Unerwünschte WirkungenWenn nicht anders angegeben, basiert das folgende Sicherheitsprofil von Lurbinectedin auf der Beurteilung von Patienten, die in klinischen Studien behandelt wurden.
Zusammenfassung des Sicherheitsprofils
Anwendung von Lurbinectedin als Monotherapie
Die folgenden Daten beruhen auf der Exposition von 554 Patienten, welche ZEPZELCA als Einzelsubstanz erhalten hatten. Die Sicherheit von ZEPZELCA wurde in einer offenen Phase-II-Studie zu ausgewählten soliden Tumoren (Basket [n=335]) und in einer randomisierten Phase-III-Studie zu platinresistenten Ovarialkarzinomen (CORAIL [n=219]) beurteilt. Alle Patienten erhielten ZEPZELCA im empfohlenen Dosierungsschema von 3.2 mg/m2 alle 21 Tage. Von diesen Patienten hatten 105 ein SCLC, 230 verschiedene Tumorerkrankungen (Endometriumkarzinom [n=73], neuroendokrine Tumoren [n=32], Ewing-Tumoren [n=28], Keimzelltumoren [n=23], metastasierte BRCA-1/2-assoziierte Mammakarzinome [n=21], Gallengangskarzinome [n=19], Karzinome mit unbekannter Primärlokalisation [n=19] und Kopf-Hals-Tumoren [n=15]) und 219 ein Ovarialkarzinom.
Bei den 554 mit ZEPZELCA als Einzelsubstanz behandelten Patienten betrug die mediane Behandlungsdauer 13.3 Wochen (Spanne: 1.1-162.3) mit einer medianen kumulativen Dosis von 12.6 mg/m2 (Spanne: 3.1-167.1).
In Tabelle 3 und Tabelle 4 sind ausgewählte unerwünschte Wirkungen bzw. Laborwertabweichungen aus der SCLC-Kohorte der Basket-Studie und kombiniert für 554 Patienten der Basket- und CORAIL-Studie aufgeführt.
In der Kohorte der Patienten mit SCLC waren die häufigsten (≥20%) hämatologischen unerwünschten Wirkungen (alle Grade ungeachtet des Zusammenhangs) Anämie (94%), Lymphopenie (86%), Leukopenie (79%), Neutropenie (71%) und Thrombozytopenie (44%). Hämatologische unerwünschte Wirkungen des Grads 3/4, die bei ≥5% der Patienten auftraten, waren Neutropenie (47%), Lymphopenie (44%), Leukopenie (29%), Anämie (10%), Thrombozytopenie (7%) und febrile Neutropenie (5%) (siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ).
In der Kohorte der Patienten mit SCLC waren die häufigsten (≥20%) nichthämatologischen unerwünschten Wirkungen (alle Grade) Ermüdung (59%); Übelkeit (33%); verminderter Appetit (22%); anomale Leberfunktionstests mit erhöhter ALT (72%), AST (45%) und alkalischer Phosphatase (33%) sowie anomale Nierenfunktionstests einschliesslich erhöhtem Kreatinin (83%) entsprechend dem Anstieg gegenüber dem Ausgangswert und 25% entsprechend der oberen Normgrenze (ULN). Die meisten nichthämatologischen unerwünschten Wirkungen des Grads 3/4 waren von der Häufigkeit gelegentlich; das häufigste Ereignis (bei ≥5% der Patienten) war Ermüdung (8%).
Bei 27% der Patienten mit SCLC, die ZEPZELCA erhielten, wurde die Dosis wegen unerwünschter Wirkungen verringert.
Zu den unerwünschten Wirkungen, die eine Dosisverringerung bei >2% der Patienten mit SCLC unter ZEPZELCA erforderten, zählten Neutropenie, febrile Neutropenie, Thrombozytopenie, Pneumonie und Ermüdung.
Bei 1.9% der Patienten mit SCLC, die ZEPZELCA erhielten, musste die Behandlung aufgrund von unerwünschten Wirkungen abgesetzt werden.
