren und jĂĽngeren Patienten beobachtet.
  • -Pädiatrische Population
  • -Die Sicherheit und Wirksamkeit von Lisocabtagen Maraleucel bei pädiatrischen Patienten (< 18 Jahre und Gewicht ≥6 kg) mit r/r akuter B-Zell-lymphoblastischer Leukämie (B-ALL) wurde in der Dosis-Eskalationsphase der klinischen Studie TRANSCEND PEDALL (BCM-004) untersucht. Insgesamt 14 Patienten erhielten Lisocabtagen Maraleucel in Dosen von 0,05 – 0,50 x 106 CAR-positiven T-Zellen/kg Körpergewicht.
  • -Die häufigsten unerwĂĽnschten Wirkungen jeglichen Grades waren Anämie (79 %), CRS (64 %), Thrombozytopenie (57 %), Leukopenie (43 %) und Neutropenie (43 %). Bei zwölf (86 %) Patienten trat mindestens eine unerwĂĽnschte Wirkung des Grades 3/4 auf. Bei neun (64 %) Patienten trat mindestens eine schwerwiegende unerwĂĽnschte Wirkung auf. Bei vier (27 %) Patienten traten von den PrĂĽfärzten festgestellte CAR-T assoziierte neurologische Toxizitäten auf, darunter bei zwei Patienten ein Hirnödem 4. Grades.
  • -Aufgrund der Daten aus TRANSCEND PEDALL konnte keine sichere und wirksame Dosis ermittelt werden konnte.
  • -Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
  • -Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grosser Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Ăśberwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdacht einer neuen oder schwerwiegenden Nebenwirkung ĂĽber das Online-Portal ElViS (Electronic Vigilance System) anzuzeigen. Informationen dazu finden Sie unter www.swissmedic.ch.
  • -Ăśberdosierung
  • -Es liegen keine Daten aus klinischen Studien zur Ăśberdosierung von Breyanzi vor.
  • -Eigenschaften/Wirkungen
  • -ATC-Code
  • -L01XL08
  • -Wirkungsmechanismus
  • -Breyanzi ist eine CD19-gerichtete, genetisch modifizierte, autologe, zelluläre Immuntherapie, welche in Form einer definierten Zusammensetzung aus CD8+ und CD4+ T-Zellen verabreicht wird. Die CAR-Bindung an CD19, das auf der Zelloberfläche der Tumor- und normalen B-Zellen exprimiert wird, induziert die Aktivierung und Proliferation von CAR-T-Zellen, die Freisetzung von entzĂĽndungsfördernden Zytokinen und die zytotoxische Abtötung der Zielzellen. Der CAR besteht aus einem vom FMC63 monoklonalen Antikörper abgeleiteten einkettigen variablen Fragment (scFv), einer IgG4 Hinge-Region, einer CD28-Transmembrandomäne, einer 4-1BB (CD137)-kostimulatorischen Domäne und einer CD3-Zeta-Aktivierungsdomäne. Die CD3-Zeta-vermittelte intrazelluläre Signalkaskade ist fĂĽr die Einleitung der T-Zell-Aktivierung und Antitumoraktivität entscheidend, während die Co-Stimulation via 4-1BB (CD137) die Zellexpansion und -persistenz der CAR-T Zellen verstärkt.
  • -Pharmakodynamik
  • -Nach der Breyanzi-Infusion wurden die pharmakodynamischen Reaktionen ĂĽber einen Zeitraum von vier Wochen durch Messung der vorĂĽbergehenden Erhöhung löslicher Biomarker wie Zytokine, Chemokine und anderer MolekĂĽle bewertet. Analysiert wurden die Konzentrationen von Zytokinen und Chemokinen wie Interleukin (IL) IL-6, IL-15, Tumornekrosefaktor-alpha (TNF-α), Interferon-gamma (IFN-Îł) und Makrophagen-EntzĂĽndungsprotein-1beta (MIP-1β). Ein maximaler Anstieg der löslichen Biomarker wurde innerhalb der ersten 14 Tage nach der Breyanzi-Infusion beobachtet und ging innerhalb von 28 Tagen auf die Ausgangswerte zurĂĽck.
  • -Die B-Zell-Aplasie, definiert als Zustand, in welchem weniger als 3 % der peripheren Lymphozyten im Blut aus CD19+ B-Zellen bestehen, ist eine zielgerichtete Wirkung von Breyanzi. Bei 56 % der Patienten in TRANSFORM, bei 73 % der Patienten in TRANSCEND und bei 65 % der Patienten mit r/r FL nach zwei oder mehr systemischen Therapielinien in TRANSCEND-FL wurde ein Jahr nach der Breyanzi-Infusion eine B-Zell-Aplasie beobachtet.
  • -Klinische Wirksamkeit
  • -TRANSFORM
  • -Die Wirksamkeit und Sicherheit von Breyanzi wurde in einer randomisierten, kontrollierten, offenen, multizentrischen Phase 3 Studie, TRANSFORM (BCM-003), bei erwachsenen Patienten mit grosszelligem Non-Hodgkin-Lymphom, die primär refraktär gegenĂĽber der Erstlinientherapie waren oder innerhalb von 12 Monaten nach der Ersttherapie einen RĂĽckfall erlitten und fĂĽr eine HSCT in Frage kamen, mit der Standardtherapie (SOC) verglichen. Die SOC bestand aus einer Salvage-Chemoimmuntherapie, gefolgt von einer Hochdosis-Chemotherapie (HDCT) und einer autologen HSCT. FĂĽr die Studie qualifizierten Patienten mit diffusem grosszelligem B-Zell-Lymphom (DLBCL), (nicht anderweitig spezifiziert (NOS), de novo oder transformiertem indolentem NHL), hochmalignem B-Zell-Lymphom mit DLBCL-Histologie und MYC und BCL2- und/oder BCL6-Rearrangements (Double/Triple Hit Lymphoma [DHL/THL]), primärem mediastinalen B-Zell-Lymphom (PMBCL), T-Zell/Histiozyten-reichem B-Zell-Lymphom (THRBCL) oder follikulärem Lymphom Grad 3B (FL3B). Die Studie schloss Patienten mit einem ECOG-Leistungsstatus ≤1, sowie sekundärer ZNS-Lymphom-Beteiligung ein. Die Ein- und Ausschlusskriterien wurden so gewählt, dass eine ausreichende Organfunktion und ein mit einer HSCT kompatibles Blutbild gewährleistet waren. Ausschlusskriterien waren eine Kreatinin-Clearance von weniger als 45 ml/min, eine Alanin-Aminotransferase (ALT) > 5 mal die obere Grenze des Normalwerts (ULN), eine linksventrikuläre Ejektionsfraktion (LVEF) < 40 %, sowie eine absolute Neutrophilenzahl (ANC) < 1,0 x 109 Zellen/L und einer Thrombozytenzahl < 50 x 109 Zellen/L. Ebenso ausgeschlossen waren Patienten mit einem klinisch signifikanten kardiovaskulären Ereignis in den letzten 6 Monaten vor der Studie, sowie Patienten mit aktiver Hepatitis B oder C und HIV-positive Patienten.
  • -Die Patienten wurden im Verhältnis 1:1 randomisiert und erhielten entweder Breyanzi oder SOC. Die Randomisierung erfolgte stratifiziert nach dem Ansprechen auf die Erstlinientherapie und dem sekundären altersbereinigten internationalen Prognoseindex (sAAIPI) (0/1 versus 2/3). Die Patienten im Breyanzi-Studienarm erhielten eine lymphodepletierende Chemotherapie mit Fludarabin 30 mg/m2/Tag und Cyclophosphamid 300 mg/m2/Tag fĂĽr 3 Tage, gefolgt von einer Breyanzi-Infusion (Zieldosis von 100 x 106 CAR+ lebensfähigen T-Zellen) 2 bis 7 Tage nach Abschluss der lymphodepletierenden Chemotherapie. Im Breyanzi-Arm war zwischen der Leukapherese und dem Beginn der lymphodepletierenden Chemotherapie eine ĂĽberbrĂĽckende Chemotherapie mit einem Zyklus Chemoimmuntherapie (d.h. Rituximab, Dexamethason, Cytarabin und Cisplatin [R-DHAP], Rituximab, Ifosfamid, Carboplatin und Etoposid [R-ICE] oder Rituximab, Gemcitabin, Dexamethason und Cisplatin [R-GDP]) erlaubt. FĂĽr alle Patienten, die in den SOC-Arm randomisiert wurden, waren drei Zyklen einer Salvage-Chemoimmuntherapie vorgesehen (d. h. R-DHAP, R-ICE oder R-GDP). Patienten, die nach 3 Zyklen ansprachen (vollständiges Ansprechen [CR] oder teilweises Ansprechen [PR]) waren fĂĽr eine HDCT und autologe HSCT berechtigt. Patienten, die eine SOC-Behandlung erhielten, durften Breyanzi erhalten (cross-over), wenn sie nach drei Zyklen Salvage-Chemoimmuntherapie keine CR oder PR erreichten, wenn ihre Krankheit zu irgendeinem Zeitpunkt fortschritt oder wenn der Patient aufgrund von Wirksamkeitsbedenken eine neue Behandlung beginnen musste.
