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Fachinformation zu OPDUALAG®:Bristol-Myers Squibb SA
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Dosierung/Anwendung

Die Behandlung muss von Ärzten mit Erfahrung in der Behandlung von Krebs eingeleitet und überwacht werden.
Übliche Dosierung
Die empfohlene Dosierung von Opdualag ist:
-Erwachsene Patienten: Opdualag (480 mg Nivolumab und 160 mg Relatlimab) alle 4 Wochen verabreicht als intravenöse Infusion über 30 Minuten.
Therapiedauer
Die Behandlung mit Opdualag sollte so lange fortgesetzt werden, wie ein klinischer Nutzen beobachtet wird oder bis die Behandlung vom Patienten nicht mehr toleriert wird.
Dosisanpassung aufgrund unerwünschter Wirkungen/Interaktionen
Eine Erhöhung oder Reduktion der Dosis wird nicht empfohlen. Eine Verzögerung der Dosierung oder ein Absetzen kann basierend auf der individuellen Sicherheit und Verträglichkeit erforderlich sein. Richtlinien für das dauerhafte Absetzen oder das Aufschieben von Dosen sind in Tabelle 1 beschrieben. Ausführliche Richtlinien zum Umgang mit immunvermittelten unerwünschten Wirkungen sind in der Rubrik "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" beschrieben.

                      Tabelle 1: Empfohlene Behandlungsumstel
lungen für Opdualag
Immunvermittelte unerwünschte Wirkung    Schweregrad           Behandlungsumstellung
Immunvermittelte Pneumonitis             Pneumonitis Grad 2    Die Verabreichung aufschieben bis
                                                               die Symptome abklingen, sich
                                                               auffällige Röntgenbefunde verbessern
                                                               und die Behandlung mit Kortikosteroid
                                                               en abgeschlossen ist
Pneumonitis Grad 3 oder 4                Die Behandlung
                                         dauerhaft absetzen
Immunvermittelte Kolitis                 Diarrhö oder Kolitis  Die Verabreichung aufschieben bis
                                          Grad 2 oder 3        die Symptome abklingen und die
                                                               Behandlung mit Kortikosteroiden
                                                               abgeschlossen ist
Diarrhö oder Kolitis Grad 4              Die Behandlung
                                         dauerhaft absetzen
Immunvermittelte Hepatitis               AST/ALT-Erhöhung      Die Verabreichung aufschieben bis
                                         auf mehr als das 3-   die Laborwerte wieder die
                                         und bis zum 5-fachen  ursprünglichen Spiegel erreichen
                                          des ULN   oder       und, falls erforderlich, die
                                         Erhöhung des Gesamt-  Behandlung mit Kortikosteroiden
                                         Bilirubins auf mehr   abgeschlossen ist
                                         als das 1,5- und      
                                         bis zum 3-fachen      
                                         des ULN               
AST- oder ALT-Erhöhung auf mehr als      Die Behandlung
das 5-fache des ULN, ungeachtet des      dauerhaft absetzen
ursprünglichen Spiegels   oder           
Erhöhung des Gesamt-Bilirubins auf       
mehr als das 3-fache des ULN   oder      
gleichzeitige AST- oder ALT-Erhöhung     
auf mehr als das 3-fache des ULN und     
Erhöhung des Gesamt-Bilirubins auf       
mehr als das 2-fache des ULN             
Immunvermittelte Nephritis und           Kreatinin-Erhöhung    Die Verabreichung aufschieben bis
Nierenfunktionsstörung                   Grad 2 oder 3         der Kreatinin-Spiegel wieder den
                                                               ursprünglichen Spiegel erreicht und
                                                               die Behandlung mit Kortikosteroiden
                                                               abgeschlossen ist
Kreatinin-Erhöhung Grad 4                Die Behandlung
                                         dauerhaft absetzen
Immunvermittelte Endokrinopathien        Symptomatische Grad   Die Verabreichung aufschieben bis
                                         2 oder 3 Hypothyreos  die Symptome abklingen und die
                                         e, Hyperthyreose,     Behandlung mit Kortikosteroiden
                                         Hypophysitis Nebenni  (falls zur Behandlung der Symptome
                                         ereninsuffizienz      einer akuten Entzündung
                                         Grad 2 Diabetes       erforderlich) abgeschlossen ist. Die
                                         Grad 3                Behandlung sollte während einer
                                                               Hormonersatztherapiea fortgesetzt
                                                               werden, soweit keine Symptome
                                                               auftreten
Hypothyreose Grad 4 Hyperthyreose Grad   Die Behandlung
4 Hypophysitis Grad 4 Nebenniereninsuff  dauerhaft absetzen
izienz Grad 3 oder 4 Diabetes Grad 4     
Immunvermittelte Hautreaktionen          Hautausschlag Grad 3  Die Verabreichung aufschieben bis
                                                               die Symptome abklingen und die
                                                               Behandlung mit Kortikosteroiden
                                                               abgeschlossen ist
Verdacht auf Stevens-Johnson Syndrom     Die Verabreichung
(SJS) oder toxischer epidermaler         aufschieben
Nekrolyse (TEN)                          
Hautausschlag Grad 4 SJS/TEN bestätigt   Die Behandlung
                                         dauerhaft absetzen
                                         (siehe "Warnhinweise
                                          und Vorsichtsmassna
                                         hmen" )
Immunvermittelte Myokarditis             Myokarditis Grad 2    Die Verabreichung aufschieben bis
                                                               die Symptome abklingen und die
                                                               Behandlung mit Kortikosteroiden
                                                               abgeschlossen ist. Eine
                                                               Wiederaufnahme der Behandlung kann
                                                               nach Erholung in Betracht gezogen
                                                               werden.b
Myokarditis Grad 3 oder 4                Die Behandlung
                                         dauerhaft absetzen
Immunvermittelte Myelitis                Alle Grade            Die Behandlung dauerhaft absetzen
Myokarditis-Myositis-Myasthenia-gravis-  Myokarditis-Myositis  Die Verabreichung aufschieben bis
 Overlap-Syndrom (Triple                 -Myasthenia-gravis-O  die Symptome abklingen und die
M-Overlap-Syndrom)c                      verlap-Syndrom Grad   Behandlung mit Kortikosteroiden
                                         2                     abgeschlossen istb
Myokarditis-Myositis-Myasthenia-gravis-  Die Behandlung
Overlap-Syndrom Grad 3 oder 4            dauerhaft absetzen
Andere immunvermittelte unerwünschte     Grad 3 (erstes        Die Verabreichung aufschieben
Wirkungen                                Auftreten)            
Grad 4 oder wiederauftretende Grad 3;    Die Behandlung
andauernde Grad 2 oder 3 trotz           dauerhaft absetzen
Behandlungsanpassung; wenn die           
Kortikosteroid-Dosis nicht auf täglich   
10 mg Prednison oder äquivalente Dosis   
eines anderen Kortikosteroids            
reduziert werden kann                    