Tabellarische Zusammenfassung der unerwünschten Wirkungen und Laborwertabweichungen aus klinischen Studien (Lurbinectedin-Monotherapie)
Sehr häufig (≥1/10); häufig (≥1/100, <1/10); gelegentlich (≥1/1'000, <1/100); selten (≥1/10'000, <1/1'000); sehr selten (<1/10'000).
Tabelle 3: Unerwünschte Wirkungen, die bei ≥1% der Patienten auftraten
Prozentualer Anteil und Häufigkeitskatego
rie
Alle Patienten (n=554)
Infektionen und parasitäre Erkrankungen
Pneumonie a Häufig
Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
Febrile Neutropenie/Neutropenische Sepsis Häufig
Leukopenie k Sehr häufig (29.6%)
Anämie k Sehr häufig (17.3%)
Thrombozytopenie k Häufig
Neutropenie k Sehr häufig (40.6%)
Lymphopenie k Sehr häufig (33.6%)
Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
Verminderter Appetit Sehr häufig (24.9%)
Dehydratation Häufig
Psychiatrische Erkrankungen
Schlaflosigkeit Häufig
Erkrankungen des Nervensystems
Periphere Neuropathie b Häufig
Kopfschmerzen Häufig
Geschmacksstörung Häufig
Schwindelgefühl Häufig
Gefässerkrankungen
Hypotonie Gelegentlich
Phlebitis Gelegentlich
Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und
Mediastinums
Dyspnoe Häufig
Epistaxis Häufig
Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
Übelkeit Sehr häufig (57.0%)
Erbrechen Sehr häufig (30.3%)
Obstipation Sehr häufig (32.1%)
Diarrhoe Sehr häufig (19.0%)
Abdominalschmerz c Häufig
Stomatitis d Häufig
Dyspepsie Häufig
Gastroösophageale Refluxerkrankung Häufig
Mundtrockenheit Gelegentlich
Leber- und Gallenerkrankungen
Bilirubinwert im Blut erhöht k Häufig
Alaninaminotransferase (ALT) erhöht k Häufig
Aspartataminotransferase (AST) erhöht k Häufig
Alkalische Phosphatase (AP) erhöht k Häufig
Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
Ausschlag e Häufig
Alopezie Häufig
Trockene Haut Häufig
Pruritus f Häufig
Hauthyperpigmentierung Gelegentlich
Erkrankungen der Nieren und Harnwege
Kreatininwert im Blut erhöht k Häufig
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
Schmerzen des Muskel- und Skelettsystems g Häufig
Arthralgie Häufig
Muskelspasmen Gelegentlich
Muskelschwäche Gelegentlich
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am
Verabreichungsort
Ermüdung h Sehr häufig (63.2%)
Schleimhautentzündung Häufig
Fieber Häufig
Ödem i Häufig
Unwohlsein Häufig
Reaktion an der Injektionsstelle j Häufig
Untersuchungen
Gewicht erniedrigt Häufig
Gewicht erhöht Gelegentlich
Hinweise:
a Zusammengefasst: Lungeninfektion, atypische Pneumonie und Pneumocystis-jirovecii-Pneumonie
b Zusammengefasst: Parästhesie, periphere sensorische Neuropathie, Hypästhesie, Dysästhesie, Hyperästhesie, periphere motorische Neuropathie und Polyneuropathie
c Zusammengefasst: Schmerzen Oberbauch, abdominale Beschwerden, Schmerzen Unterbauch, gastrointestinale Schmerzen und epigastrische Beschwerden
d Zusammengefasst: Glossitis, Mundulzeration, aphthöses Ulkus und Gingivitis
e Zusammengefasst: makulopapulöser Ausschlag, Urtikaria, erythematöser Hautausschlag, papulöser Ausschlag und Erythem
f Zusammengefasst: generalisierter Pruritus
g Zusammengefasst: Rückenschmerzen, Schmerz in einer Extremität, Myalgie, Brustschmerzen die Skelettmuskulatur betreffend und Nackenschmerzen
h Zusammengefasst: Asthenie
i Zusammengefasst: Ödem und Ödem peripher
j Zusammengefasst: Schmerzen an der Katheterstelle, Entzündung an der Katheterstelle, katheterstellenbedingte Reaktion, Infektion im Zusammenhang mit einem Medizinprodukt, Infektion an der Katheterstelle, Reaktion im Zusammenhang mit einer Infusion, Phlebitis an der Infusionsstelle, Erythem an der Injektionsstelle und Ausschlag an der Injektionsstelle
k Labordaten für Grad ≥ 3 ungeachtet des Zusammenhangs
Ein tödlicher Fall von Pneumonitis wurde bei einem Patienten aus der Basket-Studie gemeldet.