  • -Von 92 Patienten, die in den Breyanzi-Arm randomisiert wurden, erhielten 89 (97 %) Breyanzi und 1 (1 %) Patient erhielt ein nicht konformes Produkt. Zwei Patienten erhielten kein Breyanzi. Von diesen 2 Patienten erhielt 1 (1 %) Patient Breyanzi aufgrund eines Herstellungsfehlers nicht, und 1 (1 %) Patient zog seine Einwilligung vor der Behandlung zurĂĽck. Breyanzi wurde in einem qualifizierten Breyanzi-Behandlungszentrum im stationären oder ambulanten Rahmen verabreicht. 70 (79 %) Patienten erhielten Breyanzi stationär und 19 (21 %) Patienten ambulant. Die mediane Dosis von Breyanzi betrug 99,9 x 106 CAR+ lebensfähige T-Zellen (Bereich: 97-103 x 106 CAR+ lebensfähige T-Zellen). Von den 92 Patienten, die in den SOC-Arm randomisiert wurden, begannen 91 (99 %) Patienten die Behandlung. Ein (1 %) Patient zog sein Einverständnis vor Behandlungsbeginn zurĂĽck. 43 (47 %) Patienten schlossen die Chemoimmuntherapie, die HDCT- und die HSCT-Behandlung ab. 48 (53 %) Patienten erhielten eine Salvage-Chemoimmuntherapie, aber keine HDCT und HSCT. 58 (63 %) Patienten erhielten Breyanzi, nachdem die SOC-Behandlung versagt hatte (cross-over).
  • -Die Wirksamkeitsanalysen basierten auf der ITT-Analysegruppe (n=184), die als alle Patienten definiert wurde, die in einen Behandlungsarm randomisiert wurden. Die mediane Zeit von der Leukapherese bis zur ProduktverfĂĽgbarkeit betrug 26 Tage (Bereich: 19 bis 84 Tage), und die mediane Zeit von der Leukapherese bis zur Infusion betrug 36 Tage (Bereich: 25 bis 91 Tage).
  • -Tabelle 3 gibt einen Ăśberblick ĂĽber die Baseline der Patienten und die Krankheitsmerkmale in der TRANSFORM-Studie.
  • -Tabelle 3: Demografische und krankheitsbezogene Baseline-Charakteristika fĂĽr TRANSFORM (Intention-to-treat [ITT]-Analysesatz)
  • -Merkmale SOC (N=92) Breyanzi (N=92)
  • -Medianes Alter, Jahre (Bereich) 58,0 (26, 75) 60,0 (20, 74)
  • -≥65 Jahre, n (%) 23 (25,0) 36 (39,1)
  • -≥75 Jahre, n (%) 2 (2,2) 0
  • -Geschlecht, n (%)
  • -Männlich Weiblich 61 (66,3) 31 (33,7) 44 (47,8) 48 (52,2)
  • -ECOG Performance Status (beim Screening)
  • -ECOG 0, n (%) ECOG 1, n (%) 57 (62,0) 35 (38,0) 48 (52,2) 44 (47,8)
  • -Subtyp des grosszelligen B-Zell-Lymphoms, n (%)
  • -DLBCL, NOS 50 (54,3) 53 (57,6)
  • -DLBCL, transformiert aus indolentem Lymphom 8 (8,7) 7 (7,6)
  • -HGBCL 21 (22,8) 22 (23,9)
  • -PMBCL 9 (9,8) 8 (8,7)
  • -T-Zell-reiches/histiozytenreiches groĂźes B-Zell-Lymphom 4 (4,3) 1 (1,1)
  • -Chemorefraktära, n (%) 18 (19,6) 26 (28,3)
  • -Refraktärb, n (%) 70 (76,1) 67 (72,8)
  • -Rezidivierendc, n (%) 22 (23,9) 25 (27,2)
  • -Bestätigte ZNS-Beteiligung, n (%) 3 (3,3) 1 (1,1)
  • -Kein CR bei frĂĽheren Therapien erreicht, n (%) 64 (69,6) 62 (67,4)
  • -
  • -a Chemorefraktär ist definiert als stabiler Krankheitsverlauf (SD) oder progressiver Krankheitsverlauf (PD) nach der letzten chemohaltigen Behandlung.
  • -b Der Status war refraktär, wenn ein Patient SD, PD, PR oder CR mit RĂĽckfall vor weniger als 3 Monaten erreichte.
  • -c Der Status war rezidiviert, wenn ein Patient mit einer CR einen RĂĽckfall im Zeitraum zwischen 3 und 12 Monaten nach CR erlitt.
  • -Diese Studie zeigte statistisch signifikante Verbesserungen beim primären Endpunkt des ereignisfreien Ăśberlebens (EFS) und bei den wichtigsten sekundären Endpunkten, der Rate des vollständigen Ansprechens (CR) und des progressionsfreien Ăśberlebens (PFS), fĂĽr Patienten, die mit Breyanzi im Vergleich zu SOC randomisiert wurden. Die Wirksamkeit basierte auf dem EFS, das von einem unabhängigen PrĂĽfungskomitee (IRC) anhand der Lugano-Kriterien von 2014 (Tabelle 4) bestimmt wurde. Das EFS wurde definiert als die Zeit von der Randomisierung bis zum Tod jeglicher Ursache, dem Fortschreiten der Erkrankung, dem Nichterreichen von CR oder PR bis 9 Wochen nach der Randomisierung (d.h. nach drei Zyklen Salvage-Chemoimmuntherapie und 5 Wochen nach der Breyanzi-Infusion) oder dem Beginn einer neuen antineoplastischen Therapie aufgrund von Wirksamkeitsbedenken, je nachdem, was zuerst eintritt.
  • -In einer vordefinierten Zwischenanalyse bei 80 % der Informationsfraktion mit einer medianen Nachbeobachtungszeit von 6,2 Monaten (Bereich: 0,9 bis 20 Monate) zeigte Breyanzi eine statistisch signifikante Verbesserung des EFS im Vergleich zur SOC-Gruppe (HR = 0,349 [95 % KI: 0,229; 0,530], einseitiger p-Wert <0,0001). Der p-Wert wurde mit 0,012 des zugewiesenen Alphawertes fĂĽr die vorab spezifizierte Zwischenanalyse verglichen.
  • -Zum Zeitpunkt der primären Analyse mit einer medianen Nachbeobachtungszeit von 17,5 Monaten (Bereich: 0,9 bis 37 Monate) wurde das mediane EFS im Breyanzi-Arm nicht erreicht (NR) im Vergleich zu 2,4 Monaten im SOC-Arm (HR 0,356, 95 %: 0,243; 0,522). DarĂĽber hinaus zeigte Breyanzi eine statistisch signifikante Verbesserung der CR-Rate im Vergleich zum SOC-Arm (73,9 % versus 43,5 %, stratifizierter einseitiger p-Wert < 0,0001) sowie des medianen PFS (NR [95 % KI: 12,6; NR] Monate versus 6,2 [95 % KI: 4,3; 8,6] Monate), HR = 0,400 [95 % KI: 0,261; 0,615], p-Wert (basierend auf einem geschichteten Cox-PH-Modell) < 0,0001. Die Ergebnisse der primären Analyse stimmten mit denen der Zwischenanalyse ĂĽberein.
  • -Die Ergebnisse der anschliessenden finalen Analyse (siehe Tabelle 4) mit einer medianen Nachbeobachtungszeit von 33,86 Monaten (Bereich: 0,9 bis 53,0 Monate) stimmten mit den Ergebnissen der Zwischenanalyse sowie der primären Analyse ĂĽberein. Von den 92 Patienten im Breyanzi-Arm sprachen 80 (68 CR, 12 PR) an, was einer Gesamtansprechrate von 87 % entspricht.
  • -Abbildung 1 zeigt das Kaplan-Meier-Diagramm des OS zum Zeitpunkt der finalen Analyse und beinhaltet 58 (63 %) Patienten im SOC-Arm die Breyanzi nach Versagen der SOC-Behandlung erhalten haben.
  • -Tabelle 4: TRANSFORM-Studie: Ansprechrate, ereignisfreies Ăśberleben, progressionsfreies Ăśberleben (ITT-Analysesatz)
  • - SOC arm (N=92) Breyanzi arm (N=92)
  • -Ereignisloses Ăśberleben,a (Monate)
  • -Median (Monate) b [95%-KI] Hazard ratio [95%-KI]c 2,4 [2,2; 4,9] - 29,5 [9,5; NR] 0,375 [0,259; 0,542]
  • -Vollständiges Ansprechen,a n (%) [95%-KI] 40 (43,5) [33,2; 54,2] 68 (73,9) [63,7; 82,5]
  • -Progressionsfreies Ăśberleben,a (Monate)
  • -Median (Monate) b [95%-KI] Hazard ratio [95%-KI]c PFS-Rate nach 24 Monaten [95%-KI]b PFS-Rate nach 36 Monaten [95%-KI]b 6,2 [4,3; 8,6] - 29,7 [18,8; 40,7] 26,5 [15,9; 37,1] NR [12,6; NR] 0,422 [0,279; 0,639] 57,0 [46,4; 67,5] 50,9 [39,9; 62,0]
  • -GesamtĂĽberleben (OS), (Monate)
  • -Median b [95%-KI] Hazard ratio [95%-KI]c OS-Rate nach 24 Monaten [95%-KI]b OS-Rate nach 36 Monaten [95%-KI]b NR [18,2; NR] - 58,2 [47,9; 68,5] 51,8 [41,2; 62,4] NR [42,8; NR] 0,757 [0,481; 1,191] 67,5 [57,8; 77,2] 62,8 [52,7; 72,9]
  • -
  • -NR= nicht erreicht (not reached); KI=Konfidenzintervall.
