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Fachinformation zu Lisdexamfetamin Spirig HC®, Hartkapseln:Spirig HealthCare AG
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Unerwünschte Wirkungen

In der folgenden Tabelle sind unerwünschte Wirkungen aus den klinischen Studien sowie aus Spontanberichten aufgeführt. Alle Nebenwirkungen aus Erfahrungen nach dem Inverkehrbringen sind kursiv gesetzt.
Die unerwünschten Wirkungen sind nach MedDRA-Systemorganklassen und Häufigkeit gemäss folgender Konvention geordnet:
Sehr häufig (≥1/10)
Häufig (≥1/100 bis < 1/10)
Gelegentlich (≥1/1'000 bis < 1/100)
Selten (≥1/10'000 bis < 1/1'000)
Sehr selten (< 1/10'000)
Häufigkeit nicht bekannt (auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).
Ein Sternchen (*) weist darauf hin, dass unter "Beschreibung spezifischer unerwünschter Wirkungen und Zusatzinformationen" weitere Informationen zu der jeweiligen unerwünschten Wirkung gegeben werden.

                                                                System/Organklasse    Unerwünschte Wirkung  Kinder (6 bis 12      Jugendliche (13 bis   Erwachsene
                                            Jahre)                17 Jahre)             
Erkrankungen des      Anaphylaktische       Nicht bekannt         Nicht bekannt         Nicht bekannt
Immunsystems          Reaktion                                                          
Überempfindlichkeit   Gelegentlich          Gelegentlich          Gelegentlich
Stoffwechsel- und     Appetit vermindert    Sehr häufig (32,5%)   Sehr häufig (38,5%)   Sehr häufig (29,0%)
Ernährungsstörungen                                                                     
Psychiatrische        *Insomnie             Sehr häufig (18,2%)   Sehr häufig (13,9%)   Sehr häufig (23,3%)
Erkrankungen                                                                            
Erregung              Gelegentlich          Gelegentlich          Häufig
Angstgefühl           Gelegentlich          Häufig                Häufig
Logorrhö              Gelegentlich          Gelegentlich          Gelegentlich
Libido vermindert     Nicht zutreffend      Nicht berichtet       Häufig
Depression            Gelegentlich          Häufig                Gelegentlich
Tic                   Häufig                Gelegentlich          Gelegentlich
Affektlabilität       Häufig                Gelegentlich          Häufig
Dysphorie             Gelegentlich          Gelegentlich          Gelegentlich
Euphorie              Nicht bekannt         Gelegentlich          Gelegentlich
Psychomotorische      Gelegentlich          Gelegentlich          Häufig
Hyperaktivität                                                    
Bruxismus             Gelegentlich          Gelegentlich          Häufig
Zwangsstörung         Gelegentlich          Gelegentlich          Gelegentlich
(einschliesslich                                                  
Trichotillomanie                                                  
und Dermatillomanie)                                              
Psychotische Episode  Nicht bekannt         Nicht bekannt         Nicht bekannt
n                                                                 
Manie                 Gelegentlich          Gelegentlich          Gelegentlich
Halluzination         Gelegentlich          Gelegentlich          Nicht bekannt
Aggression            Häufig                Gelegentlich          Nicht bekannt
Tourette-Syndrom      Nicht bekannt         Nicht bekannt         Nicht bekannt
Erkrankungen des      Kopfschmerzen         Sehr häufig (11,7%)   Sehr häufig (16,2%)   Sehr häufig (20,3%)
Nervensystems                                                                           
Schwindelgefühl       Häufig                Häufig                Häufig
Ruhelosigkeit         Gelegentlich          Häufig                Häufig
Tremor                Gelegentlich          Häufig                Häufig
Somnolenz             Häufig                Häufig                Gelegentlich
Anfall                Nicht bekannt         Nicht bekannt         Nicht bekannt
Dyskinesie            Gelegentlich          Gelegentlich          Gelegentlich
Dysgeusia             Gelegentlich          Gelegentlich          Gelegentlich
Synkope               Gelegentlich          Gelegentlich          Gelegentlich