Tabelle 4: Laborwertabweichungen, die bei ≥10% der Patienten auftraten, ungeachtet des Zusammenhangs
Kategorie Prozentualer Anteil
Alle Patienten (n=554)
Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems Hämatologische Abweichungen
(Grad 3/4)
Neutropenie *
<1‘000 Zellen/mm3 (Grad 3/4) 40.6
<500 Zellen/mm3 (Grad 4) 22.0
Lymphopenie
<500 Zellen/mm3 (Grad 3/4) 33.6
Leukopenie
<2‘000 Zellen/mm3 (Grad 3/4) 29.6
<1‘000 Zellen/mm3 (Grad 4) 11.0
Anämie
<8 g/dl (Grad 3/4) oder Transfusionsindikation 17.3
Thrombozytopenie
<50‘000/mm3 (Grad 3/4) 9.7
Hepatobiliäre Erkrankungen (Grad 3/4)
ALT erhöht 6.4
AST erhöht 3.3
AP erhöht 4.5
Bilirubin erhöht 2.4
* Siehe Beschreibung ausgewählter unerwünschter Wirkungen im Abschnitt "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen"
** NCI- CTCAE v 4.0 / NCI- CTCAE v 3.0
Anwendung von Lurbinectedin in Kombination mit Atezolizumab
Die Sicherheit von Lurbinectedin in Kombination mit Atezolizumab wurde in IMforte untersucht, einer randomisierten, multizentrischen, offenen Studie, in der 242 Patienten mit ES-SCLC ohne Progression der Erkrankung nach der Erstlinien-Induktionstherapie mit Atezolizumab, Carboplatin und Etoposid eine Erhaltungstherapie mit Lurbinectedin 3.2 mg/m2 i.v. und Atezolizumab 1200 mg i.v. an Tag 1 jedes 21-tägigen Zyklus bis zu einem Krankheitsfortschritt oder inakzeptabler Toxizität erhielten.
Bei den 242 Patienten, die ZEPZELCA mit Atezolizumab erhielten, betrug die mediane Dauer der Lurbinectedinexposition 4.4 Monate.
Die häufigsten Nebenwirkungen inkl. Laborwertabweichungen (≥20%) waren Lymphopenie (57.3%), Thrombozytopenie (54.8%), Anämie (48.5%), Leukopenie (38.6%), Übelkeit (37.6%), Neutropenie (37.2%), Ermüdung/Asthenie (34.3%), erhöhte alkalische Phosphatase (30.7%), verringertes Natrium (28.6%), erhöhte Alaninaminotransferase (28.2%), verringertes Kalzium (26.1%), erhöhte Aspartataminotransferase (25.8%), erhöhtes Kreatinin (Labor: 22.1%), verringertes Magnesium (20.6%) und verringertes Albumin (20.1%).
Bei 5% der Patienten, die ZEPZELCA mit Atezolizumab erhielten, traten tödliche Nebenwirkungen auf. Zu diesen zählten Herz-Kreislauf-Stillstand, Myokardinfarkt (jeweils 2 Patienten), COVID-19-Pneumonie, Pneumonie, virale Pneumonie, Sepsis, Neutropenie, Infektion des vaskulären Zugangssystems und febrile Neutropenie (jeweils 1 Patient).