  • -a Gemäss den Lugano-Kriterien, wie von einem IRC bewertet.
  • -b Kaplan-Meier-Schätzung
  • -c Basierend auf einem stratifizierten Cox-Proportional-Hazard-Modell.
  • -d Greenwood-Formel
  • -Abbildung 1: TRANSFORM-Studie: Kaplan-Meier Kurve des GesamtĂĽberlebens (OS) (ITT-Analyse-Set)
  • -(image)
  • -AbkĂĽrzungen: Arm A = SOC Arm Patienten; Arm B = Breyanzi Arm Patienten; CI = Konfidenzintervall; HR = Hazard Ratio; ITT = intent-to-treat; OS = GesamtĂĽberleben
  • -PILOT
  • -Die Wirksamkeit und Sicherheit von Breyanzi wurde in einer offenen, multizentrischen, einarmigen, Phase 2 Studie PILOT (017006) bei erwachsenen Patienten mit r/r mit diffusem grosszelligem B-Zell-Lymphom (DLBCL), nicht anderweitig spezifiziert (NOS; de novo oder transformiert aus follikulärem Lymphom [tFL]), High-Grade-B-Zell Lymphom mit MYC und BCL2- und/oder BCL6-Rearrangements mit DLBCL-Histologie (DHL/THL) oder FL3B gemäss WHO-Klassifikation 2016) nach Erstlinien-Chemotherapie untersucht, die nicht fĂĽr eine Transplantation vorgesehen waren. In die Studie wurden Patienten eingeschlossen, die mindestens eines der folgenden Kriterien erfĂĽllten: Alter ≥70 Jahre, geschlechtsspezifisch angepasste Diffusionskapazität der Lunge fĂĽr Kohlenmonoxid (DLCO) ≤60 %, LVEF < 50 %, Kreatinin-Clearance < 60 ml/min, Aspartat- oder Alanin-Aminotransferase (AST/ALT) > 2 x ULN oder ECOG-Leistungsstatus = 2. Patienten mit sekundärer ZNS-Lymphom-Beteiligung waren ebenfalls zugelassen. Von der Studie ausgeschlossen waren Patienten mit einer frĂĽheren HSCT, einem ECOG-Performance-Status von 3, einer Kreatinin-Clearance von ≤30 ml/min, AST/ALT > 5 mal die obere Grenze des Normalwerts (ULN) oder einer linksventrikulären Ejektionsfraktion (LVEF) < 40 %. Es gab keinen vorgegebenen Schwellenwert fĂĽr das Blutbild; die Patienten waren teilnahmeberechtigt, wenn sie nach Einschätzung des PrĂĽfarztes eine ausreichende Knochenmarkfunktion fĂĽr eine lymphodepletierende Chemotherapie aufwiesen.
  • -Zwischen der Apherese und dem Beginn der lymphodepletierenden Chemotherapie war eine ĂĽberbrĂĽckende Krebstherapie zur Krankheitskontrolle zulässig. Von den 61 Patienten, die mit Breyanzi behandelt wurden, erhielten 32 (53 %) eine ĂĽberbrĂĽckende Krebstherapie zur Krankheitskontrolle.
  • -Die Behandlung bestand aus einer lymphodepletierenden Chemotherapie, Fludarabin 30 mg/m2/Tag und Cyclophosphamid 300 mg/m2/Tag ĂĽber 3 Tage, gefolgt von der Breyanzi-Verabreichung 2 bis 7 Tagen später. Die Zieldosis von Breyanzi betrug 100 x 106 CAR-positive lebensfähige T-Zellen. Die mediane Dosis von Breyanzi betrug 99,9 x 106 CAR-positive lebensfähige T-Zellen (Bereich: 64–103 x 106 CAR-positive lebensfähige T-Zellen).
  • -Von 74 Patienten, die sich einer Leukapherese unterzogen, erhielten 61 (82 %) Breyanzi und 1 (1 %) Patient erhielt ein nicht konformes Produkt. 12 (16 %) erhielten kein Breyanzi. Von diesen 12 Patienten starben 5 Patienten, 1 Patient hatte Krankheitskomplikationen, 5 erfĂĽllten die Zulassungskriterien nicht mehr und 1 erhielt aus anderen GrĂĽnden kein Breyanzi. Breyanzi wurde sowohl im stationären (67 %) als auch im ambulanten (33 %) Bereich verabreicht. Die Sicherheit und Wirksamkeit fĂĽr Patienten, welche ambulant behandelt wurden waren konsistent zur Gesamtpopulation. Die Anzahl der bezĂĽglich Wirksamkeit evaluierbaren Patienten betrug 61. Bei diesen Patienten bestätigte ein IRC, dass sie zu Beginn der Studie eine PET-positive Erkrankung hatten, auch nach einer ĂĽberbrĂĽckenden Krebstherapie. Die mediane Zeit von der Leukapherese bis zur VerfĂĽgbarkeit des Produkts betrug 35 Tage (Bereich: 25 bis 187 Tage), und die mediane Zeit von der Leukapherese bis zur Infusion betrug 36 Tage (Bereich: 25 bis 188 Tage).
  • -Die Baseline-Patienten- und Krankheitsmerkmale in der PILOT-Studie sind in Tabelle 5 zusammengefasst.
  • -Tabelle 5: Demographische Daten und krankheitsbezogene Grundmerkmale in PILOT
  • -Merkmale Alle einer Leukapherese unterzogene Patienten (N=74) Mit Breyanzi behandelte Patienten (N=61)
  • -Medianes Alter, Jahre (Bereich) 72,8 (53, 84) 73,1 (53, 84)
  • -≥65 Jahre, n (%) 66 (89,2) 55 (90,2)
  • -≥75 Jahre, n (%) 32 (43,2) 28 (45,9)
  • -Geschlecht, n (%)
  • -Männlich Weiblich 45 (60,8) 29 (39,2) 37 (60,7) 24 (39,3)
  • -ECOG Performance Status (beim Screening)
  • -ECOG 0-1 n (%) ECOG 2 n (%) 54 (73,0) 20 (27,0) 45 (73,8) 16 (26,2)
  • -Subtyp des grosszelligen B-Zell-Lymphoms, n (%)
  • -DLBCL, NOS 41 (55,4) 33 (54,1)
  • -Transformiertes DLBCL aus follikulärem Lymphom 10 (13,5) 9 (14,8)
  • -HGBCL 22 (29,7) 18 (29,5)
  • -FL3B 1 (1,4) 1 (1,6)
  • -Chemorefraktära, n (%) 23 (31,1) 18 (29,5)
  • -Refraktärb, n (%) 40 (54,1) 33 (54,1)
  • -Rezidivierendb, n (%) 34 (45,9) 28 (45,9)
  • -Kein CR von frĂĽheren Therapien erreicht, n (%) 40 (54,1) 33 (54,1)
  • -
  • -a Chemorefraktär ist definiert als stabiler Krankheitsverlauf (SD) oder progressiver Krankheitsverlauf (PD) nach der letzten chemohaltigen Behandlung.
  • -b Der Status war refraktär, wenn ein Patient weniger als eine CR auf die letzte vorangegangene Therapie erreichte; andernfalls war der Status rezidivierend.
  • -Die Wirksamkeit wurde auf Grundlage des primären Endpunkts, der Gesamtansprechrate (overall response rate, ORR) beurteilt. Zusätzlich wurden die folgenden sekundären Endpunkte fĂĽr die Wirksamkeitsbeurteilung herangezogen, die CR (complete response rate), die Dauer des Ansprechens (duration of response, DOR), bestimmt von einem unabhängigen PrĂĽfungskomitee (IRC) anhand der Lugano-Kriterien von 2014, und das GesamtĂĽberleben (overall survival, OS) (Tabelle 6). Die mediane Nachbeobachtungszeit der Studie betrug 18,2 Monate (Bereich: 1,2 bis 32,8 Monate). Die mediane Zeit bis zum ersten Ansprechen (CR oder PR) betrug 0,95 Monate (Bereich: 0,8 bis 2,7 Monate). Die mediane Zeit bis zur ersten CR betrug 0,95 Monate (Bereich: 0,8 bis 6,9 Monate). Die Dauer des Ansprechens war bei Patienten, die ein CR erreichten, länger als bei Patienten mit einer PR als beste Antwort.
  • -Tabelle 6: PILOT-Studie: Ansprechrate, Dauer des Ansprechens und GesamtĂĽberleben
  • - Alle einer Leukapherese unterzogene Patienten (N=74) Mit Breyanzi behandelte Patienten (N=61)
  • -Gesamtansprechrate (ORR)a, n [95% KI]b 50 (67,6%) [55,7%; 78,0%] 49 (80,3%) [68,2%; 89,4%]
  • -Vollständiges Ansprechen (CR), n [95% KI] b 34 (45,9%) [34,3%; 57,9%] 33 (54,1%) [40,8%; 66,9%]
  • -Teilansprechen (PR), n [95% KI] b 16 (21,6%) [12,9%; 32,7%] 16 (26,2%) [15,8%; 39,1%]
  • -Dauer des Ansprechen (DOR)a (Monate)
  • -Median [95% KI]c Bereich 21,7 [5,8; NR] 0,0; 23,8 23,3 [6,2; NR] 0,0; 23,8
  • -DOR bei CRa (Monate)
  • -Median [95% KI]c Bereich NR [21,7; NR] 2,0; 23,8 NR [21,7; NR] 2,1; 23,8
  • -DOR bei PRa (Monate)
  • -Median [95% KI]c Bereich 2,1 [1,4; 3,3] 0,0; 8,6 2,1 [1,4; 3,3] 0,0; 8,6
  • -GesamtĂĽberleben (OS) (Monate)
  • -Median [95% KI]c Bereich NR [14,7; NR] 0,0; 48,2 NR [16,3; NR] 1,2; 47,0
  • -
  • -KI = Konfidenzintervall; KM = Kaplan-Meier; NR = nicht erreicht (not reached)
  • -a Gemäss den Lugano-2014-Kriterien, bewertet durch die IRC.