Hinweis: Die Toxizitätsgrade entsprechen den National Cancer Institute Common Terminology Criteria for Adverse Events Version 5.0 (NCI-CTCAE v5).
a Empfehlungen für die Anwendung einer Hormonersatztherapie finden Sie in der Rubrik "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" .
b Die Sicherheit einer Wiederaufnahme der Behandlung mit Opdualag bei Patienten mit einer vorangegangenen immunvermittelten Myokarditis ist nicht bekannt.
c Dabei liegt eine Überlappung von zwei oder allen drei Erkrankungen vor. Zur Beurteilung der empfohlenen Behandlungsanpassung für Opdualag ist der höchste CTCAE-Schweregrad der einzelnen Ereignisse zu berücksichtigen.
Patienten mit Leberfunktionsstörungen
Basierend auf den Ergebnissen der Populations-Pharmakokinetik (PK) ist bei Patienten mit leichter oder mässiger Leberfunktionsstörung keine Dosisanpassung erforderlich (siehe "Pharmakokinetik“). Die Datenlage bei Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung ist zu begrenzt, um Schlussfolgerungen bei dieser Population ziehen zu können. Opdualag muss bei Patienten mit Leberfunktionsstörung mit Vorsicht verabreicht werden.
Patienten mit Nierenfunktionsstörungen
Basierend auf den Ergebnissen der Populations-PK ist bei Patienten mit leichter oder moderater Nierenfunktionsstörung keine Dosisanpassung erforderlich (siehe "Pharmakokinetik" ). Die Datenlage bei Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung ist zu begrenzt, um Schlussfolgerungen bei dieser Population ziehen zu können. Opdualag muss bei Patienten mit Nierenfunktionsstörung mit Vorsicht verabreicht werden.
Ältere Patienten
Für ältere Patienten (≥65 Jahre) ist keine Dosisanpassung erforderlich (siehe "Pharmakokinetik" ).
Kinder und Jugendliche
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Opdualag bei Kindern und Jugendlichen ist nicht erwiesen. Es liegen keine Daten vor.
Art der Anwendung
Opdualag ist nur zur intravenösen Verabreichung bestimmt. Es wird als intravenöse Infusion über einen Zeitraum von ungefähr 30 Minuten verabreicht. Die Infusion muss durch einen sterilen, nichtpyrogenen In-Line-Filter mit geringer Proteinbindung und einer Porengrösse von 0,2-1,2 µm verabreicht werden.
Opdualag darf nicht als intravenöse Druck- oder Bolus-Injektion verabreicht werden.
Opdualag kann mit Natriumchloridlösung 9 mg/ml (0,9%) zur Injektion oder Glukoselösung 50 mg/ml (5%) zur Injektion verdünnt werden (siehe "Sonstige Hinweise" ).
Anweisungen zur Handhabung des Arzneimittels vor der Anwendung, sind in der Rubrik "Sonstige Hinweise" zu finden.
Rückverfolgbarkeit
Um die Rückverfolgbarkeit von biotechnologisch hergestellten Arzneimitteln sicherzustellen, wird empfohlen Handelsname und Chargennummer bei jeder Behandlung zu dokumentieren.

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