Bei 34.1% der Patienten, die ZEPZELCA mit Atezolizumab erhielten, traten schwerwiegende Nebenwirkungen auf. Schwerwiegende Nebenwirkungen, die bei über 2% auftraten, waren Pneumonie (2.9%), Atemwegsinfektion (2.1%), Dyspnoe (2.1%) und verminderte Thrombozytenzahl (2.1%).
Die Behandlung mit ZEPZELCA wurde bei 5.8% der Patienten, die ZEPZELCA in Kombination mit Atezolizumab erhielten, aufgrund von Nebenwirkungen permanent abgebrochen. Die häufigsten Nebenwirkungen, die ein permanentes Absetzen von ZEPZELCA erforderten, waren eine verringerte Neutrophilenzahl und Anämie (jeweils 1.2%).
Nebenwirkungen, die zum Abbruch der Behandlung mit ZEPZELCA führten, traten bei 28.9% der Patienten auf, die ZEPZELCA zusammen mit Atezolizumab erhielten; die häufigsten Nebenwirkungen (≥2%), die zum Abbruch der Behandlung führten, waren Anämie (5.04%), Ermüdung/Asthenie (4.6%), verringerte Neutrophilenzahl (3.3%), verminderte Thrombozytenzahl (2.9%), COVID-19 und Neutropenie (jeweils 2.1%).
Zu einer Reduktion der ZEPZELCA-Dosis aufgrund von Nebenwirkungen kam es bei 16.1% der Patienten, die ZEPZELCA zusammen mit Atezolizumab erhielten. Zu den Nebenwirkungen, die eine Dosisreduktion erforderten und bei ≥2% der Patienten, die ZEPZELCA in Kombination mit Atezolizumab erhielten, gehörten eine verringerte Thrombozytenzahl (3.3%), Ermüdung/Asthenie (3.1%), Übelkeit (2.1%) und Erbrechen (2.1%).
Bei insgesamt 16.9% aller Patienten im mit Atezolizumab + Lurbinectedin behandelten Arm (n = 242) in der IMforte-Studie kam es zu (Thrombo-) Phlebitis/vaskulären Entzündungsereignissen jeden Grades verglichen mit 0.8% im Atezolizumab-Arm von IMforte (n = 240), 2.9% im Atezolizumab-Monotherapie-Pool (n = 3178) und 5.8% im Lurbinectedin-Monotherapie-Pool (n = 554). Die Mehrzahl aller Ereignisse im mit Atezolizumab + Lurbinectedin behandelten Arm wurde als prüfpräparatbedingt eingestuft, insbesondere in Bezug auf Lurbinectedin (absolut 9.5%/relativ 56%), und erforderte Behandlung (11.2%/66%). Die meisten Fälle im mit Atezolizumab + Lurbinectedin behandelten Arm betrafen Phlebitis und nicht weiter bestimmte Thrombophlebitis. Die Mehrzahl aller (Thrombo-)Phlebitis-/vaskulären Entzündungsereignisse im mit Atezolizumab + Lurbinectedin behandelten Arm war von Grad 1 bis 2 (absolut 15.7%/relativ 93%) sowie nicht schwerwiegend (15.2%/90%) und die Mehrzahl klang bis zum Datenstichtag ab (56.1%). Der mediane Zeitraum bis zum Auftreten betrug etwa 3 Monate und der mediane Zeitraum vom Auftreten bis zum Abklingen betrug 79 Tage, wobei Phlebitis und Thrombophlebitis als häufigste Fälle schneller abklangen (etwa 1 bis 1.5 Monate).
Die in den klinischen Studien berichteten unerwünschten Wirkungen werden nach MedDRA-Systemorganklasse und Häufigkeit in Tabellen 5 und 6 angegeben.
Tabellarische Auflistung unerwünschter Wirkungen
Häufigkeiten werden definiert als: sehr häufig (≥1/10), häufig (≥1/100, <1/10), gelegentlich (≥1/1'000, <1/100), selten (≥1/10'000, <1/1'000), sehr selten (<1/10'000) und "Häufigkeit nicht bekannt (kann aus den verfügbaren Daten nicht abgeschätzt werden)" . Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe werden die unerwünschten Wirkungen nach abnehmendem Schweregrad aufgeführt.