  • -b 2-seitige 95% exakte Clopper-Pearson-Konfidenzintervalle.
  • -c Die Kaplan-Meier (KM)-Methode wird verwendet, um 2-seitige 95%ige Konfidenzintervalle zu erhalten.
  • -TRANSCEND
  • -Die Wirksamkeit und die Sicherheit von Breyanzi wurden in einer offenen, multizentrischen, einarmigen Studie TRANSCEND (017001) bei Patienten mit r/r aggressivem B-Zell-Non-Hodgkin-Lymphom (NHL), definiert gemäss der WHO-Klassifikation 2016, untersucht. In der Studie waren Patienten ≥18 Jahre mit nicht weiter spezifiziertem (not otherwise specified, NOS) r/r diffusem grosszelligem B-Zell-Lymphom (DLBCL), DLBCL aus einem indolenten Lymphom (transformiert aus follikulärem Lymphom, Marginalzonenlymphom, chronischer lymphozytärer Leukämie/kleinzelliger lymphozytärer Leukämie, Waldenströms Makroglobulinämie oder sonstigem), hochgradigem B-Zell-Lymphom (HGBCL), primär mediastinalem grosszelligem B-Zell-Lymphom (PMBCL) und follikulärem Lymphom vom Grad 3B eingeschlossen, die mindestens 2 Therapielinien erhalten hatten (2 Therapielinien N=96, 3 Therapielinien N=58, 4 Therapielinien N=39, 5 Therapielinien N=28). Die Studie umfasste Patienten mit einem ECOG-Allgemeinzustand von ≤2 (ECOG 0 N=92, ECOG 1 N=133, ECOG 2 N=4). 38 % der Patienten erhielten zuvor eine autologe und/oder allogene hämatopoetische Stammzelltransplantation (HSZT). Patienten, die zuvor eine CD19-gerichtete Therapie erhalten hatten, waren teilnahmeberechtigt, sofern die CD19-Positivität in einer Tumorbiopsie zu einem beliebigen Zeitpunkt nach dieser CD19-gerichteten Therapie bestätigt wurde (N=12). Sechs Patienten wiesen eine sekundäre Beteiligung des ZNS auf. Die Studie schloss folgende Patienten aus: Patienten mit einem primären ZNS-Lymphom, Patienten mit einer aktiven systemischen Infektion, insbesondere einer aktiven HBV-, HCV-, oder HIV-Infektion, Patienten unter immunsuppressiver Therapie, Patienten mit einer Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance von weniger als 30 ml/min), einer Leberinsuffizienz (Alanin-Aminotransferase (ALAT)-Werten > als das 5-fache des oberen Normalwertes), oder mit einer Herzinsuffizienz (aktuelle linksventrikuläre Ejektionsfraktion ≤40 %, Herzinsuffizienz NYHA Grad III oder IV oder anderweitige klinisch bedeutsame Störung der Herzfunktion). Es gab keinen vorspezifizierten Schwellenwert fĂĽr das Blutbild; Patienten konnten in die Studie aufgenommen werden, wenn sie gemäss Beurteilung des PrĂĽfarztes eine adäquate Knochenmarksfunktion aufwiesen, um eine lymphodepletierende Chemotherapie zu erhalten.
  • -Die Behandlung bestand aus einer lymphodepletierenden (LD) Chemotherapie, Fludarabin 30 mg/m2/Tag und Cyclophosphamid 300 mg/m2/Tag ĂĽber 3 Tage, gefolgt von der Breyanzi-Verabreichung 2 bis 7 Tagen später. Die mediane Dosis von Breyanzi betrug 87 x 106 CAR-positive lebensfähige T-Zellen (Bereich: 44–120 x 106 CAR-positive lebensfähige T-Zellen).
  • -Eine ĂĽberbrĂĽckende Krebstherapie zur Krankheitskontrolle zwischen Apherese und Lymphodepletion war nach Ermessen des PrĂĽfarztes zulässig. Von den 229 mit Breyanzi behandelten Patienten erhielten 60% eine ĂĽberbrĂĽckende Krebstherapie zur Krankheitskontrolle.
  • -Von 298 Patienten, die sich einer Leukapherese unterzogen, erhielten 229 Patienten Breyanzi im Dosisbereich von 44-120 x 106 CAR-positiven lebensfähigen T-Zellen. Bei den ĂĽbrigen 69 Patienten kam es 27mal zu einem Herstellungsfehler, wodurch 2 Patienten gar kein Breyanzi erhielten und 25 Patienten mit einem PrĂĽfpräparat behandelt wurden, das nicht den Freigabespezifikationen entsprach. 42 weitere Patienten wurden nicht mit Breyanzi behandelt, wobei die häufigsten GrĂĽnde Tod oder Krankheitskomplikationen waren.
  • -Breyanzi wurde gemäss Ermessen des Behandlungsteams stationär (214 Patienten) oder ambulant (17 Patienten) verabreicht. Die Sicherheit und Wirksamkeit waren in beiden Gruppen konsistent.
  • -Die Anzahl der bezĂĽglich Wirksamkeit evaluierbaren Patienten betrug 216. Das mediane Follow-up betrug 19,9 Monate (Bereich: 0,2 bis 45,2 Monate). 13 Patienten konnten bezĂĽglich der Wirksamkeit nicht beurteilt werden, darunter 10 Patienten, die keine PET-positive Erkrankung bei Baseline aufwiesen oder bei denen nach einer Krebstherapie (nach Leukapherese und vor der geplanten Breyanzi-Infusion) eine unabhängige PrĂĽfkommission (Independent Review Committee, IRC) keine PET-positive Erkrankung bestätigen konnte, und 3 Patienten aus anderen GrĂĽnden. Die mediane Zeit von der Leukapherese bis zur VerfĂĽgbarkeit des Arzneimittels betrug 24 Tage (Bereich: 17 bis 51 Tage) und die mediane Zeit von der Leukapherese bis zur Infusion 37 Tage (Bereich: 27 bis 224 Tage).
  • -Tabelle 7 fasst die Baseline-Patienten und Krankheitsmerkmale in der TRANSCEND-Studie zusammen.
  • -Tabelle 7: Demografische Daten und krankheitsbezogene Grundmerkmale
  • -Merkmale Alle einer Leukapherese unterzogene Patienten (N = 298) Mit Breyanzi behandelte Patienten (N = 229)
  • -Medianes Alter, Jahre (Bereich) 62,0 (18; 82) 62,0 (18; 82)
  • -≥65 Jahre, n (%) 116 (38,9) 89 (38,9)
  • -≥75 Jahre, n (%) 25 (8,4) 19 (8,3)
  • -Geschlecht, n (%)
  • -Männlich Weiblich 197 (66,1) 101 (33,9) 153 (66,8) 76 (33,2)
  • -FrĂĽhere HSZT, n (%) Autologe HSZT Allogene HSZT 106 (35,6) 100 (33,6) 11 (3,7) 87 (38,0) 84 (36,7) 8 (3,5)
  • -ECOG- Performance Status
  • -ECOG 0–1 n (%) ECOG 2 n (%) 290 (97,3) 8 (2,7) 225 (98,3) 4 (1,7)
  • -Subtyp des grosszelligen B-Zell-Lymphoms, n (%)
  • -DLBCL, NOS 142 (47,7) 117 (51,1)
  • -Transformiertes DLBCL von indolentem Lymphom 87 (29,2) 60 (26,2)
  • -HGBCLa 48 (16,1) 33 (14,4)
  • -PMBCL 15 (5,0) 15 (6,6)
  • -FL3B 6 (2,0) 4 (1,7)
  • -Mediane Anzahl vorheriger Therapien (Bereich) 3 (1; 12) 3 (1; 8)
  • -Chemorefraktärb, n (%) 212 (71,1) 160 (69,9)
  • -Refraktärc, n (%) 246 (82,6) 186 (81,2)
  • -Rezidivierendd, n (%) 52 (17,4) 43 (18,8)
  • -Sekundäres ZNS-Lymphom zum Zeitpunkt der Breyanzi-Infusion, n (%) 7 (2,3) 6 (2,6)
  • -Kein CR von frĂĽheren Therapien erreicht, n (%) 141 (47,3) 103 (45,0)
  • -
  • -a MYC und BCL2- und/oder BCL6-Rearrangements mit DLBCL-Histologie.
  • -b Chemorefraktär ist definiert als ein Erreichen einer stabilen Erkrankung (stable disease, SD) oder progressiven Erkrankung (progressive disease, PD) unter dem letzten Chemotherapie-enthaltenen Behandlungsschema oder Rezidivierung < 12 Monate nach einer autologen Stammzelltransplantation.
  • -c Der Status war refraktär, wenn ein Patient weniger als ein vollständiges Ansprechen (complete response, CR) auf die letzte vorherige Therapie erreicht hat.