Augenerkrankungen     Verschwommenes Sehen  Gelegentlich          Nicht bekannt         Gelegentlich
Mydriasis             Gelegentlich          Gelegentlich          Nicht bekannt
Trockenes Auge        Gelegentlich          Gelegentlich          Gelegentlich
Erhöhter Augeninnend  Nicht bekannt         Nicht bekannt         Nicht bekannt
ruck, Glaukom                                                     
Herzerkrankungen      Tachykardie           Häufig                Häufig                Häufig
Palpitation           Gelegentlich          Häufig                Häufig
Kardiomyopathie       Nicht bekannt         Gelegentlich          Nicht bekannt
QTc-Intervall-Verlän  Gelegentlich          Gelegentlich          Gelegentlich
gerung                                                            
Gefässerkrankungen    Raynaud-Syndrom       Gelegentlich          Nicht bekannt         Nicht bekannt
Epistaxis             Gelegentlich          Gelegentlich          Gelegentlich
Erkrankungen der      Dyspnoe               Gelegentlich          Häufig                Häufig
Atemwege, des                                                                           
Brustraums und                                                                          
Mediastinums                                                                            
Erkrankungen des      Mundtrockenheit       Häufig                Häufig                Sehr häufig (22,9%)
Gastrointestinaltrak                                                                    
ts                                                                                      
Diarrhö               Häufig                Häufig                Häufig
Verstopfung           Häufig                Gelegentlich          Häufig
Schmerzen im Oberbau  Sehr häufig (11,4%)   Häufig                Häufig
ch                                                                
Übelkeit              Häufig                Häufig                Häufig
Erbrechen             Häufig                Häufig                Gelegentlich
Intestinale Ischämie  Nicht bekannt         Nicht bekannt         Nicht bekannt
Leber und Gallenerkr  *eosinophile Hepatit  Nicht bekannt         Nicht bekannt         Nicht bekannt
ankungen              is                                                                
Erkrankungen der      Hyperhidrose          Gelegentlich          Gelegentlich          Häufig
Haut und des Unterha                                                                    
utgewebes                                                                               
Urtikaria             Gelegentlich          Gelegentlich          Gelegentlich
Ausschlag             Häufig                Gelegentlich          Gelegentlich
*Angioödem            Nicht bekannt         Nicht bekannt         Nicht bekannt
*Stevens-Johnson-Syn  Nicht bekannt         Nicht bekannt         Nicht bekannt
drom                                                              
Alopezie              Nicht bekannt         Nicht bekannt         Nicht bekannt
Erkrankungen der      erektile Dysfunktion  Nicht zutreffend      Gelegentlich          Häufig
Geschlechtsorgane                                                                       
und der Brustdrüse                                                                      
Allgemeine Erkrankun  Brustschmerz          Gelegentlich          Gelegentlich          Häufig
gen und Beschwerden                                                                     
am Verabreichungsort                                                                    
Reizbarkeit           Häufig                Häufig                Häufig
Ermüdung              Häufig                Häufig                Häufig
Nervosität            Gelegentlich          Häufig                Häufig
Pyrexie               Häufig                Häufig                Gelegentlich
Untersuchungen        Blutdruck erhöht      Gelegentlich          Gelegentlich          Häufig
*Gewichtsverlust      Sehr häufig (11,7%)   Sehr häufig (13,9%)   Häufig

Beschreibung spezifischer unerwünschter Wirkungen und Zusatzinformationen
Insomnie
Umfasst Insomnie, Einschlaf- und Durchschlafstörungen sowie vorzeitiges Erwachen.