Tabelle 5: Unerwünschte Wirkungen bei Patienten, die in IMforte mit Lurbinectedin und Atezolizumab behandelt wurden
Systemorganklasse Häufigkeitskategorie Unerwünschte Wirkung
Infektionen und parasitäre Erkrankungen
Sehr häufig Infektion der
oberen Atemwegea;(al
le Grade: 10.3%;
Grad 3–4: 0)
Häufig COVID-19b; Atemwegsi
nfektionc; Pneumonie
; Harnwegsinfektiond
Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
Sehr häufig Anämiee (alle
Grade: -48.5%; Grad
3–4: 12.0%); Thrombo
zytopeniee (alle
Grade: 54.8%; Grad
3–4: 14.1%);Neutrope
niee (alle Grade:
37.2%; Grad 3–4:
17.3%);Leukopeniee
(alle Grade: 38.6%;
Grade 3–4: 10.4%)Lym
phopeniee (alle
Grade: 57.3%; Grad
3–4: 18.3%)
Erkrankungen des endokrinen Systems
Häufig Hypothyreose
Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
Sehr häufig Appetitminderung
(alle Grade: 18.2%;
Grad 3–4: 0.8%);Hypo
magnesiämiee (alle
grade: 20.6%; grade
3-4: 1.3%);Hyponatri
ämiee (alle Grade:
28.6%; Grad 3–4:
4.1%);Hypokalzämiee
(alle Grade: 26.1%;
Grad 3–4: 4.2%)
Häufig Gewicht erniedrigt
Erkrankungen des Nervensystems
Häufig Periphere Neuropathi
ef; Schwindel;
Kopfschmerz
Gefässerkrankungen
Sehr häufig Phlebitisg (alle
Grade: 16.9%; Grad
3–4: 1.2%)
Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
Sehr häufig Dyspnoe (alle
Grade: 10.7%; Grad
3–4: 2.5%)
Häufig Husten; Pneumonitis
und immunvermittelte
Pneumonitis
Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
Sehr häufig Übelkeit (alle
Grade: 37.6%; Grad
3–4: 2.9%); Diarrhö
(alle Grade: 15.7%;
Grad 3–4: 0.4%);
Erbrechen (alle
Grade: 14.9%; Grad
3–4: 0.8%); Obstipat
ion (alle Grade:
12.8%; Grad 3–4: 0)
Häufig Abdominalschmerzh
Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
Häufig Pruritus, Ausschlag
Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems und des Bindegewebes
Sehr häufig Muskuloskelettale
Schmerzeni (alle
Grade: 15.7%; Grad
3–4: 0.8%)
Häufig Arthralgie
Allgemeine Störungen und Zustände im Bereich der Verabreichungsstelle
Sehr häufig Ermüdungj (alle
Grade: 34.3%; Grad
3–4: 5.0%)
Häufig Ödemk; Fieber
Leber- und Gallenerkrankungen
Sehr häufig ALT erhöhtl (alle
Grade: 28.2%; Grad
3–4: 3.3%);AST
erhöhtl (alle
Grade: 25.8%; Grad
3–4: 2.5%);alkalisch
e Phosphatase im
Blut erhöhtl (alle
Grade: 30.7%; Grad
3–4: 1.3%); immunver
mittelte Hepatitis
(Diagnose und
Laboranomalien –
alle Grade: 11.2%;
Grad 3–4: 3.7%);
Albumin erniedrigt
(alle Grade: 20.1%;
Grad 3–4: 1.3%)
Häufig Gamma-GT erhöht
(3.3%)
Psychiatrische Erkrankungen
Häufig Depression
Erkrankungen der Nieren und Harnwege
Sehr häufig Kreatinin im Blut
erhöhtn (alle
Grade: 22.1%; Grad
3–4: 2.5%)
Häufig Nierenversagen,
akute Nierenschädigu
ng, immunvermittelte
Nephritis, und
Nephropathie oder
Nierenerkrankung
oder Nierenfunktions
beeinträchtigung
Die Häufigkeiten unerwünschter Wirkungen basieren auf den Häufigkeiten
unerwünschter Ereignisse jeglicher Ursache und auf Verschlechterungen von
Laborwertabweichungen gegenüber dem Ausgangswert. UE, die bei ≥ 5 % der
Patienten auftraten, sowie Laborwertabweichungen, die sich gegenüber dem
Ausgangswert verschlechterten und bei ≥ 20 % der Patienten auftraten, sind
eingeschlossen. Es wurden mehrere zusätzliche bevorzugte Begriffe
aufgenommen, da die Häufigkeit der Beobachtung unter der Kombination aus
Atezolizumab + Lurbinectedin höher als unter der Monotherapie mit
Atezolizumab war. a Einschliesslich oberer Atemwegsinfektion,
Nasopharyngitis, Pharyngitis, viraler oberer Atemwegsinfektion, und Katarrh.