  • -d Der Status war rezidiviert, wenn ein Patient eine CR auf die letzte vorherige Therapie erreicht hat.
  • -Die Wirksamkeit wurde auf Grundlage des primären Endpunkts, der Gesamtansprechrate (overall response rate, ORR) beurteilt. Zusätzlich wurden die folgenden sekundären Endpunkte fĂĽr die Wirksamkeitsbeurteilung herangezogen, die CR (complete response rate), die Dauer des Ansprechens (duration of response, DOR), und das GesamtĂĽberleben (overall survival, OS) (Tabelle 8).
  • -Tabelle 8: Klinische Studie TRANSCEND: Ansprechrate, Dauer des Ansprechens und GesamtĂĽberleben, IRC-Assessment
  • - Einer Leukapherese unterzogene Gruppe (N = 298) Mit Breyanzi Behandelte und fĂĽr die Wirksamkeit evaluierbare Patienten (N = 216)
  • -Gesamtansprechrate (ORR)a, n [95 %-KI] 179 (60,1 %) [54,3 %; 65,7 %] 157 (72,7 %) [66,2%; 78,5 %]
  • -Vollständiges Ansprechen (CR), n [95 %-KI] 128(43,0 %) [37,3 %; 48,8 %] 115 (53.2 %) [46,4%; 60,0 %]
  • -Partielles Ansprechen (PR), n [95 %-KI] 51 (17,1 %) [13,0 %; 21,9 %] 42 (19,4 %) [14,4 %; 25,4 %]
  • -DOR (Monate) N = 179 N = 157
  • -Median [95 %-KI]b Bereich 16,8 [8,0; NR] 0,0; 27,4 20,2 [8,2; NR] 0,0; 27,4
  • -Dauer des Ansprechens (DOR), wenn das beste Ansprechen CR ist (Monate) N = 128 N = 115
  • -Median [95 %-KI]b Bereich 26,1 [23,1; NR] 0,0; 27,4 26,1 [23,1; NR] 0,0; 27,4
  • -Dauer des Ansprechens (DOR), wenn das beste Ansprechen PR ist (Monate) n = 51 n = 42
  • -Median [95%-KI]b Bereich 2,1 [1,3; 2,6] 0,0; 23,3 1,9 [1,1; 2,3] 0,; 23,3
  • -Mediane Nachbeobachtung fĂĽr DOR (Monate)
  • -Median [95 %-KI]c 23,0 [23,0; 23,2] 23,4 [22,9; 23,2]
  • -GesamtĂĽberleben (OS) (Monate)
  • -Median [95 %-KI]b Bereich 13,3 [10,2; 22,6] 0,1+; 56,7+ 27,3 [12,7, 45,2] 0,2; 53,4 +
  • -Wahrscheinlichkeit des OS, %
  • -≥6 Monate [95 %-KI]b 69,2 [63,5; 74,1] 73,1 [66,6; 78,5]
  • -≥12 Monate [95 %-KI]b 53,0 [47,1; 58,5] 57,5 [50,6; 63,8]
  • -≥24 Monate [95 %-KI]b 43,0 [37,2; 48,6] 50,1 [43,2; 56,6]
  • -
  • -KI = Konfidenzintervall; CR = vollständiges Ansprechen (complete response); IRC = unabhängige PrĂĽfkommission (Independent Review Committee); KM = Kaplan-Meier; NA = nicht verfĂĽgbar (not available); NR = nicht erreicht (not reached)
  • -a Gemäss den Lugano-2014-Kriterien, bewertet durch die IRC.
  • -b Die KM-Methode wurde verwendet, um 2-seitige 95 %-KI zu erhalten.
  • -c Zur Erlangung der medianen Nachbeobachtung und ihrer 95 %-KI wurde eine Reverse-KM-Methode verwendet.
  • -+ Fortlaufend.
  • -Die mediane Zeit bis zum ersten Ansprechen (CR oder teilweises Ansprechen [partial response, PR]) betrug 1,0 Monate (Bereich: 0,7 bis 8,9 Monate). Die mediane Zeit bis zum ersten CR betrug 1,0 Monate (Bereich: 0,8 bis 12,5 Monate). Die Dauer des Ansprechens war bei Patienten, die ein CR erreichten, länger als bei Patienten mit einer PR als beste Antwort.
  • -6 Patienten mit einem sekundären ZNS-Lymphom wurden im Rahmen der TRANSCEND-Studie behandelt und waren bezĂĽglich der Wirksamkeit evaluierbar. 3 Patienten erreichten eine CR, und die Dauer des Ansprechens betrug bei 2 Patienten 23 Monate und bei dem dritten Patienten 1,9 Monate.
  • -11 Patienten hatten zuvor eine CD19-gerichtete Therapie erhalten und wiesen ähnliche Wirksamkeits- und Sicherheitsergebnisse auf wie die Gesamtpopulation. Alle Patienten hatten vor der Breyanzi-Infusion eine CD19-Expression.
  • -Ergebnisse bei Patienten mit seltenen histologischen Subtypen.
  • -In der Patientengruppe, die bezĂĽglich der Wirksamkeit evaluiert wurde, lagen die ORR-Ergebnisse bei PMBCL und FL3B bei 79 % (11/14 Patienten) bzw. 100 % (4/4 Patienten). Die CR-Raten lagen bei 50 % fĂĽr PMBCL und 100 % fĂĽr FL3B. Es wurden keine unerwarteten Sicherheitssignale beobachtet.
  • -Bei den Untergruppen der bezĂĽglich Wirksamkeit evaluierbaren Patienten mit einem DLBCL, das aus einem frĂĽheren indolenten Lymphom, d.h. entweder einem Follikulären Lymphom (FL), einem Marginalzell-Lymphom (MZL), einer chronisch lymphatischen Leukämie/kleinem lymphatischen Lymphom (CLL/SLL) oder einer Waldenstrom-Makroglobulinämie (WM) hervorgegangen war, lagen die ORR-Ergebnisse bei 86 % (38/44 Patienten), 43 % (3/7 Patienten), 50 % (2/4 Patienten) bzw. 5 0% (1/2 Patienten). Die CR-Raten lagen bei 61,4 % fĂĽr tFL, 29 % fĂĽr tMZL, 25 % fĂĽr tCLL/SLL (Richter-Syndrom) bzw. 0 % fĂĽr tWM. Bei diesen Untergruppen wurden keine unerwarteten Sicherheitssignale beobachtet.
  • -TRANSCEND WORLD (JCAR017-BCM-001)
  • -TRANSCEND WORLD ist eine multizentrische, einarmige Multi-Kohorten-Studie der Phase II. Die EU-Kohorte weist ein vergleichbares Design auf wie Studie TRANSCEND und ihr Zweck besteht darin, Wirksamkeit und Sicherheit von Breyanzi in einem europäischen Patientenkollektiv fĂĽr die Behandlung von erwachsenen Patienten mit einem 3L+ grosszelligen B-Zell-Lymphom, darunter R/R DLBCL (DLBCL NOS [de novo]), transformiertes FL, hochgradiges B-Zell-Lymphom und FL3B zu untersuchen. Patienten, die zuvor mit einer gegen CD19 gerichteten Therapie behandelt worden waren, wurden ausgeschlossen. Zum Zeitpunkt der finalen Analyse wurden 45 Patienten in der EU-Kohorte einer Leukapherese unterzogen und 36 wurden mit Breyanzi behandelt, mit einer medianen Nachbeobachtungszeit von 15,8 Monaten. Die mediane Zeit von der Leukapherese bis zur VerfĂĽgbarkeit des Arzneimittels betrug 29 Tage (Bereich: 24 bis 38 Tage). In der mit Breyanzi behandelten Gruppe betrug die ORR 61,1 % (95 %-KI: 43,5 - 76,9), die CR-Rate 33,3 % (95 %-KI: 18,6 - 51,0) und das mediane GesamtĂĽberleben (overall survival, OS) 15,84 Monate (95 %-KI: 5,82 - 23,95). Es wurden keine neuen Sicherheitsaspekte beobachtet. Die Krankheitslast und die demografischen Ausgangsdaten wiesen auf fortgeschrittene, aggressive Krankheitsmerkmale hin.
  • -TRANSCEND-FL
  • -Die Wirksamkeit und die Sicherheit von Breyanzi wurden in einer offenen, multizentrischen, einarmigen Phase-2-Studie (TRANSCEND-FL) bei erwachsenen Patienten mit rezidiviertem oder refraktärem FL Grad 1, 2, und 3A nach zwei oder mehr systemischen Therapielinien untersucht. Die Studie schloss Patienten mit einem ECOG-Leistungsstatus von ≤1 ein. Patienten mit einer Kreatinin-Clearance von weniger als 30 ml/min, Alanin-Aminotransferase (ALAT)-Werten > als das 5-fache des oberen Normalwertes oder einer linksventrikulären Ejektionsfraktion (LVEF) von weniger als 40 % wurden von der Studie ausgeschlossen. Es gab keinen vorspezifizierten Schwellenwert fĂĽr das Blutbild; Patienten konnten in die Studie aufgenommen werden, wenn sie gemäss Beurteilung des PrĂĽfarztes eine adäquate Knochenmarksfunktion aufwiesen, um eine lymphodepletierende Chemotherapie zu erhalten.
