Unerwünschte WirkungenZusammenfassung des Sicherheitsprofils
Das Sicherheitsprofil von Iptacopan basiert auf der Analyse der gepoolten Sicherheitsdaten von 372 Patienten mit PNH (N=174) oder mit Nierenerkrankungen (N=198), die in mehreren Studien mit Iptacopan in beliebiger Dosierung behandelt wurden. Die mediane Dauer der Iptacopan -Exposition betrug 14.2 Monate. Die am häufigsten berichteten unerwünschten Wirkungen bei Patienten, die mit Iptacopan behandelt wurden, waren Infektionen der oberen Atemwege (25,8 %), Kopfschmerzen (19,1 %) Unterleibsschmerzen (11,3 %) und Diarrhoe (12,1 %).
Liste der unerwünschten Wirkungen
Die unerwünschten Wirkungen sind nach MedDRA-Systemorganklassen und Häufigkeit gemäss folgender Konvention geordnet:
sehr häufig (≥1/10); häufig (≥1/100 bis <1/10); gelegentlich (≥1/1'000 bis <1/100); selten (≥1/10'000 bis <1/1'000); sehr selten (<1/10'000), nicht bekannt (kann aus den verfügbaren Daten nicht abgeschätzt werden).
Tabelle 1 Unerwünschte Wirkungen aus klinischen Studien bei Patienten mit Iptacopan
MedDRA-Systemorganklasse Unerwünschte Wirkung Pool von Iptacopan-S Häufigkeitskategorie
en tudien* N = 372 n
(%)
Infektionen und parasitäre Infektion der 96 (25,8) Sehr häufig
Erkrankungen oberen Atemwege3
Bakterielle Pneumonie7 6 (1,6) Häufig
Harnwegsinfektion4 22 (5,9) Häufig
Bronchitis5 10 (2,7) Häufig
Pneumokokken Infektion8 3 (0,8) Gelegentlich
Erkrankungen des Blutes und des Thrombozytenzahl 14 (3,8) Häufig
Lymphsystems vermindert1
Erkrankungen des Nervensystems Kopfschmerzen6 60 (16,1) Sehr häufig
Schwindelgefühl 16 (4,3) Häufig
Erkrankungen des Gastrointestinalt Abdominalschmerz2 42 (11,3) Sehr häufig
rakts
Diarrhoe 36 (9,7) Häufig
Übelkeit 27 (7,3) Häufig
Erkrankungen der Haut und des Urtikaria 1 (0,3) Gelegentlich
Unterhautgewebes
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- Arthralgie 19 (5,1) Häufig
und Knochenerkrankungen
* Patienten mit PNH (N=174) oder
Nierenerkrankungen (N=198), die
in mehreren Studien mit Iptacopan
in beliebiger Dosierung behandelt
wurden. 1Verminderte Thrombozytenz
ahl umfasst die bevorzugten
Begriffe Thrombozytopenie und
verminderte Thrombozytenzahl.
2Abdominalschmerz umfasst die
bevorzugten Begriffe Abdominalschm
erz, Unterleibsschmerzen,
Schmerzen Oberbauch, abdominale
Druckempfindlichkeit und
abdominale Beschwerden.3Infektione
n der oberen Atemwege umfassen
die bevorzugten Begriffe akute
Sinusitis, Influenza,
Nasopharyngitis, Pharyngitis,
Rhinitis, Sinusitis, Tonsillitis,
Infektionen der oberen Atemwege
und virale Infektionen der oberen
Atemwege. 4Harnwegsinfektion
umfasst die bevorzugten Begriffe
Harnwegsinfektion, pseudomonale
asymptomatische Bakteriurie,
Zystitis, und Zystitis
escherichia. 5Bronchitis umfasst
die bevorzugten Begriffe
Bronchitis, Bronchitis
haemophilus, bakterielle
Bronchitis und Tracheobronchitis.
6Kopfschmerzen umfasst die
bevorzugten Begriffe Kopfschmerzen
und Kopfbeschwerden. 7Die
bakterielle Lungenentzündung
umfasst die bevorzugten Begriffe
bakterielle Lungenentzündung und
Pneumokokkenpneumonie.