b Einschliesslich COVID-19, COVID-19-Pneumonie. c Einschliesslich
Atemwegsinfektion, Bronchitis, Grippe, positiver Respirovirus-Tests. d
Einschliesslich Harnwegsinfektion, Zystitis. e Laborwertabweichungen, die
sich gegenüber dem Ausgangswert verschlechterten. f Einschliesslich
Hypoästhesie, peripherer Neuropathie, Parästhesie, peripherer sensorischer
Neuropathie. g Einschliesslich Phlebitis, Phlebitis an der Injektionsstelle,
Thrombophlebitis, Thrombose, Arteriosklerose, tiefe Venenthrombose,
Vena-Cava-superior-Syndrom, chemische Phlebitis, intermittierende
Claudicatio, periphere arterielle Verschlusskrankheit,
Vena-subclavia-Thrombose. h Einschliesslich abdominaler Beschwerden,
abdominaler Distension, abdominaler Schmerzen, oberer abdominaler Schmerzen.
i Einschliesslich Rückenschmerzen, muskuloskelettaler Brustschmerzen,
muskuloskelettaler Schmerzen, Myalgie, Nackenschmerzen, Schmerzen in
Extremitäten. j Einschliesslich Asthenie, Ermüdung. k Einschliesslich Ödem,
peripheres Ödem. l Laborwertabweichungen, die sich gegenüber dem Ausgangswert
verschlechterten.
Tabelle 6: Laborwertabweichungen, die sich gegenüber dem Ausgangswert verschlechterten und bei ≥20% der Patienten mit SCLC im extensiven Stadium auftraten, die in IMforte ZEPZELCA mit Atezolizumab erhielten
Laborwertabweichung ZEPZELCA mit Atezolizumab N = 242
Alle Grade (%) Grad 3–4 (%)
Hämatologie
Verminderte Lymphozyten 57.3 18.3
Verminderte Thrombozyten 54.8 14.1
Vermindertes Hämoglobin 48.5 12
Verminderte Leukozyten 38.6 10.4
Verminderte Neutrophile 37.2 17.3
Chemie
Erhöhte alkalische Phosphatase 30.7 1.3
Vermindertes Natrium 28.6 4.1
Erhöhte ALT 28.2 3.3
Erhöhte AST 25.8 2.5
Vermindertes Kalzium 26.1 4.2
Erhöhtes Kreatinin 22.1 2.5
Vermindertes Magnesium 20.6 1.3
Vermindertes Albumin 20.1 1.3
Grade gemäss NCI CTCAE v5.0
Auflistung unerwünschter Wirkungen aus Meldungen nach Markteinführung
Gelegentlich ist über Fälle von Extravasation im Rahmen der Anwendung von ZEPZELCA nach der Markteinführung berichtet worden. In wenigen Fällen wurde über Gewebsnekrosen berichtet, die ein Debridement erforderlich machten.
Selten ist über Fälle von Rhabdomyolyse im Rahmen der Anwendung von ZEPZELCA nach der Markteinführung berichtet worden.