  • -Die Behandlung bestand aus einer lymphodepletierenden (LD) Chemotherapie, Fludarabin 30 mg/m2/Tag und Cyclophosphamid 300 mg/m2/Tag ĂĽber 3 Tage, gefolgt von der Breyanzi-Verabreichung 2 bis 7 Tagen später. Die mediane Dosis von Breyanzi betrug 100,02 x 106 CAR-positive lebensfähige T-Zellen (Bereich: 93,4 – 109,2 x 106 CAR-positive lebensfähige T-Zellen).
  • -Eine ĂĽberbrĂĽckende Krebstherapie zur Krankheitskontrolle zwischen Apherese und Lymphodepletion war zulässig. Von den 107 mit Breyanzi behandelten Patienten erhielten 44 (41 %) eine ĂĽberbrĂĽckende Krebstherapie zur Krankheitskontrolle im Ermessen des PrĂĽfarztes.
  • -Von 114 Patienten, die sich einer Leukapherese unterzogen, erhielten 107 (93,8 %) Breyanzi und 4 (3,5 %) Patienten erhielt ein nicht konformes Produkt. Drei Patienten erhielten kein Breyanzi. Von diesen drei (2,7 %) Patienten hatte 1 (0,9 %) Patient ein unerwĂĽnschtes Ereignis, 1 (0,9 %) Patient erfĂĽllte die Zulassungskriterien nicht und 1 (0,9 %) Patient erhielt aus anderen GrĂĽnden kein Breyanzi.
  • -Die Anzahl der, bezĂĽglich Wirksamkeit evaluierbaren, Patienten betrug 103 (primary efficacy analysis set, «efficacy set»). Vier Patienten waren nicht evaluierbar bezĂĽglich Wirksamkeit, da sie gemäss dem IRC entweder keine PET-positive Erkrankung bei Baseline oder nach einer ĂĽberbrĂĽckenden Krebstherapie zur Krankheitskontrolle keine PET-positive Erkrankung hatten.
  • -Die mediane Zeit von der Leukapherese bis zur VerfĂĽgbarkeit des Produkts betrug 29 Tage (Bereich: 20 bis 55 Tage), und die mediane Zeit von der Leukapherese bis zur Infusion betrug 50 Tage (Bereich: 31 bis 313 Tage).
  • -Tabelle 9: Demografische Daten und krankheitsbezogene Grundmerkmale in TRANSCEND-FL
  • -Merkmale Alle einer Leukapherese unterzogene Patienten (N=114) Mit Breyanzi behandelte Patienten (N=107)
  • -Medianes Alter, Jahre (Bereich) ≥65 bis < 75 Jahre, n (%) ≥75 Jahre, n (%) 62,0 (23; 80) 36 (31,6) 10 (8,8) 62,0 (23; 80) 32 (29,9) 10 (9,3)
  • -Männliches Geschlecht, n (%) 72 (63,2) 66 (61,7)
  • -Vorhergehende HSCT, n (%)
  • -Autologe HSCT 34 (29,8) 33 (30,8)
  • -Hoher FLIPI-Score (3-5), n (%) 66 (57,9) 61 (57,0)
  • -Krankheitsstadium III-IV beim Screening, n (%) 102 (89,4) 95 (88,7)
  • -ECOG Performance Status (beim Screening)
  • -ECOG 0, n (%) ECOG 1, n (%) 68 (59,6) 46 (40,4) 65 (60,7) 42 (39,3)
  • -Doppelt refraktär, n (%) 74 (64,9) 69 (64,5)
  • -Progression innerhalb von 24 Monaten nach Erstlinientherapie mit Anti-CD20 und Alkylator, n (%)
  • -Ja Nein Nicht abschätzbar 63 (55,3) 50 (43,9) 1 (0,9) 58 (54,2) 48 (44,9) 1 (0,9)
  • -Mediane Anzahl vorheriger systemischer Therapien (Bereich) 3 (2; 10) 3 (2; 10)
  • -
  • -Die Wirksamkeit basierte auf der Gesamtansprechrate (overall response rate, ORR), definiert als der Anteil Patienten mit einem besten Gesamtansprechen (best overall response, BOR) von vollständigem Ansprechen (complete response, CR) oder teilweisem Ansprechen (partial response, PR) nach Breyanzi-Infusion, bestimmt von einem IRC (Tabelle 10). Die mediane Nachbeobachtungszeit in der Studie betrug 30,0 Monate (Bereich: 0,3 bis 39,6 Monate).
  • -Die mediane Zeit bis zum ersten Ansprechen (CR oder PR) sowie die mediane Zeit zur ersten CR betrug 0,95 Monate (Bereich: 0,6 bis 3,3 Monate).
  • -Tabelle 10: TRANSCEND-FL Studie: Ansprechrate, Dauer des Ansprechens (IRC-Assessment)
  • - Alle einer Leukapherese unterzogene Patienten (N=114) «Efficacy Set» (N=103)
  • -Gesamtansprechrate (ORR)a, n (%) [95% KI]b 106 (93,0) [86,6; 96,9] 100 (97,1) [91,7; 99,4]
  • -Vollständiges Ansprechen (CR), n (%) [95% KI]b 103 (90,4) [83,4; 95,1] 97 (94,2) [87,8; 97,8]
  • -Partielles Ansprechen (PR), n (%) [95% KI]b 3 (2,6) [0,5; 7,5] 3 (2,9) [0,6; 8,3]
  • -Dauer des Ansprechens (DOR) (Monate)
  • -Median [95% KI]c NR [30,85; NR] NR [30,85; NR]
  • -Bereich 1,9; 35,0+ 1,9; 35,0+
  • -Rate des anhaltenden Ansprechensd, % [95% KI]
  • -Nach 12 Monaten 82,0 (73,2; 88,1) 80,9 (71,7; 87,4)
  • -Nach 18 Monaten 76,1 (66,7; 83,2) 75,7 (66,0; 83,0)
  • -Nach 24 Monaten 75,1 (65,6; 82,3) 74,6 (64,8; 82,1)
  • -DOR wenn das beste Ansprechen CR ist (Monate)
  • -Median [95% KI]c NR [30,85; NR] NR [30,85; NR]
  • -Bereich 1,9; 35,0+ 1,9; 35,0+
  • -Rate des anhaltenden Ansprechensd, % [95% CI]
  • -Nach 12 Monaten 84,4 (75,8; 90,1) 83,4 (74,3; 89,5)
  • -Nach 18 Monaten 78,3 (69,0; 85,2) 78,0 (68,3; 85,1)
  • -Nach 24 Monaten 77,3 (67,8; 84,3) 76,9 (67,1; 84,2)
  • -
  • -KI = Konfidenzintervall; CR = vollständiges Ansprechen (complete response); NR = nicht erreicht (not reached)
  • -+ Zeigt einen zensierten Wert an.
  • -a Gemäss den Lugano-2014-Kriterien, bewertet durch ein IRC.
  • -b 2-seitiges 95%-Konfidenzintervall basierend auf der exakten Clopper-Pearson-Methode.
  • -c Median, Q1, Q3 wurden aus KM-Produkt-Limit-Schätzungen ermittelt.
  • -d Basierend auf KM-Schätzungen der DOR.
  • -Abbildung 2: Dauer des Ansprechens gemäss IRC-Assessment, TRANSCEND-FL «Efficacy Set»
  • -(image)
  • -Wirksamkeit bei älteren Patienten
  • -Es wurden keine klinisch bedeutsamen Unterschiede in der Wirksamkeit von Breyanzi zwischen älteren und jĂĽngeren Patienten beobachtet.
  • -Pharmakokinetik
  • -Absorption
  • -DLBCL, PMBCL, HGBCL:
  • -In der TRANSCEND-Studie wurden Patienten, die zwei oder mehr vorherige Therapielinien erhalten hatten, untersucht. Die maximale Ausdehnung im peripheren Blut wurde im Median 12 Tage nach der ersten Infusion erreicht. Breyanzi war im peripheren Blut bis zu 2 Jahre lang nachweisbar.
  • -In TRANSCEND, hatten Patienten, die auf die Behandlung angesprochen haben (N=150), eine 2,85-fach höhere mediane Cmax als nicht-ansprechende Patienten (N=45) (33'766,0 vs. 11'846,0 Kopien/µg). Responder hatten eine 2,22-fach höhere mediane AUC0-28d als Non-Responder (257'769,0 vs. 116'237,3 Tag*Kopien/µg).
  • -Einige Patienten benötigten Tocilizumab und Kortikosteroide fĂĽr die Behandlung von CRS und neurologischen Toxizitäten. Bei Patienten, die mit Tocilizumab behandelt wurden (N=47), war der Medianwert der Cmax und der AUC0-28d um das 4,15-fache bzw. 4,06-fache höher als bei Patienten, die kein Tocilizumab erhielten (N=198).
  • -In ähnlicher Weise hatten Patienten, die Kortikosteroide erhielten (N=46), eine 4,39-fach bzw. 3,90-fach höhere mediane Cmax und AUC0-28d im Vergleich zu Patienten, die keine Kortikosteroide erhielten (N=199).
  • -Bei den Patienten, die eine vorherige Therapielinie (TRANSFORM) erhalten hatten, lag die mediane Cmax bei Respondern (N=76) und Non-Respondern (N=7) bei 33'285 bzw. 95'618 Kopien/ÎĽg. Die mediane AUC0-28d bei Respondern und Non-Respondern betrug 268'887 bzw. 733'406 Tag*Kopien/ÎĽg. Es wurde kein offensichtlicher Zusammenhang zwischen Pharmakokinetik und Ansprechen festgestellt.