Gewichtsverlust
In einer 4-wöchigen kontrollierten Studie mit Lisdexamfetamin bei Kindern im Alter von 6 bis 12 Jahren betrug der Gewichtsverlust vom prä-therapeutischen Ausgangswert bis zum Endpunkt im Durchschnitt 0,4; 0,9 bzw. 1,1 kg bei Patienten, die 30 mg, 50 mg bzw. 70 mg Lisdexamfetamin erhalten hatten. Bei Patienten, die Placebo erhalten hatten, gab es im Vergleich dazu eine durchschnittliche Gewichtszunahme von 0,5 kg. Höhere Dosen waren bei 4 Wochen Behandlung mit grösserem Gewichtsverlust verbunden. Sorgfältige Nachuntersuchungen des Gewichts bei Kindern im Alter von 6 bis 12 Jahren, die Lisdexamfetamin über einen Zeitraum von 12 Monaten erhalten hatten, weisen darauf hin, dass eine gleichbleibende Medikation (d.h. 7 Behandlungstage pro Woche über 1 ganzes Jahr) die Wachstumsrate in Bezug auf das Körpergewicht verlangsamt, was sich alters- und geschlechtsbereinigt gegenüber dem prä-therapeutischen Ausgangswert als eine durchschnittliche prozentuale Veränderung von -13.4 über 1 Jahr darstellt. Die durchschnittlichen Prozentwerte vor Therapiebeginn (n=271) und nach 12 Monaten (n=146) betrugen 60,9 bzw. 47,2.
In einer 4-wöchigen kontrollierten Studie mit Lisdexamfetamin bei Kindern im Alter von 13 bis 17 Jahren betrug der Gewichtsverlust vom prä-therapeutischen Ausgangswert bis zum Endpunkt im Durchschnitt 1,2, 1,9 bzw. 2,3 kg bei Patienten, die 30 mg, 50 mg bzw. 70 mg Lisdexamfetamin erhalten hatten. Bei Patienten, die Placebo erhalten hatten, gab es im Vergleich dazu eine durchschnittliche Gewichtszunahme von 0,9 kg. Sorgfältige Nachuntersuchungen des Gewichts bei Jugendlichen im Alter von 13 bis 17 Jahren, die Lisdexamfetamin über einen Zeitraum von 12 Monaten erhalten hatten, weisen darauf hin, dass eine gleichbleibende Medikation (d.h. 7 Behandlungstage pro Woche über 1 ganzes Jahr) die Wachstumsrate in Bezug auf das Körpergewicht verlangsamt, was sich alters- und geschlechtsbereinigt gegenüber dem prätherapeutischen Ausgangswert als eine durchschnittliche prozentuale Veränderung von -6,5 über 1 Jahr darstellt. Die durchschnittlichen Prozentwerte vor Therapiebeginn (n=265) und nach 12 Monaten (n=156) betrugen 66,0 bzw. 61,5.
Bei Kindern und Jugendlichen (im Alter von 6 - 17 Jahren), die Lisdexamfetamin über zwei Jahre erhielten, zeigte die sorgsame Überwachung des Gewichts an, dass bei konsequent durchgeführter Medikation (d.h. Behandlung an 7 Tagen pro Woche über zwei Jahre) das Wachstum gemessen am Körpergewicht verlangsamt wurde. Bei Kindern und Jugendlichen betrug die durchschnittliche Gewichts-Perzentile zu Anfang (n=314) und nach 24 Monaten (Woche 104, n=189) 65,4 (SD 27,11) bzw. 48,2 (SD 29,94). Die Alters- und Geschlechtsnomalisierte durchschnittliche Abweichung von der Baseline als Perzentile über 2 Jahre betrug -16,9 (SD 17,33).
Pädiatrische Patienten mit ADHS, die jünger als 6 Jahre sind, haben langfristig mehr Gewicht verloren als Patienten, die 6 Jahre und älter sind.
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grosser Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdacht einer neuen oder schwerwiegenden Nebenwirkung über das Online-Portal ElViS (Electronic Vigilance System) anzuzeigen. Informationen dazu finden Sie unter www.swissmedic.ch.

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