Selten ist über Fälle von Tumorlysesyndrom im Rahmen der Anwendung von ZEPZELCA nach der Markteinführung berichtet worden.
Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen
Knochenmarksuppression (siehe Rubrik "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ).
Lebertoxizität
In einer Kohorte von 105 Patienten mit SCLC, die ZEPZELCA als Monotherapie erhielten, wurde eine ALT-Erhöhung bei 72% der Patienten (4% Grad ≥3) und eine AST-Erhöhung bei 45% der Patienten (2% Grad ≥3) gemeldet.
Von den 554 mit ZEPZELCA als Monotherapie alle 21 Tage behandelten Patienten wiesen 6% bzw. 3% eine ALT- bzw. AST-Erhöhung Grad 3 und 0.4% bzw. 0.5% der Patienten eine ALT- bzw. AST-Erhöhung Grad 4 auf (siehe "Dosierung/Anwendung" ).
Weitere Spezialpopulationen
Ältere Patienten (Alter ≥65 Jahre)
Basierend auf der pivotalen Basket-Studie traten während der Behandlung mit Lurbinectedin, die folgenden unerwünschten Wirkungen des Grads ≥3 mit einer Häufigkeit von >5% auf: Ermüdung (18.9%), febrile Neutropenie (10.8%), Sepsis (10.8%), Hyponatriämie (8.1%), periphere Neuropathie (5.4%); Dyspnoe (8.1%); Hyperglykämie (5.4%); Pneumonie (5.4%). Schwerwiegende unerwünschte Ereignisse des Grads ≥3, die mit einer Häufigkeit von >5% auftraten, waren: febrile Neutropenie (10.8%), Sepsis (10.8%), Hyponatriämie (5.4%), periphere Neuropathie (5.4%) und Pneumonie (5.4%).
Während der Behandlung aufgetretene Laborwert-Anomalien des Grads ≥3, die mit einer Häufigkeit von >5% auftraten, waren: Neutropenie (59.5%), Lymphopenie (54.1%), Leukopenie (37.8%), Anämie (13.5%) und Thrombozytopenie (10.8%).
Von den 242 Patienten mit ES-SCLC, denen ZEPZELCA und Atezolizumab in IMforte verabreicht wurde, waren 124 (51%) mindestens 65 Jahre alt und 29 (12%) mindestens 75 Jahre alt.
Tabelle 7: Vergleichende Zusammenfassung für Patienten <65 Jahren im Vergleich zu ≥65 Jahren, die Atezolizumab + Lurbinectedin erhielten
<65 Jahre (N = 118) ≥65 Jahre (N = 124)
Patienten mit ≥1 UE 112 (94.9%) 123 (99.2%)
UE Grad 3–4 38 (32.2%) 62 (50.0%)
UE Grad 5 7 (5.9%) 5 (4.0%)
Schwerwiegendes UE 34 (28.8%) 49 (39.5%)
Zum Abbruch von ZEPZELCA führendes UE 2 (1.7%) 12 (9.7%)
Zu Dosisveränderung/-unterbrechung von ZEPZELCA 41 (34.7%) 49 (39.5%)
führendes UE
Die Häufigkeit der unerwünschten Wirkungen basiert auf
der Häufigkeit der unerwünschten Ereignisse jeder
Ursache.
UE jeden Schweregrads (alle Ereignisse), die bei älteren Patienten ≥10% häufiger auftraten, umfassten Anämie und Muskel-Skelett-Schmerzen. UE mit Grad ≥3, die bei älteren Patienten ≥2% häufiger auftraten, waren Anämie, Neutropenie, Thrombozytopenie und Arthralgie. Das bei älteren Patienten ≥2% häufiger auftretende schwerwiegende UE war Neutropenie. Das bei älteren Patienten ≥2% häufiger zum Behandlungsabbruch führende UE war Neutropenie.
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grosser Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdacht einer neuen oder schwerwiegenden Nebenwirkung über das Online-Portal ElViS (Electronic Vigilance System) anzuzeigen. Informationen dazu finden Sie unter www.swissmedic.ch.
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