  • -FL:
  • -In der TRANSCEND-FL Studie in Patienten, die zwei oder mehr vorherige Therapielinien fĂĽr FL erhalten hatten, wurde die maximale Ausdehnung im peripheren Blut im Median 10 Tage nach der ersten Infusion erreicht. Breyanzi war im peripheren Blut bis zu 3 Jahre lang nachweisbar.
  • -Bei den Patienten, die in der TRANSCEND-FL Studie Breyanzi fĂĽr FL erhalten hatten, lag die mediane Cmax bei Respondern (N=100) und Non-Respondern (N=2) bei 31'336 bzw. 15'568 Kopien/ÎĽg. Die mediane AUC0-28d bei Respondern (N=96) und Non-Respondern (N=2) betrug 245'730 bzw. 161'935 Tag*Kopien/ÎĽg.
  • -Distribution
  • -Breyanzi war im Knochenmark vorhanden.
  • -Metabolismus
  • -Die Informationen sind fĂĽr Breyanzi (ein CAR-T-Zell Produkt) nicht relevant.
  • -Elimination
  • -Breyanzi besteht aus humanen autologen T-Zellen. Die zu erwartenden Metaboliten sind typische zelluläre Abbauprodukte, die durch normale zelluläre Clearance-Mechanismen entstehen. Daher wird erwartet, dass die CAR-T-Zellen mit der Zeit abgebaut werden. Nach der Infusion wies Breyanzi eine anfängliche Expansion auf, gefolgt von einem bi-exponentiellen RĂĽckgang. Breyanzi war bis zu 2 Jahre lang im peripheren Blut nachweisbar.
  • -Kinetik spezieller Patientengruppen
  • -Geschlecht, Rasse, Ethnizität und Körpergewicht zeigten keine eindeutigen Beziehungen zu Cmax oder AUC0–28d.
  • -Leberfunktionsstörung
  • -Es wurden keine Studien zur Leberfunktionsstörung mit Breyanzi durchgefĂĽhrt.
  • -Nierenfunktionsstörung
  • -Es wurden keine Studien zur Nierenfunktionsstörung mit Breyanzi durchgefĂĽhrt.
  • -Ă„ltere Patienten
  • -Patienten mit < 65 Jahren (N = 144) wiesen im Vergleich zu Patienten mit ≥65 Jahren (N = 101) eine 2,91-fache und 2,30-fach höhere Cmax bzw. AUC0–28d auf.
  • -Kinder und Jugendliche
  • -Es liegen keine schlĂĽssigen Daten zur Pharmakokinetik von Breyanzi bei Patienten unter 18 Jahren vor.
  • -Präklinische Daten
  • -Mutagenität/Karzinogenität
  • -Untersuchungen zur Genotoxizität und Studien zur Karzinogenität wurden nicht durchgefĂĽhrt. In-vitro-Expansionsstudien mit T-Zellen von gesunden Spendern und Patienten zeigten keine Hinweise auf Transformation und/oder Immortalisierung und keine bevorzugte Integration in der Nähe von bedenklichen Genen in Breyanzi.
  • -Aufgrund der Beschaffenheit dieses Produkts wurden keine nicht-klinischen Studien zur Fertilität durchgefĂĽhrt.
  • -Sonstige Hinweise
  • -Inkompatibilitäten
  • -Da keine Kompatibilitätsstudien durchgefĂĽhrt wurden, darf dieses Arzneimittel nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden.
  • -Haltbarkeit
  • -Sie dĂĽrfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Kartonschachtel angegebenen Verfalldatum («EXP») nicht mehr verwenden.
  • -Breyanzi ist 13 Monate stabil, wenn die ungeöffneten Durchstechflaschen in der Dampfphase des FlĂĽssigstickstoffs bei ≤ -130 °C aufbewahrt werden.
  • -Nach dem Auftauen
  • -Das Arzneimittel sollte sofort nach dem Auftauen verabreicht werden. Die Aufbewahrungszeit und Bedingungen bis zum Gebrauch sollten 2 Stunden bei Raumtemperatur (15 °C – 25 °C) nicht ĂĽberschreiten.
  • -Besondere Lagerungshinweise
  • -Gefroren aufbewahren und transportieren (≤ -130 °C).
  • -FĂĽr Kinder unzugänglich aufbewahren.
  • -Hinweise fĂĽr die Handhabung
  • -Vorsichtsmassnahmen, die vor der Handhabung oder Verabreichung des Arzneimittels zu treffen sind
  • -Breyanzi enthält menschliche Blutzellen, die mit einem replikationsinkompetenten, selbst-inaktivierenden lentiviralen Vektor genetisch verändert wurden. Die medizinischen Fachpersonen, die Breyanzi handhaben, mĂĽssen geeignete Vorsichtsmassnahmen fĂĽr die Handhabung und Entsorgung treffen (Tragen von Handschuhen und Schutzbrillen), um eine potenzielle Ăśbertragung von Infektionskrankheiten zu vermeiden (siehe Abschnitt «Besondere Vorsichtsmassnahmen fĂĽr die Entsorgung und sonstige Handhabung»).
  • -Vorbereitung von Breyanzi zur Infusion
  • -Was benötigt wird:
  • -·Schutzkleidung (Handschuhe, Schutzbrille)
  • -·Kryohandschuhe
  • -·Schere
  • -·Schutzunterlage
  • -·Luer-Lock-Spritze
  • -·Alkoholtupfer
  • -·20 Gauge, 1-1 ½ Zoll-Nadel
  • -·Natriumchlorid 9 mg/ml (0,9 %) - Infusionslösung
  • -Vor dem Auftauen der Durchstechflaschen
  • -·Bestätigen Sie das Ăśbereinstimmen der Identität des Patienten mit den Angaben zum Patienten auf dem Versandbehälter und der externen Breyanzi-Kartonschachtel.
  • -·Lesen Sie das RFI-Zertifikat (innerhalb des Versandbehälters befestigt), um Informationen ĂĽber die Anzahl der Spritzen zu erhalten, die Sie zur Verabreichung der CD8+ und CD4+Zellkomponenten benötigen (Spritzenetiketten werden mit dem RFI-Zertifikat zur VerfĂĽgung gestellt). FĂĽr jede Zellkomponente gibt es ein separates RFI-Zertifikat.
  • -·Die Breyanzi-Durchstechflaschen dĂĽrfen nicht aus der Kartonschachtel herausgenommen werden, wenn die Informationen auf dem patientenspezifischen Etikett nicht mit dem vorgesehenen Patienten ĂĽbereinstimmen. Bei Unstimmigkeiten zwischen den Etiketten und den Angaben zum Patienten muss die Zulassungsinhaberin unverzĂĽglich kontaktiert werden.
  • -·Öffnen Sie jede innere Kartonschachtel und untersuchen Sie die Durchstechflasche(n) visuell auf Beschädigungen. Wenn die Durchstechflaschen beschädigt sind, wenden Sie sich an die Zulassungsinhaberin.
  • -·Bestätigen Sie im Voraus, wann die Infusion erfolgen soll. Die Startzeit des Auftauens muss dann so angepasst werden, dass Breyanzi fĂĽr die Infusion zur VerfĂĽgung steht, sobald der Patient bereit ist.
  • -·Hinweis: Nachdem die Durchstechflaschen mit den CAR-positiven lebensfähigen T-Zellen (CD8+Zellkomponente und CD4+Zellkomponente) aus der gefrorenen Lagerung entfernt wurden, muss das Auftauen komplett abgeschlossen und die Zellen innerhalb von 2 Stunden verabreicht werden.
  • -·Entnehmen Sie die Durchstechflaschen vorsichtig den Kartonschachteln, platzieren Sie die Durchstechflaschen auf eine Schutzunterlage und tauen Sie sie bei Raumtemperatur auf. Alle Durchstechflaschen gleichzeitig auftauen. Achten Sie darauf, die CD8+ und CD4+ Zellkomponenten getrennt zu halten.
  • -Dosisvorbereitung
  • -·Basierend auf der Konzentration an CAR-positiven lebensfähigen T-Zellen fĂĽr jede Zellkomponente kann fĂĽr jede der CD8+ und CD4+ Zellkomponenten mehr als eine Durchstechflasche erforderlich sein, um eine Zieldosis zu vervollständigen. FĂĽr jede erhaltene Durchstechflasche der CD8+ oder CD4+ Zellkomponenten sollte eine separate Spritze vorbereitet werden.
  • -Hinweis: Das Volumen zum Aufziehen und Infundieren kann fĂĽr jede Komponente unterschiedlich sein.
  • -·Jede 5-ml-Durchstechflasche enthält ein extrahierbares Volumen von 4,6 ml CD8+ oder CD4+ Zellkomponenten. Das RFI-Zertifikat fĂĽr jede Zellkomponente zeigt das Volumen (ml) an, das in jede Spritze aufgezogen werden soll. Verwenden Sie die kleinste Luer-Lock-Spritze, die erforderlich ist (1 ml bis 5 ml), um das angegebene Volumen aus jeder Durchstechflasche aufzuziehen. Eine 5-ml-Spritze sollte nicht fĂĽr Volumina von weniger als 3 ml verwendet werden.