8Pneumokokken Infektion umfasst
die bevorzugten Begriffe
Pneumokokken Sepsis und
Pneumokokken Pneumonie
Beschreibung spezifischer unerwünschter Wirkungen und Zusatzinformationen
Infektionen (alle Indikationen)
In klinischen Studien zu PNH und Nierenerkrankungen meldeten 5 von 372 Patienten (1,3 %) eine schwere bakterielle Lungenentzündung während der Behandlung mit Iptacopan (2 Patienten mit PNH hatten eine bakterielle Lungenentzündung und 3 Patienten mit Nierenerkrankungen eine Pneumokokken-Pneumonie, eingeschlossen 1 Patient von dem auch Pneumokokken Sepsis gemeldet wurde). Alle Patienten waren gegen Neisseria meningitidis, Streptococcus pneumoniae und Haemophilus influenzae Typ B geimpft worden und erholten sich nach der Behandlung mit Antibiotika. Die Patienten mit PNH wurden während der gesamten Dauer der Behandlung mit Iptacopan behandelt.
Thrombozytenzahl vermindert (nur bei Patienten mit PNH)
Bei 50% der Patienten mit normaler Thrombozytenzahl bei Studienbeginn wurde eine Verminderung zu CTCAE-Grad 1 beobachtet (basierend auf CTCAE Version 4.03). Patienten mit einem Rückgang auf Grad 3 (3 % der Patienten) oder auf Grad 4 (4 % der Patienten) hatten eine vorbestehende Thrombozytopenie oder relevante Begleiterkrankungen wie myelodysplastisches Syndrom, aplastische Anämie, COVID-19 und Immunthrombozytopenie.
Labor und Vitalparameter
Erhöhter Cholesterinspiegel und Blutdruck (nur bei Patienten mit PNH beobachtet)
Bei Patienten, die in klinischen PNH-Studien mit Iptacopan 200 mg zweimal täglich behandelt wurden, wurden nach 6 Monaten mittlere Anstiege des Gesamtcholesterins und des LDL-Cholesterins gegenüber dem Ausgangswert um etwa 0,75 mmol/l festgestellt. Die Mittelwerte blieben innerhalb der Normbereiche. Ein Anstieg des Blutdrucks, insbesondere des diastolischen Blutdrucks (DBP), wurde beobachtet (mittlerer Anstieg um 4,4 mmHg im 6. Monat). Der mittlere DBP überstieg nicht 80 mmHg. Der Anstieg von Gesamtcholesterin, LDL-C und DBP korrelierte mit einem Anstieg des Hämoglobins (Verbesserung der Anämie) bei Patienten mit PNH (siehe "Phamakologie" ).
Behandlungsverlängerung PNH
Patienten, die die 24-wöchige Hauptbehandlungsphase in der klinischen Studie APPLY-PNH abgeschlossen hatten, konnten die Behandlung mit Fabhalta in einer 24-wöchigen Behandlungsverlängerungsphase fortsetzen, was zu einer Gesamtbehandlungsdauer von bis zu 48 Wochen führte. Das Sicherheitsprofil in der Behandlungsverlängerungsphase entsprach dem bekannten Sicherheitsprofil von Fabhalta; bis Woche 48 kam es weder zu Todesfällen noch Therapieabbrüchen aufgrund von unerwünschten Ereignissen.
Bei Patientinnen und Patienten, die im Rahmen der klinischen C3G-Studie zweimal täglich mit 200 mg Iptacopan behandelt wurden, wurden im Vergleich zu Placebo keine klinisch relevanten Unterschiede bei Gesamtcholesterin, LDL-Cholesterin oder Blutdruck beobachtet.
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grosser Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdacht einer neuen oder schwerwiegenden Nebenwirkung über das Online-Portal ElViS (Electronic Vigilance System) anzuzeigen. Informationen dazu finden Sie unter www.swissmedic.ch.
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