  • -·Bereiten Sie die Spritze(n) der CD8+- Zellkomponente zuerst vor. Bestätigen Sie, dass die Angaben des Patienten auf dem Etikett der Spritze der CD8+ Zellkomponente den Angaben des Patienten auf dem Etikett der Durchstechflasche der CD8+ Zellkomponente entsprechen. Kleben Sie die CD8-Spritzenetiketten auf die Spritze(n), bevor Sie das erforderliche Volumen in die Spritze(n) aufziehen.
  • -·Wiederholen Sie den Prozess fĂĽr die CD4+Zellkomponente.
  • -Hinweis: Es ist wichtig zu verifizieren, dass das fĂĽr jede Komponente aufgezogene Volumen dem im entsprechenden RFI-Zertifikat angegebenen Volumen entspricht.
  • -Die Entnahme des erforderlichen Zellvolumens aus jeder Durchstechflasche in eine separate Spritze sollte unter Beachtung der folgenden Anweisungen durchgefĂĽhrt werden:
  • -1. Halten Sie die aufgetaute(n) Durchstechflasche(n) aufrecht und drehen Sie die Durchstechflasche(n) vorsichtig um, um das Zellprodukt zu vermischen. Wenn irgendwelche Verklumpungen offensichtlich sind, drehen Sie die Durchstechflasche(n) weiter, bis die Klumpen aufgelöst sind und die Zellen gleichmässig resuspendiert erscheinen.
  • -(image)
  • -2. Untersuchen Sie die aufgetaute(n) Durchstechflasche(n) visuell auf Beschädigungen oder Undichtigkeiten. Nicht verwenden, wenn die Durchstechflasche beschädigt ist oder die Klumpen sich nicht auflösen; in solch einem Fall kontaktieren Sie die Zulassungsinhaberin. Die FlĂĽssigkeit in den Durchstechflaschen sollte leicht trĂĽb bis trĂĽb, farblos bis gelb oder bräunlich-gelb sein.
  • -3. Entfernen Sie die Polyaluminium-Abdeckung (falls vorhanden) vom Boden der Durchstechflasche und tupfen Sie das Septum mit einem Alkoholtupfer ab. Bevor Sie fortfahren, lassen Sie dieses lufttrocknen.
  • -HINWEIS: Das Fehlen der Polyaluminium-Abdeckung hat keinen Einfluss auf die Sterilität der Durchstechflasche.
  • -(image)
  • -4. Halten Sie die Durchstechflasche(n) aufrecht, schneiden Sie die Versiegelung auf der Schlauchleitung oben auf der Durchstechflasche direkt ĂĽber dem Filter auf, um die EntlĂĽftungsöffnung auf der Durchstechflasche zu öffnen.
  • -(image)
  • -HINWEIS: Achten Sie darauf, die richtige Schlauchleitung mit dem Filter auszuwählen. NUR den Schlauch mit einem Filter aufschneiden.
  • -5. Halten Sie eine Nadel (20 Gauge, 1–1,5 Zoll) mit der Ă–ffnung der Nadelspitze entfernt vom Entnahmeport-Septum.
  • -a.FĂĽhren Sie die Nadel in einem Winkel von 45–60° in das Septum ein, um das Entnahmeport-Septum zu durchstechen.
  • -b.Erhöhen Sie den Winkel der Nadel schrittweise, während die Nadel in die Durchstechflasche eindringt.
  • -(image)
  • -6. OHNE Luft in die Spritze aufzuziehen, langsam das Zielvolumen entnehmen (wie im RFI-Zertifikat angegeben).
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  • -7. Untersuchen Sie die Spritze sorgfältig auf Anzeichen von Ablagerungen, bevor Sie fortfahren. Wenn es RĂĽckstände gibt, wenden Sie sich an die Zulassungsinhaberin.
  • -8. Vergewissern Sie sich, dass das Volumen der CD8+/CD4+ Zellkomponente mit dem fĂĽr die jeweilige Komponente im RFI-Zertifikat angegebenen Volumen ĂĽbereinstimmt.
  • -Sobald das Volumen verifiziert ist, entfernen Sie die Spritze/Nadel aus der Durchstechflasche, entfernen Sie vorsichtig die Nadel von der Spritze und verschliessen Sie die Spritze mit einer Schutzkappe. Bewahren Sie die Durchstechflasche weiterhin horizontal auf und geben Sie diese in die Kartonschachtel zurĂĽck, um ein Auslaufen der Durchstechflasche zu vermeiden.
  • -(image)
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  • -9. Entsorgen Sie nicht verwendete Mengen von Breyanzi sachgemäss (entsprechend den örtlichen Richtlinien zur Biosicherheit).
  • -Verabreichung
  • -·Verwenden Sie KEINEN Leukodepletionsfilter.
  • -·Stellen Sie sicher, dass Tocilizumab und eine NotfallausrĂĽstung vor der Infusion und während der Erholungsphase zur VerfĂĽgung stehen.
  • -·Bestätigen Sie, dass die Identität des Patienten mit den Angaben zum Patienten auf dem Spritzenetikett ĂĽbereinstimmt.
  • -·Sobald die Breyanzi-Komponenten in Spritzen aufgezogen wurden, fahren Sie so bald als möglich mit der Verabreichung fort. Die Gesamtzeit von der Entnahme aus der Gefrierlagerung bis zur Verabreichung an den Patienten sollte 2 Stunden nicht ĂĽberschreiten.
  • -·Verwenden Sie zur Injektion 9 mg/ml (0,9 %) Natriumchlorid-Infusionslösung, um alle Infusionsschläuche vor und nach jeder Verabreichung von CD8+ oder CD4+Zellkomponenten zu spĂĽlen.
  • -·Verabreichen Sie die CD8+ Zellkomponente zuerst. Das gesamte Volumen der CD8+ Zellkomponente wird intravenös bei einer Infusionsrate von etwa 0,5 ml/Minute unter Verwendung des nächstgelegenen Ports oder des Y-Arms verabreicht.
  • -·Wenn mehr als eine Spritze fĂĽr eine vollständige Zieldosis der CD8+ Zellkomponente erforderlich ist, verabreichen Sie das Volumen in jeder Spritze fortlaufend ohne Pause zwischen der Verabreichung der Spritzeninhalte (es sei denn, es gibt einen klinischen Grund die Dosis anzuhalten, wie z.B. eine Infusionsreaktion). Nachdem die CD8+ Zellkomponente verabreicht wurde, spĂĽlen Sie den Schlauch mit einer 9 mg/ml (0,9 %) Natriumchlorid-Infusionslösung.
  • -·Verabreichen Sie die CD4+ Zellkomponente unmittelbar nach Abschluss der Verabreichung der CD8 Komponente mit derselben Vorgehensweise, wie sie fĂĽr die CD8+ Zellkomponente beschrieben ist. SpĂĽlen Sie den Schlauch nach der Verabreichung der CD4+ Zellkomponente ausreichend mit einer 9 mg/ml (0,9 %) Natriumchlorid-Infusionslösung, um den Schlauch und die Länge des IV-Katheters zu reinigen.
  • -·Die Infusionsdauer variiert und wird fĂĽr jede Komponente normalerweise weniger als 15 Minuten in Anspruch nehmen.
  • -Besondere Vorsichtsmassnahmen fĂĽr die Entsorgung und sonstige Handhabung
  • -Breyanzi enthält genetisch modifizierte menschliche Blutzellen. Es wird aus autologem Blut des Patienten hergestellt, das mittels Leukapherese gewonnen wird. Das Leukapheresematerial der Patienten und Breyanzi können ein Risiko fĂĽr die Ăśbertragung infektiöser Viren auf Fachpersonen aus dem Gesundheitswesen bergen, die das Arzneimittel handhaben. Dementsprechend mĂĽssen Fachpersonen aus dem Gesundheitswesen beim Umgang mit Leukapheresematerial oder Breyanzi angemessene Vorsichtsmassnahmen treffen (Tragen von Handschuhen und Schutzbrille), um eine mögliche Ăśbertragung von Infektionen zu vermeiden.
  • -Arbeitsflächen, die mit Breyanzi in Kontakt gekommen sind oder in Kontakt gewesen sein könnten, mĂĽssen mit einem entsprechenden Desinfektionsmittel dekontaminiert werden. Die örtlichen Richtlinien zur Biosicherheit sollten fĂĽr nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial befolgt werden. Alle Materialien, die mit Breyanzi in BerĂĽhrung gekommen sind (Fest- und FlĂĽssigabfall), sind als potenziell infektiöser Abfall gemäss den örtlichen Richtlinien zur Biosicherheit zu handhaben und zu entsorgen.
  • -Zulassungsnummer
  • -67469 (Swissmedic)
  • -Packungen
  • -Breyanzi ist in Kryokonservierungs-Durchstechflaschen aus zyklischem Olefin-Co-Polymer erhältlich. Jede Durchstechflasche enthält 4,6 ml Zelldispersion. [A]
  • -Jede Kartonschachtel mit CAR-positiven lebensfähigen T-Zellen (CD8+ Zellkomponente oder CD4+ Zellkomponente) enthält bis zu 4 Durchstechflaschen jeder Komponente, abhängig von der kryokonservierten CAR-positiven lebensfähigen T-Zellenkonzentration des Arzneimittels.
  • -Die Kartonschachteln der CD8+ Zellkomponente und CD4+ Zellkomponente sind in einer äusseren Kartonschachtel aufbewahrt und werden in einem FlĂĽssigstickstoff-Versandbehälter versandt.
  • -Zulassungsinhaberin
  • -Bristol-Myers Squibb SA, Steinhausen
  • -Stand der Information
  • -Oktober 2025
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